Alles anzeigenHallo woernie,
ich verstehe nix von charts (halt auch nicht viel davon, weil/obwohl ich keine Ahnung habe), lese aber manchmal so aus Spass mit.
Was ich bisher überhaupt nicht verstehe:
Chartisten versuchen ja bessere Prognosen für Kursentwicklungen hinzubekommen als Non-Chartisten. Soweit so gut. Aber wofür wenn man nicht tradet? Du schreibst, Du kaufst Physisches und bleibst drauf sitzen. Auch aus fundementalen Gründen. Da sind doch Tages Wochen Monats Schwankungen total egal? Wozu die viele Arbeit/Zeit?
Also was ich nicht verstehe, warum nutzen so viele Leute charts wenn sie gar nicht kurzfristig reagieren wollen. Hab ich da was Grundsätzliches missverstanden? Oder sind viele in diesem thread VollBlut trader (die das nur nicht zugeben?)
Gruss
Goofy
Dazu , und ohne es zu zitieren auch zu Deinen folgenden Äußerungen ein paar ganz kurze Randnotizen: als ich diesen Tröt hier eröffnete, habe ich ihn ganz bewusst 'Charttechnik für Gold- und Silberbugs' genannt. Und nicht etwa 'Charts für Daytrader' oder ähnliches. Ich habe das deshalb so gemacht, weil ich den Eindruck hatte, dass hier auf den Goldseiten und auch andernorts wo sich die einschlägigen Freunde der Metalle tummeln, wenig oder kein Platz für technische Marktbeobachtung vorhanden ist. Ich bin aber der Überzeugung, dass die Preiskurven , das Sentiment, die 'Intermarktbetrachtung' und all die technischen Hilfsmittel viele wertvolle Informationen enthalten, die dem 'puristischen Fundamentalanleger' (Motto: weil's unterbewertet ist=weil ICH es für unterbewertet halte= kaufe ich xxxx) einfach nicht zur Verfügung stehen. Im Grunde genommen wollte ich das Interesse für diese Werkzeuge zum Einen wecken und zum Anderen meine Freude daran mit anderen teilen. ( @ GIGV
) Man kann zwar sagen, wie Du das unterstellst: wenn einer immer nur kauft und hält, wozu braucht er dann Charts ? Aber !!! Selbst wenn es so wäre ( was es nicht ist), wäre es immer noch interessant zu wissen WANN man kauft. Der Zeitpunkt ist aus kaufmännischer sicht extrem wichtig, denn wie man weiss : im Einkauf liegt der Gewinn. Beispielsweise hat der Chart den ich hier schon X-mal gezeigt habe mit dem GD 64 weekly jedem Bug der willens und in der Lage zu sehen gewesen ist, viele Jahre herausragende Einstiegsgelegenheiten eröffnet. Dagegen war es immer gefährlich in einen stark überkauften Markt einzusteigen. Dann nämlich wenn sich der Kurs weit von eben diesem GD entfernt hatte. Es gibt natürlich auch andere Indikatoren die helfen, das reletive Risiko bei einem Kauf einzuschätzen. Auch ganz banale 'Binsenweisheiten', beispielsweise , dass es sicherer ist auf einer Unterstützung zu kaufen als an einem Widerstand, habe ich versucht zu veranschaulichen. Leider wollen viele dieses 'Angebot' das der Markt JEDEM macht nicht sehen und verstehen. Wie wef richtig feststellt, ist es die KUNST oder das GLÜCK zur richtigen Zeit mit dem richtigen Werkzeug zu arbeiten. Das bedeutet eben immer wieder Fragen stellen (an die Märkte) und immer wieder Antworten suchen...immer wieder die Puzzleteiolchen neu zusammen setzen...niemand hat die richtigen Antworten immer parat. Aber je größer der Werkzeugkoffer, desto wahrscheinlicher findet man bei Bedarf das richtige heraus. Es gibt keine Technik oder Analyseform (auch nicht die Fundamentalanalyse) die eine 100 % ige Trefferquote aufweisen kann. Was gestern funktioniert hat, funktioniert vielleicht auch morgen. Und was 3 mal funktioniert hat funktioniiert vielleicht auch viermal. Vielleicht aber auch nicht.
P.s.: emmes, mal ganz ehrlich : diese 'deflatorische' Erwartung 'pflegst' Du jetzt schon seit mindestens 3 Jahren. In der 'Denkwelt' , wenn ich mal so sagen darf, wäre aber nur mit shorten Geld zu verdienen. Aber schau mal wo wir sind in Relation zu den Defla-Tiefs von 2008 . ![]()
Allgemeine ,ganz kurze Markteinschätzung: die Unterstützung bei Gold hat (zunächst) eindrucksvoll gehalten. Siehe auch Poldis Chart. Wer hier nach banalen technischen Regeln gehandelt hat (buy@support!!! ), konnte auch als Trader reüssieren.
Wir haben im weekly einen schönen Hammer , befinden uns allerdings unterhalb des vielgepriesenen weekly GD 64, somit im 'deflations-gefährdeten' Terrain. (Eine Deflation die die Politik nicht zulassen kann, ohne Gefahr zu laufen,dass ihnen der Laden hier komplett um die Ohren fliegt) Oberhalb von ~ 1520/1540 sehe ich nach wie vor die Wahrscheinlichkeit für ein baldiges Korrekturende als relativ groß an. Die orchestrierte verbale Großoffensive ( z.B. Buffet/Munger...) als Begleitmusik zu den Preisattacken der letzten Wochen , zeigt allerdings, dass es dem 'Anti-Gold-Kartell' an der Stelle wichtig und ernst ist...deshalb halte ich mich momentan mit Käufen zurück und verballere meine Zettel-Geld lieber für angenehme Dinge des täglichen Bedarfs. ![]()