Beiträge von cano



    Würd' ich bei einem deflationären Schock auch für möglich halten - allerdings muss man abwägen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit zu einem solchen crash wirklich ist. Die Politik hier in Europa und in den USA sowieso wird alles - ich betone: alles unternehmen, um das zu vermeiden. Also wird Geldschöpfung betrieben werden in extenso - die Weichen für die EZB sind doch schon gestellt. Nur Merkel wehrt sich noch etwas, aber das sind bekannte Rückzugsgefechte. wenn's wirklich ernst wird, wird's das Geld geben: Für alle, die es brauchen werden: PIIGS und Banken. Wie lange das halten wird, weiß ich nicht, aber die Politik wird ihr Heil deutlich eher in der Inflation als in der Deflation sehen.


    In meiner Perspektive: "Alternativlos" :rolleyes:


    Problem ist, dass Deutschland (noch) gut da steht und sich als Vorbild ansieht. Insbesondere sehen das auch viele Deutsche so. Dass Deutschland davon profitiert hat, dass die anderen über ihre Verhältnisse gelebt haben, wird nicht bedacht. Das ist vorbei.


    Die deutsche Stimme hat sehr hohes Gewicht, insbesondere weil Deutschland ja auch mit hohen Beträgen haften muss. Die einzige Lösung ist, dass die EZB ankündigt/umsetzt unbegrenzt Anleihen der hoch verschuldeten Länder aufzukaufen und damit den Zinssatz erheblich drückt. Das wird funktionieren. Aber die EZB darf es nicht und ob sie es demnächst darf ist zumindest fraglich.


    Bis dahin sehe ich Gold, Silber, Aktien, Rohstoffe, Konjunktur, Arbeitsplätze wie 2008 im Abwärtsstrudel. So lange sehe ich - wie 2008 - Bargeld als Trumpf.


    Sollte also die EZB nicht eingreifen, dann ist der Crash vorprogrammiert. Das ist wegen der Haltung Deutschlands und der Deutschen nicht unwahrscheinlich, denn die Kanzlerin wird auf Volkes Stimme hören und m.E. kann das Volk die Konsequenzen nicht einschätzen.

    Und wenn schon, das wären jetzt auch nur noch etwa 5$, die halten wir nach den 20$ Korrektur in 2011 auch noch aus.


    Ich denke, dass Silber und Goldbei einem deflationären Crash in etwa auf den Wert abstürzen können, wo sie herkommen.


    D.h. Gold auf ca. 300 USD und Silber auf ca. 5 USD.

    Warum sollten Griechenland, Portugal und eventuell Italien/Spanien einen entscheidenden Einfluss auf den Silberpreis haben? Das Wirtschaftswachstum (oder der Rückgang) im industriellen Bereich werden global gesehen wohl kaum in diesen Pleitestaaten gemacht.


    Nein, ich glaube nicht, dass eine deflationäre Politik in der Euro-Südschiene den Silberpreis beeinflussen wird.


    http://www.handelszeitung.ch/k…er-euro-zone-hat-begonnen


    <<Das aktuelle Chaos in Griechenland und Italien könnte der erste Schritt dorthin sein. Es ist klar, dass die Flickschusterei in der Euro-Zone nicht mehr funktioniert. Wenn ihre Mitglieder nicht in der Lage sind, sich in Richtung grösserer wirtschaftlicher, fiskaler und politischer ­Integration zu bewegen (im Einklang mit kurzfristiger Wiederherstellung von Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Kreditsicherheit, die zur Sicherung fauler Kredite und Reduzierung chronischer finanzieller und externer Defizite benötigt werden), wird die rezessive Deflation mit Sicherheit zum unkontrollierten Aufbrechen der Euro-Zone führen.>>


    Unkontrolliertes Aufbrechen = Wirtschaftskollaps (vermutlich weltweit) = Deflation

    Fuer mich steht fest, Gold und Silber werden 2012 neue Allzeithochs erreichen!!!! Genaue Prognosen werde ich Ende Dezember veroeffentlichen.


    Sollte Deutschland die jetzige Politik beibehalten, d.h. die Peripheriestaaten der Eurozone in die deflationäre Depression treiben, dann gehe ich davon aus, dass Gold und Silber in 2012 wesentlich tiefer stehen als jetzt. Dürfte allerdings politisch kaum durchsetzbar sein.

    http://www.handelszeitung.ch/k…er-euro-zone-hat-begonnen


    <<Im letzten Jahrzehnt waren die PIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) die verlässlichsten Konsumenten der EuroZone. Sie gaben mehr aus, als sie einnahmen, und nahmen immer mehr Kredite auf. Währenddem waren die Kernländer (Deutschland, die Niederlande, Österreich und Frankreich) die verlässlichsten Produzenten, mit Ausgaben unter ihren Einnahmen und immer höheren Leistungsbilanzüberschüssen.>>


    <<Die zweite Option besteht in der bitteren Medizin, die Deutschland und die EZB den Peripherieländern verordnen möchten, nämlich rezessive Deflation: Sparmassnahmen, Strukturreformen zur Produktivitätssteigerung und Senkung der Lohnstückkosten sowie reale Abwertung über Preisanpassungen, im Gegensatz zu nominaler Anpassung der Wechselkurse.


    Diese Option bringt viele Probleme mit sich. Sparmassnahmen sind zwar nötig, führen aber kurzfristig zu einer Vertiefung der Rezession. Sogar Strukturreformen reduzieren kurzfristig die Wirtschaftsleistung, da sie die Entlassung von Arbeitern, Schliessung unrentabler Unternehmen und Neuzuteilung von Arbeit und Kapital hin zu Wachstumsbranchen erfordern. Also brauchen die Peripherieländer zur Vermeidung einer sich immer mehr vertiefenden Rezession eine reale Abwertung, um ihr externes Defizit auszugleichen. Aber selbst wenn in den nächsten Jahren die Preise und Löhne um 30 Prozent sinken (was höchstwahrscheinlich sozial und politisch nicht durchsetzbar wäre), würden sich die realen Werte der Kredite stark erhöhen, und die Zahlungsprobleme der Regierungen und Privatschuldner würden sich noch verschlimmern.>>

    Variante 1 läuft doch bereits. Fast 200 Milliarden Euro für Staatsanleihen ausgegeben mit ca. 10 Milliarden Eigenkapital?


    Variante 2 wäre der Untergang der etablierten Politiker und Parteien. Das können die sich gar nicht leisten.
    Variante 1 läuft in USA, alles was in USA läuft kommt zu uns. Unweigerlich.


    Variante 1 läuft nicht. Es werden nur begrenzt Anleihen gekauft. Fr. Merkel und Deutschland sind die Ursache.


    Die schweizerische Notenbank konnte allein mit der Ankündigung den Franken über 1,20 halten zu wollen, dieses auch erreichen.

    Alternativ könnte ich auch in die Staatsverschuldung oder die Inflation investieren. Alles Dinge die unweigerlich steigen. Aus Silber raus, raus aus dem Nettolohn, raus aus Sozialleistungen. Alles Dinge die 100% sinken werden. :D


    M.E. gibt es zwei Szenarien:


    1) Die EZB kündigt an und erhät die Befugnis unbegrenzt Anleihen von Euro-Staaten zu kaufen, um die Währung zu schützen. Dieses Szenario wird nicht sofort aber in ca. 1 - 2 Jahren zu höherer Inflation führen. Silber und Gold legen dann zu.


    2) Die EZB erhält die Befugnis nicht und es kommt ein deflationärer Crash mit Zusammenbruch des Finanzsystems. Dann werden Silber und Gold stark fallen. Wenn Szenario 1) nicht bald eintritt, dann ist 2) bereits sehr nahe.


    Persönlich halte ich Variante 1) für die bessere. Variante 2) wird m.E. auch in Deutschland zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch führen.

    Ein guter Artikel hierzu:


    http://www.dasinvestment.com/i…i-ist-nicht-entscheidend/


    <<Trotzdem wurde das Land lange Zeit als stabil eingestuft. Italien ist zwar mit 119 Prozent (2010) seines Bruttoinlandproduktes (BIP) verschuldet. Dem steht aber ein Nettoprivatvermögen von 180 Prozent des BIPs gegenüber. Deutschland und Frankreich kämen jeweils nur auf etwa 140 Prozent. >>


    <<Nahezu 60 Prozent der Staatsanleihen werden von italienischen Investoren gehalten. Alles Argumente für ein stabiles Italien. Weshalb nun aber der Druck seitens des Finanzmarktes?>>


    Interessant auch diese Tabelle:


    http://de.wikipedia.org/w/inde…etimestamp=20110709024708


    Italien war 1995 bereits mit 120 % des BIP verschuldet, reduzierte dann auf 105 und ist in den letzen 3 Jahren wieder auf 120 hochgefahren.


    Dagegen ist Deutschlands Verschuldung seit 1995 angestiegen. Beginnend bei ca. 55% auf jetzt fast 85% des BIP. Allein fast +20% in den letzten beiden Jahren. Das Vorbild für Italien?


    Wenn man sieht, was in Deutschland allein Gelder in vollkommen unnützen Solar-Suventionen versenkt werden. Obwohl es der Konjunktur relativ zügig wieder gut ging, werden - statt das Konjunkturprogramm zu stoppen - immer noch Gelder daraus investiert. Vorbildliches Sparen nennt man so was ...

    Dem Markt sei Dank! Etwas Besseres kann uns wohl kaum passieren.


    Wem? Ich denke, dass kurz- bis mittelfristig wirtschaftlicher Zusammenbruch und Deflation/Depression mit Massenarbeitslosigkeit - auch in Deutschland - folgen.


    Als Nicht-Beamter würde ich mir gedanken machen.

    Die Deflation und Depression kommt in Zeitlupe, aber sie kommt.


    http://www.deutsche-mittelstan…richten.de/2011/11/30768/


    <<Das Wachstum der peripheren Länder sei zu schwach. Die meisten Länder würden nicht in der Lage sein, ihre Handelsbilanzdefizite abzubauen. Die einzige Chance bestände im vermehrten Gelddrucken durch die Europäische Zentralbank (EZB). Dies werde jedoch von Deutschland blockiert, wo aus historischen Gründen eine große Angst vor inflationären Entwicklungen herrsche. So bewege sich das Drama unaufhaltsam auf einen Crash zu, wie ein „Zugsunglück in Zeitlupe“.>>


    Der Mann hat m.E. Recht.


    Massenarbeitslosigkeit in Deutschland voraus ...

    Ich verstehe das alles langsam nicht mehr. Die Krise spitzt sich immer mehr zu, Staaten und Banken stehen vor der Pleite, die Realzinsen sind negativ, und trotzdem prügeln der verwi... Amis heute wieder auf Gold ein.


    Eigentlich müsste der Preis doch deutlich steigen.


    Wieso? Der Silberpreis ist in der Weltwirtschaftskrise ab 1929 um ca. 50% abgeschmiert. Diesmal ist das Absturzpotential noch wesentlich höher. Dürfte bei Silber so bei 80% liegen.


    Das einzige was weg muss, sind die Schulden. Und das geht wohl nur über Bankrotte, wie sich immer mehr herausstellt.

    Nicht so übertreiben... 2008 war noch schlimmer. Der schleichende Verfall war bösartiger als die jetzt ablaufende Korrektur, bis jetzt jedenfalls


    Richtig, abwarten.


    Ein Arbeitskollege sagte mir vor ca. 2 Wochen dass Silber empfohlen wurde, weil es so billig sei. Danach ist Silber dann binnen weniger Tage um über 25% gefallen. Da braucht man schon eine richtige Schrottaktie, um so einen Verlust binnen weniger Tage zu erleiden.


    Ich frage mich nur, warum Silber und Gold nicht vor 5 Jahren empfohlen wurden. Da waren die Metalle offensichtlich billig.


    Nun ... wenn Dummheit ein Argument sein soll, dann mag dem wohl so sein. :D


    Gruss


    bettel


    Wer andere für dumm hält oder deren Ansichten mit Dummheit in Verbindung bringt, ist meistens selbst unterbelichtet. Hat mi sachlicher Argumentation - wie sie in einem Forum sein sollte - nichts zu tun. Postings wie diese, kann man sich einfach ersparen. Sind als Foren-Spam zu bewerten. Wenn du dich für schlau hältst ist ja schön, aber es interessiert keinen.

    http://www.spiegel.de/wirtscha…les/0,1518,788982,00.html


    Das bedeutet wohl QE3 usw. Bernanke wird keine Deflation zulassen. Lieber wirft man Geld mit dem Helikopter ab.


    Das betrifft die USA. Die "Schuldenbremsen" in Europa wirken aber deflationär, bzw. werden deflationär wirken. In Griechenland haben wir durch die Sparpolitik bereits Deflation und Depression:


    http://www.gevestor.de/details…echenland-auf-504919.html


    Die US-Geldpolitik wurde durch Europa bereits kritisiert. Auch in den USA wurde bereits ein Sparpaket verabschiedet.


    Ohne Asien wäre die Deflation in USA und Europa m.E. längst Realität.

    Kannst du mir einen einzigen Investor nennen der über lange Zeit mit Bargeld nicht verarmt ist? Selbst Cashhalter in Tagesgeld haben 08 ordentlich geblutet , was sich mit Bargeld fast einzigartig in der Geschichte vermeiden lies aber nur WENN er dann sofort wieder in etwas reales wechselte, womit einige dann noch größere Schwierigkeiten haben.


    Was verstehst du unter lange Zeit? Für mich sind 20 Jahre ein langer Zeitraum. In der Zeit von 1980 bis 2000 hat ein Gold-Investor über 60% Verlust gemacht, wenn er sein Geld stattdessen in Dollar-Bargeld angelegt hätte. Wenn man die Inflation noch einrechnet, dann war Gold in diesem Zeitraum eine noch beschissenere Anlage.


    Ich bin seit 2007 mit (damals) 15% Edelmetall und Rest Tagesgeld und ein paar SFr Bundesanleihen gut gefahren.


    Wenn man nicht von einem totalen Wirtschaftskollaps in Deutschland ausgeht, dann sind Aktien z.Zt. auch wieder interessant, wenn ich mir beispielsweise die Dividendenrendite von RWE, E.ON und Telekom ansehe.


    In der Weltwirtschaftskrise in den 30ern war "sicheres Dollar-Bargeld" übrigens die Top-Anlage.


    Das gute an EUR- und USD-Bargeld ist, dass es nicht solchen Schwankungen unterliegt wie Silber und Gold.


    Und der der JPY war (trotz der hohen Verschuldung der Japaner) in diesem Jahr eine bessere Anlage als Silber:


    http://www.finanzen.net/chart.…zen_net_300x200&stTime=y5


    Und auch seit 2008 ist der JPY eine Top-Anlage.


    :hae: Träumt´s du ? Meinst du mit Bargeld die sogenannten Euros oder sonst eine Währung ? Wer zahlt wohl die ganzen Schulden und wie ?


    In einer Depression "verschwinden" Schulden durch Bankrotte. Hyperinflation ist m.E. Quatsch. Griechenland ist so gut wie bankrott aber von Hyperinflation keine Spur.


    Jemand der in Griechenland sein Geld in Bargeld Euros angelegt hat, kann jetzt die Staatsanleihen seines Landes mit einem Abschlag von über 50% erwerben. Aktien und Immoilien sind ebenfalls stark gegenüber Euro-Bargeld gefallen. Wer Silber zum falschen Zeitpunkt gekauft hat, hat jetzt riesige Verluste. Und wer garantiert, dass es nicht noch 50% runter geht?


    Ich antworte mal aus meiner Sicht:


    - ich besitze Gold und ein wenig Silber als Absicherung gegen einen Systemcrash und nicht um horrende Gewinne zu erzielen. Ich hoffe natürlich, dass der Systemcrash nie eintritt. Gold habe ich im Schnitt bei 500 eur pro Unze gekauft und seitdem nicht mehr nachgekauft. Einen Goldpreis, der die Inflation abdeckt, wäre für mich o.k. D.h. würde der Goldpreis jetzt bei ca. 550 - 600 EUR, bzw. auf diesen Wert fallen, wäre das für mich vollkommen i.O. Hätte ich nicht schon ein schuldenfreies Haus, dann hätte ich mir zuletzt mit den Edelmetallgewinnen und einem Teil des Tagesgeldes eines zugelegt.


    - Mein Geld hatte ich bis zum Crash 2008 zu etwa 15% in Gold/Silber und den Rest in EUR Tagesgeld (Tagesgeldanleihe) und ein wenig in SFr angelegt. Der Edelmetallanteil ist inzwischen - durch die Edelmetall-Hype - stark angestiegen. Am Tagesgeld hat sich nicht viel geändert, außer der minimalen Verzinsung und der SFr hat sich auch gut entwickelt.


    - da ich von einer Deflation/Depression ausgehe, gehe ich davon aus, dass Gold und Silber (betrachtet von meinem Einstiegskurs) sich unter dem Strich nicht besonders entwickeln werden. Ich gehe davon aus, dass "sicheres" Bargeld besser abschneidet. Die Kunst dürfte sein das Bargeld sicher anzulegen.