Beiträge von cano

    Interessant auch dass der Dollar dabei nicht gefallen ist, soweit ich sehen kann...

    Richtig. Und der T-Bond-Future (30-jährige) ist 0,6% im Plus. Bewegungen um Weihnachten/ Neujahre sollte man (aufgrund der "enormen" Umsätze) nicht zu ernst nehmen. Geschweige denn daraus irgendwelchen charttechnischen Schlüsse ziehen.

    Ein Glück, daß du zu Zeiten von Comroad hier noch nicht gepostet hast, hättste bestimmt auch 'nen schönen 'Performance'-Vergleich gebracht.
    Leider wirst du hier nicht mehr aufzufinden sein, wenn der Dollar resp. dein Dexia Fonds abnippeln werden.
    Deinen Einstieg in diese "Wertpapiere" hast du nicht gepostet, deinen Ausstieg werden wir auch nie erfahren. Naja, vielleicht Monate später. ;)
    TSCHÜß!!

    Was soll dieser "sinnvolle" Kommentar schon wieder? Ich habe hier nicht zum Einstieg in US-Staatsanleihen gerufen, sondern die Performance mit der des Gold-Spots im Verlaufe des letzten Jahres aufgezeigt (dass das nicht so weitergeht, kann sich jeder mit einem Funken Verstand denken). Die Links zu "Lobeshymnen auf Gold" und zu negativen Kommentaren von Dollar und US-Staatsanleihen im letzten Jahr auf goldseiten.de erspare ich mir.

    Vorschau 2009 - Der fundamentale Rahmen (von Klaus Singer)


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    Die Kreditverknappung der Banken hält aber an, so dass von hier aus weiterhin eine stark kontrahierende Wirkung auf die Realwirtschaft ausgeht. Daher werden jetzt umfangreiche staatliche Anreizprogramme aufgelegt. In den USA z.B. ist vom neuen Präsidenten Obama beabsichtigt, bis zu einer Billion Dollar (rund 7 Prozent des BIP) auszugeben. China will prozentual deutlich mehr investieren, v.a. in Infrastrukturmaßnahmen.


    Zitat

    Die von Politik und Wissenschaft gezogenen Lehren aus der Großen Depression führen zu der Konsequenz, dass sich die Staaten dieses Mal schneller und stärker verschulden, um so zu verhindern, dass sich eine deflationäre Spirale entwickelt. Dennoch bleibt zumindest der Ausblick einer langen und schweren Rezession. Dabei ist das Risiko einer Depression u.a. auch deshalb erhöht, weil wir uns im „Winter“ des aktuellen Kondratieff-Zyklus befinden, in dem sich noch keine Basisinnovation zu einer neuen Triebkraft formiert hat.


    Zitat

    Das Thema „schwere Rezession“, erst recht „Depression“ hat Implikationen für Inflation oder Deflation. Inflation ergibt sich nicht automatisch aus der Geldmenge. Entscheidend ist, wo sich die vermehrte Geldmenge aufhält und wie schnell sie umläuft. Ob und in welchem Maße die jetzt zunächst im Finanzbereich stark anwachsende Geldmenge in die Güterwirtschaft überschwappt, hängt wesentlich an der Entwicklung der kaufkräftigen Nachfrage. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wiederum hängt mit den realwirtschaftlichen Aktivitäten zusammen. In einer Depression sind die Bedingungen für eine ausgeprägt inflationäre Entwicklung nicht günstig.


    Zitat

    So lange die Rezession noch nicht voll entwickelt ist und so lange die Gefahr einer Depression akut bleibt, dürfte die private Investitionstätigkeit äußerst gering bleiben. Diejenigen, die über eine (prall gefüllte) Spekulationskasse verfügen, suchen nach Anlage, werden in diesem Kontext aber keine langfristig aussichtsreiche finden. Also werden sie die Mittel immer nur kurzfristig mal hier hin, mal dort hin schieben. Im statistischen Mittel werden sie sich dabei die Finger verbrennen, denn die fundamentalen Umstände lassen "Long"-Spekulationen auf sich verbessernde Zustände so schnell nicht rentierlich werden. Damit wird ein Teil der reichlichen Liquidität "verbrannt". Die Inhaber der Spekulationskasse werden zunehmend unsicherer, die Tendenz zu Cash-Haltung nimmt stetig zu. Die die Deflation kennzeichnende Cash-Präferenz prägt sich weiter aus.


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    Ob Obama auch in der Lage sein wird, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, muss sich noch zeigen. Die Voraussetzungen dafür, dass die USA die Krise schneller und besser bewältigen als die EU sind jedenfalls recht gut. Die USA verfügen über einen großen, einheitlichen Binnenmarkt mit einer relativ zentralistisch ausgerichteten politischen Führung. Die EU ist hingegen ein bürokratisch verkrustetes Gebilde. Sie ist wirtschaftlich, politisch und finanziell, auch kulturell heterogen. Die EU kann damit nur schwerfällig auf die Anforderungen der Krise reagieren. Der hierdurch entstehende Tempoverlust kann gravierende Auswirkungen haben, begründet aber auf jeden Fall deutliche Nachteile im globalen Vergleich.

    Trotzdem stellt Japan mit seiner Industrie, der vorbildlichen Ethik und Disziplin seiner Bewohner und Arbeitenden ein Vorbild dar und ist hierbei beispielsweise den USA um Lichtjahre voraus.


    Staatsverschuludng in % vom BIP 2008:


    Italien: 103,2%
    USA: 65,6%
    Eurozone: 65,2%
    Deutschland: 63,1%


    Japan: 182,8% [smilie_happy]


    Wahrscheinlich nehmen die USA Japan z.Zt. wirklich als Vorbild, d.h. Zinsen annähernd 0, Deflation und Staatsverschuldung um die 200% vom BIP.

    So, wie cano die U.S.-am. Staatsanleihen lobt, hat er sein ganzes Geld wohl den U.S.-am. Rettungspaketen zur Verfügung gestellt -> kein Touareg. ;)

    Ich habe hier lediglich die Renditen von US-Staatsanleihen aufgezeigt und nie Deutsche, die in Deutschland leben zu deren Kauf geraten. Hier ist das Währungsrisiko viel zu hoch. Und bei langlaufenden US-Staatsanleihen kommt noch das Verlustrisiko bei anziehender Inflation dazu.


    Lt. Prechter sind kurzfristige Geldmarktinstrumente angesagt.

    Die Prognosen sind doch harmlos, wenn man bedenkt, dass von 1929 bis 1933 das US-BIP um ca. 45% schrumpfte und die "Rahmenbedingungen" heute schlechter sind als damals.


    Was wir jetzt sehen, ist m.E. erst Vorgeplänkel zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch und Massenarbeitslosigkeit größer 20%. Die USA ist uns hier etwas voraus.

    Ich zitiere mal Prechter aus dem Buch "Besiege den Crash":


    Zitat

    Genau jetzt halte ich es für wahrscheinlich, dass Gold und Silber zum Boden der Deflation hin auf ihre absoluten Dollartiefs fallen werden, denn genau das passierte während der letzten großen Deflation mit dem Silberpreis


    http://www.value-stocks.com/mo…article.php?storyid=13522



    Deflationsszenario - in was investieren wenn alles fällt - Banken knausern mit Krediten - Rohstoffe werden billiger, ausser Gold als Absicherung gegen alles Mögliche

    Bargeld.


    Ein Krügerrand hat übrigens vor nicht allzu langer Zeit mal 800 Eur gekostet (u.a. wegen angeblicher Knappheit von physischem Gold ...)

    http://www.handelszeitung.ch/a…n-geht-weiter_458409.html


    Zitat

    Nach der uneinheitlichen Vortagsentwicklung haben die US-Staatsanleihen am Donnerstag wieder alle zulegen können. Besonders gut entwickelten sich erneut Papiere mit längeren Laufzeiten, was Börsianer mit einer anhaltenden Flucht in Anlagen mit sicheren Gewinnen zum Jahresende erklärten.


    Zitat

    Zweijährige Anleihen stiegen um 3/32 Punkte auf 101 2/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,692 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 15/32 Punkte auf 103 15/32 Punkte. Das drückte die Rendite auf 1,271 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen legten um 1 5/32 Punkte auf 115 1/32 Punkte vor und rentierten mit 2,063 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren sprangen um 3 1/32 Punkte auf 140 16/32 Punkte hoch, was einer Rendite von 2,536 Prozent entsprach.


    2% Rendite auf 10 Jahre. Der Rentenmarkt erwartet eine Deflation ...

    Dies ist aussergewöhnlich und spricht für die momentane Goldstärke.

    Ich sehe momentan keine Goldstärke, sondern eine Dollarschwäche (aufgrund der niedrigen Zinsen in den USA wird Geld in andere Währungen verlagert).


    Auf Euro-Basis schwächelt Gold in den letzten Tagen. D.h. selbst unverzinstes Euro-Bargeld wird z.Zt. wertvoller als Gold.


    Auch die Versorgung mit physischem Gold scheint kein Problem mehr zu sein. Bei MP liegt der Unzenpreis z.Zt. bei 650,89, d.h. 1,25% niedriger als gestern.