Beiträge von cano

    http://www.bernerzeitung.ch/wi…der-nichts/story/15017515


    Zudem hat das Fed gar unmissverständlich erklärt, notfalls auch die Notenpresse anzuwerfen und Papiergeld zu drucken, um die eingefrorenen Kreditmärkte wieder aufzutauen. Geld à discrétion zu drucken, das kennt man sonst nur noch von Ländern wie Zimbabwe oder Weissrussland.Das aggressive Vorgehen des Fed-Präsidenten Ben Bernanke spaltet denn auch die Meinungen. Für die einen tut er das einzig Richtige, um eine Depression wie in den 30er-Jahren zu verhindern. Für die anderen wird er immer mehr zum verantwortungslosen Pokerspieler, der zu viel wagt und damit eine Hyperinflation riskiert.

    Ob Hyperinfla oder Defla, eine der Ionen wird wohl einsetzen. Wer am Ende recht gehabt hat, gewinnt einen Blumenstrauß und bekommt einen feuchten Händedruck gratis noch dazu. 8o

    Der Anleihenmarkt geht für dien nächsten 30 Jahre jedenfalls nicht - trotz den Sprüchen mit der Notenpresse - von der Möglichkeit einer Hyperinflation oder Staatsbankrott der USA aus. 30-jährige Staatsanleihen rentieren momentan mit 2,65%. Einjährige mit 0,45%. 8o :rolleyes: [smilie_happy]


    Es stellt sich die Frage, ob der Anleihenmarkt sich irrt ... :hae:


    Denke in ein paar Monaten sind wir wieder schlauer ...


    Pleite ist man, wenn man seine Schulden nicht mehr zahlen kann !

    Richtig. Wenn ein Staat aber eine neue Anleihe auflegt und diese vom Markt zu (für den Staat) guten Konditionen angenommen wird, dann kann der Staat seine Schulden bezahlen und ist somit nicht pleite. Der amerikanische Staat kann z.Zt. 30-jährige Anleihen mit unter 3% Rendite ausgeben und die werden abgenommen. Somit ist die USA momentan alles andere als Pleite.


    Die Abnehmer (hier sind riesige Summen im Spiel) solcher Anleihen gehen von einer lang anhaltenden Deflation aus und sicher nicht von einer starken Inflation oder gar Hyperinflation. Hierzu eine interessante Aussage:


    http://www.finanzen.net/nachri…mne_Unsere_Meinung_821371


    Zitat

    Anleihenmärkten wird nachgesagt, "smarter" zu sein als Aktienmärkte.


    Anders sieht es im Unternehmensbereich aus. Dort muss man hohe Zinsen zahlen, damit die Anleihen angenommen werden, da man von "Bankrottgefahr" ausgeht ...

    http://de.biz.yahoo.com/171220…asst-asien-deflation.html


    Zitat

    Die deutliche Abschwächung des weltweiten Wachstums hat die Rohstoffpreise dem IWF-Rohstoffpreisindex zufolge seit Juli bereits um 36 Prozent sinken lassen. Seit 2003 erklärt dieser Index die Schwankungen der Inflationsraten in Asien zu zwei Dritteln, und dieser jüngste Rückgang deutet darauf hin, dass die Inflation in den kommenden Monaten wieder auf die Anfang 2007 verzeichneten Tiefstände zurückgehen wird. In Singapur, Südkorea, Taiwan und Thailand dürfte Mitte 2009 insgesamt eine Deflation verzeichnet werden, und vorübergehend dürfte dies in Q1 auch in China der Fall sein. Bei einem unter dem Trend liegenden Wachstum im Jahr 2010 könnte die Deflation bis 2011 anhalten. Aufgrund der verzögerten Auswirkungen des Mietniveaus auf den VPI in Hongkong dürfte die Deflation dort erst im Jahr 2010 zu spüren sein und bis 2011 anhalten.

    In einer Deflation steigen die Realzinsen, obwohl der Zinssatz gleich oder annähernd null ist.


    Die Japaner haben schon lange annähernd 0% Zinsen sind und sind nicht pleite. Pleite ist ein Staat, wenn keiner mehr die Anleihen haben will. In der USA sind die Renditen aber auf historischen Tiefs, d.h. die USA ist momentan alles andere als pleite!


    Mitlerweile passiert in den USA genau das, was Prechter in seiem Buch "Besiege den Crash" vorhergesagt hat. Außer bei Gold liegt er (bisher ? ) nicht ganz richtig. Aber er liegt viel richtiger als z.B. ein Eichelburg und die Schar der (Hyper-) inflationisten. Und wenn - wie Prechter voraussagt - wirklich eine Depression kommt, dann wird alles noch viel schlimmer als es jetzt ist. Z.B. Arbeitslosenzahlen höher als 20% und Rückgänge beim BIP im mittleren 2-stelligen Bereich. Dow unter 1000.

    http://www.handelsblatt.com/fi…en-auf-rekordtief;2111645


    Zitat

    Die US-Leitzinssenkung am Dienstagabend hat die Kurse am Rentenmarkt am Mittwoch nach oben getrieben, die Renditen gaben markant nach. In den USA rentierten Treasuries mit Fälligkeit in zehn Jahren 14 Basispunkte niedriger bei 2,11 Prozent, einem Rekordtief.


    Und das, obwohl der Dollar stark gegenüber dem Euro verliert. Sieht stark nach einer Spekulation auf Defaltion in den USA und einem "USD-Carry Trade" aus ...

    http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_326232


    Zitat

    Doch wer glaubte, diese Zahl sei nicht mehr zu unterbieten, wird mit den Oktober- und Novemberzahlen eines Besseren belehrt. In den beiden Monaten gab es 1.800 mehr Stornierungen als Neubestellungen. Das heißt: Der Auftragsbeingang der weltweiten Nummer zwei im LKW-Geschäft nach Daimler war negativ. Das bedeutet: Der Konzern hat in den vergangenen fünf Monaten im Schnitt keine Aufträge erhalten.

    Ich würde die Situation mal als hochdramatisch beschreiben ...

    Verdaechtig bei dieser neuerlichen Dollar-Schwaeche ist der gleichzeitig fallende Oel-Preis.

    Denke ich nicht. Der Dollar Carry-Trade wird wohl gerade etabliert.


    Der Markt geht wohl von japanischen Verhältnissen aus, d.h. Deflation mit u.a. sinkenden Rohstoffpreisen.

    Es kommen noch die Anleihen dran und dann wird es richtig heiss und fettig!

    Fragt sich nur welche?


    - Die meisten Unternehmensanleihen leiden bereits
    - Bei langlaufenden AAA-Rating-Staatsanleihen sehe ich auch ein Problem
    - bei AAA-Kurzläufer-Staatsanleihen sehe ich ein Problem nur bei starker Inflation (momentan noch nicht auszumachen) oder bei Staatsbankrott von z.Zt. AAA-Staaten.

    Selbstverständlich kann es noch schlechtere Nachrichten geben, denn wir sind ja erst am Anfang:


    - Massenentlassungen in der Industrie
    - Bankrotte großer Unternehmen
    - Arbeitslosigkeit in den USA steigt auf über 20%
    - Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt auf über 20%
    - Dax fällt unter 1000 Punkte
    - Dow fällt unter 1000 Punkte

    Der Wert des Papiergeldes drückt sich in seinen zinsen aus, die man dafür bekommt.


    Wenn man Papiergeld zinslos erhalten kann, dann verliert es an Wert. Das bedeutet langsam anlaufende Inflation.
    Inflation ist die beste Methode für alle Staaten, aus der Misere herauszukommen.
    Da merkt die Bevölkerung nicht sogleich, dass sie beraubt wird.

    In einer Deflation wird Bargeld mehr wert. In den letzten 3 Monaten ist Bargeld gegenüber fast allem stark im Wert gestiegen. Wird die Wirtschaft jetzt nicht anspringen (wovon ich ausgehe), dann werden die Preise weiter fallen. Da die Zinsen nicht weiter sinken können, steigt dann der Realzins für Bargeld. Kredite werden relativ sehr teuer. Schuldner werden dann die Dummen sein.

    wie lange bleibt es denn deflationär, wenn das Geld so billig ist und der Markt in naher Zukunft geflutet wird?


    Lieber einen Monat zu früh "eingekauft" als mit dem
    "Simbabwe-Syndrom" aufzuwachen - wenn die Mehrzahl so handelt ist am Monatende endlich mal noch so viel Geld übrig und es gibt fast nichts mehr zu kaufen.


    http://www.safehaven.com/article-3009.htm


    Zitat

    "The psychological aspect of deflation...cannot be overstated," Prechter continues. "When the social mood trend changes from optimism to pessimism, creditors, debtors, producers and consumers change their primary orientation from expansion to conservation. As creditors become more conservative, they slow their lending. As debtors and potential debtors become more conservative, they borrow less or not at all. As producers become more conservative, they reduce expansion plans. As consumers become more conservative, they save more and spend less. These behaviors reduce the "velocity" of money, i.e., the speed with which it circulates to make purchases, thus putting downside pressure on prices. These forces reverse the former trend."

    http://www.stock-world.de/nach…uf_Rekordzinssenkung.html


    Zitat

    Die US-Staatsanleihen verzeichnen ebenfalls deutliche Zugewinne. 2-jährige Anleihen notieren derzeit 3/32 Punkte fester bei 101 2/32 Punkten, wodurch sich eine Rendite von 0,68 Prozent ergibt. 5-jährige Anleihen notieren bei 102 25/32 Punkten 10/32 Punkte fester. Sie rentieren so derzeit mit 1,41 Prozent. Die am Markt viel beachteten 10-jährigen Anleihen notieren derzeit bei 111 16/32 Punkten und damit 20/32 Punkte fester. Diese rentieren so mit 2,43 Prozent. Die Langläufer mit einer Laufzeit von 30 Jahren steigen um 23/32 Punkte auf 130 31/32 Punkte und rentieren so momentan mit 2,92 Prozent.

    http://www.handelsblatt.com/po…chiert-null-linie;2110349


    Zitat

    Der Leitzins ist im Sinkflug: Die US-Notenbank senkt den Wert auf eine Spanne zwischen 0 bis 0,25 Prozent – ein ungewöhnlicher Schritt. Auch andere Notenbanken nähern sich mit ihren Zinsschritten rapide der Null und geben damit den Banken fast kostenlos Kredit. Doch das birgt auch Gefahren, die im schlimmsten Fall ein Horrorszenario für die Notenbanken wahr werden lassen könnten.


    Zitat

    Auch wenn der nominale Zins bei null liegt, kann der reale, also inflationsbereinigte Zins durchaus noch positiv sein, dann nämlich, wenn die Preise fallen. Für die Notenbanken ist das ein Horrorszenario, weil sie dabei die Kontrolle über den realen Zins verlieren. „Während der großen Depression fiel das Preisniveau in den USA um 25 Prozent“, ruft Kevin Gaynor von der Royal Bank of Scotland in Erinnerung: „Die Wirtschaft schrumpfte und gleichzeitig stiegen die realen Kapitalkosten – das Gegenteil von dem, was man sich wünschen würde.“


    Nun ist das Pulver so gut wie verschossen. Springt die Wirtschaft jetzt nicht schnell an, dann ist die Deflation/ Depression m.E. nicht mehr aufzuhalten.

    http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=92173871


    Zitat

    Der Rückgang der Verbraucherpreise in den USA hat sich im November auf ein neues Rekordtempo beschleunigt und ist weitaus deutlicher ausgefallen als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium um Dienstag mitteilte, fielen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 1,7% (genauer: minus 1,684%). Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Rückgang um 1,3% gerechnet. Das im Oktober verzeichnete Minus ist das stärkste seit 1947 gewesen. Die Entwicklung dürfte die Diskussion um eine mögliche Deflation in den USA weiter anheizen.