Beiträge von cano

    Hier ein Zitat aus dem Prechter-Buch "Besiege den Crash":

    We are being crushed between these two types of fear. There are no sound fiat currencies in which to seek shelter. This is the ultimate setup for gold and silver bullion." :)

    Wie man gerade wieder sieht und in den letzten Monaten gesehen hat.


    Die Renditen von US-Staatsanleihen sind heute wieder stark am fallen, d.h. ihr Kurs steigt.


    Interessant:


    http://sparda.is-asp.com/forum…d=90468513&kunde=20265ext


    Allerdings, stark unterbewertete Aktien sollten zumindest zum Mittelwert zurückfinden können - da die Wahrscheinlichkeit dafür hoch ist - aber wie gesagt nicht garantiert und nicht vorhersagbar.

    Die Frage ist, wann einen Aktie unterbewertet ist. Wenn die Wirtschaftskrise sich ausweitet, dann sind heute unterbewertete Aktien morgen überbewertet ...


    Einigermaßen stabil würden dann nur Aktien sein, wo sich die Leute nicht oder nur wenig einschränken.

    Während der "offizielle" Goldpreis in den letzten Wochen stark angezogen hat, ist der ebay-Preis annähernd gleich geblieben.


    Für einen Krügerrand wurden soeben nur 673 EUR erzielt und der "offizielle" Goldpreis liegt bei 644 EUR.


    Bei einem "offiziellen" Goldpreis von 580 EUR lag der Ebaypreis etwa genauso hoch.

    Aber mal ehrlich: Wenn wir so weit sind, dass man an sein Geld bei der Bank nicht mehr kommt, ist das Papiergeld sowieso nichts mehr wert.

    Genau das Gegenteil ist der Fall: Wenn Du nicht mehr an Dein Geld bei der Bank kommst, dann ist frei verfügbares Papiergeld sehr viel wert.


    Stell Dir vor, Du hast Dein Geld in einem offenen Immofonds angelegt oder bei der Kaupthing-Bank. Du wolltest Teile des Geldes für


    - ein neues Auto
    - einen schönen Urlaub
    - ein Haus


    verwenden. Nun kommst Du aber nicht mehr dran (bzw. beim Immofonds mit 5% Abschlag über die Börse)


    Fazit: Das Geld wäre besser zu Hause im Tresor gewesen.


    Wegen seiner sehr großen Vorsicht und Reserviertheit ist diese Haltung und Einstellung umso bemerkenswerter:

    Wenn vorsichtige und reservierte eine gute Performance voraussagen, ist das in der Regel kein gutes Zeichen.


    Bei den Goldaktien ist noch viel Luft nach unten, wenn man sich ansieht, wo sie herkommen. Der Hui kommt beispielsweise von 50 USD seit 2001 (also minus 75% von jetzigem Niveau). In einer Deflation ist ein Rückgang auf diesen Wert wohl eher wahrscheinlich als ein Ende des Bärenmarktes.


    Gelingt kurzfristig die Reflationierung, dann ist tatsächlich ein Anstieg wahrscheinlich. Dann werden aber auch die anderen Aktien - insbesondere Emerging Market - steigen.

    1929 unterliessen es die Weltstaaten, die Deflation mit massivem Geldmengenwachstum zu bekaempfen und sahen sich folglich einem jahrelangem Preisverfall gegenueber. Das ist heute anders.

    Heute reicht es womöglich für ein ähnliches Szenario wie 1929, wenn weltweit (und insbesondere in den USA) ein konservatives Denken bei Wirtschaft, Banken und Verbrauchern einsetzt. Führt weltweites japanisches oder deutsches Denken nicht in die Deflation?


    Der (zu hohen Anteilen kreditfinanzierte) US-Konsum macht ca. 70% des US-BIPs aus. Die USA hat einen Anteil am Weltbruttosozialprodukt von 20%. D.h. 14% des Weltbruttosozialproduktes sind US-Konsum. Und wer hat das Zeug produziert, was die Amis konsumiert haben? Wer hat die Maschinen dafür geliefert?

    Du willst es nicht begreifen. Deine U.S.-Staatsanleihen werden vom Staat nie zurückgezahlt, du bist IMMER auf einen neuen Käufer dieses Drecks angewiesen.
    Wie kommst du darauf, daß der Dreck immer einen neuen Käufer finden wird?
    Weil es bisher so war? Dann viel Glück mit diesem Dreck.

    Was soll das jetzt? Davon, dass kurzlaufende US-Staatsanleihen keine Käufer mehr finden, sind wir noch weit entfernt.

    Mein "Vermögen" sieht momentan wie folgt aus (ohne Grundstück und Haus):


    - 17% Gold und Silber (davon 90% Gold)
    - 13% offene Immobilienfonds (aus denen ich nicht mehr rauskam :wall: )
    - 22% Tagesgeldanleihe Bund
    - 10% Geldmarktfonds mit Euro-Staatsanleihen
    - 5 % Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist
    - 5% Bundesanleihen Schweiz in Schweizer Franken (Kurzläufer)
    - 5 % France Telecom und Deutsche Telekom Unternehmensanleihen (Kurzläufer)
    - Rest Euro-Staatsanleihen (Kurzläufer)
    - 0% Aktien

    Die „was wäre gewesen wenn“ Papier raus zu kramen, die keine Sau im nennenswerten Umfang hält, bis die Scheine 3000% plus auf der Uhr haben, ist natürlich etwas einfach.


    Um ein klütze klütze kleines bisschen an fallenden Kursen zu partizipieren ist es nach meiner Meinung noch nicht zu spät. Lass uns erst mal das Tief im DAX aus 2003 testen, sofern wir durch die Marke nicht komatös durchfallen….

    Lt. Elliot Wave Financial Forecast liegt das längerfristige Ziel des Dow bei unter 400 Punkten, da sich gerade einen Depression anbahnt. Das kurzfristige bei 7200. Also gibt es kurz- und längerfristig noch viel Geld mit Puts zu verdienen. Natürlich nur, wenn die Prognose eintritt ...

    Empfehlung 10-15% EM - ist zu wenig!
    30% MIN
    50% OK

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann will der Thread-Eröffner jetzt in Edelmetalle investieren. Ich gehe davon aus, dass Du Gold nicht zu einem Durchschnittskurs von 650 EUR gekauft hast.


    Ich empfehle folgendes: Wenn man von einer langjährigen Deflation oder gar Depression ausgeht, sollte man max. 10 - 15% in Edelmetalle investieren, Rest in "Cash". Wenn man von einer stärkeren Inflation ausgeht, kann man wesentlich mehr in Edelmetalle investieren, allerdings dürften viele Aktien sich dann besser entwickeln. Geht man von einer Hyperinflation aus, sollte man den Großteil seines Vermögens in Edelmetalle investieren.


    Was am wahrscheinlichsten ist, muss jeder selber entscheiden.

    Mein Eindruck ist, dass die auf der Startseite von goldseiten.de verlinkten Nachrichten und Artikel überwiegend "bullish" zu Edelmetallen und Rohstoffen berichten. Mag sein, dass es daran liegt, dass es nur wenig "Bären" gibt, aber die sollten auch zu Wort kommen. Wie eben schon erwähnt kann keiner die Zukunft präzise voraussagen und es könnte tatsächlich sein, dass Edelmetalle das falsche Pferd sind (welches in die falsche richtung reitet) oder nur ein Ackergaul.


    Aber mal ehrlich, kurzfristig sind Vorhersagen einfach nicht möglich bzw. Glücksache und Prechter sagt die Deflation auch schon seit Jahren voraus, er hätte den Ritt des Silbers bis über 20$ niemals mitgemacht, jetzt ist er halt mal für ein paar Monate auf der richtigen Seite und gaaaaanz stolz darauf. :)
    Langfristig (auf Sicht von vielleicht 3, 4 Jahren) sind Vorhersagen aber eher möglich und da behaupte ich wird Gold die Aktien und das Bargeld outperformen. Prechter fährt ein heißes Spiel, denn Papiergewinne nutzen nur, wenn Papier werthaltig bleibt und das VErtrauen bestehen bleibt. Früher oder später muss er auf Edelmetalle umschwenken sonst liegt er falsch, grottenfalsch. Und ich wage die Prognose, er wird den Absprung nicht rechtzeitig schaffen und der EM-Zug wird ohne ihn abfahren.


    Die Zeit wird mir Recht geben, hoffe ich!


    Minos

    Prognosen sind immer ein wenig Glückssache. Es gibt aber gute und weniger gute Prognosen. Insbesondere gibt es Prognosen und Empfehlungen mit denen man viel verlieren kann. Wer beispielsweise im März noch nicht positioniert war und auf Eichelburgs Seite kam, bekam den Eindruck, dass Silber und Gold billig sind. Womöglich hat er für einen Krüger 800 EUR bei ebay gezahlt und bekommt ihn inzwichen für 650. Auf die Empfehlungen für Goldminen und Rohstoffe in den auf goldseiten veröffentichen Artikeln will ich garnicht erst eingehen.


    Ich weiss nicht, ob Du Prechters Buch gelesen hast. Jedenfalls sind seine Einschätzungen, wie sich gewisse Anlagen/ Vermögenswerte in Deflationszeiten verhalten sehr zutreffend. Er empfahl übrigens einen Goldanteil von 15%. Und als er das empfahl stand der Goldpreis bei 300 US$ (er weist übrigens ausdrücklich darauf hin, dass das womöglich ein guter Einstandspreis ist).


    Er lag natürlich mit dem Timing bei Cash-Investments einige Jahre zu früh. Man hat eventuell große Gewinne nicht gemacht, aber immerhin große Verluste vermieden.

    Hier doch mal ein Beispiel, was die Experten so loslassen und vor allen Dingen losgelassen haben (es gibt hier unzählige derartige Beispiele):


    Silberjunge am 25.03.2008 (man beachte den letzten Teil):


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=6840


    Anmerkung: Prechter kündigte übrigens kurz vor dem Silber-Peak im März einen Silber-Bärenmarkt an.


    Und hier Silberjunge aktuell:


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=8990


    Aber der Silberjunge zeigt zumindest ein wenig Einsicht. Anders als andere "Experten" bei denen der Dollar gerade abstürzt. Die sind nicht mal in der Lage ihren Tabellen zu korrigieren.


    Bin mal gespannt, was kommt, wenn die Deflation nicht nur 6 Monate sondern (wie es Prechter erwartet) mehrere Jahre andauert.