hmmm....vor einem Jahr haben wir noch Gründe für das elende Versagen gesucht.
Jetzt plötzlich wissen alle Bescheid.
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GDX (VanEck Gold Miners ETF) hat gegenüber Gold (bzw. dem GDX/Gold- oder GDX/GLD-Verhältnis) erstmals seit ca. 13 (16) Jahren ein neues Hoch erreicht und bricht aus einer langen Base aus.
Das bestätigt Jordan Roy-Byrne (@TheDailyGold) in seinem Thread:
GDX schloss am letzten Freitag (Stand seines Posts um den 25. August 2026) auf einem frischen 13-Jahres-Hoch vs. Gold auf Tages- und Wochenchart.
Das signalisiert laut ihm zunehmenden Kapitalzufluss in Goldaktien und eine Phase relativer Stärke der Minenwerte gegenüber dem Metall.
Warum gerade jetzt?
Die Outperformance der Minenaktien gegenüber dem reinen Goldpreis ist fundamental und technisch getrieben und war lange überfällig:
Operative Hebelwirkung (Operating Leverage)**:
Goldminen haben relativ fixe Kosten (All-in Sustaining Costs, AISC oft im Bereich 1.500–1.600 USD/oz oder niedriger stabilisiert). Steigt der Goldpreis stark (in den letzten Jahren/2025–2026 auf Rekordniveau um/über 4.000–4.500+ USD), fließt der Großteil der zusätzlichen Einnahmen direkt in die Margen und Free Cash Flows. Historisch amplifizieren Major-Miner (GDX) Goldbewegungen oft mit 2–3x, Juniors/Mid-Tiers (GDXJ) noch stärker. In der großen Gold-Rallye ab Ende 2023 hatten die Minen zunächst unterdurchschnittlich performt (oft nur 1,7–2,1x Leverage), was Raum für Catch-up ließ.
Rekordgewinne und verbesserte Fundamentals**:
2025 war laut Analysen das profitabelste Jahr der Goldminen-Historie. Free-Cash-Flow-Margen der GDX-Aggregate stiegen stark (z. B. von 4 % auf über 20 %), Earnings per Share vervielfachten sich (teilweise vervierfacht), während P/E-Multiples sogar sanken (z. B. von 30x auf unter 20x). Auch in schwächeren Quartalen 2026 (Gold-Korrektur) blieben die Gewinne dank hoher Durchschnittspreise extrem stark – über zwölf aufeinanderfolgende Quartale massive YoY-Gewinnsteigerungen. Die Branche hat Kosten besser im Griff, M&A-Aktivität ist hoch (struktureller Reserve-Mangel), und Bilanzen sind solide.
Unterbewertung und Catch-up**:
Trotz der Rallye traden viele Miner immer noch günstig relativ zu ihren (jetzt rekordhohen) Gewinnen und Cashflows. Das GDX/Gold-Ratio lag lange tief (nahe historischer Tiefs der letzten 10–15 Jahre). Ein Breakout aus der 13-Jahres-Base deutet auf eine Re-Rating und Kapitalrotation hin – weg von konventionellen Portfolios (z. B. 60/40) und Tech/MAG7 hin zu Precious Metals. Kapital ist in Gold/Minen laut Analysten immer noch untergewichtet.
Technisches und Sentiment-Umfeld**:
Nach Jahren der Underperformance (besonders relativ zum Metall in Teilen der 2023–Anfang-2026-Rallye) und trotz Sorgen um Aktienmarkt-Crashs handeln die Goldaktien resilient bzw. gegenläufig. Der Breakout signalisiert relative Stärke und kann weitere Zuflüsse anziehen. Ähnliche Setups gibt es bei GDXJ vs. Gold (noch in der Base).
Kurz:
Die Kombination aus stark gestiegenem Goldpreis + stabilen/kontrollierten Kosten = explodierende Profite + lange Underperformance + günstige Bewertungen führt jetzt zum relativen Aufholen. Das ist typisch in fortgeschrittenen Phasen von Gold-Bullenmärkten, wenn Investoren vom reinen Metall in die Hebelwirkung der Aktien umschichten. Roy-Byrne sieht das als bullish für den gesamten Precious-Metals-Komplex und erwartet weitere relative Stärke der Minen in den kommenden Jahren.
Hinweis: Märkte sind volatil; vergangene Muster garantieren keine Zukunft. Goldaktien tragen zusätzliche Risiken (operativ, geopolitisch, firmenspezifisch) gegenüber physischem Gold.
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