Es ist schon richtig was im HB geschrieben wurde.
Außer den bekannten Fäschungen gibt es neuerdings eine zusätzliche, gemeine Variante:
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Moderne Fälschungen aus China und Osteuropa.
Mit dem Anstieg des Goldpreises hat diese Methode im modernen Online-Handel eine Renaissance erfahren. Bei gängigen Anlagemünzen (Krügerrand, Maple Leaf, American Eagle) wird vermehrt das sogenannte „Mindergold“ eingesetzt.
Die Methode: Statt einer reinen Feinunze (999,9er Gold beim Maple Leaf) wird die Münze mit einer Legierung von beispielsweise 900er oder 916er Gold geprägt, jedoch optisch so nachbehandelt (bzw. oberflächlich rein vergoldet), dass sie wie Feingold aussieht.
Das Problem: Da die Dichte von 900er Gold (ca. 17,3 g/cm³) geringer ist als die von reinem Gold (19,3 g/cm³), muss die Münze bei korrektem Gewicht minimal dicker oder breiter sein. Fälscher gleichen dies oft aus, indem sie die Dicke im Toleranzbereich der Prägung leicht verändern, was Laien (und Händler ?? ) kaum bemerken.
Klassische Fälschungen mit einem Kern aus Wolfram (das die exakte Dichte von Gold besitzt) lassen sich heute durch moderne Leitfähigkeitsmessgeräte oder Ultraschall schnell entlarven, da Wolfram Strom anders leitet als Gold.
Eine Münze, die jedoch zu 90 % aus echtem Gold besteht statt zu 99,9 %, reagiert auf viele Standardtests (wie die Magnetwaage oder einfache Säuretests) ähnlich wie das Original. Sie lassen sich zuverlässig meist nur durch eine Kombination aus präziser Vermessung, der Prüfung der elektrischen Leitfähigkeit und einer Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) in einer Scheideanstalt entlarven.
Der aktuelle Fall: Hier nutzen Fälscher illegale Guss- und Prägestätten, um Ronden herzustellen, die nur einen Goldgehalt von etwa 900/1000 oder weniger aufweisen.
Der optische Trick: Damit der matte Glanz von Feingold täuschend echt imitiert wird, werden diese unterlegierten Münzen am Ende des Produktionsprozesses oberflächlich hauchdünn mit 999,9er Feingold galvanisiert (vergoldet). Bei einem einfachen Säuretest (Strichtest) auf dem Prüfstein reagiert die Oberfläche perfekt als Feingold, obwohl der Kern minderwertig ist.
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wenn ihr jetzt immer noch nicht hinreichend verunsichert seid:
Es gibt es auch neuere Fälle, wo minderwertiges Gold - z.B. 918er noch weiter "verdünnt" wurde.
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Die „Südafrika-Verdünnung“ (Gezielte Absenkung von 22 auf 18 oder 14 Karat)
Der südafrikanische Krügerrand und der American Eagle bestehen traditionell aus einer Legierung von 91,67 % Gold und 8,33 % Kupfer (bzw. Silber/Kupfer beim Eagle), um die Münzen kratzfest zu machen.
Der aktuelle Fall: Moderne Fälscher nutzen diese rötliche Münzfarbe schamlos aus. Sie reduzieren den Goldgehalt in den Schmelzen klammheimlich weiter nach unten – oft auf 750er Gold (18 Karat) oder sogar 585er Gold (14 Karat).
Wie sie tricksen: Da Kupfer dem Krügerrand ohnehin seine rötliche Tönung verleiht, fällt ein höherer Kupferanteil rein optisch kaum auf. Erst wenn die Münze neben einem Original liegt, wirkt die Fälschung oft etwas „zu rötlich“ oder „zu dunkel“. (Anmerkung: Dies stimmt m.M. heute nicht mehr. Es gibt Firmen, die dieses Farbproblem gelöst haben !!)
Bei neueren Fälschungen gehen Betrüger mathematisch extrem raffiniert vor: Sie verteilen die nötige Volumenvergrößerung so minimal auf den Durchmesser und die Dicke, dass die Abweichung fast unmöglich zu erkennen ist.
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Der Edelmetallverband und Sachverständige warnen aktuell eindringlich vor dieser neuen Qualität von Fälschungen. Da diese Münzen im Kern immer noch zu 70–90 % aus echtem Gold bestehen, versagen ältere Prüfmethoden.
Magnetwaagen schlagen nicht an, da weder Gold noch Kupfer magnetisch sind.
Ultraschallprüfungen stoßen an ihre Grenzen, da kein harter Materialübergang (wie bei einem eingezogenen Wolframkern) vorliegt.
Leider geht es nur noch so - es sind zwingend 2 Messungen notwendig:
Die moderne Lösung: Seriöse Händler nutzen heute standardmäßig die
1. Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) in Kombination mit
2. Leitfähigkeitsmessgeräten.
Da jede Legierung (z.B. exakt 916,7er Gold) einen ganz spezifischen elektrischen Widerstand aufweist, fliegt eine „verdünnte“ Münze durch die veränderte Leitfähigkeit sofort auf.
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Unabhängige Sachverständige und Prüfer bei Großbanken berichten, dass die Zahl der neuartigen Fälschungen (Unterlegierung/Mindergold) in den letzten Jahren massiv angestiegen ist. Es wird davon ausgegangen, dass Zehntausende dieser perfekten Fälschungen allein in Deutschland in privaten Tresoren liegen, ohne dass die Besitzer es wissen. In verdeckten Tests von Fachmagazinen und Sachverständigen, bei denen professionell unterlegierte Fälschungen Test-Händlern zum Kauf angeboten wurden, zeigt sich ein erschreckendes Bild: Viele normale Filialmitarbeiter erkennen diese neuen Fälschungen ohne teure Laborausrüstung gar nicht. Die Münzen werden teilweise sogar von Händlern angekauft und landen so wieder im Kreislauf.
Weitere Stichworte:
Schattenstatistik. Dieses Wissen bleibt nicht beim Händler:Interne Warnnetzwerke: Der Berufsverband betreibt ein schnelles, internes Informationssystem. Flächendeckende Warnungen: Der Verband schickt diese Steckbriefe als „Fälschungswarnung“ an alle rund 210 angeschlossenen Handelsunternehmen. Die Händler wissen also sehr genau, welche „Verdünnungen“ gerade im Umlauf sind, selbst wenn sie die Münze nicht einbehalten durften. Eine gefälschte Goldmünze ist für die Polizei ein Warenbetrug (§ 263 StGB). Ein Betrug wird aber erst dann statistisch erfasst, wenn ein Opfer Anzeige erstattet.....
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Blödes Messgerät: meine "echte" Münze liegt doch nur ganz knapp außerhalb des Toleranzbereiches