Moin moin,
obwohl ich in der unmittelbaren Nähe keine Linden habe, sammeln meine Bienen fleißig Sommertracht.
Der Schwarm, der mir 2025 zugeflogen ist, ist aktuell mein stärkstes Volk - Standort ist eine Kleingartenkolonie. Nach ca. 22 Kilo Frühtracht sind schon wieder ca. 20 Kilo zu gut 50% verdeckelt. Der 3. Honigraum (3/4 DNM) ist zu gut 50% gefüllt, kaum Drohnenbrut und 0,0 Weiselzellen.
Das Nachbarvolk ist noch lange nicht so weit. Die 2 Honigräume sind noch nicht voll und erst zu 10% verdeckelt. Ebenfalls kaum Drohnenbrut und 0,0 Weiselzellen. In den dritten Honigraum hatten sie ca. 4 Kilo Nektar eingetragen.
Da ich noch einen relativ schwachen Ableger habe, hat der die Arbeitskräfte (= ca. 3-4 Wochen alten Baubienen) über eine Bienenflucht zur Verstärkung bekommen. Übermorgen nehme ich die Bienenflucht raus, dann kann sich das Volk zum kommenden regnerischen Wochenende am Nektar bedienen und weiter wachsen. Die Bienen haben in ihrem Leben je nach Alter verschiedene Aufgaben. Die Baubienen haben die Pflege des Nachwuchses (2. und 3. Woche) schon gelernt und eine Woche später in ihrem Leben sind sie Wächterinnen und anschließend sammeln sie Nektar und Pollen.
Das Problem bei schwachen Ablegern ist die mangelnde Zahl an Arbeitskräften. Die Königin kann nur so viele Waben bestiften, dass die Arbeiterinnen die Pflege schaffen. Eine Made bekommt in den 5 Tagen bis zur Verdeckelung ca. 2.000 Pflegebesuche und verfünfhundertfacht in der kurzen Zeit ihr Gewicht.
Die Bienen müssen zudem die Waben ausbauen und Nektar und Pollen ranschaffen.
So hoffe ich bis zum Winter ein starkes Volk zu haben, dass im nächsten Frühjahr fleißig Nektar sammelt.
Bei uns im Norden ist noch alles grün, sogar die Fairways auf dem Golfplatz - ohne Bewässerung.
Ich vermute, dass die Nektarproduktion der Pflanzen in den kommenden 5 trockenen heißen Tagen deutlich zurückgeht. Hier blühen zur Zeit die Winterlinde und die Ligusterhecken. Der chinesische Riesenknöterich kommt noch etwas später.
LG Vatapitta