Beiträge von Bembelpetzer

    Was haltet Ihr von diesem Index auf den es von ComStage einen ETF gibt? Oder sind die "alten" Indizies besser?
    (ETF: ComStage Commerzbank Commodity EW Index TR , LU0419741177 , thesauriered, swap)


    Der Commerzbank Commodity EW Index TR ist ein Index, der die Wertentwicklung von 16 Rohstoffen nachvollzieht, die durch Terminkontrakte abgebildet werden. Aktuelle Indexkompenenten sind WTI Rohöl, Brent Rohöl, Heizöl, Erdgas, Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer, Zink, Blei, Aluminium, Zucker, Weizen, Mais und Sojabohnen. Diese Rohstoffe stellen zum Zeitpunkt der Auflage einige der liquidesten und bedeutendsten Rohstoffe dar. Der Index spiegelt die Gesamtrendite eines Investments in die darin enthaltenen Rohstoffe wider („Total Return Index“) und wird auf der Basis der täglichen Referenzpreise der verschiedenen Terminkontrakte berechnet. Der Index wird von der Commerzbank oder einem Rechtsnachfolger (die „Indexberechnungsstelle“) in der Regel täglich berechnet und veröffentlicht. Die Indexberechnungsstelle wird zweimal pro Jahr die Gewichte auf die
    ursprüngliche Gewichtung von 6,25% pro Rohstoff zurücksetzen.

    Wahrscheinlich wird so werden: In der Krise wird man wieder zurück zum Goldstandard kommen, also dass das Papiergeld wieder mit Gold gedeckt ist wie früher mal.
    Dann werden die gesamten Staatsschulden geteilt durch die Menge an Gold die der Staat besitzt und so stark wird dann auch der Goldpreis steigen. 50.000 USD pro Unze sind sicher drin. Silber sicher 5.000 USD pro Unze. Einziges Problem: Bis Gold im Wert steigt erläßt der Staat ein Goldverbot. Es ist für jeden daher unmöglich sein Gold in die neue Währung umzutauschen, da für die Abgabe von Gold in Privatbesitz sicher eine Frist vorgesehen ist, z.B. bis Ende nächsten Monats. Und natürlich wird der Goldkurs erst NACH Ende der Frist explodieren.
    Bis das Goldverbot aufgehoben ist, ist der Preis längst wieder im Keller... Wie ihr seht, bringt es überhaupt nichts, Gold zu kaufen. Nur Silber ist sicher! Kann zwar auch verboten werden, aber da es ein starkes Industriemetall ist, eher unwahrscheinlich. Hat es ja auch noch nie gegeben. Da der Gold- und Silberkurs immer parallel laufen sehe ich auch kein Risiko für Silber.

    Was macht Dich so sicher, dass der Kurs fürs Silber in so einer Situation immernoch parallel zum Goldkurs läuft? Und diese Parallelität ist relativ, dass sieht man an dem schwankenden Ratio.

    Hier weht ja ein scharfer Ton. Robbt mal en Schobbe und vergesst des Schnaufe net.
    Aber mit Verlaub gesagt, allein der gesunde Menschenverstand muss einem doch sagen, dass offene Fonds allein aus dispositionstechnischen Gründen normalerweise nie zu 100% im bezogenen Underlying investiert sein können. Da gibt es dauernd Situationen wo Liquidität, Derivate und/oder Leihegeschäfte Teile der 100% ausmachen. Ansonsten sollte man sich vor Kauf eines Fonds immer den Prospekt anschauen, sonst schaut man doch auch immer vorher ins Kleingedruckte oder?

    Ich war am Samstag da und die Rohstoff- und Anlegermesse war wiklich nichts berauschendes, zum Glück hat es keinen Eintritt gekostet.
    Ich habe mir auch den Herren aus Österreich angetan. Mein Gott Walter!!!! Schwätzt der immer so???
    Ok, habe mich auf österreichischen Dialekt und Wortwahl eingestellt, aber das war die Krönung. Ohne Folien an der Wand (die er abgelesen hat) hätte ich fast nichts verstanden. Neben dem erwarteten Österreichischen kam noch hinzu, dass er den Mund nie richtig auf gemacht hatte, dauern irgendwelche Brocken abhusten musste, Sätze und Wörter oft nicht bis zum Ende aussprach und es sich angehört und ausgesehen hatte, als hätte er noch drei ATÜ im Kessel vom letzten Besuch im Heurigen. Sollte er generell einen Sprachfehler haben so möchte ich mich natürlich für meine hier gemachten Aussagen gleich entschuldigen, aber dann sollte ihm mal jemand stecken, dass seine Vorträge leider nur suboptimal zu verstehen sind. Des Weiteren ist mir augefallen, dass unter den ca. 150 Zuhörern mindestens zehn weitere Österreicher gesessen haben. Das war nicht zu überhören. Vom Alter her könnten das alles Kinder und Enkel gewesen sein. Bringt er immer seinen eigenen Fanclub mit?

    Discovery Geschichte: Fr 03.04.2009 21:55
    Discovery Geschichte: Sa 04.04.2009 04:40
    Discovery Geschichte: Mo 06.04.2009 00:10 (edit)
    Discovery Geschichte: Mo 06.04.2009 15:20 (edit)
    Discovery Geschichte: Fr 10.04.2009 09:20 (edit)
    Discovery Geschichte: Sa 11.04.2009 09:05 (edit)


    Am 6. August 2005 gelingt Bankräubern in Nordbrasilien ein Jahrhundertraub. Aus der Banco Central von Fortalezza stehlen sie umgerechnet fast 100 Millionen Dollar. Die Polizei findet einen professionell gegrabenen, 78 Meter langen Tunnel. Die Sicherheitssysteme wurden ausgeschaltet. Das verschwundene Geld ist nicht nummeriert und nicht versichert. Jemand wusste genau, wo und wann er zuschlagen musste, und ist jetzt mit einem Vermögen auf der Flucht.

    Phoenix: Fr 03.04.2009 03:50


    Ihr Einflussbereich dehnte sich von der iberischen Halbinsel und Kleinasien bis zu den britischen Inseln aus – und trotzdem wissen wir kaum etwas über sie. Die Kelten hatten keine Schrift, aber dafür umso mehr Gold. Der Film begleitet Wissenschaftler bei Ausgrabungen und bei der Analyse der reichen keltischen Goldschätze – eine spannende Spurensuche nach einem sagenumwobenen Volk. Woher hatten die Kelten ihr Gold? Die prächtigen Grabbeigaben des Fürsten von Hochdorf, der Münzschatz von Manching, der Halsring der Fürstin von Vix- wo soll die archäologische Suche beginnen? Der Weg der Ur-Kelten aus russischem Gebiet nach Mitteleuropa führte entlang der Donau und ihren Nebenflüssen, die damals reichlich Gold führten. Das Keltengold wurde vor Ort aus dem Fluss gewaschen, doch die Spuren sind verwischt. Der Spezialist Dr. Thomas Stöllner vom Bergbaumuseum Bochum bezweifelt, dass die enormen Goldmengen, die die Kelten verbrauchten, allein mit dieser Methode gewonnen werden konnten. Seine Überlegung: Auch der weitere Weg der Kelten musste dem Gold gefolgt sein. In Frankreich entdeckte die Minenspezialistin Beatrice Cauuet ein ganzes Stollensystem. Eindeutig keltisch! Doch eine Anwort birgt auch hundert neue Fragen: Wie haben die Kelten das Gold extrahiert, wie wurde es bearbeitet, wer kontrollierte Minen und Handel? Da das Gold dem keltischen Glauben nach von den Göttern stammte, hatten ihre Priester, die Druiden, eine ganz besondere Beziehung dazu. Ihre gesammelten Geheimnisse gaben sie untereinander immer nur mündlich weiter, so waren sie Lehrer, Mediziner und Rechtsgelehrte in einem. Ihr 'Goldwissen' verhalf den Druiden zu einer einzigartigen Stellung, mit der sie die keltische Wirtschaft kontrolliert haben könnten. Es deutet auch einiges darauf hin, dass Druiden bereits die Goldgewinnung mittels Quecksilber versuchten. Den Römern war das Wissen der Druiden ein Dorn im Auge. Deshalb verboten sie das Druidentum in Gallien mehrmals. Nach ihrer Invasion in Britannien versuchten sie auch dort, den Goldkundigen das Handwerk zu legen. Der römische Angriff auf die letzte Bastion der britannischen Druiden, Mona auf der Insel Anglesey im Jahr 62 n.Chr., war ein blutiges Gemetzel, das Tacitus anschaulich beschrieben hat. So brachten die Römer das Goldmonopol endgültig in ihre Hände. Die Welt der Kelten ging unter, was blieb waren ihre in der Erde vergrabenen Schätze.

    3sat: Di 31.03.2009 14:00


    Der Drang nach Ruhm und Goldreichtum trieb den deutschen Abenteurer Ambrosius Alfinger vor 500 Jahren hinaus in die Neue Welt. Ein TV-Team folgt seiner beschwerlichen Route durch Panama in das heutige Guerilla-Gebiet Kolumbiens.

    arte: Sa 28.03.2009 21:00
    arte: So 29.03.2009 14:00


    Vor der Ostküste der USA, unweit von Cape Cod, liegt die Whydah , das Flaggschiff des berüchtigten Freibeuters Sam Bellamy, seit 1717 auf dem Grund des Meeres. Schatzsucher vermuten im Inneren des Wracks einen Teil der Beute von über 50 Raubzügen. Sie wollen versuchen, den Schatz zu heben. Keine leichte Aufgabe: Die Whydah ist unter sieben Meter Sand begraben.

    3sat: Do 26.03.2009 12:45
    3sat: Mo 30.03.2009 17:00


    Bereits 1872 wurde in Alaska Gold entdeckt. Nur wenig später setzte der berühmte Goldrausch am Klondike River ein. Zuerst strömten die Goldsucher aus San Francisco und von der amerikanischen Westküste Richtung Alaska und Yukon, später kamen auch Europäer und Asiaten dazu, die alle ihr Glück mit dem kostbaren Edelmetall machen wollten. Es blieb nicht beim Klondike River. Zu Tausenden folgten die Menschen damals dem Lockruf des Goldes und zogen in die entlegensten Gegenden, um Nuggets zu finden. Bis an die Beringstraße verschlug es sie, und auch heute noch trifft man in Alaska Scharen von Menschen beim Goldwaschen.
    Der Film folgt den Spuren der alten Goldgräber. Er beginnt in Fairbanks in Zentralalaska, das überhaupt erst gegründet wurde, nachdem Felix Pedro 1902 im Chena River Gold gefunden hatte. Jedes Jahr im Sommer feiert die Stadt die Golden Days und erinnert an die alten Zeiten. Weiter geht es durch die unwirtliche arktische Tundra den Dalton Highway entlang, der von Fairbanks bis zum Eismeer verläuft. Wiseman ist ebenfalls ein altes Goldgräberdorf, in dem um 1910 mehrere Tausend Menschen lebten. Als der Goldrausch versiegte, wurde es still in Wiseman. Heute leben dort noch 13 Menschen, unter ihnen ist die deutsche Familie Hicker, die vor einigen Jahren in die Wildnis Alaskas ausgewandert ist. Von Wiseman führt die Reise an die Beringstraße nach Nome, etwa 7.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Russland liegt schon in Sichtweite. Im äußersten Westen Alaskas wird seit 1901 nach Gold geschürft, und auch heute noch wird an Goldwaschanlagen gearbeitet. Erst vor wenigen Jahren hat ein Glückspilz ein faustgroßes Nugget aufgespürt, das zu den größten jemals in Alaska gefundenen gehört.

    Phoenix: Mi 25.03.2009 20:15
    Phoenix: Do 26.03.2009 07:15


    Die Entdeckung des Seeweges nach Indien 1498 verschafft Portugal unermesslichen Reichtum. 1492 entdeckt Kolumbus Amerika. Eine Generation später steigt Spanien mit dem Gold der Inkas und Azteken zur Großmacht auf. Vierhundert Jahre herrschen beide Länder über ihre Kolonien. Maximilian Schell erzählt die Geschichte gigantischer Handelsimperien, die einhergeht mit Ausrottung oder Versklavung ganzer Völker.

    EinsExtra: So 22.03.2009 12:15


    Jedes Jahr zu Beginn der Trockenzeit ziehen sie zu Tausenden in die wilden Goldminen. Bauern aus der Savanne, Arbeitslose aus den Städten. Die meisten treibt der blanke Hunger; denn die Preise für Nahrungsmittel sind in Afrika explodiert. Ein Sack Mais kostet in Burkina Faso rund 30 Euro. Salif Kimdó (35) hat ein Stück Land gepachtet, dessen Boden er nun mit seinen Leuten durchwühlt. Nach wochenlanger Arbeit stoßen sie in 20 Meter Tiefe auf eine dünne Steinschicht: Gold! Sie sind wie von einem Fieber gepackt. Die Ausbeute an Goldstaub ist zwar gering; doch mit dem Erlös kann Salif ein paar Hektar Ackerland kaufen und sich und seiner Familie das Leben sichern. Nicht alle haben soviel Glück wie er. In einer nahen Mine sterben 34 Männer, als ein Gewitterregen ihr Goldloch unter Wasser setzt. Der Tod kommt schnell in der Savanne. Rolf Pflücke und Kurt Moser schildern in ihrer Reportage das harte Leben der Goldsucher. Den Alltag in den Camps, die trügerischen Hoffnungen vieler und das Los der Kinder und Frauen, die hart Anpacken müssen. Ein Stammes-König, der mit seinem "Hofstaat" in der Savanne lebt, verflucht den Goldrausch, weil er nur Unglück über sein Land bringe.

    Phoenix: Sa 21.03.2009 10:25


    Morgens um fünf macht sich Luis auf den Weg. Er löst einen Kollegen ab, der seit einer Woche im kleinen Goldgräber-Camp am Fuß der Anden übernachtet. Die Arbeit unter Tage ist nur mit viel Koka, Schnaps und Zigaretten zu ertragen, die Ausbeute an Gold eine geringe Entschädigung für die Strapazen. Auf dem Weg zur Mine fährt das 3sat-Team auch an den bis heute rätselhaften Linien von Nasca vorbei.

    ZDF: Mo 16.03.2009, 19:25


    Die geplanten Themen der Sendung vom 16.03.2009 sind:


    - WISO-Tipp: Altersteilzeit - Jetzt noch sichern!
    - Expertenthema: Heimtrainer - Gesund und fit oder krank durch Schadstoffe?
    - Thema: "Paypal" Die Tücken beim Bezahlen im Internet
    - Thema: Weiterbildung während Kurzarbeit - Was das Konjunkturpaket II jetzt möglich macht
    - Thema: Was tun in der Krise? - Soll ich jetzt Gold kaufen?


    WISO-Hausmitteilung
    Was WISO für Sie am kommenden Montag ab 19.25 Uhr im Programm hat, erzählt Michael Opoczynski vorab, in der WISO-Hausmitteilung.
    Video: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/691420?inPopup=ue


    WISO-Frage der Woche: Fallende Aktienkurse, sinkende Zinsen und angeschlagene Banken. In Krisenzeiten greifen Anleger verstärkt zu Gold. Der Preis für die Feinunze ist mittlerweile jedoch hoch. Würden Sie jetzt noch in Gold investieren?
    http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,7533818,00.html

    SWR: Mi 18.03.2009, 22:30


    Jedes Jahr zu Beginn der Trockenzeit ziehen sie zu Tausenden in die wilden Goldminen. Bauern aus der Savanne, Arbeitslose aus den Städten. Die meisten treibt der blanke Hunger; denn die Preise für Nahrungsmittel sind in Afrika explodiert. Ein Sack Mais kostet in Burkina Faso rund 30 Euro. Salif Kimdó (35) hat ein Stück Land gepachtet, dessen Boden er nun mit seinen Leuten durchwühlt. Nach wochenlanger Arbeit stoßen sie in 20 Meter Tiefe auf eine dünne Steinschicht: Gold! Sie sind wie von einem Fieber gepackt. Die Ausbeute an Goldstaub ist zwar gering; doch mit dem Erlös kann Salif ein paar Hektar Ackerland kaufen und sich und seiner Familie das Leben sichern. Nicht alle haben soviel Glück wie er. In einer nahen Mine sterben 34 Männer, als ein Gewitterregen ihr Goldloch unter Wasser setzt. Der Tod kommt schnell in der Savanne. Rolf Pflücke und Kurt Moser schildern in ihrer Reportage das harte Leben der Goldsucher. Den Alltag in den Camps, die trügerischen Hoffnungen vieler und das Los der Kinder und Frauen, die hart Anpacken müssen. Ein Stammes-König, der mit seinem "Hofstaat" in der Savanne lebt, verflucht den Goldrausch, weil er nur Unglück über sein Land bringe.

    Dividende: Bier statt Bargeld


    Ausschüttung wörtlich genommen: Wie Anleger sich in Unternehmen einkaufen, deren Naturaldividenden trink- oder essbar sind.
    Jedes Jahr im Spätsommer durchstreift Brigitte Scharf mit Eimer und Schere die steilen Hänge, hangelt sich an den Rebstöcken nach oben. Frühmorgens liegt noch Tau auf den prallen Früchten. „Der milde Duft der reifen Trauben liegt in der Luft, ich sehe die Weinberge rundherum, die kleine Stadt Zell und die Mosel, wie sie ihre Windungen macht – und dann der Gedanke: Das ist meins, da hab’ ich meine Hände drin“, sagt die 58-Jährige. Die Chefsekretärin hat sich lebenslang an Reben beteiligt. 2004 steckte sie 150 Euro in eine Weinberg-Aktie an der Mosel. Das Wort Ausschüttung darf sie seither wörtlich nehmen: Als Dividende für ihre persönliche Rebe bekommt sie jedes Jahr ein Fläschchen Riesling. Die Trauben für den Rebsaft erntet sie eigenhändig. Die meisten Anleger streuen ihr Vermögen – nicht alle stecken dabei ihr Geld nur in anonyme Fonds. Einige schauen lieber vor Ort bei ihren Investments nach dem Rechten – und fahren mitunter bis nach Uganda. Sie investieren Geld in regionale Projekte, die Naturalien ausschütten. Sonne und Regen, Hitze und Frost sind für das Gedeihen dieser Investments wichtiger als Konjunkturverlauf und Zinsentwicklung. Ihre Dividende? Zwei Formel-1-Rennautos aus Schokolade, Kaffee von eigenen Bäumen in Afrika, Käse von Kühen, die im Allgäu grasen – oder frisch gebrautes Bier. Genuss, der allerdings wie üblich bei Dividenden, nicht steuerfrei ist: „Der Verbraucher muss seinen Kasten Bier ganz normal wie eine Dividende besteuern. Das heißt der Anleger bezahlt die Abgeltungsteuer, den Solidaritätszuschlag und unter Umständen die Kirchensteuer – und zwar auf den ganz normalen Verkaufspreis der Ware. Das ausschüttende Unternehmen muss das Geld direkt an das Finanzamt bezahlen“, sagt Thomas Elser, Steuerberater bei Linklaters in München.


    Der ideelle Wert steht im Vordergrund
    Doch das dürfte den meisten egal sein. Bei den Natural-Anlagen steht der ideelle Wert im Vordergrund. So haben viele der rund 1520 Aktionäre der MW-Mosel-Weinberg Aktiengesellschaft eine persönliche Bindung zum Projekt. „Als wir an der Mosel Hochwasser hatten, kamen selbst Anrufe aus Japan. Die Leute wollten wissen, ob es uns und dem Weinberg gut geht“, sagt der 67-jährige Mitgründer und Winzer Adolf Schmitt. 2320 Aktien verkaufte die MW-Mosel-Weinberg Aktiengesellschaft seit dem Jahr 1997. In 23 Ländern nennen Anteilseigner einen Weinstock an Mosel oder Saar ihr Eigen. Prominenteste Kunden: der ehemalige japanische Ministerpräsident Koizumi und Schlagersänger Udo Jürgens. Fan Schmitt schenkte dem Sänger 1997 eine Aktie. „Ich habe mal geträumt, dass er statt vom griechischen Wein vom Mosel-Riesling singt.“ Wermutstropfen: Trotz prominenter Kundschaft schreibt das Projekt bis heute rote Zahlen – auch weil rund ein Drittel der Ernte als Dividende weggeht und den Aktionären die Weine mit 25 Prozent Rabatt verkauft werden. Anleger, die ein derartiges Projekt unterstützen, sollten sich, wie Brigitte Scharf, am besten vor Ort ein Bild machen: Vor Missernten und Bankrott sind auch Liebhaberprojekte nicht gefeit – und viele sind finanziell nicht gerade üppig gepolstert. Die Beteiligung an einer Kaffee-Plantage in Uganda bietet Georg Löding aus Friedrichshafen seit 2003 an: Für 72 Euro kaufen seine Kunden zehn Kaffeebäume. 60 Mitarbeiter pflanzen in Afrika die Setzlinge für mittlerweile knapp 6000 Eigentümer. Die Pflanzen tragen nach vier Jahren erstmals Bohnen. Die erste Ausschüttung gab es vergangenes Jahr für die 2003 gepflanzten Bäume – 0,9 Kilo Kaffee pro Zehner-Plantage. Mit den Jahren wachsen die Bäume und damit gedeiht auch die Rendite. 180.000 Kaffeebäume wachsen mittlerweile auf einer Fläche größer als 280 Fußballfelder. Eine Versicherung, zum Beispiel gegen Dürre oder den Kaffeebohrkäfer, hat Löding nicht. Ein knappes Dutzend Anleger hat sich bisher persönlich auf der Plantage umgesehen – zum Beispiel Burkhard Grimm aus Krefeld. Im vergangenen Juli durchstreifte er mit Löding die Plantage, 810 Bäume gehören Grimm. „Da wächst die Vanille am Kaffeebaum hoch, überall Bananen, Reis, Papayas, Mangos, alles querbeet. Es ist ein prickelndes Gefühl, wenn man plötzlich auf der Plantage steht, zu der man vor drei Jahren mal Geld hin überwiesen hat“, sagt der 44-jährige Grimm. Die Einheimischen zeigten ihm Kautschukbäume, einer formte Ziegel aus Lehm, ein anderer gab ihm frische Erdnüsse zum Probieren. Für den Vater von zwei Kindern ist das Projekt zwar eine „Mensch-zu-Mensch-Geschichte“. Aber als Leiter des Finanzrisikomanagements bei einem großen Chemieunternehmen versteht er auch etwas von Investments. „Wenn das Projekt dauerhaft funktioniert, gibt es kaum eine Anlage, die eine bessere Rendite abwirft.“ Bier statt Geld schüttet die Königsegger WalderBräu Aktiengesellschaft in Königseggwald 40 Kilometer nördlich vom Bodensee aus. Rund 1400 Menschen zählt Vorstand Anton Michelberger zu seinen Aktionären. Sie kauften das Brauhaus aus einer Insolvenz heraus. Seit dem Start der Bieraktie im Jahr 2003 sammelte die AG eine Million Euro ein. Je nach Betriebsergebnis schüttete sie in den vergangenen Jahren zwei bis fünf Kästen Bier als Dividende aus. Die 500 Euro teure Namensaktie ist vinkuliert, das heißt „die Aktionäre können die Aktie nur mit Zustimmung des Vorstandes verkaufen“, sagt Michelberger.


    Käse statt Zinsen
    Käse statt Zinsen bekommen die 70 Fördermitglieder des Vereins zur Erhaltung der Allgäuer Kulturlandschaft. In Oberstaufen hat Jakl Köhler seit 1989 die Alpe Sonnhalde gepachtet. „Sonst hätte sie jemand gekauft, bei dem das Kapital im Vordergrund steht und die Kulturlandschaft bleibt hintendran“, sagt der 62-Jährige. Auf 60 Hektar Weide und Wald grasen Ziegen und Kühe, laufen Hühner und Schweine, summen die Bienen. Die Alpe zwischen den Bergen ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen – nur Köhler darf mit dem Auto Fördermitglieder mit gesundheitlichen Probleme abholen, um ihnen eine Stunde Fußmarsch durch die bergige Alpenlandschaft abzunehmen. Für rund 5000 Euro bekommt ein Fördermitglied jährlich sechs Kilogramm Alpkäse – lebenslang. Von der Finanzkrise spürt Köhler nichts: „Solange das Gras wächst und die Kühe Milch geben, gibt es Käse von höchster Qualität“, verspricht er. Der Anspruch kann für fünf Jahre vererbt werden, danach fällt er ans Vereinsvermögen. Sechs Kilo Käse kann nicht jedes Mitglied essen. Viele tauschen ihren jährlichen Ertragschein deshalb gegen Butter, Ziegenmilch, Schinken und Honig von der Alpe – oder sie machen dort Urlaub. Ein Ertragschein ist 87 Euro wert und reicht für drei Übernachtungen auf dem Matratzenlager, mit Vollpension. Lehrer, Ärzte und Unternehmer erholen sich dort. Marie-Therese Schreiner hat vor sechs Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann 5000 Euro in die Alpe Sonnhalde investiert. Im Urlaub packen beide vor Ort mit an. Um 5.00 Uhr heißt es dann aufstehen und Ziegen melken. Köhler zeigt, wie man Hartkäse macht. Sie erwärmen die Milch, fügen Natur-Lab hinzu und rühren. „Dass man den Käse kriegt, ist nur ein Nebeneffekt, mir geht es um die Erhaltung der Kulturlandschaft. Man gibt doch so viel Geld für Unnützes aus. Viele Mitglieder packen hier mit an und tragen zur Erhaltung bei – nicht nur durch die Geldeinlage“, sagt Schreiner. Ihre Dividende lässt sie sich dennoch schmecken: „Supermarkt-Käse schmeckt im Juli wie im Januar, der von der Alpe dagegen ist vielfältig, die Kühe bekommen eben kein Einheitsfutter“, sagt die 54-Jährige. Und ergänzt: „Es gibt eine Zutat, die kann man nicht kaufen, und das ist Liebe.“ Diese Liebe zum Projekt zählt – mehr noch als jede Dividende.


    Welche Unternehmen natürliche Dividenden ausschütten


    Gärtnerei Berg in Binzen
    Dividende: Kartoffeln, Möhren oder Salat in Selbsternte. Pro Einkauf werden für eine kleine Ernte-Kiste 12 (große Kiste: 24) Euro vom Konto abgezogen.
    Beteiligung: Die Mindesteinlage beträgt 500 Euro, zwei Prozent Zinsen jährlich schreibt der 57-jährige Gärtnermeister Peter Berg dem Kundenkonto gut.


    Confiserie Dengel
    Dividende: Zum Beispiel zwei Formel-1-Rennautos aus Schokolade oder ein 300 Gramm schweres Mercedes Cabrio oder ein halbes Kilo Trüffel-, Marzipan- oder Nougatpralinen.
    Beteiligung: Schuldverschreibung mit Mindestlaufzeit drei Jahre für 200 Euro. Rechnerisch mit 7,7 Prozent Süßem verzinst.


    Kirchhof Agrar KG
    Dividende: Jede Woche gibt es als Auszahlung eine „Grüne Kiste“ mit Käse, Brot, Obst oder Fleisch direkt vom Hof. Laufzeit zehn Jahre.
    Beteiligung: Ab 5000 Euro für den Neubau einer Hofbäckerei. Kredit mit konstanten Rückzahlungsbeträgen verzinst mit fünf Prozent.


    Weinberg Sybille Kuntz
    Dividende: 20 Flaschen Riesling.
    Beteiligung: Ein Genussschein kostet 2500 Euro und bringt 7,5 Prozent Weindividende. Mindestlaufzeit: fünf Jahre.


    Zoologischer Garten Berlin
    Dividende: Tiere gucken lebenslang.
    Beteiligung: Aktie mit Aquarium (ISIN DE0005031801) und ohne Aquarium (ISIN DE0005031868). Inhaber einer Aktie zahlen für eine Dauereintrittskarte einmalig 500 Euro – damit besuchen sie und zwei Angehörige den Zoo. Das Eintrittsrecht ist mit einer Aktie vererbbar.


    WalderBräu Aktiengesellschaft
    Dividende: Bier (bisher bis zu fünf Kästen).
    Beteiligung: Vinkulierte Namensaktie zum Preis von 500 Euro.


    Kaffee-Plantage in Uganda
    Dividende: Kaffee (30 Prozent der Ernte).
    Beteiligung: 72 Euro für zehn Kaffeebäume.


    Alpe Sonnhalde
    Dividende: 6 Kilo Käse oder Ertragsgutschein.
    Beteiligung: 5000 Euro.


    Regionalwert AG, Eichstetten
    Dividende: Förderung der Kulturlandschaft, von Ausbildungsplätzen und ökologischer Landwirtschaft.
    Beteiligung: Vinkulierte Namensaktie zum Preis von 500 Euro.


    http://www.wiwo.de/finanzen/di…ier-statt-bargeld-388001/
    http://www.wiwo.de/finanzen/we…nden-ausschuetten-387966/

    RBB: 06.03.2009 11:00


    Potosí ist ein lebendiges Erbe der Menschheit. Es besteht aus einem kegelförmigen Berg in den Anden Boliviens, in dem es einmal die reichsten Silberminen der Welt gab. Am Fuß des Berges befindet sich die Stadt Potosí mit einem kunstvollen Bewässerungssystem und Aufbereitungsanlagen für das Silbererz. Im 17. Jahrhundert war die Blütezeit dieser Stadt. Da war Potosí wegen seines Silbers so bedeutend wie London, Paris oder Berlin. Dieser Prunk der Kolonialherren kann nicht erhalten werden, die Stadt verfällt langsam. Auch wenn es hier keine Zwangsarbeit mehr gibt, suchen jeden Tag 4000 Indios auf primitive Weise nach den Resten von Silber, Zinn und Blei, denn eine andere Arbeit gibt es hier für sie nicht.