Beiträge von Bembelpetzer

    Info für die Bauland-Fraktion ... noch ist alles nur Diskussion ...



    http://www.wiwo.de/finanzen/st…rundstuecke/12395254.html


    Steuern: Ministerium erwägt Strafsteuer auf unbebaute Grundstücke


    Im Bundesbauministerium gibt es Überlegungen zur Einführung einer Strafsteuer auf unbebaute Grundstücke. Dies empfiehlt eine Arbeitsgruppe, die von Ministerin Barbara Hendricks (SPD) im Rahmen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen einberufen wurde.


    Die Experten weisen „auf den mobilisierenden Charakter einer erhöhten Belastung unbebauter Grundstücke durch eine Neuausrichtung der Grundsteuer hin“. Der Entwurf der Arbeitsgruppe „Aktive Liegenschaftspolitik“ liegt der WirtschaftsWoche vor.
    Die Experten schlagen darüber hinaus Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer vor. Hier bestehe „aufgrund der in den meisten Bundesländern stark gestiegenen Grunderwerbsteuer dringender Überarbeitungsbedarf“. Ziel sei eine Steuerbefreiung, „soweit der Erwerber das Grundstück im sozialen Wohnungsbau bebaut“ oder er bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreite. Im Bauministerium heißt es dazu, der Vorschlag sei zudem „ein Appell, dass die Länder die Grunderwerbsteuern wieder senken“.
    Allerdings stellt sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in beiden Fällen quer. Die Grunderwerbsteuer dürfe „auf die mit dem Erwerb eines Grundstücks verfolgten Zwecke und die persönlichen Verhältnisse der wechselnden Rechtsträger grundsätzlich keine Rücksicht nehmen“, sagte ein Sprecher der WirtschaftsWoche. Zu einer Strafsteuer auf unbebaute Grundstücke heißt es, sie sei schlicht „ungeeignet“.

    Jetzt könnt ihr Euren Ideen zu Münzen und Barren aus AU, AG, Bimetall, Quadmetall, etc. freien Lauf lassen und ggf. realisieren.
    Degussa-Goldhandel bietet nun einen entsprechenden Service an.
    Die ersten drei Produkte sind bereits online.



    Wir geben Ihren Ideen eine Plattform - Degussa Crowdfunding
    Sie haben eine Idee, die Sie in Edelmetall realisieren möchten? Wir bieten Ihnen ab sofort die Möglichkeit dazu.
    Auf unserer Online-Plattform http://www.degussa-crowdfunding.de können Sie, ohne finanzielles Risiko, eigene Produktideen mit Hilfe von Degussa präsentieren. Ist Ihre Idee so überzeugend, dass sich genügend Interessenten über Crowdfunding an der Finanzierung beteiligen wollen, dann steht einer Realisierung nichts mehr im Weg.
    Damit ist die Degussa das erste Unternehmen in Deutschland, das die Herstellung individueller Produkte im Bereich Edelmetall mit dem Crowdfunding-Prinzip verbindet.
    Die ersten Projekte werden von der Degussa mit jeweils 1000 Euro unterstützt.

    Theoretisch ja, aber man sollte auch immer im Auge haben, was man langfristig möchte und was das kostet:


    ZKB Gold ETF: 3% Ausgabeaufschlag, 0,5% Verwaltungsgebühr p.a. (aktuell 0,4%), Depotgebühren, 0,2% Auslieferungsgebühren
    Xetra-Gold: ~0,05% Spread , 0,357% Verwaltungsgebühr p.a., Depotgebühren, ~1% Auslieferungsgebühren
    Euwax-Gold: ~1% Spread , keine Verwaltungsgebühr, Depotgebühren, keine Auslieferungsgebühren
    100g Barren: ~3% Spread, keine Verwaltungsgebühr , ggf. Tresor, keine Auslieferungsgebühren

    Anbei ein Auszug aus einem Artikel der BÖZ vom 03.09.15 hierzu ...


    lz Frankfurt - Der Bundesfinanzhof (BFH) hat klargestellt, dass Gewinne aus der Veräußerung oder der Einlösung von Xetra-Gold-Inhaberschuldverschreibungen nicht wie Einkünfte aus Kapitalvermögen anzusehen sind, die unmittelbar besteuert werden, sondern wie private Veräußerungsgeschäfte, die erst nach Ablauf einer Frist von einem Jahr zwischen Anschaffung und Veräußerung der Besteuerung unterworfen werden (Az: VIII R 4/15 und VIII R 35/14). Entsprechende Begehrlichkeiten von Finanzämtern, die gleich auf das Geld zugreifen wollten, wurden zurückgewiesen.
    Bei Xetra-Gold-Inhaberschuldverschreibungen handelt es sich um Wertpapiere, die dem Inhaber zum einen ein Recht auf Auslieferung einer bestimmten Menge an Gold gewähren. Die Lieferung kann jederzeit unter Einhaltung einer Lieferfrist von zehn Tagen gegenüber der Bank geltend gemacht werden. Zum anderen besteht die Möglichkeit, die Wertpapiere an der Börse zu handeln. Zur Besicherung und Erfüllbarkeit der Auslieferungsansprüche ist die Inhaberschuldverschreibung jederzeit durch physisch eingelagertes Gold zu mindestens 95 % gedeckt.
    [...]
    Der von den Klägern erzielte Gewinn aus der Veräußerung oder Einlösung von Xetra-Gold-Inhaberschuldverschreibungen führe zwar zu Einkünften aus Kapitalvermögen, doch könnten diese nicht besteuert werden, da die Schuldverschreibung keine Kapitalforderung verbrieft, sondern einen Anspruch auf eine Sachleistung. Der Anspruch auf Lieferung von Gold werde auch nicht dadurch zu einer Kapitalforderung, dass eine Vielzahl von Anlegern solche Schuldverschreibungen auf dem Sekundärmarkt gehandelt hätten.
    Im Ergebnis stellt der BFH den Erwerb sowie die Einlösung oder den Verkauf der Inhaberschuldverschreibungen dem unmittelbaren Erwerb oder Verkauf physischen Goldes gleich. Derartige Goldgeschäfte hat der BFH schon immer als private Veräußerungsgeschäfte angesehen.

    Zertifikate, ETCs, ETNs, Euwax-Gold etc. sind alles Inhaberschuldverschreibungen, und da das Urteil nur von Inhaberschuldverschreibungen spricht, sollte es auch für alle anderen Produkte gelten. Nach meiner Lesart ist aber das Entscheidende, der verbriefte Lieferanspruch im Prospekt des Produktes, sowie die Verwendung des nahezu gesamten eingesammelten Geldes zum Kauf des Goldes (wahrscheinlich >=95%).


    Da der ETF der ZKB ein Fonds ist und keine Inhaberschuldverschreibung sehe ich hier noch immer etwas Interpretationsspielraum.


    Ansonsten bleibt der Unterschied, dass man bei einem Fonds mittelbarer Eigentümer des Fondsvermögens und bei einer ISV Gläubiger wird.

    Die UBS arbeitet an einer Multiplattform-Crypto-Währung mit direktem Link zu Bankeinlagen bei den Notenbanken



    Hier arbeitet die UBS an der digitalen Einheitswährung
    Donnerstag, 03. September 2015 11:25 | von Samuel Gerber


    In ihrem Fintech-Labor in London widmet sich die Schweizer Grossbank UBS einem Experiment, das dem digitalen Banking zu einen Quantensprung verhelfen dürfte.


    «Um es gleich vorwegzunehmen», sagt Alex Batlin, «wir arbeiten hier nicht an einem UBS-Coin». Batlin, seines Zeichens Leiter des UBS-Labors im derzeit grössten Fintech-Inkubator Londons Level 39, spielt damit auf Bitcoin an, die derzeit bekannteste der so genannten Krypto-Währungen.
    Und doch hat das gut zehnköpfige Team Batlins in den nächsten Monaten Grosses vor mit der Blockchain-Technologie, auf der auch Bitcoin gründet. Konkret: Die Grossbank tüftelt an einer industrieübergreifenden digitalen Währung, um Finanztransaktionen abzuwickeln. Damit sollen einst Brücken zwischen den verschiedene Handels- und Kryptowährungsplattformen geschlagen werden.


    Vom digitalen zum realen Geld


    Anfang 2016 will Batlin dazu erste Resultate präsentieren, wie der Spezialist in einem Mediengespräch in London erklärte, bei dem finews.ch zugegen war. Noch hat die Währung keinen richtigen Namen. «Utility-Coin» nennen sie Batlins Team-Mitglieder, in Anspielung an den Zweck, möglichst viele Parteien und Plattformen miteinander zu verbinden.
    Die Ansprüche an die neue Währung sind hoch. Sie soll nicht nur in der digitalen Welt einen Wert aufweisen, sondern direkt mit Bankeinlagen bei den Notenbanken verbunden werden. Damit würde, erklärt Batlin, aus einem digitalen Franken ein realer Franken.


    Rückgriff auf Zuger Startup


    Damit rennt die UBS zumindest bei einzelnen Währungshütern offene Türen ein. So diskutierten etwa die US-Notenbank Fed und die Bank of England unlängst die Möglichkeit von Zentralbank-basierten digitalen Währungen.
    Hingegen dürfe die Krypto-Währungs-Gilde, die stark von libertärem Gedankengut geprägt wird, den Eintritt der Grossbank in ihre Domäne argwöhnisch beachten. Die UBS beteuert denn auch, dass sie in ihren Bestrebungen die Zusammenarbeit gross schreibe: Das Experiment folge dem Grundprinzip, den Einsatz der Blockchain-Technologie für das Banking skalierbarer, sicherer und für möglichst viele Teilnehmer zugänglicher zu machen.
    Die Grossbank selber stützt sich auf die Technologie anderer Player in dem Bereich: Laut Batlin sind dies insbesondere die Zuger Fintech-Startup Etherum sowie die Blockchain-Börsentechnologie-Spezialistin Clearmatics.


    Auf die Resultate darf man gespannt sein.

    Pressemitteilung des Bundesfinanzhofes, Nr.60 vom 02.09.205


    zu
    Bundesfinanzhof, VIII R 4/15, Xetra-Gold Inhaberschuldverschreibungen – und der Einlösungsgewinn
    Bundesfinanzhof, VIII R 35/14, Xetra-Gold Inhaberschuldverschreibungen – und der Veräußerungsgewinn

    FAZ: Briefe von den Banken - So wird die Einlagensicherung umgebaut

    Banken informieren ihre Kunden gerade über neue Regeln der Einlagensicherung. Sie wollen Ängste nehmen. Dabei wird schon über viel mehr diskutiert.
    Millionen von Bankkunden erhalten dieser Tage Post von ihrer Bank: Die Banken klären in den sehr formell gehaltenen, beruhigend verfassten Briefen darüber auf, welche Auswirkungen die Neuregelung der Einlagensicherung in Europa für die Sparer hat. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben nämlich eine europäische Richtlinie in nationales Recht umgesetzt, die zum Ziel hat, den Einlegerschutz in Europa zu vereinheitlichen.
    [...]

    The United nations of Debt - $60 Trillion of World Debt in One Visualization


    Today’s visualization breaks down $59.7 trillion of world debt by country, as well as highlighting each country’s debt-to-GDP ratio using colour. The data comes from the IMF and only covers public government debt. It excludes the debt of country’s citizens and businesses, as well as unfunded liabilities which are not yet technically incurred yet. All figures are based on USD.
    The numbers that stand out the most, especially when comparing to the previous world economy graphic:
    • The United States constitutes 23.3% of the world economy but 29.1% of world debt. It’s debt-to-GDP ratio is 103.4% using IMF figures.
    • Japan makes up only 6.18% of total economic production, but has amounted 19.99% of global debt.
    • China, the world’s second largest economy (and largest by other measures), accounts for 13.9% of production. They only have 6.25% of world debt and a debt-to-GDP ratio of 39.4%.
    • 7 of the 15 countries with the most total debt are European. Together, excluding Russia, the European continent holds over 26% of total world debt.
    Combining the debt of the United States, Japan, and Europe together accounts for 75% of total global debt.

    Hier ein Nicht-Hochglanzfoto...



    https://www.bundesfinanzminist…5/04/2015-04-29-PM12.html



    29.04.2015 Briefmarken und Sammlermünzen Nr.: 12


    Welt-Neuheit: 5-Euro-Sammlermünze „Planet Erde“ mit blauem Ring

    Die Bundesregierung hat beschlossen, eine 5-Euro-Sammlermünze „Planet Erde“ prägen zu lassen und im ersten Halbjahr 2016 auszugeben. Die Münze besteht aus drei Komponenten: Einem äußeren Ring, einem inneren Kern (Pille) aus unedlem Metall sowie einem prägbaren, zwischen Ring und Pille eingefügten blauen Polymerring. Dieser ist transluzent – also teilweise lichtdurchlässig. Der Polymerring macht die 5-Euro-Münze weltweit zu einer Welt-Neuheit im Münzbereich.
    Der glatte Münzrand enthält in vertiefter Prägung die Inschrift:
    „BLAUER PLANET ERDE - BLAUER PLANET ERDE “
    Mit der Ausgabe der Münz-Neuheit wird das aktuelle, auf den klassischen Münzsammler zugeschnittene Produkt-Angebot bereichert. Gleichzeitig soll mit der modernen Münze gerade bei jungen Zielgruppen ein breiteres Interesse an deutschen Sammlermünzen geweckt werden.
    [...]
    Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, Wertziffer und Wertbezeichnung, die Jahreszahl 2016, die zwölf Europasterne sowie - je nach Prägestätte - das Münzzeichen „A“ (Berlin), „D“ (München), „F“ (Stuttgart), „G“ (Karlsruhe) oder „J“ (Hamburg).
    Die Münze soll in den beiden Prägequalitäten Stempelglanz und Spiegelglanz hergestellt werden und ein Gewicht von 9 g aufweisen

    "Der Polymer-Ring wird von einem weiteren Metallring umschlossen, auf dem die anderen Planeten unseres Sonnensystems abgebildet sind."
    Äh, nein. Dieses Produkt aus zehn Jahren Forschung zeigt eine perspektivisch misslungene Abbildung von Saturn sowie eine beliebige Anzahl von Rondellen in beliebiger Grösse.

    ... und die kleinen Puntke stilisieren Überwachungssatelliten.

    Ich glaube der FAZ-Artikel ist etwas unscharf recherchiert. Den Allianz Schatzbreif gibt es in sechs verschiedenen Ausführungen. Die angehängten Ausschnitte sind aus Allianz-Broschüren im Internet. Laut diesen sind bei 5 von 6 Varianten die Einzahlungen garantiert, bei 4 wird dieser Garantiebetrag jedes Jahr erhöht und bei einem am Ende der Laufzeit. Bei einem gibt es sogar eine Garantieverzinsung. Hinzukommen die Schlussüberschüsse.

    goldie08


    Das muss nicht unbedingt schlecht oder unpassend sein. Das muss man im Kontext des restlichen Vermögens und der Einnahmen sehen.


    Es handelt sich wahrscheinlich um eine (Fonds-)Anlage in einem Versicherungsmantel, um die Besteuerung der Erträge zu optimieren. Diese Konstrukte gibt es schon seit über 20 Jahren und machen besonders dann Sinn, wenn man nicht unbedingt innerhalb von 12 Jahren an das Geld muss und der Pauschbetrag bereits ausgeschöpft ist. Man zahlt am Anfang einen Betrag X ein und bekommt nach 12 Jahren den Betrag X+Y ausgezahlt, wobei nur 50% der Y-Erträge zu versteuern sind und auch erst bei Auszahlung (also erhöhter Zinseszinseffekt plus reduzierte Bemessungsgrundlage). Sämtliche Kick-Backs der Fonds sollten ebenfalls der Anlage zugute kommen und Ausgabeaufschläge nicht anfallen. Das Ganze kann man auch als weniger ertragreiche Festgeldvariante machen.


    Die Variante "Allianz Schatzbrief Perspektive" scheint ein Mittelding zu sein. Die Einzahlung wird als Garantiekapital garantiert und dieses steigt um während der Laufzeit gutgeschriebene Überschüsse - Auszahlung an die Erben auch bei vorzeitigem Ableben. Ein Teil der Anlage wird "sicher" angelegt" und ein anderer "renditeorientiert". Dieser zweite Teil sorgt nochmal für einen Zusatzertrag.
    D.h. Die Einzahlung ist garantiert, erzielte Überschüsse werden jedes Jahr zusätzlich garantiert und Schlussüberschüsse kommen am Ende ebenfalls noch dazu. Soweit ich dem Internet entnehmen kann, lag die Rendite bei diesem Produkt letztes Jahr bei 4,3% (garantierter Teil).


    Bei gleichbeleibener Rendite über die nächsten 12 Jahre habe ich eine Nachsteuerrendite von über 3,8% p.a. errechnet, inklusive Schlussüberschuss könnte die Nachsteuerrendite ohne Probleme auf 4% p.a. steigen. Für ein Produkt mit Garantie für die Einlage ist das nicht so schlecht.

    Passend zur Anfrage der Grünen an die Bundesregierung zum Thema "Faire Goldreserven der Bundesbank"..


    Goldrausch - Vom schmutzigen Geschäft zum sauberen Glanz
    Dienstag, 28. Juli 2015, 6:10 Uhr
    [...] Der Abbau des Goldes ist häufig gefährdend für Minenarbeiter und Umwelt. Schmuck geht zu Herzen. Käufer fragen daher eher als bei Goldbarren und -münzen nach, wo das Edelmetall herkommt. Sie möchten ihre Liebe beispielsweise nicht mit Ringen aus Gold besiegeln, das unter unwürdigen Umständen gefördert wurde. [...]
    Gibt es einen Ausweg aus dem dreckigen Goldgeschäft? Seit wenigen Jahren zumindest wird das Interesse an diesem Thema stärker – einige kleine Organisationen haben sich mittlerweile auf die Fahnen geschrieben, für faires oder fair-Trade Gold einzutreten. Derzeit gibt es aber noch KEIN fair-trade-Siegel in Deutschland, obwohl über dieses schon 2013 gesprochen wurde. Es soll aber Ende des Jahres kommen und die Käufer aufklären, ob sie fair gehandeltes Gold in den Händen halten oder nicht. [...]

    Heute wirds noch mal etwas spannend. Heute wird eine Staatsanleihe fällig, die 5,8%er (halbjährlich) mit einem Ursprungsnominal von 20 MrdJPY (JP530000CR76 / 189769), 11,7 MrdJPY ausstehend. Wenn diese nicht gezahlt wird, wäre das der erste Ratingrelevante Zahlungsausfall. Bereits Anfang des Jahres sollen die japanischen Pensionskassen ihre Bestände in diesem Bond am Markt abgestoßen haben.

    Update: Die Anleihe wurde scheinbar heute Morgen zurückgezahlt.

    Heute wirds noch mal etwas spannend. Heute wird eine Staatsanleihe fällig, die 5,8%er (halbjährlich) mit einem Ursprungsnominal von 20 MrdJPY (JP530000CR76 / 189769), 11,7 MrdJPY ausstehend. Wenn diese nicht gezahlt wird, wäre das der erste Ratingrelevante Zahlungsausfall. Bereits Anfang des Jahres sollen die japanischen Pensionskassen ihre Bestände in diesem Bond am Markt abgestoßen haben.

    Eine definitive Erklärung habe ich nicht, aber diverse Ansätze:


    1. Die T-Bills wurden zum größten Teil von denen gekauft, die die am Freitag auslaufenden T-Bills halten. Dadurch wird der "Kredit" ja nur gerollt/verlängert. Die bezahlen quasi sich selbst die Rückzahlung. Da Griechenland jetzt kein Geld für die Rückzahlung hat, hätten sie nur ausgefallene Papiere in der Hand und müssten dann gegen den Staat klagen. Da die T-Bills wahrscheinlich nach griechischem Recht begeben wurden (ich weiß es aber nicht) könnten sie dann leer ausgehen oder mit herben Verlusten (siehe letzten Schuldenschnitt). Durch diese Auktion haben sie sich 6 Monate Zeit gekauft und hoffen, dass die Rückzahlungsquote dann in jedem Fall höher ist.
    Warum überzeichnet? 2 MrdEUR laufen aus, aber nur 1,625 MrdEUR standen als Rettungsboje zur Verfügung. Die T-Bills wurden hauptsächlich von griechischen Banken gekauft, um diese bei der Bank of Greece für die ELA-Kredite (am Ende Bargeld am Automaten) als Sicherheit zu hinterlegen. Wenn dem so ist, dann hätte es blöd ausgesehen, wenn am Freitag die T-Bills wertlos wären, die Bank of Greece neue Sicherheiten von den griechischen Banken verlangt hätten (keine da) oder gar die weitergereichten Liquiditätsspritzen hätten zurückrufen müssen (Kasse leer).
    Wenn jeder unbedingt die Papiere haben will (muss), dann geht natürlich auch entsprechend die Rendite runter.


    2. Die T-Bills laufen ja nur 6 Monate und keine zwei Jahre. Da sind wir dem Geldmarkt näher als dem Anleihemarkt. Da es derzeit so gut wie keine Umsätze in griechischen Papieren gibt, kann ich nicht mehrere kurzfristigerer Beispiele mit niedrigerer Rendite aufführen. Auch kann man im derzeitigen Umfeld nicht sagen, wie die generelle Rendite 2jähriger Papiere ist. Alleine April bis August 2017 werden neben anderen Papieren 10 Anleihen fällig. Nur bei zweien davon kann heute eine Rendite ausgewiesen werden, da es einen Börsenumsatz gab. Einmal 50,91 (Juli 17) und einmal 56,22 (August 17). Die nächste ausweisbare Rendite wär 19,1 für März 2019. Angehängt habe ich mal die aktuelle Zinsstrukturkurve und das Renditeprofil der Anleihen, hier laufen ja mehrere Börsentage rein und man kann annähernd eine Kurve ausmachen.