Beiträge von elsilbero

    auratico
    Zum Roubini Szenario:


    Die Welt, insbesondere die USA, ist heute so extrem verschuldet (ca.350 % vom BIP, gegenüber ca.150% 1929, stieg erst Anfang der 30er Jahre auf ca.260% in der Depression), daß man sich nur sehr schwer vorstellen kann, wie dann die Zinsen für diese Schulden noch bedient werden könnten (Steuereinnahmen fielen ja dann + Einnahmen der Unternehmen etc.). Für mich bliebe in einem solchen Szenario nur der Bankrott übrig. Was man dann mit Bargeld zu Hause im Safe noch anfangen kann, ist mir schleierhaft (siehe Szenario von Hannich, auch Dottore soll ja viel Bargeld horten!)
    Sollte dieses "Hyper" Deflations- und - Depressionsszenario wirklich eintreten, was bleibt dann noch übrig?
    Da fallen mir auch nur noch Sachwerte ein, und da insbesondere Gold (und Silber).
    1980 hatten die Anleger noch ca. 20 % in goldabhängigen Anlagen investiert, heute tatsächlich unter 1%. So stand es in der Finanzwoche Anfang des Jahres. Soviel zur angeblichen Goldblase (da fehlt noch viel bis zur Blase).
    Ich gehe davon aus, daß man
    1. ein "Roubini-Szenario" notfalls mit Gelddrucken verhindern wird.
    2. Sollte dies wider Erwarten doch nicht mehr möglich sein, daß sich dann Gold zumindest kauftkräftemäßig vor allen oder fast allen anderen Anlagemöglichkeiten entwickeln wird.
    Aber natürlich hat man als goldbug auch eine "Goldbrille" auf, insofern finde ich es gut, immer wieder die verschiedenen Möglichkeiten zu überlegen und zu diskutieren.


    Grüße
    elsilbero

    F. Zulauf sieht den Euro auch als total überbewertet an. Wenn man allein die Kaufkraftparitäten heranzieht, ist das sicher so.
    Nur darum haben sich die Finanzmärkte meistens nicht geschert.
    Und wenn man die Zinsprognose von Zulauf für den $ heranzieht, kann man sich kaum vorstellen, wo denn eine deutliche Aufwärtsentwicklung für denselben herkommen soll. Allein, daß die Amis aus den Em. Markets raus - und wieder in $ reingehen sollen (bei einer Rezession) wird uns die 1,10 zum Euro nicht bringen (so zumindest meine Einschätzung).


    http://www.wellenreiter-invest.de/


    Grüße
    elsilbero

    BAAL


    100.000,- $ für die Unze Gold? Warum nicht?
    Die Fed hat nur die Möglichkeit, zu inflationieren, wenn sie einen Kollaps des Finanzsystems vermeiden will.
    Aus der Inflation wird dann möglicherweise Hyperinflation, so sieht es Faber, und was dann mit Gold passiert, dürfte klar sein.
    Wichtig ist doch nur, wieviel dann 100.000,- $ (oder ein anderer Betrag)noch wert sind, was man sich davon dann noch kaufen kann.
    Viele gehen von konservativen Preiszielen für Gold aus, also von 1500 oder auch von 5000 $ etc., das liest man immer wieder unter uns Goldbugs. Aber sollte wirklich die Inflation rasant zunehmen, sich zu einer galloppierenden Inflation und dann gar zu einer Hyperinflation entwickeln, was sind dann 1500 oder 5000,- $ ?


    Grüße
    elsilbero

    1980 lag der Edelmetallanteil (+ Em-Aktien) in den Vermögen bei mehr als 20 %,
    die letzte Zahl, die ich hierzu gelesen habe (ist schon ein paar Wochen her in der Finanzwoche), lag bei ca. 1 - 1,5 %.
    Insofern, denke ich auch, sind wir von einem Hype noch sehr weit entfernt.


    Grüße
    elsilbero

    Wenn dottore seine Begründung erst nachreicht darf er sich nicht wundern, daß man über seine Warnung nachdenkt.
    Ich mag generell Leute nicht, die ständig von Crash und Welltuntergang sprechen, auch wenn wir sicher harten Zeiten entgegengehen.
    Ein Leuschel z.B., der seit 1990 fast ständig von crash spricht und ebenso ein dottore, dessen Wissen ich nicht absprechen will, der aber schon während meiner Studienzeit Anfang der 80er Jahre "Anticrashseminare" gehalten hat und Gold als einzig seelig machendes Überlebensvehicel ansah, zu einem absolut falschen Zeitpunkt, solchen Leuten begegne ich dann doch mit Zurückhaltung.

    Ja, irgendwann ist der Ofen aus aber jetzt noch nicht.
    Sonst müßten Bernanke und Co. schnellstens das Land verlassen, weil sie sonst am nächsen Laternenpfahl ... würden.
    Noch haben sie Mittel, um zu monetisieren:
    Notfalls übernehmen sie die Citybank usw.
    Die (offiziellen) Staatsschulden der USA sind noch nicht so hoch, als daß schon nichts mehr gehen würde. Schaut Euch mal Japan an, mehr als doppelt so hohe Staatsverschuldung (160% zum BSP) als in den USA. Da geht noch einiges. Nach WK II hatte England eine Staatsverschuldung von mehr als 250% und ging auch nicht pleite. Wenn auch die Situation heute anders ist und nicht vergleichbar gehe ich davon aus, daß das Pleiteszenario
    a) durch eine Hyperinflation hinausgeschoben wird
    b) wenn doch nicht Hyperinflation, dann kommt die Pleite erst in ein paar Jahren.


    Grüße
    elsilbero

    Für diejenigen unter Euch, die glauben, daß Dottore alles weiß und alles kann:


    So oder soähnlich hat er schon Anfang bis Mitte der 80er-Jahre gesprochen und zum völlig falschen Zeitpunkt zu Gold geraten,damals tingelte er durchs Land und hat überall "Überlebensseminare" angeboten.


    Und Marc Faber hat bekanntlich vor ca. 20 Jahren auch schon zu Gold geraten.


    Ich will die beiden keineswegs abwerten, aber man sieht, daß auch intelligente wie ungebundene (sie arbeiten schließlich für keine Bank) Börsen- oder Geldpropheten irren können.


    Grüße
    elsilbero

    Das Land ist irgendwo da, wo Deutschland vor 30 - 40 Jahren war.
    Zu unterscheiden eben von Großstadt zu Land.
    Vor 30 Jahren gab es bei uns auch noch mehr Verkehrstote trotz weniger Autos.
    Und dieses Beispiel setzt sich fort. Das Bewußtsein für die Umwelt und für die Gesundheit der Menschen ist in China erst im Anfangsstadium.
    Aber wie können wir diese Bewußtseinsentwicklung forcieren?


    Grüße
    elsilbero

    ... kann die Zinsen nicht um 1% senken, das käme einem Offenbarungseid gleich. Also doch lieber öfter, wahrscheinlich wieder 0,25%.
    Trichet muß nun langsam was gegen den Euroanstieg unternehmen, das stimmt schon.
    Daß er Gold kauft wäre zwar gut, ich kann daran allerdings nicht glauben. Eher kauft er Dollar und muß dann auch die Zinsen senken, da wird ihm nichts anderes übrigbleiben, sonst schwingt Sarko die Keule.

    Die Notenbanken verkaufen doch aber jedes Jahr Gold, ganz offiziell.
    Wie das mit den 12,5 kg Barren ist, weiß ich auch nicht. Ob die alle einen Kupferanteil haben? Dann müssen die Käufer eben auch solche Barren kaufen. Es soll ja auch andere Notenbanken geben, die kaufen, manche hängen es aber nicht an die große Glocke. Könnte ja Big Brother böse werden.
    Einen Großteil der riesigen Bestände, die die Schweiz in den letzten Jahren verkauft haben, sind angeblich nach China gegangen.
    Zumindest hat dies 2005 in München auf einer Veranstaltung ein Züricher EM-Händler (mit langjähriger Erfahrung) behauptet.


    Grüße
    elsilbero

    archie


    Vielleicht solltest Du mal das Buch von F. Lipps "Die Goldverschwörung" lesen.
    Genau das machen die Zentralbanken schon seit Jahrzehnten so, sie verkaufen Gold und sie verleihen es, um damit ihre "Goldpolitik" zu machen.
    Die Frage ist nur, wieviel Gold sie überhaupt noch haben, vielleicht nur noch die Hälfte (von den offiziellen Zahlen), das verliehene bekommen sie sowieso nicht zurück, da gingen sonst einige Großbanken pleite.
    Natürlich werden sie weiter gegen Gold trommeln, und wenn Gold gar zu arg steigt, wird man sich womöglich sogar zu einer konzertierten Aktion zusammenfinden und dem Anstieg Einhalt gebieten. Da genügen anfangs schon starke Worte mit geschilderten Verkaufsabsichten, später wirklich starke Verkäufe, um eine massive Gegenbewegung auszulösen. Der Michel, der zuvor auf den Goldzug aufgesprungen ist, verkauft dann wieder entnervt und verstärkt die Tendenz nach unten. Die Volatilität wird sich verstärken, das wird wohl so kommen. Aber letztendlich wird man zwar den Zug aufhalten, stoppen wird man ihn nicht können. Die Notenbanken haben noch Pulver, sicher. Aber dieses Pulver wird zunehmend weniger und bei manchen ist es auch schon naß, bei solchen, die nicht über ihr Gold frei verfügen können, sondern es in den USA und anderswo außer Landes lagern.


    Grüße
    elsilbero

    Wenn alle so negativ für den $ sind müßte eigentlich eine Gegenbewegung vor der Tür stehen.
    Oder geht es dem "Weltherrscher" schon so schlecht, daß nichts mehr hilft?
    Vor dem Untergang haben Imperien immer zum letzten Mittel gegriffen:
    Krieg!
    Vielleicht bilden auch die Chinesen mit ihrem $-"Schatz" ein Gegengewicht, das die Am. vor "Abenteuern" abhalten kann.



    Grüße
    elsilbero