ZitatAlles anzeigenEs gibt keine »Lösung« bei der Opel-Krise. Im Gegenteil: Allem Rettungsgerede zum Trotz hat sich die Lage beim Autobauer am Pfingstwochenende verschärft. Die Opel-Beschäftigten wurden verraten und – auch im übertragenen Sinn – verkauft. Und die Öffentlichkeit wird verdummt. Tatsächlich wurde nichts verbindlich vereinbart. Verbindlich dürfte nur der Belegschaftsabbau von 8500 Jobs, darunter 2600 in Deutschland sein. Faktisch wurde das Aus für Bochum in den nächsten zwei Jahren und das Aus für Saab 2009 oder 2010 beschlossen.
Die Tatsache, daß die Vereinbarungen völlig vage und unverbindlich sind, ist die erste von fünf Sollbruchstellen der sogenannten Opel-Lösung: Am Pfingstwochenende gab es anstelle eines belastbaren Opel-Konzepts nur ein drei Seiten dünnes »Memorandum of Understanding«, eine rechtlich unverbindliche Absichtserklärung, an der die Bundesregierung, der klinisch bereits tote GM-Konzern und der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna beteiligt sind. Für die rechtlich verbindlichen Verträge soll es laut Bundesregierung ein »Closing im September« geben. Vertragsabschluß kurz vor der Bundestagswahl – oder eventuell am Ende danach?
Seit Mitte Dezember 2008 erklärte Kanzlerin Angela Merkel mehr als ein dutzendmal, man werde »in den nächsten Wochen« eine Lösung für Opel finden. Ein halbes Jahr nach dem offenen Ausbruch der Opel-Krise heißt es, man werde in vielleicht einem Vierteljahr wasserdichte Vereinbarungen haben. Einen derart zynischen Umgang mit Zehntausenden Existenzen gab es auch hierzulande höchst selten.
Sollbruchstelle 2 ist die extrem labile Struktur des neuen, zum Teil erst »angedachten« Unternehmens: Weil Magna und die russische Sberbank aktuell nicht bei Opel einsteigen, wird Opel (GM Europe) zunächst bei GM ausgegliedert und zu einer Art New Opel. Sodann werden 65 Prozent von New Opel in eine Treuhandgesellschaft überführt; 35 Prozent der New-Opel-Anteile bleiben Eigentum des alten Eigentümers GM. Die formellen Eigentümer der neu gegründeten Opel-Treuhand bleiben unklar. Bekannt ist, daß es zwei Geschäftsführer geben wird. Laut Handelsblatt handelt es sich dabei um den Frankfurter Rechtsanwalt und »Sanierungsspezialisten« Alfred Hagebusch und GM-Europe-Vizechef Eric Stevens. Die Zusammensetzung des Treuhand-Beirats deutet auf die Machtverhältnisse hin: Zwei Beiräte stellt die Bundesregierung, zwei GM, der »neutrale fünfte« soll der US-Amerikaner Fred Irwin, der Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland, sein. Das wäre, wenn wir richtig rechnen, eine US-Mehrheit.
Sollbruchstelle 3 sind die möglichen neuen privaten Opel-Eigner. Nach dem »Letter of Understanding« sollen der Autozulieferer Magna und die Sberbank zu einem späteren Zeitpunkt Teile der Treuhand übernehmen. Interessanterweise wird Magna dann nur 20 Prozent übernehmen; die Sberbank soll mit 35 Prozent der größte neue private Miteigentümer werden, wobei GM auch dann weiter mit 35 Prozent beteiligt bleibt. Die restlichen zehn Prozent dürfen Opel-Händlern und Opel-Beschäftigte unter sich verteilen. GM und die Sberbank wären damit die größten Aktionäre. Kommt es also zu dieser offensichtlich erstrebten »privatwirtschaftlichen Neuordnung« von New Opel, so wären die Eigentümer eine zunächst krachend pleite gegangene und dann unter staatlicher Kontrolle stehende Gesellschaft New GM, eine im Strudel der Finanzkrise befindliche russische Staatsbank, die eng vernetzt ist mit dem kriselnden russischen Autobauer GAS, und schließlich ein Autozulieferer, dessen Umsatz sich im letzten halben Jahr halbiert hat.
Sollbruchstelle 4 ist der fehlende Bruch mit GM: Bereits jetzt wurde vereinbart, daß die neue Opel-Gesellschaft an das GM-Nachfolgeunternehmen Lizenzgebühren für den weiteren Bau der aktuellen Pkw-Flotte bezahlen wird. Generell besagt ein Anteil von 35 Prozent, den GM an New Opel weiter halten soll, daß der Einfluß des US-Konzerns bei Opel maßgeblich bleibt. Da Magna der zweitgrößte GM-Zulieferer ist, könnte GM im Zweifelsfall bei Abstimmungen auch auf Magna-Stimmen rechnen – womit sie bei Opel eine 55-Prozent-Mehrheit hätten.
Sollbruchstelle 5 ist ein wirklicher Hammer: Offiziell heißt es in dem »Memorandum«, daß Opel »weltweit Pkw verkaufen darf«. Doch gleichzeitig wurde vereinbart, daß dies nicht für die USA, für eine längere Frist nicht für Kanada und nur unter spezifischen Auflagen für China gelte. Das sind tödliche Einschränkungen für einen Pkw-Massenhersteller. Dieser muß auf vier der fünf entscheidenden Regionalmärkte für Pkw präsent sein. Es geht dabei um Nordamerika (= Nr. 1), China (= Nr. 2), Westeuropa und Südamerika. Doch New Opel soll von den zwei wichtigsten Märkten ferngehalten werden.
All das ist von längerer Hand geplant. GM beschloß Anfang 2009, daß der Konzern in China nur mit den Marken Buick, Chevrolet und Wuling (letzteres eine GM-Fertigung in China) antritt. Opel ist in China nur in homöopathischer Dosierung präsent; 2008 wurden dort 4000 Opel-Modelle verkauft. Auch das neue Modell Insignia wird in China nicht als Opel, sondern als Buick präsentiert.
Beiträge von privileg
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Kannst Du wenn möglich die Quelle angeben wo Du das her hast ?
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ZitatAlles anzeigen
Dies alles spielt sich in beeindruckender Geschwindigkeit ab. Natürlich wird alles daran gesetzt wird, diese
Vorgänge unbemerkt abzuwickeln, da sonst der Dollar abstürzen würde, bevor China ausreichend
Dollarreserven abgestoßen hätte. Jedoch gelang Brad W.Setser und Arpana Pandey eine Übersicht über
die bisher nicht bekannte Zusammensetzung der chinesischen Währungsreserven zu erstellen. Sie wurde
im Januar 2009 vom Council of Foreign Relations veröffentlicht. Aus ihr ergibt sich, dass die
Währungsreserven sich auf eine Summe von einem Wert von ungefähr 2.300 Milliarden Dollar belaufen
(also ungefähr 50% des chinesischen BSP25), wovon ungefähr 1.700 Milliarden tatsächlich in US-Dollar
bestehen (900 Milliarden in Staatsanleihen, ungefähr 550 Milliarden in Anteilen an GSE wie Freddie Mac
und Fannie May, beinahe 200 Milliarden an sonstigen Anleihen und 40 Milliarden in kurzfristigen Einlagen).
Die Autoren kommen anhand dieser Aufstellung zur logischen Schlussfolgerung, dass es überhaupt nicht
mehr im chinesischen Interesse ist, weiterhin so gigantische Dollarbestände anhäufen zu wollen, deren
Wert wegen der aktuellen US-Finanz- und Wirtschaftspolitik in der Krisenbekämpfung auch immer
zweifelhafter wird26. Aber es ist nicht nur eine Frage des chinesischen Willens, sondern auch des Könnens.
Weil die chinesischen Exporte eingebrochen sind und auch ausländische Investoren ihr Geld abziehen,
sind die Möglichkeiten der Chinesen, weitere Währungsreserven anzulegen, sehr begrenzt.Da die riesigen Dollar-Reserven den den Handlungsspielraum der chinesischen Regierung gegenüber der
US-Regierung beschneiden, ohne für die chinesische Bevölkerung oder das Land noch so nützlich zu sein
wie dies bei der Anhäufung geglaubt wurde, unternimmt Peking konsequenter Weise alles, um sich so
schnell wie möglich von seinen riesigen Währungsreserven zu trennen. Rachel Zembia beschreibt die
Methoden in einem tollen Artikel in RGE Monitor vom 21.02.2009: zinsreduzierte Kredite an ASEANStaaten27,
Swap-Abkommen, Erlaubnis für 400 große chinesische Unternehmen, inner-asiatischen Handel
in Yuan abzuwickeln28, Kredite für afrikanische Staaten und Russland, Vereinbarung über langfristige
günstigere Ölpreise mit den Staaten des Persischen Golfs, Kredite für die Erdölkonzerne Brasiliens und
Abu Dhabis, Kauf von europäischen und asiatischen Aktien und Unternehmensanteilen, nicht aber von
amerikanischen, was sicherlich kein Zufall ist… . Die Autorin unterstreicht, dass diese Abkommen
offensichtlich immer ein Zugangsrecht zu den Rohstoffen für chinesische Unternehmen festschreiben.
Daran läßt sich ablesen, worum es den Chinesen eigentlich geht: Ihre US-Währungsreserven gegen
Werte, die das Land auf Dauer brauchen wird und die zur Zeit recht billig zu haben sind, einzutauschen;
insbs. solange der Dollar noch über einen gewissen Wert verfügt und die anderen Staaten noch bereit
sind, sich von den Chinesen in US-Dollar und - Staatsanleihen bezahlen zu lassen.
Was sein Kaufverhalten der US-Staatsanleihen angeht, kauft China immens weniger als früher (die
Anlagesumme ist im ersten Quartal 2009 von 153,7 Milliarden USD im ersten Quartal 2008 auf 7,7
Milliarden Dollar zurück gegangen29), und nur solche mit kurzen Laufzeiten (3 Monate) 30.
Da die Chinesen kaum mehr neue Staatsanleihen kaufen und gleichzeitig weltweit auf Einkaufstour
gegangen sind, deren Rhythmus auch noch schneller zu werden beginnt und inzwischen Summen von
mehr als 50 Milliarden Dollar/Monat erreicht (wenn man die Swap-Abkommen dazu zählt), wird es den
Chinesen von Ende 2008 bis Ende Sommer 2009 gelungen sein, mehr als 600 Milliarden Dollar seiner
Dollar-Währungsreserven abzustoßen. In der gleichen Zeit bleiben die USA auf zwischen 500 und 1000
Milliarden neuer Staatsanleihen sitzen, die ihnen früher die Chinesen abgenommen hätten und für die sie
nun neue Käufer auf den internationalen Finanzmärkten finden müssen, wenn sie weiterhin ihre
ungeheuren Defizite finanzieren wollen. Wir vertreten die Auffassung, dass diese beiden Summen addiert
werden müssen, um die Bedeutung der neuen chinesischen Politik auf die US-Finanzierungsnöte zu
erfassen. Am Ende des Sommers 2009, zum Ende des US-Steuerjahres, wird allein China dafür
verantwortlich sein, dass zwischen 1.100 und 1.600 Milliarden US-Dollar auf dem Markt sein werden, die
2008 noch in den Safes der Chinesen verschwunden (geblieben) wären, die 2009 aber andere Abnehmer
suchen müssen, aber nicht unbedingt finden werden. Ben Bernanke wird seine Druckpresse heiß laufen
lassen müssen, wenn er den Bankrott seines Landes wird verhindern wollen.
Als Ben Bernanke vor einigen Wochen einräumte, dass die US-Zentralbank US-Staatsanleihen aufkaufe,
verlor der Dollar 10% an Wert gegenüber den anderen großen Weltwährungen. Für die Chinesen
bedeutete dies einen Verlust von 170 Milliarden Dollar. Spätestens dann müssen sie ihre Abhängigkeit von
der Wertentwicklung des Dollars schmerzlich gespürt und ihre Exponierung gegenüber
verantwortungsloser US-Wirtschafts- und Finanzpolitik erkannt haben. Wenn eine unbedachte Bemerkung
Ben Bernanke schon so teuer kommen kann, dann dürfte für die Chinesen ein Preis von 400 oder 500
Milliarden Dollar für das Entkommen aus der Dollarfalle und damit der US-Abhängigkeit akzeptabel
erscheinen.
27Wir jedenfalls gehen davon aus, dass die Chinesen bis Ende Sommer ihre US-Währungsreserven soweit
geleert haben werden, wie ihnen das möglich erschien. Anschließend können sie beruhigt den Dollar
seinem Schicksal überlassen. Nach der Flucht aus der Dollarfalle werden die Chinesen sich daran machen,
die Dollardominanz im internationalen Währungssystem zu brechen. In welcher Form ihnen das gelingen
wird, wird sehr stark von den Positionen der anderen wichtigen Staaten abhängen: Entweder werden die
Chinesen versuchen, den Yuan neben dem Euro, dem Yen, dem Rubel und dem Real als weitere
internationale Reservewährung zu etablieren, oder sie werden sich verstärkt an der Schaffung einer neuen
internationalen Korbwährung mit genau diesen Währungen beteiligen. Der Dollar wird dann allerdings
keinen Platz mehr in diesem Korb haben und der G20 wird auf einen G18 reduziert sein (ohne die USA
und ohne Großbritannien, aber weiterhin mit Japan, das allerdings unter diesen Bedingungen eher zu
einem chinesischen Satellitenstaat reduziert werden wird). Als Alternative zu diesen beiden Szenarien
bleibt nur der allgemeine Zerfall der öffentlichen Währungsordnung, wie schon im Szenario der langen
und tragischen Krise in der 32. Ausgabe des GEAB beschrieben. Dann werden sich Wirtschaftsblöcke
ausbilden, die jeweils mit ihren spezifischen Referenzwährungen funktionieren werden. -
Hier mal aus dem aktuellen GEAB 34 dessen Einschätzung zur Lage Dollar und China.
ZitatAlles anzeigenNach unserer Auffassung entscheiden die Chinesen darüber, wie die folgende Etappe der Krise ablaufen
wird. Wenn es stimmt, wie die US-Regierung und ihre Kohorte an Medienexperten nicht zu verbreiten
aufhören, dass China in einer „Dollarfalle“ aus 1.400 Milliarden Dollar sitze, und gar nicht anders könne,
als weitere Dollar als Währungsreserven auzukaufen, was könnte dann für die Chinesen wichtiger sein als
sich aus dieser Falle zu befreien?
Damit kann es nach unserer Auffassung keinen Zweifel daran geben, dass die chinesische Regierung
nunmehr alles daran setzen wird, sich aus dieser Falle zu befreien und die Berge an finanziellem
« Giftmüll » aus US-Staatsanleihen und Dollars abzutragen, die inzwischen schon den Wohlstand Chinas
gefährden.
Und natürlich wird niemand, der auszubrechen versucht, so verrückt sein, seine Absicht von allen Dächern
zu pfeifen. Gerade das Gegenteil wird er machen, um nicht die Aufmerksamkeit der Wächter zu wecken.
Nach unserer Auffassung war die chinesische Forderung vom 24. März nach der Schaffung einer neuen
internationalen Leitwährung sowohl eine Sondierung als eine Warnung. Zum einen sollte sondiert werden,
wie aufgeschlossen die Teilnehmer am G20-Treffen der Idee gegenüber wären, die post-Dollar-Ära
einzuleiten, ob es eine Möglichkeit gebe, diese Idee zu verwirklichen15; zum anderen sollten alle Akteure
auf den globalen Finanzmärkten gewarnt werden, dass nun die Bereitschaft Chinas zur Finanzierung des
US-Lebensstils erschöpft sei. Unter zuverlässigen Partnern (und China ist ein zuverlässiger Partner auf
internationalem Parkett), gehört es zum guten Ton, die anderen, wenigstens diskret, darüber zu
informieren, dass man ein großes Ding plane. Man könnte ja auf ihre Unterstützung bei Planung und
Durchführung angewiesen sein16. Oder sie könnten sich den Plänen entgegen stellen, wenn sie mangels
Vorwarnung noch nicht die notwendigen Vorbereitungen treffen konnten, um von sich selbst Schaden
abzuwenden17.Dieser letzte Punkt ist von überragender Bedeutung für die chinesische Regierung. Der Dollar darf erst
dann abstürzen, wenn den Chinesen gelungen sein wird, sich aus der Dollarfalle zu befreien. In den
nächsten Monaten wird sich herausstellen, wie wichtig ihnen der Werterhalt ihrer Dollaranlagen ist. Falls
es ihnen in erster Linie und ausschließlich darum geht, dann haben Washington, London und die
internationalen Finanzmedien Recht: Peking wird sich im wesentlichen dem Willen der USA beugen und
damit begnügen, seinen Einfluss auf die US-Entscheidungen zu erhöhen. Wenn Peking aber für das
Entkommen aus der Dollarfalle bereit ist, Verluste bei seinen Währungsreserven hinzunehmen, dann
haben wir Recht. Dann werden die Chinesen alles daran setzen, ihre Dollarrerserven abzustoßen, solange
dies noch möglich ist. Es wird dabei sehr darauf ankommen, wie lange ihnen dies gelingt, bevor der Sturm
auf den Devisenmärkten losbricht und der Dollar abstürzt. Dann werden auch die Chinesen aus der
Deckung treten und ihren Beitrag zum Absturz des Dollars leisten, indem sie verlauten lassen werden,
dass sie zu ihrem großen Bedauern und aus Gründen, die außerhalb ihrer Verantwortung lägen24, sie nicht
mehr in der Lage seien, die großen US-Defizite auszugleichen.Unsere Vorhersage zu den Absatzbewegungen der Chinesen aus dem Dollar stützt sich auf die
Entwicklungen der letzten Monate, die unsere Analysen bestätigen. Denn seit Ende 2008 haben die
Chinesen jeden Monat zwischen 50 und 100 Millarden ihrer US-Währungsreserven abgestoßen. Sie
nutzten die historisch niedrigen Preise für Anlagevermögen, um Minen, landwirtschaftliche Flächen,
Energie, europäische und asiatische Aktien und Unternehmensbeteiligungen zu kaufen. Peking setzt alles
daran, sein Vermögen zu schützen, indem es seine US-Anlagen abstößt und dafür Vermögenswerte kauft,
die ohne Bezug zu Amerika stehen. Die chinesische Abhängigkeit vom Dollar nimmt damit jeden Tag
weiter ab. -
ZitatAlles anzeigen
MON 810 verboten
Der US-Saatgutkonzern Monsanto klagt nach einem Zeitungsbericht gegen das von der Bundesregierung ausgesprochene Anbauverbot für seinen Genmais MON 810. Das Unternehmen habe beim Verwaltungsgericht Braunschweig Klage eingereicht und dringe auf eine Eilentscheidung, berichtet das "Handelsblatt". Ein Monsanto-Sprecher sagte der Zeitung, die Firma rechne mit einer Entscheidung bis Mitte Mai, damit noch eine Aussaat in diesem Jahr möglich sei.
Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hatte den genveränderten Mais MON 810 von Monsanto vor einer Woche kurz vor Beginn der Aussaat wegen möglicher Gefahren für Tiere und Pflanzen verboten. Sie setzte dazu eine EU-Schutzklausel in Kraft.
"Ich komme zu dem Schluss, dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der gentechnisch veränderte Mais der Linie MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt", erklärte Aigner. Das Ministerium sieht Risiken unter anderem für bestimmte Marienkäfer, Schmetterlinge und Wasserflöhe.
Innerhalb der Union stieß die Entscheidung von Aigner nicht auf ungeteilte Zustimmung. Insbesondere Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) kündigte Widerstand an. -
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Die Natur schlägt gegen das Imperium zurück
Ein “Superunkraut” welches immun gegen das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel “Roundup” ist, verbreitet sich immer mehr in den Baumwoll- und Sojafeldern Amerikas. Ganze Landstriche bestehen nur noch aus diesem Unkraut und viele Bauern gehen her und reissen es mit der Hand aus, oder geben den Kampf auf, oder weigern sich die genmodifizierten Samen von Monsanto weiter zu verwenden und wechseln zurück zu herkömmlichen Anbau.Zur Erklärung, Monsanto entwickelte durch Genmanipulation Samen welcher gegen ihr eigenes Unkrautvernichtungsmittel "Roundup" unempfindlich ist. Wenn das Mittel versprüht wird, gehen nur die nicht genmodifizierten Pflanzen ein, die Gen-Baumwolle oder das Gen-Soja bleibt unberührt von dem Gift. So konnte Monsanto den Gensamen unter dem Markennamen “Roundup ready” verkaufen und das passende Unkrautvernichtungsmittel dazu liefern. Ein riesen Geschäft, mit dem sich aber die Farmer vom Konzern total abhängig machen.
Die Natur schlägt aber jetzt zurück. Offensichtlich kann man nicht mit Genmanipulation auf Dauer bescheissen. Das Wundermittel “Roundup” hat seine Wirkung verloren. Ende 2004 tauchte dieses “Superunkraut“ in den Feldern mit dem genmodifizierten Anpflanzungen auf. Diese neue “Pest” genannt “Pigweed” verbreitet sich in rasenden Tempo über die südlichen amerikanischen Bundesstaaten und bedrohen die Baumwolle- und Sojaernten. Die Anbaufläche hat sich in ein Schlachtfeld gegen das Unkraut verwandelt.
Das Superunkraut hat sich auf alarmierende Weise in Teilen von Georgia, South Carolina, North Carolina, Arkansas, Tennessee, Kentucky und Missouri verbreitet. "Roundup" beinhaltet den Giftstoff Glyphosate, das meistverwendete Unkrautvernichtungsmittel in den USA, welches aber dem wuchernden Unkraut nichts anhaben kann. Das schöne Geschäftsmodell von Monsanto, in dem sie ein Paket an die Bauern verkauften, mit Samen der gegen das Mittel resistent ist, scheint zusammenzubrechen. Die Farmer verliessen sich zu sehr auf dieses “Roundup” Herbizid in Kombination mit dem Gensamen von Monsanto und meinten sie können die Natur umgehen.
Mittlerweile sind 100’000 acers oder 404 Quadratkilometer im Bundesstaat Georgia mit dem Unkraut Pigweed verseucht, wie der Unkrautspezialist Stanley Culpepper der University of Georgia berichtet.
“Die Farmer nehmen diese Gefahr sehr ernst. Wir benötigten zwei Jahre um sie auf den Ernst der Lage hinzuweisen. Aber als sie es verstanden, sind sie aggressiv gegen das Unkraut vorgegangen,” erzählte Culpepper FRANCE24.
“Um zu zeigen wie aggressiv wir vorgehen, vergangenes Jahr haben wir mit der Hand 45 Prozent der befallenen Felder gejätet,” sagte Culpepper, und er fügte hinzu, “das kostet sehr viel Geld.”
Im Jahre 2007 wurden 40 Quadratkilometer Land einfach in Mason County aufgegeben, das Zentrum der Superunkraut-Explosion, erzählte Alan York den Medien von der North Carolina State University.
Es ist das perfekte Unkraut
Müsste Monsanto in seiner Pervertierung das übelste Unkraut erfinden, dann könnte sie es nicht besser machen wie jetzt die Natur. Resistentes Pigweed ist das gefürchtetste Superunkraut, neben Horseweed, Ragweed and Waterhemp.
“Pigweed ist die eine Pest die man nicht will, es ist so dominierend,” sagt Culpepper. Pigweed kann 10’000 Samen auf einmal produzieren, verträgt Trockenheit und ist sehr diversifiziert in seiner Genetik. Es kann drei Meter hoch wachsen und die jungen Baumwollpflanzen ersticken.
Die Bauern suchen krampfhaft jetzt eine Alternative und ein effektives Unkrautmittel, welches die Baumwolle nicht gleichzeitig vernichtet.
Im Angesicht der Unkrautexplosion im Bereich der Baumwolle und Soja, überlegen einige Farmer zurück zu herkömmlichen, nicht genmanipulierten Samen zu gehen. “Es ist gut für uns wenn wir zurückgehen, die Leute haben es mit Roundup Samen übertrieben," sagte Alan Rowland, ein Samenproduzent für Soja aus Dudley Missouri. Er verkaufte bis zu 80 Prozent ”Roundup Ready” Sojabohnen und jetzt ist er zurück zu traditionellen Samen gegangen, einen Markt den Monsanto absolut dominiert. Dazu kommt noch, dass Gensamen aus den Konzernlabors immer teurer werden, es also auch um Wirtschaftlichkeit geht.
Rowland sagt dazu, “wir sehen die Leute gegen die höheren Kosten rebellieren.”
Kommentar: Meiner Meinung nach ist Monsanto mit seiner pervertierten Genmanipulation und erpresserischen Modell die Bauern von ihren tödlichen Produkten abhängig zu machen, sowieso eines der grössten Übel dieser Welt. Diese Firma und alle anderen Konkurrenten in diesem Bereich gehören verboten und wegen Verbrechen gegen die Menschheit vor Gericht gestellt.
Die Natur schlägt gegen das Imperium zurück!
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Da ist es einfacher, ein Verbot zu machen
Ich hatte es an andere Stelle schon mal eingestellt und das Ergebis ist mehr als eindeutig
ZitatDeutsche für Gen-Verbot
Drei von vier Deutschen begrüßen laut einer Umfrage des Instituts Emnid für die "Bild am Sonntag" das Genmais-Verbot. 78 Prozent votierten dafür. Nur 16 Prozent waren dagegen. Im Westen Deutschlands lag die Zustimmung mit 80 Prozent um zehn Punkte höher als im Osten. Die größte Zustimmung fand das Genmais-Verbot mit 85 Prozent unter Schülern.
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Ich persönlich weiß nicht, was Du uns hier immer widerlegen oder schmackhaft machen möchtest, ICH möchte keinen Gen Scheiss in meinem Essen und ICH möchte auch selber entsheiden was ich esse und ICH möchte auch wissen was in meinem Essen ist, das ist auch mein Recht und wer die ganze Gen-Scheisse zu sich nehmen möchte Bitte schön, da habe ich kein Problem mit, aber ich habe ein Problem damit wenn man die Menschen für Blöd verkauft, sollen die doch überall rauf schreiben wo Genmanipuliert wird und die Industrie wird schnell feststellen das den Mist keiner mehr kauft.
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Es bleibt zu hoffen das dieser Poizist die nächten Jahre sehr schlecht schlafen kann mit solch einem Gewissen.
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Die Beweise werden beiseite geschafft!
Dafür gibt es ja noch andere Möglichkeiten, 2001 wurde das auch sehr galant gelöst.
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Keine Sorge der wird schon wieder rauskommen und kann dann im heiligen Land seine Rente genießen.
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Begreife es doch endlich, es geht ums INSTRUMENTALISIEREN der SCHULD und SÜHNE, Panda, manchmal hab ich bei dir den Eindruck, die Staatlich verordnete Gehirnwäsche hat zu 100% funktioniert. MANN, TRENNE VOLKSGRUPPEN VON EINZELPERSONEN UND GRUPPEN!!!!! EIN ARSCHLOCH IST EIN ARSCHLOCH, EGAL WELCHE ZUGEHÖRIGKEIT ODER HAUTFARBE.

Es ist zum verzweifeln....
Es gilt der pawlowsche Hund....
Richtig 100% Zustimmung, es gibt kein auserwähltes Volk und es gibt auch keinen Glauben der einen von allem befreit, das haben hier aber einige bis heute nicht verstanden, daher auch immer die antisemitische Keule weil es die einfachste Argumentation ist anstatt sich einzugestehen das "JEDER" Glaube seine Fehler und schwarzen Schafe hat. Da gibt es keine Ausnahmen, egal ob Christen, Juden oder Moslems.
Es muss erlaubt sein zu kritisieren ohne ständig als Antisemit beschimpft zu werden. -
ich weiß Dir macht es hier Spaß, aber jetzt mal im Ernst, wir sind hier nicht in einem Jugend Chat, vielleicht könntest Du die Wahl Deiner Smilies etwas begrenzen.
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Zitat
Das schreibt einer, der nur einen Mittelabschluß hat!
Sogar das wäre dann wohl noch etwas viel gewesen.
Hast du in Deutschland schonmal jemanden verhungern gesehen? Ich glaube wir sind so weit, dass sich hier niemand ernsthafte Sorgen um sein reines Überleben machen muss, nur weil ein paar Banken pleite gehen und die Wirtschaft grade mal nicht so läuft, wie die Politik sich das wünscht.
1929 ?
Das Stichwort lautet hier schlicht weg Globalisierung und man sollte sich fragen ist Deutschland im Moment in der Lage 80Mio Menschen zu ernähren ? Haben wir genug Fläche ? Wieviel von Nahrung wird Importiert und ist dieses dann noch Möglich wenn sich die Krise so Global ausweitet das alles Länder sich um ihre eigene Scheiße kümmern ?
Ich wage dann zu bezweifeln das unsere Tomaten und Zwiebeln dann noch aus Holland kommen werden.
Überleben in der Krise wird wahrscheinlich zu Hause immer noch am einfachsten sein, sicher nicht in der Nähe einer Großstadt. Am besten irgendwo mit etwas Land, ist es schon vorhanden hole Dir ein paar Hühner und wenn möglich noch Hasen, die rammeln wie die Tiere und Du hast zumindestens immer Fleisch was sich auch super tauschen lässt.
Ansonsten würde ich mir eher darum Gedanken machen wie ich das Haus ab bezahle, denn wenn Du daraus fliegst hast Du nichts gewonnen, also bevor Du Dir ein Wohnmobile oder sonstiges kaufst, bezahle das Haus ab.
Essen einlagern ( Büchsen ) ist auch keine schlechte Idee, es rät sogar die deutsche Regierung im Krisenfall egal welchen sich für 3 Monate selbst ernähren zu können.BUNDSCHUH hat es ja schon angedeutet, und ich halte diese "Diskussion" ebenfalls für überflüssig.
Dann halte Dich doch einfach raus, wenn Du dazu nichts sagen kannst oder willst.
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Hole Dir wenn möglich Land in Deiner Nähe, vielleicht hast Du aj auch einen großen Garten, dann pflanze so viel Bäume wie es ght und hole Dir diese Anlage http://www.rekru.de/product_in…d=Mobile-Hausmosterei-789 dann kannst Du zur Not Deinen eigene Saft herstellen und wenn genug da ist, kannst Du den noch verkaufen.
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Game Over !? Wie der Titel schon aussagt geht es mir um den eventuell vor der Tür stehenden Game Over. Ich für meinen Teil warte hier schon seit fast 2 Jahren auf dessen Eintritt und irgendwie habe ich das Gefühl ich warte hier auch noch eine Weile.
Was wurde nicht alles spekuliert, Zusammenbruch des Dollars und der Bankrott der USA, nichts davon ist bis jetzt eingetroffen. China wird im Leben nicht anfangen den Dollar zu kappen und die Welt wird auch weiter die amerikanischen Staatsanleihen kaufen, was sollen sie auch sonst tun.
Gut wenn ich mir den Thread ( Entlassungen ) von Tollar anschaue nimmt das alles schon dramatische Ausmaße an, aber wo wird es hin gehen ?
Heute im Ticker " Opel verkauft 30 % mehr Autos" , das ist nicht wenig, aber wird es reichen !? BadBank, die wird kommen auf jeden Fall, aber wäre das nicht die Lösung des größten Problems ?
Auch aus meinem persönlichen Bereich, wollte ein Haus kaufen, doch einer vor mir, hat es per Finanzierung durch eine Bank bekommen, gut waren nur 30.000 € aber immerhin.Was meint Ihr dazu, wo geht es die nächsten 6 Monate hin ?
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Ja und wo geht es nun die nächsten Wochen hin ? Kennt sich hier jemand mit EW Zählungen aus ?
Gehts hoch und dann runter oder geht es runter oder dann hoch ( Inflation ) ?
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Zu einem freien Deutschland sicherlich nicht... denn Frankreich und England, sowie die VSA, so sie selber noch handlungsfähig sind, werden alles daran setzen, dass es ein freies und von freien Deutschen regiertes Deutschland, nicht geben wird...
Daran sieht man doch aber was die für eine Angst vor dem Deutschen Volk haben.
Zu den Linken - Diese aber wenigstens nicht solche Versallen der Amis und Engländer wären.
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Heute morgen im NTV Ticker
Citibank kauft sich neuen Firmenjet für 50 Millionen.
Zitat
Die Schweizer Nationalbank hat einen Verlust für das letzte Jahr 2008 von fast 5 Milliarden Franken verbucht.- Die UBS zahlt ihren Kader trotz Staatshilfe Boni in Höhe von 2 Milliarden Franken für 2008 aus.