Beiträge von ghost_god

    Vollends meine Meinung - es war nie so leicht, Kapital nach freiem Ermessen im Wirtschaftskreislauf zu bewegen. Sei's vom Geldbeutel zum Freudenhaus, vom Depot zum Optionsscheinverkaeufer oder mit geschlossenen Augen mit der linken Hand rueckwaerts ueber die Schulter ins beruehmte Wasserbecken. Und so soll jeder seine eigenen Entscheidungen treffen und mit / von den Konsequenzen leben.


    Ich gehoere zu der Sorte Mensch, die immer gestaunt haben ueber junge Firmengruender mit Penthouse & Ferrari oder ueber erfolgreiche Pianisten mit unsagbaren Talenten. Mich spornt vorgelebte Leistung zu Eigenleistung an.


    Das gilt leider nicht fuer alle.


    In diesem Sinne - allen weiter gutes Gelingen.

    @ Goldregen:


    Du bist ein witziger Kautz. Statt dich an themenbezogenen Diskussionen zu beteiligen, kommst Du in steter Regelmaessigkeit mit Pauschalkritik. Warum eigentlich? So witzig das ist, welchen Sinn hat das?


    Nenn mir ein Sachthema bezogen auf den Thread, zu dem Du Dich fachlich aeussern moechtest. Ich greife das Thema dann gerne auf und wir schauen einfach mal, welche Argumente wohin fuehren.


    Wenn Du stattdessen in unzaehligen Diskussionen in diesem Thread nur gezielt nach unwichtigen Randbemerkungen (Preisfrage zu google Treffern) suchst, ist dieser Thread vermutlich der falsche Platz fuer Dich. Du bereicherst ihn nicht und lernst auch nichts.


    Auf die Ausfuehrungen zum Thema "Wert" vs. "Preis" bist Du nicht eingegangen, stattdessen auf meine abschliessende kleine Preisfrage. Schade. Aussage der Preisfrage: Der Begriff "Wert" (und dessen englisches Pendant "value") hat in der Wirtschafts- und Finanzwissenschaft eine sehr wichtige und grundlegende Bedeutung. Es gibt annaehernd unendlich viel Literatur zu diesem Begriff. Meine vorangegangenen Ausfuehrungen (Subjektivitaet vs. Objektivitaet, etc) gingen ein wenig ins Detail - Du bist gerne eingeladen, darauf einzugehen.


    Dass Du bzgl. Ausbildung nach gaengigem Schema denkst, ist naheliegend. Machen es doch die meisten so. Bei mir lief's so: Abitur (Mathe & Physik LK) nach der 13., 13 Monate Zivi auf 10 verkuerzt wegen Sonderurlaub fuer Prakikum (das fuer einen gezielt danach ausgesuchten aber natuerlich spaeter nicht angetretenen Studiengang - BWL Schwerpunkt Touristik in Berlin - Voraussetzung war), nach Praktikum Immatrikulation zum WS und zweites Praktikum waehrend des 1. Semesters in FaM, danach 3. Praktikum waehrend des 2. Semesters in NY und im Anschluss erster Job in London. Nach 3 Semestern Vordiplom mit Anwesenheit nur zu Klausurzeiten. Danach Hauptstudium weiter an der Fernuni neben Berufsleben in Ldn. Alles moeglich - Geld von Mami und Papi gab's keins. Noch vorm Diplom liehen sie sich stattdessen Geld bei mir.


    Und wenn Deine Neugierde bei anhaltender Kritik noch groesser ist, dann komm doch nach GB und schau mir beim Fruehstuecken zu ;)


    Koennen wir jetzt zum Thread Thema zurueckkehren und etwas Sachliches von Dir hoeren, nachdem Du Dein Mundwerk so weit aufgerissen hast? Ich bin noch immer sehr gespannt - gerne komplexere Themen.

    @ Goldregen:


    Grundstudium WiWi an einer Praesenzuni, da keine Anwesenheitspflicht bestand. Hatte besseres in meiner Freizeit zu tun, als mir gelangweilt irgendwelche Vorlesungen ueber triviale Sachverhalte, Uebungen zum nochmaligen Vertiefen und Tutorien zum erneuten, noch langsameren Vertiefen anzuhoeren. Derweil Praktika in FaM und NY und erster Job in London. Zu Klausuren habe ich dann auch meine Kommilitonen kennengelernt. Hauptstudium an der Fernuni Hagen, Schwerpunkt Finanzwirtschaft bei Prof. Bitz. Danach 2 Jahre Ruhe vom Doppelleben und ausschliesslicher Fokus auf's Arbeitsleben. Spaeter MSc in Finance part-time an der London Business School. Programm geht 2 Jahre, setzt Anwesenheit in den Abendstunden und viele, viele assignments voraus. Kostenpunkt damals 28.000 GBP. Die LBS gehoert zu den besten Universitaeten der Welt, dem ist nach regelmaessigen rankings numal so.


    BTW, tolles Programm, sehr empfehlenswert. Master Thesis schrieb ich ueber das Thema "Volatility Smiles". Wuerde mich ja freuen, wenn wir hier auch mal ueber komplexere Themengebiete diskutieren koennten.


    Kommt neben Deiner Neugierde auch noch etwas Sachliches zu Finanzthemen und spannende Widerlegungsversuche meiner Aussagen zu solchen?


    Oder beschraenkst Du Dich auf Kritik an humorvollen Preisfragen, die ein wenig die Diskussion aufheitern sollen?


    GG


    "Du hast Unrecht und keine Ahnung... Ich weiss alles besser. Argumente? Pah, dafuer ist mir meine Zeit zu schade. Du hast trotzdem Unrecht und keine Ahnung. So!"


    So ungefair kam Dein Text uebersetzt bei mir an. Irgendwas falsch uebersetzt?


    Es gibt unendlich viele Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Einige aber, von denen ich sehr viel Ahnung habe. Zu solchen Dingen melde ich mich zu Wort, zu anderen schweige ich oder frage um Rat. In diesem Forum geht es primaer um solche Dinge, von denen ich sehr viel Ahnung habe. Das wirst Du so akzeptieren, oder Dich auf eine Diskussion mit Argumenten einlassen muessen. Versuche doch mal, mir "vielfaeltig aufzuzeigen, dass ich nur mittelmaessig daherplapper und die Haelfte zusammenfantasiere". Nur zu, ich bin gespannt. ;)


    Mit 19 bin ich nach Franfurt gezogen, mit 20 nach New York, seit ich 21 bin lebe und arbeite ich in London. Seit mittlerweile 10 Jahren. Wirtschaftswissenschaften in Deutschland (Schwerpunkt Finanzwirtschaft) neben der Arbeit studiert, spaeter Master in Finance an der London Business School - einer der besten Universitaeten der Welt - mit deutlich ueberdurchschnittlichen Noten ebenfalls neben der Arbeit absolviert. Ich habe in meiner Karriere bei Grosskonzernen und Investment Banken mehrere Teams geleitet, Jahreseinkommen im 7-stelligen Bereich verdient und tausche mich tagein, tagaus mit professionals aus aller Welt ueber Finanzthemen, die Du vermutlich nicht mal einem Inhalt zuordnen koenntest, aus. Ich freue mich aber ausnahmsweise, auf eine Diskussion mit Dir.


    Lass von Dir hoeren.

    @ gruenundblau:


    (1) Kredite gibt es fuer attraktive Projekte und Kunden mit guter Bonitaet in ueblichem Groessenrahmen immer. Viele Projekte sind aber nicht attraktiv oder nur fuer den Kunden und nicht fuer die Bank (asymmetrische Risikoverteilung.. ein paar Beitraege weiter oben kurz angerissen). Unter solchen Bedingungen sind fuer Firmen u.U. auch solche Projekte mit negativen net present value (NPV) lohnend, was zunaechst voellig widerspruechlich klingt. Eine Firma, die bei Projektverlust von EUR 10 mio zahlungsunfaehig wuerde, interessiert es nicht, ob der Verlust letztlich EUR 10 mio oder EUR 30 mio betraegt. Die Bank i.A. schon. Kreditnehmer werden bei asymmetrischer Risikoverteilung i.A. risk seeking.


    Zudem sind nicht alle Projekte fuer Banken leicht verstaendlich und der Mehrwert durch Abschluss im Vergleich zum Aufwand nicht zwingend attraktiv. Banken wurden fuer zu leichtfertige Kreditvergabe kritisiert, jetzt sollen sie genau das wiederholen. Viele Firmen sollten nicht kuenstlich am Leben gehalten werden - der Markt bereinigt solche Misstaende, so traurig das fuer viele Existenzen ist.


    (2) Die P/E ratio ist in Verlustjahren unendlich bzw. mathematisch nicht definiert. Ein Wert von 1000 oder 100 laesst keineswegs Rueckschluesse auf eine Ueberbewertung zu.

    Komisch…?! Ich bin ja nur Freizeitökonom und dachte bisher, dass in der monetären Welt nur Preise vorkommen und der Begriff „Wert“ im ökonomischen Sinne vollkommen unbestimmt ist.
    ... klopft man dem „Wirtschaftswissenschaftler“ mit dem Hämmerchen der allseits geforderten Rationalität auf’s Oberstübchen, fällt er sofort in sich zusammen.


    Dann ist es doch schoen, dass Du heute dazulernen konntest. "Preise" beschreiben konkret vorhandene Kauf- bzw. Verkaufsgebote, wobei die Realwirtschaft sich ueblicherweise auf Verkaufsgebote beschraenkt und nur in der Finanzwelt auch Kaufgebote zu den Preise gehoeren. "Werte" hingegen beschreiben theoretisch oder zu erwartend realisierbare Kauf- bzw. Verkaufsgebote (nach langer Suche findet sich ein Preis, der dem Wert entsprechen sollte), oder imaginaere Kaufgebote, die jemand fuer den Erhalt bereits im Eigentum befindlicher Dinge zu bezahlen bereit waere (was ist der subjektive Wert von gutem Arbeitsklima? ).


    Werte sind dabei oft subjektiv, wenn auch in den meisten Faellen ein objektiver Anteil enthalten ist. In vielen Faellen sind Werte aber auch schlicht mathematisch zu berechnen ohne das es Preise gaebe.


    Preise sind per se nie subjektiv - credit risk das wegen Diversifikation subjektiv sein kann einmal ausgeschlossen.


    Preisfrage: Wieviele Suchergebnisse liefert Google fuer den Begriff "fair value" (=fairer Wert) im oekonomischen Kontext?

    Das ist so schoen an diesem Forum. Es bleibt facettenreich und wird dank teils sehr kreativer Argumente irgendwie nie langweilig. Auf eine Diskussion ueber Fuer und Wider eines Aktieneinstiegs wird nach ex post bestaetigtem "Fuer" einfach der Sinn von monetaeren Werten in Frage gestellt.


    ;)

    Danke, das wollte ich nur nochmal klargestellt bekommen.



    Du bestaetigst zudem, dass die Aktienpreisentwicklung weder fundamental bei den einzelnen Unternehmen noch makrooekonomisch begruendbar ist, weil Du als einzigen Grund die Liquiditaetsschwemme bei den Banken anfuehrst (auch wenn Du in Vergangenheit anders argumentiert hast). Das P/E des S&P duerfte bei 150 liegen und bei ruecklaeufigen Geschaeftsvolumen der Unternehmen ist das ein aeusserst riskanter Zock (noch riskanter als waehrend der Tech-Bubble wo P/Es von 100 wenigstens mit 100% p.a. Wachstum einzelner Unternhmen begruendbar waren), denn wer garantiert schon die Geldschwemme auf Ewigkeit. Irgendwann ist damit Schluss und dann zaehlen wieder die realen Firmenbewertungen und die realen Geschaeftsperspektiven. Ein Blick auf die makrooekonomischen Daten reicht aus, um festzustellen, dass eine nachhaltige realwirtschaftliche Prosperitaet, welche einen neuen Bullenmarkt rechtfertigen wuerde, alles andere als realistisch ist. Zudem erhoehen sich die politischen Risiken fuer solche Zocks erheblich, selbst im heutigen Mutterland des Kapitalismus. Sicher, wer auf solchen riskanten Zocks setzt, kann viel Geld verdienen, vorausgesetzt er realisiert die Gewinne auch rechtzeitig.


    Puh, Delphin sprach den Treiber Geldmenge an, den ich auf Seite eins als einen von vielen Kaufgruenden anfuehrte. Neben diesem einen (!) Kaufgrund gab es viele andere, u.a. die damals zu simpel in die Zukunft projezierte, kurzfristig eingebrochene Ertragslage vieler Unternehmen. Ich habe es Dir doch des oefteren schon erklaert aber in steter Regelmaessigkeit scheinst Du zu vergessen. P/E ratios sind uninteressant in Zeiten, in denen Gewinne massiv durch eine Krise einbrechen, weil Firmengewinne als stochastischer Prozess bisher immer (!) einer gewissen mean reversion gefolgt sind. Wenn Du nicht verstehst, was ich sage, dann sei doch zumindest so ehrlich. Aber alle paar Monate das gerade Gelernte wieder vergessen? Das macht eine Diskussion nicht leichter.


    Natuerlich beruhen die Kurssteigerungen auch auf fundamentalen Entwicklungen - primaer ist es aber die Erkenntnis, dass die fundamentals nie so schlecht waren wie im Tief durch die Kursniveaus impliziert. Es sind nicht nur die fundamentals, die sich gebessert haben, es ist auch die Wahrnehmung, die ein Stueck weit zur Realitaet zurueckgekehrt ist.

    Du sagst es selber, Buchgewinne auf Aktien sind eben Cash qualitativ nicht gleichwertig (die Bank kann den Qualitaetsunterschied sogar quantisieren). Genau das habe ich gesagt und etwas anderes habe ich nie behauptet. Deswegen muss ich hier nirgends einen Fehler eingestehen.


    In Deinem konkreten Beispiel von Aktien als Beleihungswert ist die Bank risikoavers, weil ein Wertverfall der Aktien bei Zahlungsunfaehigkeit des Anlegers eben die Bank trifft waehrend eine Wertsteigerung der Aktien nichts an dem fixen Kreditzins aendert und nur der Anleger profitiert. Ein klassisches Beispiel von asymmetrischer Risikoverteilung, deren Prinzip Studenten mit Schwerpunkt Finanzwirtschaft irgendwann im Hauptstudium lernen. Banken und intelligente Kreditnehmer antizipieren diese asymmetrische Risikoverteilung und im Ergebnis kommt es bei Deinem Beispiel zu dem beruehmten Abschlag auf risikobehaftete Sicherheiten.


    Das heisst aber ganz und gar nicht, dass Aktien mit Marktwert X deswegen weniger wertvoll als Cash im Wert von X waeren. Hier stimmt Deine Logik nicht mehr.


    Und nochmal (wir sind uns ja fast einig): Meine Gewinne sind bisher Buchgewinne. Vollkommen richtig. Sie sind nicht - wie vorher behauptet - "Luftgewinne" oder "keine Gewinne".


    GG

    Hallo Delphin,


    Danke fuer die Glueckwuensche.


    Ich hatte - anders als andere Menschen - zum Zeitpunkt des Aktiencrashes einen entscheidenen Vorteil. Ich war 30 und hatte relativ viele Ersparnisse. Somit war es fuer mich sekundaer, ob ich beim Timing daneben lag, weil ich theoretisch ausreichend Zeit und Geld habe / hatte, um eine in meinen Augen extrem ueberverkaufte Situation notfalls auch ins weitere Extrem auszusitzen. Natuerlich alles in Grenzen. Laenger als 20, 30 Jahre im Falle von sozialen Verwerfungen, Kriegen, etc. auf seinen alten Lebensstandard zu warten ist unschoen. Aber Kriege sind noch viel unschoener und Geld waere in solchen Extrema das letzte, das mich dann interessierte. Auch musste ich antizipieren, dass mein Vermoegen ueber die Jahre weiter durch diverse Einkommen wachsen wird und somit der Anteil des Aktienportfolios am Gesamtvermoegen bei nicht sofort steigenden Kursen stetig schrumpfen wird und ich mir 5 Jahre spaeter in den Hintern beissen wuerde, dass ich gemessen an meinem dann vorhandenen Vermoegen nicht damals noch deutlich mehr Aktien gekauft habe. Also zog ich kuenftiges Einkommen in die Gegenwart vor und schraubte meinen Verschuldungsgrad von damals Null auf ein noch immer sehr konservatives Niveau und kaufte auch fuer das Fremdkapital Aktien. Die Schulden (in verhaeltnismaessig geringer Menge) machten zudem bei erwarteter Inflation Sinn.


    Zu Deiner konkreten Frage nach den Geschaeftsbanken: Ich ging davon aus, dass die Notenbanken in aller Welt, wie schon Ende 2008 begonnen, weiter die Maerkte mit Liquiditaet fluten wuerden, ja. Bernanke hat viele Jahre als Professor gelehrt und sein Forschungsschwerpunkt war das Bekaempfen einer Deflation. Er widersprach (wie Friedman zuvor schon) der Ansicht von Keynes, dass es bei Liquiditaetsflutung in M1 zu einer sog. Liquiditaetsfalle kaeme weil Geschaeftsbanken die Zentralbankgelder nicht mehr an die Wirtschaftssubjekte durch Kredit weiterreichen wuerden. Bernanke hat schon vor Jahren klar gemacht, dass er notfalls die Geschaeftsbanken umginge. Ich widerspreche Dir aber, wenn Du sagt, die aktuellen Kurssteigerungen seien primaer oder gar ausschliesslich auf Kaeufe durch Geschaeftsbanken zurueckzufuehren. Das denke ich nicht. Teile der Zentralbankgelder bei den Geschaeftsbanken sind sicherlich auch in Aktien geflossen, aber eben nur Teile und m.E. sehr geringe Teile. Sehr viele Anleger waren zudem short und mussten liquidieren, also kaufen. Allein der short squeeze duerfte mindestens 1500 Punkte im Dax erklaert haben. Zudem sind - wie in den Anfangsseiten dieses Threads oft geschrieben - die meisten Fondgesellschaften voellig unterinvestiert in Aktien und werden auf kurz oder lang wieder einsteigen (muessen). Das tuen sie bereits. Es wird aber noch sehr viel hoehere Kurse geben, bevor alle diese Gesellschaften wieder ihre historisch ueblichen Aktienbestaende halten.


    Hoffe, diese Kurzantwort beantwortet Deine Frage ein wenig. Ja, ich habe diese Entwicklung aus den m.E. vorherrschenden Treibern / Gruenden erwartet.

    Gegenfrage an Tollar: Ist Dir Glaubwuerdigkeit in diesem Forum wichtig? Wenn nein, warum machst Du Dir dann so unsagbar viel Muehe, in weniger als 2 Jahren ueber 5000 Beitraege einzustellen, in denen Du konstant und sehr ehrgeizig eine bestimme Meinung mit gezielt ausgesuchten und hier reinkopierten Artikeln zu untermauern versuchst?


    Warum, wenn nicht, um Ueberzeugungsarbeit bei einer breiten Leserschaft zu leisten?


    Und braucht es genau dafuer nicht die besagte Glaubwuerdigkeit?


    Wo macht sich Juergen dann aber laecherlich?

    GG, Deine Buchgewinne bleiben Buchgewinne, dafuer kannst Du Dir nichts kaufen. Das sehen andere hier genauso. Seitenlange Abhandlungen aendern daran auch nichts.


    Immerhin redest Du nicht mehr von Luftgewinnen oder gar keinen Gewinnen. Buchgewinne sind es, selbstverstaendlich. Das habe ich auch nie bestritten - muesste ich doch dafuer meine geliebten Aktien verkaufen, von denen ich noch weiter einiges an Kurspotential erwarte.


    Schoen, dass Du wenigstens indirekt Deinen Fehler zugibst indem Du bei der Formulierung zurueck zu Tatsachen ruderst.


    ;)

    Tollar:


    Vielleicht ist es auch die Angst vor einem Verlust an Glaubwuerdigkeit, die Dich Fehler in Argumentationen notorisch bestreiten laesst. Immerhin scheinst Du ja eine sehr persoenliche Mission zu verfolgen wenn man sich Deine beinahe 5000 Posts in recht kurzer Zeit und das staendige Kopieren sehr einseitiger Berichte ansieht...


    Erinnert ein wenig an den User Thai Guru vor vielen Jahren. Auch er mochte es so gar nicht, wenn man Fehler in seiner sehr einseitigen (aber extrem fleissigen) Argumentation aufzeigte.


    Du wirst Deine Gruende haben.


    GG

    Welcher Gedankenfehler ? Buchgewinne sind eben noch lange kein Geld. Zwischen Koennen und Haben liegt eben ein gewaltiger qualitativer Unterschied. Welche Bank nimmt Dir Deine heutigen Buchgewinne als Sicherheit fuer einen Kredit mit der gleichen Bewertung ab wie einen Stapel Cash ? Sie wird auf die Buchgewinne Abschlaege einkalkulieren oder Du musst eben die Buchgewinne mit Taten zu Cash machen.


    Oh weiha... Waere ich doch nicht so bemueht, anderen Menschen Zusammenhaenge verstaendlich zu machen. Ich koennte meine Zeit vermutlich sinnvoller nutzen.


    Aber weil das hier ein Forum ist und der entstehende Multiplikatoreffekt durch Fortbestehen Deiner Uneinsichtigkeit u.U. auch andere "verbloedet", mache ich mir nochmal die Muehe.


    Du schreibst jetzt, Buchgewinne seinen noch lange kein Geld. Natuerlich sind sie das nicht. Aktien sind kein Geld, man kann sie aber in Geld wandeln. Deine Ursprungsaussage war, dass mein 50% Aktiengewinn tatsaechlich gar kein Gewinn sei bis ich nicht alles verkauft haette. Es seien "Luftgewinne". Wenn Du nachtraeglich Gewinne ueber tatsaechlich vorhandenes Geld (und nicht Werte, die jederzeit in Geld wandelbar sind) definierst, dann hast Du ueber eine sehr befremdliche Definition Deine Aussage gerettet. Nur wer ausser Dir nutzt diese eigenartige Definition? Wie ist es moeglich, dass Menschen auf aller Welt von einem Gewinn sprechen, wenn jemand im Preisausschreiben ein Auto gewinnt? Wie ist es moeglich, dass man im Casino von Gewinn spricht, wenn tatsaechlich nur Plastikchips gewonnen werden und diese an der Kasser erst noch in Geld umgewandelt werden muessen? Wie ist es moeglich, dass Menschen eine Kreuzfahrtreise "gewinnen" koennen? Deine eigenartige Definition von Gewinn, nach der Gewinn (und ja auch Verlust) nur entsteht, wenn tatsaechlich ein gesetzlich anerkanntes Zahlungsmittel gewonnen oder das vermeindlich "Gewonnene" in dieses Zahlungsmittel umgewandelt wurde, solltest Du ueberdenken....


    Jetzt zu Deiner etwas amuesanten Frage nach der Banksicherheit. Natuerlich nimmt eine Bank ein sich in Geldeinheiten veraenderndes Gut (wie z.B. Aktien) im Tausch gegen eine konstante Anzahl solcher Geldeinheiten nur mit einem Abschlag als Sicherheit, denn steigt das Gut in Geldeinheiten, hat nicht die Bank sondern nur der Eigentuemer etwas davon, faellt es aber in Geldeinheiten, so sink das Geldeinheiten-Aequivalent u.U. unter die fixe Anzahl verliehener Geldeinheiten und die Bank erleidet u.U. Verlust. Deswegen sind Aktien zum Marktpreis von 100.000 EUR aber immer noch 100.000 EUR Wert. Bis sie sich im Wert veraendern. Du erinnerst? Die stetige Funktion der Zeit. Und eben keine Treppenfunktion mit lauter Nullen und ploetzlichen Spruengen bei Veraeusserung auf Eins.


    Tollar, bist Du psychologisch in der Lage, einen Fehler einzugestehen? Oder gehoerst Du zu der Art von Menschen, die sich solange rausreden bis auch der geduldigste Mensch das Interesse an einer Unterhaltung verliert?

    Das weiß auch der Goldbug alles. Aber es gibt nun mal keinen Sachwert, der eine so hohe Wertdichte hat (Platin und andere Metalle haben eine noch höhere, aber sind nicht so liquide....), so beständig ist, so liquide ist, so mobil ist und international so universell akzeptiert ist. Das können Kochtöpfe nicht leisten, Dachziegel auch nicht, keine Kunstgegenstände schaffen das und auch sonst absolut nichts, was im Warenkorb für die Inflationsmessung so drin ist. Selbst Aktien erfüllen die Kriterien nicht, und waren in der Vergangenheit auch noch lausige Inflationsschützer. Das ist der Hauptpunkt. Gold ist in diesem Sinne eben fast wie Bargeld von der Praktikabilität her, nur eben gleichzeitig Sachwert. Eben, Gold ist Geld....


    Richtig Xray, der Goldbug weiss das im Normalfall. Und er weiss auch um die vom Inflationsschutz unabhaengigen Vorteile von Gold, die ich keineswegs bestreite. Du hast die meisten dieser Punkte genannt, Gold hat eine hohe Wertdichte (es laesst sich also leicht verstecken), es ist mobil (man kann mit seinem Gold also bei Bedarf auf die Flucht) und es ist global als Wert an den allermeisten Orten anerkannt.


    Aber nochmal zur Klarstellung: Diese spezifischen Vorteile von Gold (im Vergleich zu Haeusern, Grundstuecken, anderen Rohstoffen, etc) sind vom Inflationsschutz als solches unabhaengig und dafuer nicht von noeten. Ja, Gold ist ein universell nuetzliches Material aus all den genannten Gruenden. Es hat genauso auch Nachteile gegenueber z.B. Ackerland, das Nahrung oderWald, der Schutz oder ein Haus, das Waerme und Beharrlichkeit bietet. Das alles geht aber am Thema und der Aussage vom User anwir vorbei, der behauptete, Gold sei der einzige Inflationsschutz ueber einen Zeitraum von 10 Jahren. Das ist schlichtweg falsch und bereits insich mit der Definition von Inflation widerspruechlich.


    Nochmal: Inflation betrifft im Normalfall alle Waren und somit schuetzen im Normalfall auch alle Waren vor Inflation. Einige laenger (haltbare Waren) und flexibler (liquidierbare Waren) als andere. Natuerlich gibt es in einer Inflation auch immer Waren die deflationieren - das ist theoretisch aber auch fuer Gold moeglich wenn auch unwahrscheinlich.