Hallo Lord Excalibur,
Dein Prof fuer Finanzwirtschaft sollte sich mal mit eurem Prof fuer Psychologie zusammensetzen, dann kommt er vielleicht zum Schluss, dass Boerse a) viel mit Psychologie (Herdenverhalten, Panik, Gier, etc.) zu tun hat und eben durch dieses Verhalten auch beeinflusst wird, dass b) viele Marktteilnehmer ein aehnliches Verhalten z.B. beim Setzen von Stop Loss Kursen aufweisen, und dass c) im Endeffekt allein der Glaube vieler an solche Zusammenhaenge die technische Analyse zur sich selbst erfuellenden Prophezeiung werden laesst.
Allerdings sind m.E. technische Analysen (die nabenbei gesagt nicht auf die Analyse von Preischarts begrenzt sein muessen, sondern auch open interest, gehandelte Volumina, etc. quantitativ erfassen sollten) nur fuer kurz- bis maximal mittelfristige Rueckschluesse hilfreich und aussagefaehig.
Ich kenne viele Haendler, die mit dem Tool der technischen Analyse seit Jahrzehnten ihre Handelsstrategien erfolgreich verfeinern & verbessern.
50/50 ist lachhaft.
Im uebrigen koenntest Du Deinen Prof auf den Unterschied zwischen Boersenkurs einerseits und dem fair value der Aktie andererseits hinweisen. Der vollkommene Kapitalmarkt, den wir Volkswirte so gern aus Simplifizierungsgruenden unterstellen, ist und bleibt eine Modelvorstellung.
schoene Gruesse an die Uni!