Beiträge von ghost_god

    Hallo Reaf,


    ja, behalte die Aktie ruhig auf Deiner Watchlist, bedenke aber dabei bitte immer, dass Charts bei solch extrem marktengen Werten wenig Aussagekraft haben. Die AEG vervielfachte sich damals innerhalb weniger Wochen und sah charttechnisch sicherlich interessante aus - bei solchen Pennystocks sollten aber immer die Fundamentaldaten ausschlaggebend fuer ein Engagement sein.


    Von diesem Dr. Tyrwhitt habe ich noch nie gehoert, doch bleibt sicherlich fraglich, ob er wirklich ein "Experte" auf irgendeinem fuer die Firma relevanten Gebiet ist, oder ob er nicht nur die Reputation durch seinen Dr.-Titel etwas aufbessern soll...


    Ich waere wie gesagt an Deiner Stelle sehr, sehr vorsichtig bei diesem Wert. Nebenbei gesagt... die Firma scheint nicht mehr als 5-10 Mitarbeiter zu haben.



    Gruss,
    Ghost_God

    Hallo Reaf,


    von einem Investment in Orchid Capital kann ich Dir nur dringend abraten. Die Firma war vor vielen Jahren unter dem Namen Adelong bekannt, bis dieser das Listing an der australischen Boerse (und damit auch an der deutschen) seitens der australischen Boersenaufsicht (wegen strafrechtlicher Ermittlungen gegen den damaligen Vorstand) untersagt wurde. Clive McKee und irgendein Mr. Manners waren Drahtzieher eines Betrugsskandals, der selbst in Deutschland fuer Schlagzeilen sorgte - da wohl gerade in Deutschland viele Anleger (oder besser: naive Wunschmillionaere) zu den Geschaedigten zaehlten.


    Eine Kapitalerhoehung noch vor Wiederaufnahme des Handels sollte ein letztes mal Geld in die Taschen der Vorstaende spuehlen - danach gab es eine Namensaenderung zur heutigen Orchid Capital, wohl um neue Anleger mit neuer "Fassade" teuschen zu koennen. Serioes duerfte in diesem 10 Mann-Laden niemand sein - glaub mir.


    Ein alter Freund von mir hat letztes Jahr im Sommer in London als Zeuge gegen Mr. Manners und Mr. McKee ausgesagt. Er war einer der Geschaedigten - das Verfahren laeuft m.E. noch.



    Gruss,
    Ghost_God



    P.S.: Wenn es die naeher interessiert, informiere Dich im Internet ueber Adelong und deren duestere Vergangenheit. Man kuendigte damals die Umstrukturierung von einer Minengesellschaft zur Venture Capital Gesellschaft an und versprach sich eine Verhundertfachung der Boersenkapitalisierung. Das Internet duerfe voll von Informationen zu diesem "Schuppen" sein.

    Die Dresdner Bank z.B. ist meines Wissens nach ohnehin long in physischem Gold, kann also aus dem Bestand liefern (allerdings ordert die kleine Filiale sicherlich in Frankfurt).


    Sparkassen lassen sich das physische Gold im Allgemeinen von ihrer zugehoerigen Landesbank liefern, die wiederrum lassen es direkt von der Bundesbank anliefern. (Die wenigsten Sparkassen / Landesbanken haben physisches Gold / Silber vorraetig - wird alles bei der Bundesbank in Frankfurt bestellt und geliefert).


    Wie es bei anderen Banken wie z.B. der Commerzbank, etc. aussieht, kann ich nicht sicher sagen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit besteht bei denen aber keine nennenswerte physische Longposition, so dass auch dort die Kundenorder bei der BuBa bestellt wird.


    Und die BuBa duerfte ausreichend (zumindest im derzeitigen Szenario) physische Reserven haben - auch wenn vieles durch Leihgeschaefte nicht im Besitz ist. Wenn die Deutsche Bundesbank Nachschub braeuchte, stuenden andere Zentralbanken (allen voran die Bank of England) sicherlich bereit, auszuhelfen. Zum Zwecke des Anscheins von nahezu unbegrenztem Angebot wird auch keine Zentralbank die andere vor den Kopf stossen.



    Hinweis: Die genannten Fakten beziehen sich im uebrigen bereits auf kleine physische Kundenorders in Form von z.B. 10 Unzen Gold. Selbst solche kleinen Mengen sind selten vorraetig.

    @ Silverdiscount:


    Zitat

    1oz Gold Panda Jahrgang 2004: Preis: 375 Euro/Stück


    Die Dresdner Bank verkauft 1oz Gold Panda 2004 fuer ca. 15 Euro weniger. Warum also bei Ihnen kaufen? Ich habe im uebrigen kuerzlich erst einige solcher Muenzen bei einer grossen Filiale der Dresdner Bank gekauft, ohne bei dieser Bank ein Konto zu haben - voellig anonym und wie Sie sehen duerften, wesentlich guenstiger als bei Ihnen.


    Wer erwegt, bei Silverdiscount Gold Panda zu kaufen, kann mich also gerne vorab ansprechen - ich erlaube mir den "Spass" auch mit kleinerer Gewinnmarge und wenn gewuenscht sogar mit Selbstabholung bei der Dresdner Bank... (aber Ueberweisung natuerlich an mich...)


    Leute gibt's.......

    @ Ulfur und @ Thom:


    Ich habe den Eindruck, dass wir aneinander vorbeireden. Dem was ihr sagt, widerspreche ich gar nicht - im Gegenteil, ich stimme euch zu!


    Doch hat sich eure Aussage recht weit von dem entfernt, was urspruenglich Mr. Morgan formulierte. Er sei hier nocheinmal zwecks Klarheit zitiert:


    Zitat

    If they get X amount of silver out of the ground, and the primary resource is copper, and that is what that are in business to mine, they will sell the silver right on the spot market for whatever it brings regardless of the price…………..That is one of the fundamentals I believe, that has helped to keep the price lower than it's fundamental or its equilibrium price.


    Meine Kritik galt von vornherein dem rot markierten Satz, also der Aussage, dass der Silberpreis unter seinem fundamental gerechtfertigten Gleichgewichtspreis stehe, und sich dies in dem Verhalten von Minengesellschaften begruende, die Silber nur sekundaer foerdern. Dies ist wirtschaftswissenschaftlich schlicht inkorrekt - da laesst sich nichtmal verschiedener Meinung drueber sein.


    Etwas anderes ist das, was ihr beide sagt. Naemlich konkret, dass der Silberpreis aufgrund des angesprochenen Verhaltens der "sekundaeren Silberproduzenten" tiefer steht, als er es ohne sie taete. Klar, es gibt tausend Gruende, warum Silber da steht, wo es steht und etliche Einflussfaktoren wirken kurssteigernd, andere wiederum kursdrueckend - so ist die Wirtschaft nunmal. Damit ist das Rad aber nicht neu erfunden....


    Erkennt ihr den Unterschied zwischen eurer Aussage und der von Mr. Morgan?


    Gegenueberstellung:


    Ihr (und ich) sagt: Gleichgewichtspreis (unter Einbezug allen Angebots und aller Nachfrage) = Marktpreis


    Mr. Morgan sagt: Gleichgewichtspreis > Marktpreis




    Also lasst uns nicht weiter aneinander vorbeireden, dafuer habt weder ihr, noch ich die noetige Zeit. Mr. Morgan irrt, ihr habt recht und die meisten hier sind ein wenig schlauer... ;)


    ghost_god

    Hallo Thom,


    kurz meine Meinung dazu:


    Zitat

    Mr. Morgan's Aussage lautet also: die Tatsache, dass die Minen, welche Silber als Nebenprodukt am Markt verkaufen, für dieses keinerlei Preissensitivität haben und es also sozusagen zu jedem Preis auf den Markt werfen, habe mit zur tiefen Bewertung von Silber in den letzten Jahren beigetragen. Da das meiste Silber als Nebenprodukt gefördert wird, macht diese Aussage auch etwas mehr Sinn, als Deine Folgerung, was Mr. Morgen sagen wolle


    Ich sehe keine Bedeutung in der Preissensitivitaet des einen oder des anderen Wirtschaftssubjektes bei der Bildung eines Gleichgewichtspreises. Die Vermutung, die fehlende Preissensitivitaet eines potentiellen Verkaeufers fuehre zu tieferen Preisen impliziert, dass der Verkaeufer besser stuende, wenn er nicht zum Zeitpunkt x sondern zum Zeitpunkt x+1 verkaufte. Diese Aussage kann so aber nicht getroffen werden.Es ist ungewiss, wo der Preis fuer Silber zum Zeitpunkt x+1 stehen wird, bekannt ist nur, dass er aktuell (zum Zeitpunkt x) beim Marktpreis liegt.


    Warum sollte also ein Verkaeufer von Silber auf den Preis spekulieren und es nicht unmittelbar zum aktuellen Marktpreis verkaufen?


    Diese wirtschaftswissenschaftliche Milchmaedchenrechnung liesse sich natuerlich auch von der anderen Seite betrachten. Man koennte also ebenso gut behaupten, dass der Silberpreis zu hoch stehe, da einige potentielle Verkaeufer von Silber zu preissensitiv sind und bisher nicht zu den aktuellen Marktpreise verkaufen, da sie auf hoehere Preise hoffen. Taeten sie es allerdings, stuende der Preis wesentlich tiefer - somit (Mr. Morgan's und Deiner Logik folgend) liegt der Gleichgewichtspreis also unter dem Marktpreis, richtig? ;)


    Du siehst, der Gleichgewichtspreis liegt dort, wo das gesamte Angebot und die gesamte Nachfrage bedient werden. Einem Teil der Anbieter fehlende Preissensitivitaet vorzuwerfen ist wenig interessat fuer die obige Feststellung. Es wird ja nicht unter Marktpreis, sondern zum Marktpreis verkauft...




    Gruss,


    ghost_god

    Bevor ich es vergesse...


    @ User Schuldenblase:


    Du schuldest dem Forum nach wie vor eine Erklaerung zu den Statements Deines Gurus, die ich widerlegte... Ausser Beleidigungen habe ich von Dir nichts gelesen.


    Wie waer's mit Fakten zu dem, was ich widerlegte?


    Wo wird an der Comex gegen Boersengesetze verstossen?


    Wieso sollten Regulierer eingreifen?




    Bin gespannt, ob Du Dich aus Deiner Schweigsamkeit zum Thema befreist... ;)



    ghost_god

    Hallo Spieler,


    Ich moechte Mr. Morgan kurz zitieren:


    Zitat

    But, if you study the facts, what you will find is that there are huge short positions in the commodities market. The commodities market doesn't care, if it's real silver or paper silver. Most commodities contracts are never, ever taken delivery upon. In other words, 98% of all paper trades that tae place in any commodity, corn, wheat, gold , Silver, platinum, it doesn't matter. It could be anything in th financial market, T-Bonds, T-Bills, any of those markets, about 98%, they are just paper trades.


    Vieles von dem, was all diese "Extrem-Bullen" ueber Silber sagen, ist sicherlich richtig. Doch interessanterweise vergessen sie regelmaessig, auch die Nachteile eines Silberinvestments anzusprechen. Rosarote Brille beim Leser unterstellt, laesst sich soein Gerede selbstverstaendlich prima verkaufen, doch wo ist die Objektivitaet fuer den aufgeklaerten Investor? Diese vermisse ich leider nur all zu oft.


    Mr. Morgan schreibt im obigen Zitat:

    Zitat

    It could be anything in th financial market, T-Bonds, T-Bills, any of those markets, about 98%, they are just paper trades


    Tja, da frage ich mich aber, wie er die anderen 2% beim Handel von Treasury Bonds bezeichnen wuerde... Festverzinsliche Wertpapiere sind nunmal Finanzkontrakte, die in elektronichem "Papiergeld" gehandelt werden... Er haette sein Beispiel auf die Rohstoffe (Commodities) begrenzt lassen sollen, dann waere es richtig gewesen - doch warum nicht einfach die Aussage auf den gesamten Finanzmarkt erweitern, wenn's doch der Grossteil der Leser ohnehin nicht merkt und man damit die Lage ums Silber vielleicht noch etwas dramatischer beschreiben kann? ;)



    Und noch ein Zitat aus seiner Feder:


    Zitat

    If a company is mining copper and they produce silver as a by-product, they look at it as a slight bonus, and they take a credit. If they get X amount of silver out of the ground, and the primary resource is copper, and that is what that are in business to mine, they will sell the silver right on the spot market for whatever it brings regardless of the price. Then they will take that money and apply it to the mining cost of the primary element that they are after, which is copper. That is one of the fundamentals I believe, that has helped to keep the price lower than it's fundamental or its equilibrium price.


    Also um es in wenige Worte zu fassen: Mr. Morgan sagt, die Tatsache, dass auch solche Minengesellschaften gefoerdertes Silber verkaufen, deren Hauptgeschaeft es eigentlich ist, andere Rohstoffe zu foerdern, haette dazu gefuehrt, dass der Silberpreis tiefer stuende, als er eigentlich stehen muesste...


    Er nimmt sogar das Wort "Equilibrium price" in den Mund, was auf deutsch Gleichgewichtspreis heisst. Der Gleichgewichtspreis, so sagt er, stuende in Wahrheit hoeher und der Hauptgrund, weswegen der Marktpreis unter diesem Gleichgewichtspreis (der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt) laege, seien die Minengesellschaften, die die Frechheit besaessen, gefoerdertes Silber am Markt zu verkaufen, obwohl sie es doch gar nicht als Hauptprodukt foerderten. Das ist wirklich eine der peinlichsten Aussagen, die ich lange gelesen habe! Der Gleichgewichtspreis liegt noch immer dort, wo das gesamte Angebot und die gesamte Nachfrage bedient werden.


    Das ist ja so, als ob ich behauptete, dass die Telekom Aktie eigentlich viel hoeher stehen muesste, nur weil es Leute gibt, die sie kaufen koennten, es aber aus irgendwelchen Gruenden nicht tun. Wenn sie es aber taeten, stuende sie auch hoeher, deshalb liegt der Gleichgewichtspreis der Telekom Aktie natuerlich viel hoeher, als der Marktpreis - man koennte fast von Manipulation sprechen... ;) ;) ;)






    Ich kann mir nicht helfen, doch die meisten dieser selbsternannten Gurus, die ihr Geld mit dem Verkauf von Newslettern oder Aehnlichem verdienen, sind weder objektiv, noch faktisch korrekt in Ihren Aeusserungen. Ich komme mir fast vor, wie zu Zeiten des Neuer-Markt Boomes, als jeder Busfahrer "Der Aktionaer" las und die "Kaufen, Kaufen"-Parolen immer munter als die einzige und unumstoessliche Wahrheit genommen wurden. Objektivitaet und kritische Worte waren damals wie heute oft unerwuenscht.




    Gute Nacht Forum (und das meine ich in zweierlei Hinsicht!),


    ghost_god

    Hallo Ulfur,


    Future Geschaefte verbriefen im Allgemeinen die Pflicht zur Anlieferung physischer Ware (es gibt Ausnahmen, z.B. im Energy Sector wird teils beim Future von vornherein nur das Financial Settlement vereinbart, physische Lieferungen werden hier ueber die Forward Geschaefte abgewickelt). Dass diese Pflicht aber durch vorzeitiges Schliessen der jeweiligen Position nicht zwangslaeufig zur Lieferung fuehren muss (und in der Praxis auch zum ueberwiegenden Teil nicht tut), ist logische Konsequenz aus dem Handel socher Finanzkontrakte.


    Natuerlich hat der Grossteil der Future-Haendler kein Interesse, physische Ware zu liefern / geliefert zu bekommen! Aus Absicherungsgeschaeften wurden ueber die Jahre z.T. Spekulationsgeschaefte - es wird wohl kaum ein Spekulant Interesse an einer Grosslieferung von Schweinebaeuchen haben, wohl aber evtl. an der Partizipation von Preisveraenderungen.


    Was Butler versucht, ist das Unwissen der Massen zu eigennuetzigen Zwecken zu nutzen. Zwecke, die wenig mit Idealismus, denn vielmehr mit egoistischem Materialismus zu tun haben duerften. Eine breite Zuhoererschaft ist dem gewiss, der in den Chor der Dummen einstimmt. Das war schon immer so und wird leider auch immer so bleiben - aendert allerdings nichts an der Moral der Geschicht...




    In diesem Forum herrscht faelschlicherweise nach wie vor die Meinung, Silber sei deshalb unterbewertet, weil die Nachfrage an den Futuremaerkten physisch nur schwer bis gar nicht bedient werden koennte. Was aber immer wieder uebersehen wird, ist die Tatsache, dass kaum jemand auf der Welt ein grosses Interesse an einer solchen physischen Massenanlieferung hat. Es gilt lediglich, das Papiergeld im Papiergeldsystem zu vermehren. Und genau nach diesem Prinzip denken auch 95% der Forumsmitglieder, ohne es jedoch konsequenterweise auf Ihr Investment gedanklich uebertragen zu koennen. Sie kaufen Aktien, kaufen Zertifikate. Sie handeln mit Optionsscheinen an der Euwax oder mit Optionen an der CBOT (wage ich mal zu bezweifeln). Doch kaum einer laesst sich 500kg Silber physisch anliefern - wozu auch? Steigt das Silber im Wert, laesst sich noch immer schwer das neue Auto fuer die Frau davon kaufen. Erhoeht sich hingegen der Kontostand in dem hier achso verachteten Papiergeld, ist es ploetzlich ein Leichtes, dieses gegen Waren zu tauschen.....


    Gold und Silber dienen physisch hoechstens der Werterhaltung des eigenen Vermoegens, wenn das Papiergeldsystem irgendwann einmal wieder kollabiert. Es macht aber wenig Sinn, bis dahin nicht seinen Nutzen aus Papiergeld zu maximieren - nur weil man glaubt, irgendwann mit seiner Absicherung recht behalten zu muessen. Das eine hat mit dem anderen also wenig zu tun.



    Schuldenblase ist mir nach wie vor eine Erklaerung zu Butlers Aeusserungen schuldig - mal sehen, was er zu erzaehlen hat...


    Schoene Gruesse,


    ghost_god

    schuldenblase:



    -> Dann erklaere mir doch bitte, inwieweit die Boersenrichtlinien an der Comex verletzt werden, wie es der von Dir offensichtlich hoch angesehene Mr. Butler behauptet...


    Bitte gleich mit Paragraphen, wenn moeglich...
    Und solltest Du wider Deines Erwarten feststellen, dass Dir diese Erklaerung nicht moeglich ist, dann nimm es mir bitte nicht erneut persoenlich uebel, die inhaltlichen Entgleisungen Deines Idols als solche entlarvt zu haben.


    Mr. Butler spricht vom "papertrading", das angeblich fuer die Preisfindung des Rohstoffes Silber verantwortlich sei. Du amuesierst mich, wenn Du dieses Gerede glaubst - nur weil es zu Deinem Portfolio passt... Tue Dir und mir einen Gefallen und schau mal im Lexikon unter "Backwardation" nach. Der Begriff stammt urspruenglich uebrigens von den Edelmetallmaerkten und beschreibt die Situation, in der der Spot Preis fuer einen Rohstoff (fuer dessen physische Lieferung also)ueber dem entsprechenden Future Preis notiert (im umgekehrten Fall spricht man im uebrigen vom sog. Contango).


    Der Preis fuer physisches Silber setzt sich aus ausschliesslich zwei (!) Komponenten zusammen: Aus physischem (!) Angebot und aus physischer (!) Nachfrage. Stuende der Gleichgewichtspreis fuer physisches Silber aber ueber dem Futurepreis, so liesse sich dies nicht durch Futureverkaeufe beeinflussen - es kaeme schlicht zur Backwardation, bis der Futurepreis dem Spotpreis folgte.



    So Schuldenblase, jetzt denke bitte in Ruhe ueber die Zusammenhaenge nach, dann recharchiere ein wenig (falls noch nicht verstanden) und zeige mir, wo an der Comex - wie es Butler behauptet - gegen das sog. commodity law verstossen wird.





    Gruss,


    ghost_god

    Kleiner Nachtrag, weil das Thema die gemeinsame Grundhaltung in diesem Forum treffen duerfte...


    Habe mich heute laenger mit einem Taxifahrer unterhalten, dessen Familie aus den USA kommt und dort auch zu grossen Teilen noch lebt. Er selbst kann es bis heute nicht verstehen, mit welcher Selbstverstaendlichkeit in den USA auf Kredit konsumiert wird. Die meisten seiner Bekannten haben weder gute Jobs, noch irgendwelche Ersparnisse - aber Kreditkarten, und davon gleich eine ganze Hand voll. Seinen Ausfuehrungen zufolge werden in den USA auch solchen Menschen, die in der Vergangenheit mehrfach in Zahlungschwierigkeiten geraten sind, Kreditkarten grosszuegig angeboten - nicht so in Deutschland. Er erzaehlte mir, dass viele seiner Freunde aus Housten seit vielen Jahren keinen US-Dollar mehr in der Hand gehalten haetten - ob dies eine Uebertreibung zwecks Unterstreichung der Aussage gewesen ist, oder tatsaechlich der Wahrheit entspricht, spielt vermutlich nicht einmal eine grosse Rolle...


    Sicherlich ist dieser Zustand fuer niemanden hier neu, doch scheint es mir mehr und mehr ein Verstaendnis der breiten Bevoelkerung zu geben - zumindest im Ansatz!


    Tatsache ist, das Schuldenmachen weitet sich rasant aus, die Schulden wachsen und damit die Notwendigkeit nach Absicherung vor zwingend steigenden Inflationsraten!


    Und solange dies nicht jeder verstanden hat, ist ein Forum wie dieses eine vernuenftige Idee, eine Idee, der wir durch unsere Beitraege erst Gestalt geben - also besinnt euch doch bitte eures Alters und lasst den Kinderkram um all die Abschiedstrauer!



    Gute Nacht,


    ghost_god

    @ yoyo:
    keine Angst, ich bin nach wie vor anwesend und werde dies auch bleiben.. bin verwundert ueber das kleinkinderhafte Spektakel, das wir hier "erleben" duerfen..


    @ Skeptiker:
    kann mich Deinen letzten Ausfuehrungen nur anschliessen - ohne jede Abgrenzung...


    @ humm:
    Zum Artikel vom selbsternannten "Fachmann" Theodore Butler sei gesagt, dass der Inhalt - wie bei ihm ueblich scheint - nur bedingt der Wahrheit entspricht und eher dem Eigeninteresse der Selbstdarstellung dienen duerfte. Ich kann mich an Aussagen dieses Herren erinnern, die in Ihrer Fehlerhaftigkeit der eines zufaellig ausgewaehlten Kleinkindes erinnerten (und der eine oder andere ehemalige selbsternannte Guru dieses Forums verteidigte diesen Unsinn dann auch noch...) ?(


    In diesem von Dir kopierten Artikel spricht Butler u.a. vom "commodity law", was uebersetzt soviel wie "Rohstoff-Gesetz" bedeutet. Angeblich duerften Rohstoffpreise nicht durch (wie er es formuliert) "paper trading" zustande kommen.


    Hier das Zitat:


    Zitat

    We go up in gold and silver because of paper trading on the COMEX, and we go down because of paper trading on the COMEX. This COMEX paper trading dictates the price of gold and silver. This will be true even (I should say especially) if the dealers are forced to cover their paper shorts and the price explodes. According to commodity law, it is illegal for paper trading to set the price. Where are the regulators?


    Ich weiss ehrlich nicht, ob ich solche Aussagen muede laechelnd ignorieren, oder bei der anhaltend hohen Publikations-Frequenz dieses Moechtegern-Fachmanns regelmaessig auf dreiste Unwahrheiten hinweisen sollte......? Dieser Mann scheint bis heute nicht begriffen zu haben, dass Future-Geschaefte (ob an der Comex, der CBOT oder sonstwo) im Rohstoffhandel nichts als physische Liefergeschaefte darstellen, die lediglich zwecks Einfachheit meist zum financial settlement ohne Anlieferung fuehren. Wo der Herr Butler hier eine Verletzung der einzelnen Boersenrichtlinien sehen will, ist mir schleierhaft.


    @Goldseiten / Administrator:


    Teile Deine Meinung bzgl. http://www.goldseiten.de und dessen Ausgestaltung.


    @ all:
    zurueck zur Tagesordnung bitte.... danke!



    Schoene Gruesse,


    ghost_god

    Meine Meinung: Viel Wirbel um Nichts.


    1) Wer wie u.a. der User Thaiguru beinahe paranoid auf den Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems hofft, nur damit das eigene Investment im Wert steigt und so vermeindlicher Reichtum der Ausweis der persoenlichen Rechthaberei werden kann, irrt in seinem Eifer und verdient allerhoechstens Mitleid.


    2) Ueber die "richtige" Geldpolitik laesst sich streiten. Das "Papiergeld-System" aber pauschal als falsch zu bezeichnen, nur weil es aufgrund menschlicher Psychologie immer wieder von der Expansion zum Zusammenbruch fuehrt, ist toericht und wenig wissenschaftlich.
    Durch das Papiergeld-System wird sicherlich volkswirtschaftlich betrachtet viel Arbeit ohne Gegenleistung verrichtet, doch die spaetere Einsicht dieses Umstandes scheint oft besser, als die von vornherein gewaehlte Stagnation. Das Thema Geldpolitik ist wesentlich vielschichtiger, als stumpfe Propaganda ala "GATA" es darzustellen versucht. Marktmanipulation ist im uebrigen auch nicht pauschal zu verurteilen. Die Oberflaechlichkeit vieler Gold-Pushversuche traegt dieser Thementiefe nicht im Geringsten Rechnung - und Thaiguru duerfte diese Oberflaechlichkeit auf die Spitze getrieben haben.


    3) Wie bestreitet der User Thaiguru und seine GATA-Gurus ihren Alltag ohne Papiergeld? Verweigern sie sich ihm ebenso konsequent, wie hier der Fortgang aus dem Forum "vermarktet" wurde? Weigern sie sich, ein Giro-Konto zu fuehren und im Supermarkt mit Bargeld/Kreditkarte zu zahlen? Versuchen sie etwa seit Jahren, ihre Steuerlast in Form kleiner Goldmuenzen ans Finanzamt zu entrichten? Vergeblich?


    inkonsequent...

    Gute Frage. Da jedes Land, das der Waehrungsunion beigetreten ist, einen fixen Wechselkurs zwischen ihrer jeweiligen alten Landeswaehrung und dem Euro festlegten, muesste folglich ein 2000 Schilling Philharmoniker einen festen Euro-Betrag verbriefen.


    Sind aber nur meine logischen Schlussfolgerungen - sicher bin ich mir nicht.


    Gruss.

    Prince:


    Zitat

    Denn das ist eigentlich nicht die uebliche Handelsgroesse fuer Barren.


    Sicherlich laesst sich ueber die Definition von "ueblich" streiten, doch sind die 12.50 kg Goldbarren absoluter Standard fuer physische OTC Geschaefte z.B. in London. Handelseinheit ist zwar 1OZ, doch delivery findet ueblicherweise in 12.50 kg Barren statt.


    Die 1 kg Versionen sind eher was fuer kleinere Privatleute.



    Schau einfach mal unter http://www.lbma.org nach (The London Bullion Market Association). Hier ein Zitat aus deren Statuten:


    Unit for Delivery of Loco London Gold


    This is the London Good Delivery gold bar. It must have a minimum fineness of 995.0 and a gold content of between 350 and 430 fine ounces with the bar weight expressed in multiples of 0.025 of an ounce - the smallest weight used in the market. Bars are generally close to 400 ounces or 12.5 kilograms.


    Unit for Delivery of Loco London Silver


    This is the London Good Delivery silver bar. It must have a minimum fineness of 999 and a recommended weight between 750 and 1,100 ounces, although bars between 500 and 1,250 ounces will be accepted. Bars generally weigh around 1,000 ounces.



    Gruss,


    ghost_god

    Und hier noch ein aelterer Bericht aus Focus-Money dazu:


    30.09.2004
    Neue Garantiezert. mit Kapitalschutz
    FOCUS-MONEY


    Wie die Experten von "FOCUS-MONEY" berichten, hat die Société Générale zwei neue Garantiezertifikate mit Kapitalschutz emittiert.


    Die Rohstoffe würden zwar zur Zeit steigen, doch die Preisschwankungen seien hoch. Aus diesem Grund habe die Société Générale zwei neue Produkte mit Kapitalschutz lanciert, um auch konservativen Investoren die Gelegenheit zu geben hier zu investieren. Die Anleger würden als Rückzahlung in vier Jahren 1.000 Euro plus die vollständige Partizipation am Anstieg eines Rohstoffkorbs erhalten. Es bestehe die Möglichkeit zwischen zwei Varianten zu wählen. Zum einen gebe es den SG-Commodity-Basket (ISIN DE000SG093E0/ WKN SG093E). Er beziehe sich auf Gold, Platin, Aluminium, Kupfer und Rohöl. Zum anderen gebe es das SG-Industriemetall-Zertifikat (ISIN DE000SG093D2/ WKN SG093D). Hierin enthalten seien Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel.




    Quelle: http://www.optionsscheinecheck.de