Aber ich würde dies nicht ständig in den Hauptfokus rücken und damit alle anderen Szenarien ausblenden!
Zusammengefasst ist der AKW-Supergau das gefährlichste und ernstzunehmenste Szenario, da es jeden trifft und die Folgen verheerend sind. Allerdings ist es auch fast das einzigste Szenario, gegen das man als Normalsterblicher NICHTS unternehmen kann! Daher ist es nahezu sinnlos, sich derartig damit zu befassen, dass man garnicht mehr dazu kommt, sich auf andere, ebenfalls wahrscheinliche Szenarien vorzubereiten.
Ich habe das AKW-Szenario genau im Auge, aber das heißt nicht, dass ich die anderen Szenarien deswegen ausblende.
Aber das AKW-Szenario bekommt hier im Forum meiner Ansicht nach zu wenig Aufmerksamkeit, daher erwähne ich das Thema hin und wieder. Genauso wie es Wayne Schlegel noch viel öfter macht.
Die Vorbereitungen auf die verschiedenen Szenarien schließen sich zudem auch garnicht gegenseitig aus.
Nur als Beispiel der Lebensmittelvorrat. Den braucht man meiner Meinung nach so oder so. Auch wenn man im AKW-Szenario den Hauch einer Überlebenschance haben will, dann braucht man auch hier genauso einen Lebensmittelvorrat und zwar egal ob man hierzulande oder woanders auf der Welt seine Fluchtburg hat oder sich einfach nur zuhause einbunkert. Ohne Vorrat, keine Chance. (der Lebensmittelvorrat ist nur ein Beispiel, es ist klar, dass mehr dazugehört)
Eine Fluchtburg auf der Südhalbkugel oder gleich eine präventive Umsiedelung dorthin kann ich mir ganz einfach nicht leisten. Zumindest derzeit und auch auf absehbare Zeit nicht. Ich habe keine andere Wahl, als mir eine Vorbereitung hierzulande zu überlegen und über alle Konsequenzen nachzudenken, auch über die unangenehmen und nicht lösbaren Konsequenzen.
Man kann sich eben nicht gegen alles vorbereiten. Man kann nie alles unter Kontrolle haben oder alles beherrschen! Das ist es, was manche Krisenvorbereitler hier vergessen, auch wenn ich jegliche Vorbereitungen natürlich für sehr sinnvoll halte.
Das Argument vieler Vorbereitungs-Verweigerer ist ja der Worst-Case als Argument dafür, dass sich jegliche Vorbereitung nicht lohnt. Der Meinung bin ich ausdrücklich nicht.
Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die AKW zu unseren Lebzeiten noch durchhalten und nicht gefährlich werden.
Dass wir in unserem Leben mindestens eine schwerere Krisen erleben werden, halte ich allerdings für sehr wahrscheinlich. Das ergibt sich schon rein aus der langfristigen Historie, dass es uns statistisch mal treffen muss.
So eine Krise muss sicher nicht zwingend einen Zivilisations-Zusammenbruch beinhalten, von daher: Jede Vorbereitung ist sinnvoll.
Aber was das AKW-Risiko angeht: Spätestens sehr langfristig gesehn ist es nur eine Zeitfrage, bis der nächste Super-GAU kommt. Von daher ist ständige Aufklärung über die Gefahren der AKW dringend notwendig, damit wir hoffen können, dass aus dieser teuflischen Technologie ausgestiegen wird, bevor es zu spät ist.