@Wurschtler
Ich verstehe das Dokument anders (kann leider im PDF nichts markieren/rauskopieren):
Im Absatz "Verfahren für die Schließung" steht, dass am Schließungsdatum wahrscheinlich keine Ausschüttung erfolgt, da die russischen Anlagen nicht veräußert werden können. Hoffnung gibt allerdings, dass im nächsten Satz steht, dass wenn die Anlagen zu einem späteren Zeitpunkt veräußert werden können, die daraus erzielten Erlöse anteilig an die Anteilseigner ausbezahlt werden, auch wenn sich das über Jahre hinziehen kann...
Gruß
goldlatte
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Stimmt, das habe ich überlesen. Ein kleiner Funken Hoffnung.
Wenn die den ETF komplett auflösen, wie wollen sie eventuelle zukünftige Zahlungen an die ehemaligen Anteilseigner ausschütten? Die kennen ja nicht mal unsere Identität. Normal läuft das alles über den Broker, aber das fällt ja weg, wenn der ETF zwangsweise eingezogen wird.
Von meiner Bank habe ich nochmal ein etwas anderes Schreiben erhalten:
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die Kapitalverwaltungsgesellschaft hat die Auflösung des Fonds zum 24.03.2023 beschlossen und führt eine Auszahlung für die in Ihrem Depot befindlichen Anteile durch.
Die Höhe und das Datum der Auszahlung werden erst nach dem 24.03.2023 veröffentlicht. Sobald uns die Gelder zur Verfügung stehen, erfolgt die Vergütung der Fondsanteile über eine Verkaufsabrechnung. Anteilinhaber, die mit der Fondsauflösung nicht einverstanden sind, können ihre Anteile auf dem üblichen Weg zurückgeben.
Bitte beachten Sie, dass die Abrechnung dieser Kapitalmaßnahme einen steuerpflichtigen Kapitalertrag darstellen kann. Im Falle der Steuerpflicht wird die Kapitalertragsteuer sofort bei Abrechnung von Ihrem Verrechnungskonto einbehalten und abgeführt.
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lt. Info auf der Homepage hat der Fonds bereits 88 % Cash - also dürfte da schon viel verkauft sein
https://www.assetmanagement.hs…d-centre/ie00b5ljzq16?t=4
Noch so ein Widerspruch. Ich glaube eher nicht, dass ein passiver ETF derart aktiv gehandelt hätte. Das darf er garnicht.
Sowas könnte auch dadurch zustandekommen, indem die meisten Positionen einfach mit Null bewertet wurden. Die MOEX war damals (31.03.2023) geschlossen, es gab also keine Kursfeststellung. Dann können selbst die paar Dividendenpennys, die noch am Verrechnungskonto waren, wie eine hohe Cashquote aussehen.
Am 28.02.2022 war die Cashquote noch bei 0,87 %. Diese dürften alleine schon von der Verwaltungsgebühr aufgefressen worden sein, sodass es wie angekündigt wahrscheinlich keine Auszahlung geben wird.
Decato also Totalverlust.
(außer den eventuellen zukünftigen "Nachzahlungen")
Nochwas ist mir eingefallen:
Was ist mit den Dividenden?
Unsere russischen Perlen sind ja dafür bekannt, dass sie extrem hohe Dividenden zahlen.
Die müssten theoretisch auf ein russisches Rubel-Verrechnungskonto laufen, wo sie wahrscheinlich nicht zugreifbar sind. Dennoch müsste sich da was ansammeln, was man uns dann auch irgendwann auszahlen könnte, solange wir zumindest die wirtschaftlichen Eigentümer wären. Das sind wir mit Fondsauflösung allerdings nicht mehr.
Die Dividenden kassiert jemand anderes und wir bekommen "vielleicht irgendwann" ein paar Krümel vom Verkaufserlös. So zumindest meine aktuelle Befürchtung!