Es fehlen nun einfach € 200.000,-- neue Sicherheiten, da das Haus jetzt nur noch einen Marktwert von€ 600.000,-- besitzt ...
Du hast die Inflation nicht in Deiner Rechnung.
Wenn der Wert des Objekts auf 60 % des ursprünglichen sinkt, was leicht sein kann, dann wird das nicht aussehen wie von Dir beschrieben. Sondern das Haus wird weiterhin eine Million wert sein, aber die Million nur noch 60 % des vorigen Wertes haben. Da passiert gar nichts, die Bank muss noch nicht mal etwas abschreiben.
Auch mir hat eine freundliche Bankfrau gesagt: Solange die Raten bezahlt werden, macht niemand was. Denn das würde viel zu viel Arbeit und Ärger machen sowie das image belasten. Das denke ich auch. Mahnung - Kündigung - Mahnbescheid - Widerspruch - Verhandlung - Urteil - Vollstreckbarkeit - Gerichtsvollzieher - Versteigerungstermin - Versteigerung - evtl. zweiter Termin - das dauert grob geschätzt zwei Jahre. Was es bringt, ist dann auch noch unsicher.
Wenn der Bank das Wasser am Hals steht und sie alle Hemmungen verliert, dann käme das Geld aus Zwangsversteigerungen zu spät. Die Bank wird dann lieber ihre Kreditforderungen mit Abschlag verkaufen, möglichst ohne Aufsehen, das heißt sie wird für ihren Abkäufer weiter das Inkasso machen. Das ist auch das einfachste, alle Daten sind schon im Computer. Den Kunden muss das nicht stören.
Dass ein cleverer Banker panische Kunden abzockt, das kann vorkommen. Deshalb ist es kontraproduktiv, die Panik zu schüren. Statt dessen sollte man den Leuten sagen: Die Bank braucht Euch dringender als Ihr die Bank.
Gruß! Fritz