Beiträge von fritz

    Heute Absturz von 28 auf 21 cent unter hohem Volumen (momentan 3,98 Mio). Der aktuelle Bericht über einige Bohrlöcher gefällt wohl nicht.
    Scheint mir etwas voreilig, sind ja nur 3.000 von geplanten 10.000 Bohrmetern.


    Bin nicht investiert, steht aber auf der watchlist.


    Gruß! Fritz

    Leute, eine isolierte Diskussion über das Geldsystem hat doch gar keinen Sinn. Solange Macht und Geld in unserer Gesellschaft so verteilt sind wie jetzt, muss und wird auch das Geldsystem so sein.


    Die extrem ungleiche Verteilung führt zu einem ständigen Nachfrageproblem. Das verlangt ständige Aufschuldung oder/und Geldmengenausweitung. Die Schuldenlast wird dabei irgendwann so gewaltig, dass sie nur noch weginflationiert werden kann.


    Nullzinsen und QE sehe ich als Verzweiflungsakte, um das System noch einige Zeit über die Runden zu bringen. Schön findet das bestimmt kein Notenbanker, aber ihnen bleibt nichts anderes übrig, wenn es nicht zu einer Depression kommen soll.


    Eine Chance zur Veränderung gibt es wohl erst, wenn das System nicht mehr funktioniert und dadurch seine Akzeptanz verliert. Das kann noch einige Jährlein dauern; aber vielleicht erlebe ich es noch.


    Gruß! Fritz

    "Frage #1: Brauchen wir eine stetig wachsende und nur in gewissen Krisen kurzfristig sinkende Geldmenge oder sollte die Geldmenge immer konstant
    sein?"


    ghost_god, so eine Frage kann man nicht unabhängig vom Kontext beantworten.


    Solange wir unser gegenwärtiges System haben, das durch eine sehr ungleiche Verteilung von Macht, Vermögen und Einkommen gekennzeichnet ist, brauchen wir ein ständiges Wachstum der Geldmenge. Die erfolgreichen Absahner wollen ihr Geld überwiegend anlegen und nicht konsumieren, soviel Anlagemöglichkeiten gibts aber gar nicht; daher einerseits der Anlagenotstand ("asset inflation"), andererseits die stete Gefahr einer Depression durch Nachfragemangel. Das zwingt zu stets wachsender Verschuldung und zum steten Wachstum (nicht nur) der Geldmenge.


    In einem anderen, mehr egalitären System würde das Problem des Nachfragemangels wegfallen, damit auch der Verschuldungs- und Wachstumszwang. Wir könnten uns für qualitatives Wachstum statt dem quantitativen entscheiden: Nicht mehr Schokolade, sondern bessere; nicht mehr Schweine, sondern gesündere; nicht mehr Klamotten, sondern dauerhafte; keine billige Bahn, sondern eine verlässliche. Da könnte es dann auch stabiles und verlässliches Geld geben, wie es Nebelparder vorschwebt.


    Wie man dahin kommt, das ist für mich die Frage aller Fragen.


    Gruß! Fritz

    Das gegenwärtige Geldsystem ist ein Resultat und zugleich eine Stütze der Machtlage in dieser unserer Gesellschaft.
    Mit Macht bezeichne ich die Fähigkeit, auf den Willen anderer Einfluss zu nehmen.
    Solange die Machtlage sich nicht ändert, sind Änderungen am Geldsystem weder möglich noch zielführend.
    Nebelparder, mich würde schon interessieren, woher die Macht kommen soll, die die von Dir gewünschten Änderungen durchsetzt.


    Gruß! Fritz

    Geld hat für mich keine Werterhaltungsfunktion mehr und ist nur noch als kurzfristiges Tauschmedium notwendig.

    Bravo! So sehe ich das seit 70 Jahren - seit ich mit zehn die Währungsreform erlebt habe.
    Habe mich immer entsprechend verhalten, nie erhebliche Beträge länger in Nominalwerten gehalten, und bin damit gut gefahren.


    Gruß! Fritz

    Wombelchen, was Du zitierst, ist post 203 von vergangenem Donnerstag, der Kauf war also vergangenen Mittwoch. Gestern (Montag) hat Edel wieder verkauft (post 218). Klar wie Kloßbrühe. Wer lesen kann, ist im Vorteil.


    Gruß! Fritz

    Nebelparder, hier muss ich Dir leider widersprechen.


    Wenn die Bank mir ermöglicht, etwas zu tun, was ich will, wozu mir aber die Mittel fehlen, z.B. ein Geschäft eröffnen, so leistet sie etwas und kann eine Gegenleistung verlangen; ob wir die Zins oder anders nennen, ist egal. Ebenso kann mir egal sein, wie sie das macht; ich habe ja, was ich wollte.


    Übrigens ist die Leistung der Bank mit der Gutschrift auf dem Konto nicht zu Ende. Der Kreditnehmer verfügt über den kreditierten Betrag, die Bank muss diese Verfügungen honorieren; bei Überweisungen im Clearingverkehr mit anderen Banken, aber auch Barauszahlung kann verlangt werden. Spätestens hier wäre Deine Beispielperson mit 100 € im Tresor am Ende. Die Bank ist es auch, wenn Belastungen und Gutschriften sich nicht die Waage halten. Deshalb funktioniert die Geldschöpfung auch nur im (annähernden) Gleichschritt.


    Heimlich ist daran nichts; in jedem Anfängerseminar für Geld und Kredit wird es erklärt. Es gibt genug Bücher darüber, wissenschaftliche und populäre. Alles ist öffentlich, bis hin zu den Bankbilanzen. Die Bank verspricht nichts, was sie nicht halten will und (voraussichtlich) kann. Zum Betrug gehört eine Täuschungshandlung; die sehe ich hier nicht.


    Man muss das gegenwärtige System nicht gut finden. Aber es hat für sich, dass es real ist und einigermaßen funktioniert. Wie lange noch - das ist eine gute Frage.


    Gruß! Fritz

    Könnte mir auch Schwierigkeiten im Genehmigungsverfahren vorstellen, über die einige mehr wissen. Habe mal einen Blick auf die Unterlagen geworfen. Das sind mehrere Dutzend Dokumente allein für die Umweltprüfung mit z.T. über 2.000 Seiten. Eins von den kleinsten (4 Seiten) habe ich aufgemacht; da schreibt ein Ministerium an ein anderes, dass man das Gesuch so nicht akzeptieren könne, und verlangt Nachbesserungen. Einschätzen kann ich das nicht, aber phantasieren..


    Wer der Bürokratie über die Schulter schauen will:


    http://www.ree.mddelcc.gouv.qc…sp?no_dossier=3211-16-018


    Gruß! Fritz

    Nach Verkauf der Hälfte zu 0,90 CAD in 12/16 und gut der Hälfte vom Rest zu 0,64 und 0,60 in 05/18 habe ich heute zu 0,50 auf den alten Bestand aufgestockt, macht ca. 6 % vom Depot.


    Die Verkäufe waren vom Geldbedarf motiviert, mehr Glück als Verstand. Ich bin froh, dass ich sie wieder habe.


    Gruß! Fritz

    Barracuda, ich finde Dich sehr ungerecht gegenüber Hedda, geradezu ungehörig. Wir sollten froh sein, dass sie ihre Gedanken mit uns teilt, auch wenn sie nicht immer richtig liegt.
    Natürlich stehen wir einer Übermacht gegenüber, da hast Du recht. Gerade deshalb sollte man jeder eine Fehlerquote zugestehen. Wer von uns hat noch nie ins Klo gegriffen?


    Gruß! Fritz

    Prinz, danke fürs einstellen. Sicher interessant. Nimmt man die 0,03 USD Gewinn pro Aktie des letzten Quartals als typisch (schwankt aber stark), wäre das KGV etwa 10.


    Aber:


    Sie sind nicht so sehr von den Goldpreisschwankungen betroffen, da sie bei einem niedrigerem Goldpreis das Erz auch billiger einkaufen.

    Bei höherem Goldpreis zahlen sie dann auch mehr.


    Ist das Geschäftsmodell nachhaltig? Was ist, wenn die kleinen Mineure von großen gekauft oder von Regulierern abgewürgt werden?


    Gar nicht gefällt mir ihr Umgang mit Aktien: Einerseits verteilen sie sie großzügig.
    "During the six-month period ended June 30, 2018, 995,750 share purchase options were exercised ... under the sha
    re purchase plan for a cash consideration of $431,127 ..." Das sind weniger als 0,50 USD je Aktie.


    Andererseits kaufen sie sie teuer zurück:
    "As of June 30, 2018, the Company had repurchased 75,275 common shares for a total cash consideration of
    $106,852 ($ 138,839 CA), an average repurchase cost of $1.42 ($1.84 CA) per share."



    http://www.dynacor.com/2018/08…-statements-june-30-2018/
    (Seite 16)


    Ich investiere hier nicht.


    Gruß! Fritz

    Ein Szenario, das mir schon lang im Kopf herumgeht:


    Irgendwann im nächsten Jahrzehnt...


    China wirft schlagartig seine treasuries und seine Dollarbestände auf den Markt. Die Kurse brechen ein, der Dollarkurs etwa auf die Hälfte. Importwaren in USA verteuern sich drastisch. Der US-Präsident (egal wie er heißt) weiß nicht mehr, wo er seine Neuschulden unterbringen soll. Die Fed muss aushelfen. Die Inflation springt an.


    Jetzt legen von der Küste gegenüber Taiwan alle verfügbaren Boote ab: Fischerboote, Schnellboote, Ausflugsboote, bis hin zu Rettungsbooten der im Hafen liegenden Schiffe. Etwa tausend Boote, jedes besetzt mit durchschnittlich 30 Mann, nur mit leichten Waffen. An der Küste stehen Marine, Luftwaffe, Schwere Waffen und Transportmittel dafür bereit.


    Peking verkündet die Wiedervereinigung mit Taiwan. Es betont, seine Soldaten kämen nicht als Feinde und würden nicht als erste schießen, aber Widerstand werde nicht geduldet. Der Insel wird ein Status wie Hongkong versprochen. Natürlich hat man sich vorbereitet: Wind- und Sonnenkraft sind ausgebaut, alle denkbaren Speichermöglichkeiten entwickelt, alle Oeltanks sind voll.


    Weitere Einzelheiten erspare ich Euch und mir; ich hoffe, die Umrisse sind klar. Die Frage ist: was würde passieren?


    Gruß! Fritz

    Mal ein Szenario:


    Die Italiener bleiben genau so lange seriös, wie Neuemissionen mehr einbringen als der Kapitaldienst kostet.


    Ist der Kredit erschöpft, legen sie einen sauberen Staatsbankrott hin.


    Aus dem Euro brauchen sie gar nicht auszutreten. Es genügt die Schaffung einer Parallelwährung, ich nenne sie mal Kreditkassenscheine. Die können sogar auf Euro lauten, sind aber nicht einlösbar. Sie verlieren dann schnell im Kurs. Das schlechtere Geld verdrängt das bessere aus dem Umlauf (Gresham´sches Gesetz).


    Offiziell bleibt Italien im Euro, in der EU und in der NATO. Treueschwüre kosten ja nichts. Aber Not kennt kein Gebot.


    Was macht eine Militärjunta, wenn die Kasse leer ist? Sie lässt eigenes Geld drucken. Wo ist der Unterschied?


    Gruß! Fritz


    ps. Sorry, wenn das im falschen thread steht. Wollte halt auf nicco antworten. Kann auch gern verschoben werden.

    Aus dem stockhouse-Forum:


    (gestern) "it's been 34 days, that the roads leading to Amulsar construction place are blocked by the locals."


    (vorgestern) "A criminal case was initiated on willful concealing of information about pollution of environment by officials of the RA Ministry of Nature Protection. A report was received in the RA Investigative Committee from a citizen on pollution of environment related to exploitation of mine complex of gold-bearing quartzite of Amulsar by “Lydian Armenia” CJSC."



    (vom 23. 07.)
    "LETTER TO RESOURCE CAPITAL, MAJOR INVESTOR IN AMULSAR
    RESOURCE CAPITAL, AS A MAJOR SHAREHOLDER IN LYDIAN PROVE THAT YOU ARE A RESPONSIBLE INVESTOR AND URGE LYDIAN TO ABANDON ITS OPERATIONS IN AMULSAR AND LEAVE!" (folgt ein langer Brieftext)





    Die Präsentation vom April beginnt noch mit der Ankündigung des Produktionsbeginns in 2018. Commissioning sollte schon in Q2/2018 beginnen (S. 20/30). Beides fehlt in der neuesten Präsentation, ohne jede Erklärung.


    Da brennt anscheinend die Hütte.


    Gruß! Fritz