Beiträge von fritz

    Wo seht Ihr denn die Kaufkraftparität USD-EUR? Ich denke, sie liegt höchstens bei 1,20 $ für den Euro, eher noch tiefer. Manches, z.B. Energie, wäre selbst bei 1:1 drüben noch billiger. So gesehen wird zur Zeit nur die Überbewertung des € abgebaut.


    Gruß! Fritz

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    Vielleicht müssen die Russen bald ihr Gold verkaufen.


    M.E. völlig abwegig (entschuldige das harte Wort, smile).


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    Russland könnte Sanktionen vermutlich einige Zeit aushalten, da das Land über Währungsreserven in Höhe von rund 470 Milliarden Dollar verfügt, die zu rund 10 Prozent aus Gold bestehen. (Aus dem von Dir verlinkten Artikel)


    An fiat fehlt es den Russen nicht. Wenn der Westen Lieferungen sperrt, z.B. von rüstungswichtigen Gütern, so spart Russland die Bezahlung dafür.


    Zitat

    Nach Berechnungen der Investmentbank Goldman Sachs haben europäische Banken Kredite über 211 Milliarden Dollar an Kreditnehmer in Russland und der Ukraine vergeben.

    Sollten die Sanktionen Russland weh tun, könnte es ja die Bedienung dieser Kredite einstellen, mit Verweis auf gesperrte Konten.


    Letztlich würde China sicher gerne aushelfen, natürlich nicht umsonst. Und sollte Russland wirklich Gold verkaufen wollen, würde China das mit Handkuss abnehmen und noch einen Kredit oben drauf legen. "Wohin mit den Dollars" dürfte eine der größeren Sorgen Pekings sein.


    Gruß! Fritz

    Hallo value,
    ich fand ja, dass Du recht hattest mit den letzten beiden postings, wollte aber die paar Stück, die ich noch habe, doch nicht so billig abgeben. Du hast vermutlich noch zu besseren Preisen verkauft.
    Nun ist jemand anderer Meinung, in den letzten drei Handelstagen wurden bei deutlich steigenden Kursen über 3,5 Mio Stück gekauft, wenn man New York und Toronto zusammennimmt. Warum? Ich finde nichts. Es muss aber einen Grund geben (von nichts kommt nichts.. wo Rauch ist, ist auch Feuer.. und wie die Sprüche alle heißen).
    Jetzt bin ich unschlüssig. Verkaufsgelegenheit? Engen stoploss setzen? Oder annehmen, dass die unbekannten Gründe weiterwirken, und Korrekturen aussitzen? Der Kursrückgang gestern abend kurz vor Handelsschluss könnte bedeuten, dass der unbekannte Käufer fertig hat. Es könnte aber auch bedeuten, dass er genau diesen Eindruck erwecken will, um Verkäufe auszulösen und stoplosses auszulösen. Bei so etwas ginge ich ungern auf den Leim.
    So weit bin ich mit meinen Überlegungen. Für Deine Meinung, und auch die anderer, wäre ich dankbar.


    Gruß! Fritz

    Es gibt eben Leute, die ihre Einsichten poolen und dabei anscheinend besser fahren als die meisten stillen Werkler.


    Gruß! Fritz

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    zwischen dem 5.3. und 11.3 sahen wir starke käufe aus dem ask, aber der kurs reagierte quasi nicht
    am freitag gab es bei weitem niederigeres Volumen, aber der kurs reagierte viel stärker mit plus 15


    museo, laut meinem yahoo (und http://web.tmxmoney.com/quote.php?qm_symbol=GQC) war das Volumen am Freitag 1.469.015 Stück, etwa das fünffache des drei-Monats-Durchschnitts. Davor (ab 05.03.) war es nur zweimal über 1 Mio, am 12.03. mit 1.311.500 und am 06.03. mit 1.073.800 Stück. Von daher verstehe ich Deine Argumentation nicht. Kannst Du mich bitte aufklären?


    Gruß! Fritz

    Edel, die meisten Leute interessiert doch gar nicht, ob eine Währung durch Gold oder sonstwas gedeckt ist, sondern nur, was sie dafür kaufen können. Solange man für Dollar alles bekommt, was man will, wird der Dollar eine starke Stellung behalten. Dass die Konkurrenz zunimmt, ist wohl zu erwarten.
    An einen goldgedeckten Yuan glaube ich überhaupt nicht. Eine so stark wachsende Wirtschaft wie die chinesische braucht einen stark wachsenden Geldmantel. Schau Dir die chinesische Währungspolitik der letzten Jahre an. Mit Gold ist das nicht zu machen.
    Eine Doppelwährung - gut und golden für das Ausland, papieren für den Inlandsgebrauch - werden sie sich auch nicht erlauben. Die Herrschenden sehen dabei immer schwach aus. Und Machterhalt ist offenbar die oberste Priorität der KPCh.
    Im internationalen Handel kann man direkt mit Gold bezahlen, wenn man das will; dafür braucht man keinen goldgedeckten Yuan. Aber bisher rücken sie nichts raus, soweit ich sehe. Haben sie ja auch nicht nötig.


    Gruß! Fritz

    Mir scheint, Ihr stellt Euch eine Übernahme zu einfach vor. Schaut doch einmal die Liste der Großaktionäre an.
    http://www.pretivm.com/investo…re-structure/default.aspx
    Allein die ersten drei haben zusammen über 30 %, alle zehn über 46 %. Das sind in meinen Augen keine schwachen Hände, die lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Wahrscheinlich haben sie sich für den Fall eines Übernahmeversuchs abgesprochen. Wenn pretivm gut ist, werden sie es nicht hergeben, jedenfalls nicht zu heutigen Preisen. Und ist es nicht gut, so wird es keiner haben wollen. Sicher gibt es Leute, die darüber mehr wissen als wir.


    Gruß! Fritz

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    nicht die Zahl der Schuldner geht aus, sondern die Schuldner mit guter Bonität

    Theo, die meinte ich natürlich, die anderen können ja nicht viel Geld unter die Leute bringen.


    Gruß! Fritz

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    Der einzige Weg zur Vermögensbildung: so viel Schulden wie möglich - und alles weitere vertrauensvoll dem Kollegen Kluncker überlassen

    Das ist jetzt ein Selbstzitat aus 1969, wo ich meine erste Eigentumswohnung kaufte - mit 20 % Elternhilfe und 75 % Schulden. (Kluncker war damals der ÖTV-Vorsitzende.) Mit diesem Grundsatz bin ich seitdem gut gefahren. Ohne eine hilfsbereite Familie und Verwandtschaft im Hintergrund hätte ich aber auch vorsichtiger taktiert.


    Gruß! Fritz

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    das es u.U. in 10 Jahren aufmal das 3-fache kosten könnte

    Tut, bei allem Respekt, das glaube ich nicht.
    Diese Gesellschaft lässt sich überhaupt nur noch mit Niedrigzinsen betreiben. Wegen der krassen Ungleichheit der Einkommen und Vermögen gibt es zu viel anlagesuchendes Kapital und zu wenig Konsumnachfrage. Die Begriffe asset inflation bzw. Anlagenotstand sind ja nicht ohne Grund entstanden. Jemand muss die anlagesuchenden Kapitalien aufnehmen und das Geld unter die Leute bringen; das schafft zugleich Anlageobjekte und Nachfrage. Man muss sich nur vorstellen, wo wir stünden, wenn die Schulden der letzten Jahrzehnte nicht aufgenommen und das Geld nicht ausgegeben worden wäre: Tief in der Depression. Jetzt aber gehen uns die Schuldner aus. Da kann man keine hohen Zinsen brauchen.
    Das gilt für die entwickelten Länder, für China usw. (noch) nicht; dort gibt es noch genug Wachstums- und Investitionsspielräume.


    Gruß! Fritz

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    Allerdings widerspricht dies offiziellen Goldkaufempfehlungen in China .

    Ich sehe da keinen Widerspruch. China muss Massen von Dollars aufnehmen, weil es sonst seinen Export abwürgen würde, obwohl seine Leitung von deren Werthaltigkeit so wenig überzeugt ist wie wir. Da wollen sie also möglichst Dollars loswerden. Das geschieht, wenn die Bürger importiertes Gold kaufen (die Eigenproduktion verschwindet sowieso in Regierungstresoren). Wo das Gold liegt, ist einstweilen nicht so wichtig.
    Sollte die Wirtschaftslage schwierig (deflationär) werden, dann werden Bürger ihr Gold verkaufen, weil sie Geld brauchen. Die Regierung kann dieses dann mit neu geschaffenem Geld aufkaufen und so zugleich ihre Goldreserven und die Nachfrage stärken.
    Mit einem Interesse an günstigem Kauf ist das durchaus vereinbar. Übrigens scheint bei niedrigen Preisen mehr Material herauszukommen als bei hohen, und dieser Gesichtspunkt ist vielleicht noch wichtiger als der reine Geiz.


    Gruß! Fritz

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    ist irgendwo erstichtlich ob gekauft oder verkauft wurde?


    Sowas lese ich immer wieder mit Unverständnis. Jedes Geschäft ist doch zugleich ein Kauf und ein Verkauf. Kann mir das bitte mal jemand erklären? Danke schon jetzt!


    Gruß Fritz

    Von "Stärke des USA-Aufschwungs in 2013" kann aber doch eben so wenig die Rede sein wie von schwächerer Nachfrage nach Gold aus China. Und auch in Indien ist die Nachfrage nicht schwach, sondern die Regierung verhindert durch eine hohe Einfuhrsteuer, dass sie befriedigt wird, wobei der Schmuggel seiner Natur nach sich der Statistik entzieht. Nur dass Saxo den Endstand getroffen hat, ist noch kein Grund, ihnen Kränze zu winden.


    Gruß! Fritz