Beiträge von Tollar

    Steuerzahler und Staat werden erpresst. Bei einem Default hat der Kongress keine andere Möglichkeit, als die Fed mit frischem Eigenkapital auszustatten. Spurt der Kongress nicht -> GO.

    Ist das so im federal reserve act ? Wenn ja, kann die FED nie pleite gehen, da sie den Steuerzahler ueber immer neue Staatsanleihen quasi versklaven kann. Ich bezweifle aber, dass ein einfaches Gesetz (ist kein Verfassungszusatz) wie der federal reserve act die Aufloesung und Neuwahl des Kongresses festlegt. Der Kongress kann aber den federal reserve act jederzeit ausser Kraft setzen (habe ich sogar aus dem Munde von Alan Greenspan gehoert).


    Weil sie vorher alle relevanten Sachwerte mit entwertetem Geld aufsaugen können und dann nach einem Reset des Systems wieder am Drücker sind.

    Einer der groessten Schuldner ist ja der Staat. Also muss vorher noch der Ausverkauf des Staates stattfinden (Schulden gegen materielle und ideelle Vermoegen), bevor das Geldsystem durch Reset oder massive Inflation zerstoert werden kann. Es kann so kommen, doch das duerfte noch ein paar Jahre dauern.

    Zitat

    http://www.handelsblatt.com/fi…rungsreform-droht;2145703
    Es gibt bereits erste Stimmen, die vor einer drohenden Währungsreform warnen. Wie real ist eine solche Gefahr?
    Solange der Staat die Hoheit über die Geldmenge innehat, ist die Gefahr real. Das zumindest legt die leidvolle Geschichte des staatlichen Geldes nahe.

    Dies ist aber nicht der Fall. Der Staat hat keine Hoheit ueber die Geldmenge, weder in Dollar noch in Euro, sondern die privaten Banken und ihre Finanziers !


    Waehrungsreform ginge nur ueber Revolution (Enteignung, Vermoegensreform) !


    Was der Autor noch nicht kapiert hat: wir haben laengst privatisierte Geldsysteme.

    @Koenigswasser


    Demnach duerfte das dem QE enge Grenzen setzen, denn ein Ausfall zu vieler Risikopapiere auf dem Balance-Sheet der FED fuehrt selbige in den Bankrott. Was ich nicht verstehe, warum sollten sich die Banken und deren Finanziers ihr eigenes Geldsystem und damit ihre Vermoegen selbst zerstoeren ?

    Es wird doch nach wie vor Geld ins System gepumpt, es ist nur eine Frage der Zeit bis inflationiert werden muss, um die o.a. Zinsen zahlen zu können.

    Dass die FED, dem Betreiber und Eigentumer des Geldsystems, einfach beliebig inflationiert, bezweifle ich stark, denn es wuerde die Vermoegen seiner eigenen Finanziers entwerten. Der Ausweg aus dieser Schuldenfalle besteht entweder a) im Ausverkauf des Staates oder b) in einer Revolution (Enteignung, Vermoegensreform).

    Milliardenbetrueger Stanford, selbst Staatsbuerger von Antigua & Barbados und groesster Arbeitgeber des Karibikstaates, betrieb dort auch Banken.


    As news of the charges broke in Antigua, dozens of angry customers swarmed a bank controlled by Stanford only to be turned away by guards. That bank was not part of the complaint released Tuesday.
    "Open the door and give us our money," 45-year-old construction worker Liston Lewis said to one of the guards. "Even if it takes until 12 o'clock, give us our money."
    http://www.businessweek.com/ap/financialnews/D96DOK900.htm

    Dafür nimmt die Fed all das entgegen, was die Geschäftsbanken (aus gutem Grund) nicht wollen. Geld gegen nicht-verwertbare (=uneinbringliche) Forderungen. Diese Ausweitung des Balance-Sheets kann der Fed selbst gefährlich werden, denn sie nimmt ja auch das Ausfallrisiko auf sich:

    Bei diesem Modell gibt es sicher viele offene Fragen. Wenn uneinbringliche Forderungen entstehen, muss die FED das von ihrem Balance-Sheet abschreiben. Letztendlich ist das aber die Geldbasis, die den privaten Banken gehoert und Kredit-Ausfaelle wuerden damit auf sie wieder zureuckfallen.

    Aber nehmen wir doch mal die Kredite der US-Regierung an GM als Beispiel: Hier fließen Milliarden an einen Schuldner der schon in konjunkturell guten Zeiten rote Zahlen geschrieben hat. Wie groß ist also real die Wahrscheinlichkeit daß dieses Geld tatsächlich eines schönen Tages mit Zins und Zinseszins zurück in die Staatskasse fließt? Und vor allem wo ist das Geld wenn GM doch noch in Konkurs geht. Dann wäre das Geld irgendwo im Land unterwegs - und der Staat hätte einen wertlosen Anspruch gegen eine Firma die es nicht mehr gibt. Also entfesseltes Geld das die Inflation vorantreibt.

    Um diese offensichtliche Frage zu beantworten. Wenn GM pleite geht und die Glaeubiger, in dem Fall der Staat, sein Geld nicht mehr von GM zurueckerhaelt, muss er trotzdem seine Staatsanleihen, von denen er die GM-Kredite seinerzeit finanziert hat, an die privaten Glaeubiger der Staatsanleihen zureuckzahlen. Da der Staat es nicht mehr von GM zurueckerhaelt, muss er es aus einem anderen Topf nehmen. Es findet bei einem Kreditausfall niemals "Verwaesserung" des Geldsystems statt. Schulden werden im Fractional Reserve Banking nie vergeben, bezahlen muss am Ende immer einer.

    Och, sind noch so viele leveraged funds unterwegs? Dachte, die haben alle im November schon glatt gestellt. Aber ich denke trotzdem, dass enorm viel "cash" rumliegt global als Tagesgeld, Geldmarktfonds (wird ja gerne auch als Quasi-cash gesehen, ich weiß es besser, Du weißt es besser, aber trotzdem.....) usw. Wieviel Prozent der Sichteinlagen dieser Welt müssten in Gold gehen, um alle Long-Positionen in Papiergold zu übernehmen und alle ETF-Anteile zu übernehmen? Zu heutigen Kursen? Das wär doch mal eine interessante Frage. Ich meine, es wird immer über den relativ engen EM Markt geredet. Wie eng ist er denn wirklich im Vergleich zu privat gehaltenem cash und cash-ähnlichen assets? Dann kann man sich ja leicht ausrechnen, ob die armen geleverageden longs im Goldmarkt wirklich ein dauerhaftes Problem sind. Warum sind die ganzen "cash" Besitzer noch nicht in Gold? Weil die Panik noch nicht groß genug ist, die denken doch, der Dollar sei safe-haven genug.....

    Beim letzten Crash in 08 musste massiv liqiuidiert worden sein, anders kann man den Goldpreisverfall in Juli/August und Oktober nicht erklaeren. Warum sollte es beim naechsten Crash nicht anders sein (es wird liquidiert) ? Ein Grossteil der Gold-Derivate und ETFs wird m.E. immer noch von solchen Fonds gehalten und nicht von Privatinvestoren. Die Frage ist nur, ob und wie sich das auf den Goldpreis auswirkt. Wir werden sehen. Gut moeglich, dass Gold diesmal immun ist.
    Es koennte sich beim naechsten Crash aber ein Bias zum Gold herausstellen, nicht weil Gold schoen, glaenzend, wertbestaendig und von "innerem Wert" und den ganzen Quatsch ist, sondern weil es die einzig noch nicht kaputt-spekulierte Asset-Klasse ist. Ich stelle nicht in Abrede, dass viel Geld in Tageskonten lagert und auf seinen spekulativen Einsatz wartet. Aber wenn genau dieses Geld massiv in Gold geht, den Kurs nach oben treibt und dadurch noch mehr Geld anzieht (Herdentrieb), sehen wir wieder nichts anderes als eine klassische Spekulationsspirale. Gut moeglich, dass es so kommt.


    Das ist ungefähr das gleiche Problem, wie wenn man die Zahnpasta wieder zurück in die Tube bringen wollte. Das Geld wird nicht wieder eingesammelt werden. Wo, um Himmels willen, würden dann die Zinsen sein?

    Staatsanleihen haben definierte Laufzeiten. Sie muessen an die Investoren zuzueglich Zinsen zureuckgezahlt werden, andernfalls waere der Staat Bankrott. Man kann allerdings Tilgung und Zinsen mit neuen Staatsanleihen finanzieren, was exponentiell steigende Staatsausgaben zur Folge hat und irgendwann jedes System sprengen wird. Soweit sehe ich es aber nicht kommen, weil die anderen Teilnehmer dieses Systems sich nicht selbst das Haus indem sie wohnen zum Einsturz bringen werden und der Staat sich ueber materielle und ideelle Vermoegenswerte entschulden kann. Quasi ein Ausverkauf des Staates an die privaten Finaziers.

    Hier geht es eben nicht "nur" um das Ausgleichen eines einmal vorhandenen "Bubble-Wertes" durch neu gedrucktes Geld - hier geht es um Geld das sozusagen mit dem Hubschrauber zur Ankurbelung der Konjunktur abgeworfen wird. Zu diesem Geld gab es nicht einmal irgendwann einen "gefühlten Gegenwert".

    Geld egal ob Staatsausgaben oder Bankkredite, es sind Kredite, die mit Zinseszins zurueckzuzahlen sind. Staatsausgaben sind kein geschenktes Geld. Wenn Banken unter normalen Umstaenden neue Kredite vergeben, existiert es auch keinerlei Gegenwert in Waren oder Dienstleistungen, sondern er entsteht erst durch die wirtschaftliche Aktivitaet nach Ausgabe dieses Geldes. Insofern sind weder Staatsausgaben noch Bankkredite prinzipiell inflationaer. Entscheidend ist nicht die Quelle der Kredite, sondern das Verhaeltnis von Angebot und Nachfrage fuer Geld.

    Mann o Mann, du musst wirklich ein Banker sein.. die schwafeln auch von den Widrigkeiten der Finanzkrise, die wie eine Urgewalt über den Markt hereingebrochen ist...
    Aus heiterem Himmel... ich muss gleich brechen... :boese: Bewusst herbeigeführt und sehenden Auges in Kauf genommen wurde diese Krise... und es gibt sehr wohl Gewinner, schau dich nur mal in deiner Chefetage um...

    Aus heiterem Himmel ist es nur fuer die hereingebrochen, die es nicht wahrhaben wollten. Es gab viele angesehene Oekonomen und Analysten, die schon Jahre vor Ausbruch der Krise gewarnt haben. Nur eben wollte das keiner hoeren und solche nicht leisen Stimmen wurden ignoriert. Hier haben Banken weltweit grob fahrlaessig diese Krise herbeigefuhert, weil sie solche Warnungen ignoriert haben.

    Bei QE (quantitative easing) sieht die Sache schon anders aus. Beim Anleiheverkauf an die eigene Notenbank per Dekret sowieso.

    Das QE ist ja nur eine andere Form der Kreditvergabe durch die FED vorbei an den privaten Banken an Unternehmen. Es erhoeht zwar die Geldmenge im Umlauf aber auch die Verschuldung der Unternehmen, weil ein Zwang zur Rueckzahlung besteht, was den Bedarf daempfen wird.


    Der direkte Anleihekauf durch die FED ist bisher nicht umgesetzt worden. Die FED ist eine private Institution und vom Staat unabhaengig. Ob es dazu kommt, werden die Eigentuemer der FED, naemlich die grossen Banken und dessen Finanziers entscheiden. Ein Aufkauf von Staatsanleihen an privaten Investoren vorbei wuerde deren potentielle Zinseinkuenfte mindern. Per Regierungs-Dekret kann man es nur anweisen, indem man den Federal Reserve Act aushebelt - aber das waere faktisch ein Umsturz des Geldsystems der USA.


    Wir werden sehen, ob und wie Obama/Geithner/Bernanke die (noch gar nicht ausgegebenen!) Milliarden ihres Konjunkturprogrammes wieder einsammeln wollen.

    Die Geldmenge wurde in den letzten Jahren vor der Finanzkrise durch Kreditvergabe privater Banken um bis zu 18%/Jahr erheoht. Gemessen an der Geldmenge waren das ca. 2.5 Billionen Dollar pro Jahr. Wenn in einem langjaehrigen Konjunkturprogramm 3 Billionen Dollar ausgegeben werden, sehe ich das kaum als inflationaer an, da die Kreditvergabe der Banken drastisch zurueckgegangen ist und dieser Rueckgang durch Staatsausgaben nicht mal kompensiert wird. Diese Staatsausgaben sind ausserdem nichts anderes als Kredite und die Glaeubiger werden an Rueckzahlung ohne wesentliche Inflationsverluste interessiert sein. Die Inflationsgefahr sehe ich daher als nachrangiges Problem an.

    Kann man es so generell sehen ? Hat nicht gerade erst Simbabwe uns vorgemacht, wie lange man inflationieren kann, Schluß war dort erst als die Inflationsrate 230 Mio. % erreichte.

    Dieser immer wieder angedeute Vergleich zwischen Zimbabwe- Dollar und US-Dollar hinkt gewaltig. In einer Diktatur wie Zimbabwe kann die Regierung beliebig Geld drucken und damit Gehaelter und oeffentliche Ausgaben bezahlen.
    Im Fractional Reserve Banking wie Dollar, Euro oder Yen dagegen gibt es einen Zwang zur Rueckzahlung von ausgegebenem Geld zuzueglich Zinsen, weil jeder Dollar, Euro oder Yen als Schuld/Kredit in Umlauf gebracht wurde. Alles Geld im Umlauf gehoert den grossen Finanziers und Banken und stellt dessen Vermoegen dar. An Inflation oder gar Hyperinflation haben sie kein Interesse, denn es wuerde massiv ihre Vermoegen entwerten. In diesen Geldsystemen, solange sie nicht prinzipiell ausser Kraft gesetzt werden, wird es daher nie zu Hyperinflation kommen.

    trotz oder wegen Deflation gut für Gold.

    Deflation und stabiler Goldpreis bieten gute Bedingungen fuer die Produzenten. Gutlaufende, gutkapitalisierte Minen sollten, von den politischen Risiken einmal abgesehen, steigende Gewinne abwerfen. Von Minen mit neuem Kapitalbedarf oder Newcomern droht erstmal wenig Konkurrenz, weil Geld knapp und teuer ist.

    Gibt zu viel Bargeld/Sichteinlagen auf dieser Welt, die im Falle eines sehr starken crashs der Börsen z.B. sofort in Gold gehen würden und die paar physischen Goldhalter, die wegen anderer Verluste tatsächlich verkaufen müssen, locker übertrumpfen würden.

    Diese Logik erschliesst sich mir nicht ganz. Wer in Cash ist, der muss sich bei Kurseinbruechen keine Sorgen machen. Warum sollte er bei einem solchen Ereignis ploetzlich in Gold gehen ? Wer von dieser Asset-Klasse ueberzeugt ist, ist schon laengst drin oder geht successive unabhaengig von solchen Kurseinbruechen rein.
    Physisches Gold ist faktisch vom Markt, weil man damit nicht mehr zeitnah reagieren kann, von den hohen Handelsprovisionen einmal abgesehen. Ich sehe aber viele leveraged Fonds, die Anteile in Gold in Form von ETFs und Derivaten halten. Bei einem Kusreinbruch muessen sie liquidieren, um nicht unter Wasser zu geraten und druecken damit den Papier-Goldpreis massiv.

    Wenn der Dax jetzt nicht mehr viel weiter fallen sollte, so wird er meiner Einschätzung nach nicht explosionsartig steigen sondern gemächlich und es werden nach und nach wieder bessere Wirtschaftsdaten kommen. Dann würden mir persönlich 6000 Punkte für einen Wiedereinstieg reichen.

    Folgendes Scenario sollte man ebenfalls im Kopf haben: Die Indizes trudeln die naechsten 5 Jahre ruhig vor sich hin, verlieren vielleicht nur 5..10% pro Jahr - das aber konstant. Dann kann man ewig auf den Einstieg warten oder man steigt zu frueh ein und verliert etliche Jahre.

    Wenn ich mich recht an den Mathematikunterricht erinnere , nehmen Zinzeszinseffekte Exponentialkurven an, d.h. der Anstieg wird immer steiler und strebt gegen unendlich. Also sollten uns die Zahlen nicht erschrecken, es läuft Alles in rationalen und normalen Bahnen.

    Geldmengenausweitung ist eine Folge des Zinseffekts und somit ist auch wirtschaftliches Wachstum mit dem einhergehenden Ressourcenverbrauch exponentiell. Irgendwann stoesst das aber an seine physikalischen Grenzen - das sollte uns schon Sorgen machen.

    Realität oder maßlos übertrieben?

    Die Autobahnen in der DDR waren um einiges schlimmer. Der Mann uebertreibt da doch sehr, vermutlich weil er die DDR nur vom Hoerensagen und ein paar Besuchstrips kennt.


    Auch wenn es manchmal rumpelt, weil man die Schlagloecher ueber Nacht beseitigt, anstatt die Autobahn ueber Jahre komplett neu zu bauen, ist es fuer mich wichtiger dass der Verkehr fliesst, was er hier viel besser tut als auf Deutschlands Autobahnen.