Wobei aber das Präsidium von
der Politik ernannt wird ... also Einzelentscheidung kann der Präsident nicht beeinflussen, aber
wohl die langfristige Ausrichtung.
Greenspan wurde von Reagan ernannt und war fast 19 Jahre im Amt. Er hat 4 Praesidenten, davon 3 republikanische und einen demokratischen sowie 10 Kongresse erlebt. Zudem ist die FED in ihren Entscheidungen voellig unabhaengig. Die Ernennung vom Praesidenten ist daher mehr ein symbolischer Akt umd den Anschein zu wahren, es handele sich um eine staatliche Einrichtung, was nach meiner Erfahrung auch die meisten Amerikaner glauben. Von oeffentlich-rechtlicher Anstalt kann aber keine Rede sein, denn die FED (dies sich aus den regionalen FED Banken zusammensetzt) gehoert defakto wie dejura ausschliesslich den sich beiteiligenden privaten Banken der USA (dividendenfaehige, stimmrechtslose Anteile).
Die Moeglichkeiten der FED sind auch ziemlich beschraenkt, die wesentlichen Eckpunkte des privatisierten Geldsystems sind sowieso im Federal Reserve Act von 1913 unumstoesslich festgelegt. Lediglich ein Kongress kann dieses Gesetz modifizieren oder ausser Kraft setzen.
Das Argument der Notwendigkeit der Trennung von Staat und Zentralbank ist unlogisch und daher ein vorgeschobenes Argument, um ein privatisierte Geldsystem (in Fakt ein legalisiertes Parasitentum privater Banken) zu rechtfertigen. Genausogut koennte man auch Polizei und Justiz privatisieren (wie es auch Rothbard forderte), weil man dem Staat grundsaetzlich misstraut. Dieses Argument ist unlogisch, denn es wuerde bedeuten, dass der Staat sich selbst misstraut. Das FED-Gesetz wurde ja von der Legislativen geschaffen und vom Praesidenten in Kraft gesetzt.
Die FED verwaltet meines Wissens kein Vermoegen des Staates, sie druckt lediglich Geld im Austausch gegen Staatsanleihen (dies ist die Zuckerseite des Deals fuer den Staat).