Beiträge von Tollar

    - im Notfall könnte ich 9 Monate später (nach Überflug von "Ben-Klapperstorch") einen Teil der Großen eventuell immer noch bei der Bank zerkleinern lassen.

    Rat mal was passiert, wenn die Zentralbanken mit dem Drucken kleiner Scheine nachkommen. Dann ist es zu spaet, Du musst vorher alles "ausgeben".

    Tollar - Du gehst hier zum Teil von falschen Annahmen aus. Bisher habt Ihr dochscheinbar genug solche "Kleinteile" - ihr kommt doch gewiß im tagtäglichen Geldgebrauch mit euren 1, 5 und 10 Dollarnoten aus - ok ein gewisser Teil der "ausstehenden Geldmenge" würde durchaus in solchen kleinen Stückelungen ausgegeben - aber was wollen denn die Bunkrunner mit 1000enden $ (z.B: 100000 Dollar), Millionäre mit Koffern voller kleiner Scheine.
    Die 100 er mögen zwar in den USA nicht sehr gebräuchlich sein - aber nehmen im Notfall eben weniger Platz ein - man könnte vielleicht unauffälliger die Bank verlassen und würde nicht gleich außerhalb der Filiale vom Balast erleichtert.

    Hatten wir heir schon oft durchdiskutiert. Grosse Banknoten werden selbst bei einem Bank-Run wie Blei in den Tresoren liegen bleiben, weil die draussen keiner nimmt. Damit wertlos, ausser man bringt sie zurueck zur Bank. :wacko:

    Wer sagt denn, dass nicht alles längst gedruckt und verteilt ist? Diese Verbrecher überlassen doch nix dem Zufall.

    Bei der heutigen Geldmenge waere eine solche Aktion laengst aufgefallen. Jede Filiale muesste da ein paar Container voll Bargeld rumstehen haben.


    In den USA gibt es ca. 75.000 Bank-Filialen, die gesamte Dollar-Geldmenge in grosse und kleine Scheine gedruckt benoetigt ca. 230.000 23.000 20'-Container -> ca. 3 Filialen pro Container.

    Pauli, Sorry, die nicht ernst gemeinte Bemerkung hatte ich so nicht richtig verstanden.


    Dass man alle moeglichen Konsequenzen dieses Szenarios sich gar nicht ausdenken kann, da stimme ich zu. So ein Worst-Case-Scenarion wuerde fuer den, der fuer diese Situation vorgesorgt hat, auch ganz unangenehme Folgen haben. Nicht umsonst haben die Bankfilialen schwere Einbaumoebel.

    Aber FALLS man tatsächlich die vielen Billionen Buchgeld durch Bargeld ersetzen wollte, müsste man einfach neue Nominalwerte drucken - und schwups - wäre das Logistikproblem lösbarer:

    In der ersten Phase wird das so nicht gehen, denn die ist ja nicht inflationaer, eher stark deflationaer. $10.000 Scheine waeren praktisch wertlos, weil sie keiner annimmt. Und kein Bankkunde wuerde sich mit so einem Schein abspeisen lassen. Deswegen muessen in dieser Phase erstmal die kleinen, ueblichen Scheine gedruckt und verteilt werden bis der Bedarf gedeckt ist ohne dass die Geldmenge dadurch ueberhaupt erhoeht wird. Die Preise werden in dieser Phase sinken, wenn nicht crashen und ein Geldschein, der den Lebensmittelbedarf von ein paar Jahren deckt, waere voellig impraktikabel. Erst spaeter in der Hyperinflation, die fruehestens einsetzen kann, wenn die Geldmenge erhoeht wird, weil die bisherige virtuelle Geldmenge vollstaendig umgewandelt ist, und wenn ein Lebensmitteleinkauf fuer die Woche $20.000 kostet, werden solche und groesseren Scheine beliebter und entspannen das Logistikproblem etwas.

    [es gibt in einem buch von Dottore aus den 80ern eine überlegung dazu. ich meine, mich zu erinnern, daß er selbst für damals und nur DM jahre veranschlagt hat. wenn ich zeit habe, schaue ich noch mal nach.]

    Ja, das waer mal interessant.

    Mit einem Mal ist es völlig verständlich, warum in Amiland die Banken wackeln, die Wirtschaft platt ist und dennoch der Dollar steigt.

    Die Banken wackeln, das ist wahr, aber die Wirtschaft ist nicht platt (wenn man das mal in Zahlen vergleicht). Die Wirtschaft funktioniert, nur funktionieren die Banken nicht mehr, den noetigen Treibstoff zu liefern. Als Folge kann natuerlich auch die Wirtschaft endgueltig plattgemacht werden, sie ist aber nicht die Ursache des Problems.

    Immerhin aber können Bankenfeiertage praktisch jeden beliebigen Bargeldengpass beseitigen.

    Ein paar Bankfeiertage werden da ganz besimmt nicht ausreichen. Die im Umlauf zu bringende Bargeldmenge in Dollarscheinen entspricht mehrern Hundert Gueterzuegen (hatte ich mal hier so ausgerechnet), und die muss erst mal gedruckt und dann in einem riesigen Land wie den USA verteilt werden. Die raeumliche Dimension und Geldmenge so einer Aktion ist in der Geschichte bisher unvergleichbar. Dazu kommt die zeitliche Traegheit der Entscheidungstraeger diesen Schritt einzuleiten und mit gewissen Anlaufschwierigkeiten wird da auf jeden Fall zu rechnen sein. Und in dieser ersten Phase entsteht KEIN EINZIGER PROZENTPUNKT INFLATION, es wird LEDIGLICH das virtuelle Geld ERSETZT. Dabei wird man das in keinem Fall in ein paar Tagen (Wochenende + Bankfeiertage) durchziehen koennen. Das werden eher Bankfeierwochen oder -monate. In dieser Zeit muessen die Leute aber was zu essen kaufen. Bargeld ist dann knapp und die Kassierer im Supermarkt werden nur noch kleine Scheinen und Muenzen annehmen (weil die Situation auch die illegale Gelddruckerei stimulieren wird). Zwar wird man auch mit Gold- und Silbermuenzen was zu Essen bekommen, nur ist das hier in den USA, einem Land indem seit Jahrzehnten 99% der Einkaeufe mit Plastik oder Check bezahlt werden und Scheine ueber $20 nur sehr ungern angenommen werden, wie eine fremde, unbekannte Waehrung.

    aber bei Washington Mutual wird's eng (wie erwähnt ist das deren größte sparkasse und keine investment bank, wo die verluste bzw einlagen keinen groß jucken). bei WaMu steht das amerikanische volk auf der strasse.

    Die Spareinlagen bei der Wamu uebersteigt die Menge an Geld aus Einlagen der privaten Banken in den FDIC-Topf bei weitem. Die FDIC hat ja schon angekuendigt, sich mehr Geld fuer den Fall der Faelle vom Staat=Steuerzahler zu leihen. De-facto waere der FDIC-Fall bei der Wamu damit eine Verstaatlichung, alle folgenden FDIC-Faelle ebenfalls.


    "The FDIC's Deposit Insurance Fund reserve ratio fell. Due to a significant increase in loss reserves, including reserves for failures that have occurred since June 30th, the DIF balance fell to $45.2 billion at the end of the second quarter, down from $52.8 billion at the end of the first quarter. While insured deposits rose only 0.5 percent during the quarter, the decline in the fund balance caused the reserve ratio to fall to 1.01 percent as of June 30th from 1.19 percent one quarter earlier. Because the reserve ratio is now below 1.15 percent, the Federal Deposit Insurance Reform Act of 2005 requires the FDIC to develop a restoration plan that will raise the reserve ratio to no less than 1.15 percent within five years."
    http://www.fdic.gov/news/news/press/2008/pr08070.html



    "According to the FDIC website, WaMu had over $140 billion of insured deposits at the end of June."
    http://optionarmageddon.ml-imp…8/09/02/the-next-bailout/

    Da geht es um eine Einlagenversicherung von Berkshire (W. Buffet) für Superreiche und nicht um den staatlichen Einlagensicherungsfonds.

    "Warren Buffett's Berkshire Hathaway Inc. has told one of its subsidiaries to stop insuring bank deposits above the amount guaranteed by the federal government, dealing a fresh blow to the financial-services industry as it tries to assuage anxious customers.
    The subsidiary, Kansas Bankers Surety Co., is notifying about 1,500 banks in more than 30 states that it will no longer offer a program called "bank deposit guaranty bonds...." http://online.wsj.com/article/…tml?mod=hps_us_whats_news


    Wenn selbst ein erfolgreicher Finanzguru Buffet einen Bank-Run auf seine eigenen (sicher sehr soliden) Banken fuerchtet und dann entsprechend handelt, dann kann man entsprechende Schlussfolgerungen um den Zustand der restlichen Banken ziehen.


    Diese Saupack von Raeubern und Verbrechern die in der US Regierung sitzen mit ihrer Aussenpolitik die Welt beherrschen wollen und alle zu Nutten zu machen verdienen es doch nicht anders.

    Solche nationalen, einseitigen, emotionalen Schablonen verdecken nur grosse Teile des vollstaendigen Bildes, zumal es unser Denken unnoetig verwaessert. Geld in seiner heutigen Form ist ein gewaltiger Systemfehler, welches von allen Fiat-Notenbanken auf der Welt betrieben wird.

    Für etwas ganz Grosses, das da bald kommt, wird man diesen "Sicherheitspolster" wohl brauchen. Reihenweiser Kollaps von Banken?

    Das da klingt am realistischsten. Von anderen Hyperverschwoerungen halte ich nicht viel. Vermute eher, dass Bens Damoklesschwert (der immer wieder angekuendigte und ausgefuehrte Helikopter-Einsatz zur Erzeugung von Inflation) vom Markt nicht mehr ernstgenommen wird, weil es ein wirkungsloses Mittel, ein Bluff ist. Bernanke schwaermte einst ganz oeffentlich von seiner elektronischen Druckerpresse als Wunderwaffe gegen Deflation*, es ist aber ein Rohrkrepierer. Es nuetzt dann nichts mehr, mit einer Waffe, die sich als voellig unbrauchbar erwiesen hat, zu drohen. Diese Waffe verliert das Drohpotential und der Markt verliert die Angst vor dieser Waffe.


    *
    "Deflation: Making Sure "It" Doesn't Happen Here


    ...Like gold, U.S. dollars have value only to the extent that they are strictly limited in supply. But the U.S. government has a technology, called a printing press (or, today, its electronic equivalent), that allows it to produce as many U.S. dollars as it wishes at essentially no cost. By increasing the number of U.S. dollars in circulation, or even by credibly threatening to do so, the U.S. government can also reduce the value of a dollar in terms of goods and services, which is equivalent to raising the prices in dollars of those goods and services. We conclude that, under a paper-money system, a determined government can always generate higher spending and hence positive inflation....."


    Remarks by Governor Ben S. Bernanke
    Before the National Economists Club, Washington, D.C.
    November 21, 2002

    "What is clearly evident is that the Federal Reserve has tried to revive the economy and stabilize the markets by cutting interest rates drastically and making credit readily available to financial institutions as well as swapping its balance sheet for those of commercial banks, taking on illiquid mortgage backed securities and exchanging its US Treasuries. Banks are tapping the Fed’s discount window but their borrowings are being used to replace their losses, not to make new loans. The continued losses on all loan categories and fear of more to come is leading the banks to tighten their belts, raising lending standards on all types of loans and reducing overall bank credit, particularly to the consumer...
    (lowering interest rates, making credit available) What is going on is that the medium through which the Federal Reserve is able to channel funds into the economy is not operating. The Federal Reserve is pushing on the acceleratorbut the power is not getting to the wheels (economy, consumer) as the transmission (commercial banks) is broken."

    http://financialsense.com/Market/daily/wednesday.htm


    Diese Aussage stuetzt ein deflationaeres Szenario. Der Kreditfluss trocknet aus. Die div. Die bereitgestellten Mittel von FED und Regierung "verdampfen" bereits vollstaendig in den Banken, ohne dass die Wirtschaft damit versorgt wird.


    "Federal Deposit Insurance Corp. Chairman Sheila Bair said Tuesday her agency might have to borrow money from the Treasury Department to see it through an expected wave of bank failures."
    http://financialsense.com/Market/daily/wednesday.htm


    "...Like gold, U.S. dollars have value only to the extent that they are strictly limited in supply. But the U.S. government has a technology, called a printing press (or, today, its electronic equivalent), that allows it to produce as many U.S. dollars as it wishes at essentially no cost...."
    Bernanke, Ben S. November 21, 2002. (http://financialsense.com/Market/daily/wednesday.htm)


    Bei einem Bank-Run ist dieses "electronic equivalent" zur "printing press" einfach voellig wirkungslos, weil die Leute Gedrucktes verlangen werden. Man kann zwar beliebig viel virtuelles Geld in Zehntel-Sekunden erzeugen, es wird aber nichts nuetzen.

    ja, hier in Deutschland gibt es eine Solidargemeinschaft auf nationaler (sprachlicher) Ebene. Wenn bei uns jemand arbeitslos wird, dann fallen die Herrenmenschen nicht sofort plündernd über dessen Familie her, sondern wir pflegen eine menschliche Gemeinschaft.

    Du nimmst an, dass das so in den USA ist ? Hier faellt niemand pluendernd ueber Familien her. Woher hast Du diesen Quatsch ?