Beiträge von Tollar

    Freddie und Fannie zusammen Kapitalbedarf laeppische $75 Mrd , andernfalls droht Geschaeftsauschluss, Freddie -18%, Fannie -17%
    Freddi benoetigt $29 Mrd (bei 7.7 Mrd Marktwert)
    Fannie benoetigt $46 Mrd (bei $15.3 Mrd Marktwert)


    IndyMac stellt Geschaeft vorlaeufig ein -32% (nachboerslich)


    Dass die Krise weitergeht, hatte ich nie in Zweifel gestellt. Allerdings ueberrascht mich dieser zweite Schockwelle, dass sie so frueh kommt.

    aber selbst, wenn es ein komfortableres E Auto geben würde .. wo wäre der Vorteil ?

    Mindestens zweifach bessere Energie-Effizienz als ein Diesel-PKW. Dazu absolut emmisionsfreier Fahrzeugbetrieb (moderne Grosskraftwerke stossen lediglich CO2 aus, falls man den Strom mit fossilen Brennstoffen erzeugt).
    BTW, die transportierte Masse spielt bei E-Fahrzeugen eine untergeordnete Rolle, da regenerativ gebremst wird.


    Uebrigens hat GM noch einen Trumpf im Aermel. Waere schade, wenn der mit einer GM-Pleite verloren ginge.

    Wirkungsgrad Diesel:
    Moderne Dieselmotoren erreichen max. 44% Wirkungsgrad, aber auch nur bei Idelalast. Im normalen Strassenverkehr wird man den Diesel nur teilweise unter Ideallast fahren koennen. Dazu kommen die Verluste beim negativen Beschleunigen (Bremsen), die einfach als Waerme verlorengehen. Ein Diesel-PKW erreicht vielleicht 25% Wirkungsgrad im durchschnittlichen Betrieb. Dazu kommen noch die Verluste bei der Dieselherstellung.


    Wirkungsgrad Lion:
    Die Leitungsnetze in Deutschland haben eine Effizienz von 96%. Die Ladeeffizienz betraegt 99.9% bei Lion, wenn keine Waermeverluste auftreten. Realistisch anzunehmen sind vielleicht 90% Effizienz durch nicht-ideales Laden im Fahrzeugbetrieb. Durch regeneratives Bremsen erreicht man einen sehr hohen Gesamtwirkungsgrad. Erdgas-Grosskraftwerke erreichen einen Wirkungsgrad von max 56%, mit Waeremkopplung sogar max 90%. Nehmen wir nur 50% durchschnittliche Effizienz an, ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad in der gesamten Kette von ca. 43%. Das entrspicht ca. 2-fache Verbesserung gegenueber einem Diesel-PKW, betrachtet man lediglich die Energiegewinnung aus fossilen Quellen. Wenn Wind-, Wasser-, Solar-, Biogas- und Erdwaermekraftwerke noch mit einbezogen werden, sieht die Gesamtbilanz nochmal besser aus.


    Woher kommt der Strom:
    Dabei sind die Kapazitaeten vorhanden, denn Kraftwerke und Leitungsnetz laufen nachts nur auf einem Teil ihrer Kapazitaet. Durch die bessere Auslastung (Lastglaettung) ergeben sich sogar Kosten-Effizenzeffekte fuer die Stromerzeuger und -verteiler. Weiterer Vorteil ist die nahezu schadstofffreie (CO, NOx, SOx, CHx, Partikel) Erzeugung von Strom in modernen, fossil betriebenen Grosskraftwerken.


    Sicherheit:
    Die Sicherheit von Lion-Batterien kann man durch verschiedene Massnahmen verbessern. Das groesste Problem ist bei mechanischer Einwirkung (Unfall) den Separator in Funktion zu halten. Das erreicht man durch die Verwendung von hunderten einzelnen Zellen und den Einsatz von aeusserst hitzebestaendigen und mechanisch belastbarem Separatormaterial (da wurden in letzter Zeit entscheidende Fortschritte gemacht). Dazu spielt die Anordnung im Fahrzeug eine Rolle. In naher Zukunft, mit Einfuehrung der ersten Serienfahrzeuge (Nissan,Daimler, VW in 2010) wird man diese Nachteile vollstaendig loesen und Lion-Batterien werden mindestens genauso sicher wie Benzintanks sein.

    Vielleicht solltest Du das naechste mal zu einem ordentlichen Autoverleiher gehen. Die haben sogar Toyotas.


    Was die Preise angeht, sind gerade Deutsche Modelle hier billiger, ohne die von Dir erwaehnten technischen Nachteile zu haben. Z.B. Mercedes-R-Klasse CDI. Das gleiche Modell kostet hier $45.000+tax, in Deutschland EUR55.000.

    schön pointiert geschrieben. Ich bin auch Ami-Schlitten gefahren. Unergonomisch, alles nur zusammengewürfelt.. so richtig schwerfällig. Hauptsache "viel" und "groß"; auch wenn die einzelenen Technik-Feature nicht zusammenpassen. Alter plunder neu verpackt. Kompakt und Intelligent: Das können die Japaner am besten.

    Wo der Deutsche beim Anfahren und Beschleunigen nach jeder Kreuzung alle Haende und Beine voll zu tun hat, wild auf den Pedalen trampelt und in der Schaltung ruehrt, trinkt der Ami beim Antippen des Gaspedals genuesslich einen Kaffee. Die Automatik gabs schon, da stellten die Deutschen gerade mal Kabinenroller her. Soviel zur Ergonomie.
    Aber ich stimme aber zu, die Amis haben wichtige Trends im Fahrzeugbau verschlafen und Japaner haben jetzt die Nase vorn.

    Die besten Autos kommen aus Deutschland -> MADE IN GERMANY. An die Qualität, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit deutscher Autos kommen die Japaner nicht ran...nicht mal ansatzweise. Das ist die Realität (ich kenn mich aus).

    Was die Qualitaet angeht, haben die Japaner eindeutig die Nase vorn. Lies mal die ADAC Pannenstatistiken der letzten Jahre, obwohl sich das in letzter Zeit zu Gunsten Deutscher Fabrikate verbessert hat.
    Hier in den USA ist Toyota ein Qualitaetssymbol und eine teure Marke, was Alltagsautos angeht. Danach kommen die anderen Japaner und danach erst deutsche Marken und zum Schluss US-Marken, umgekehrt die Preisgestaltung.

    Ich weiss es nicht... sobald ein dicker Fisch stirbt, werden alle erstmal ihre Aktien verkaufen (meine Prognose), egal welcher Hersteller. Dacia und dieser indische Produzent (Name fällt mir jetzt auf die Schnelle nicht ein ?) ) mal ausgenommen (oder auch nicht).

    Alles nur eine Frage des Oelpreises. Autohersteller werden einen Teil ihrer Investitionen abschreiben koennen, wenn keiner mehr SUVs oder Trucks kauft, aber man dort investiert hat. Das betrifft besonders GM, Ford, Chrysler aber auch Toyota, Daimler, VW ... nur unterschiedlich stark. Man muss aber den Nuztfahrzeugsektor mit einbeziehen. Dort sind die Big3 nahezu konkurrenzlos. Was fuer den Deutschen der Transporter ist, ist fuer den Amerikaner der Pick-Up-Truck. Toyota versucht es mit dem Tundra, Daimler hat es mit dem Sprinter (jetzt Chrysler) versucht, aber die Marktanteile bei Nutzfahrzeugen sind sehr amerikanisch dominiert.


    Hallo Tollar,
    hast Du Zahlen zu den Beschäftigten in den USA (Autoindustrie und Zulieferer)? Auch bei den Händlern sind sicher einige Arbeitsplätze in Gefahr...

    Genaue Zahlen habe ich nicht, aber Googeln hilft. Der Arbeitsmarkt ist schon laengst betroffen, Ueberkapazitaeten werden hier quasi ueber Nacht abgebaut. Bei den grossen Werken sieht es etwas anders aus, da dort die Unions was zu sagen haben.

    "Merrill says GM bankruptcy possible": http://biz.yahoo.com/rb/080702/gm.html
    GM benoetigt dringend $15 Mrd und die Banken sind selbst auf Finanzspritzen angewiesen. Ziemlich dramatische Situation um GM, allerdings wuerde ich das Problem nicht allein auf GMs sprithungrigen Modelle zurueckfuehren. Selbst Toyota hat mit ca. 20% Umsatzrueckgang zu kaempfen. Das Problem liegt m.E. eher in einer allg. Verbraucherzurueckhaltung und der restriktiveren Kreditvergabe der Banken, was besonders die Autoindustrie zu spueren bekommt.

    Hallo Tollar,
    es ist immer lohnend, sich mit historischen Finanzkrisen auseinanderzusetzen. Die FAZ-Serie ist deshalb gundsätzlich lesenswert. Allerdings waren die Ausgangsparameter 1857 gänzlich andere als heute. Rechne also nicht mit einem Ende wie in dem Artikel beschrieben:
    So heftig die erste Weltwirtschaftskrise auch war, so rasch wurde sie überwunden. Ende des Jahrzehnts knüpften die Wachstumsraten wieder an den Aufschwung, der mit der Industrialisierung einherging, wieder an.
    Diese Krise ist ungleich fundamentaler. Ende offen.

    Karl Marx hatte vielleicht doch Recht und es kommt zum Ende des Kapitalismus, nur 150 Jahre spaeter. Man sollte sich aber nicht zu frueh freuen, denn nach Karl Marx kommt danach die Diktatur des Proletariats.

    2. wie hoch der Gesamtwirkungsgrad des Systems (Kraftwerk/Stromnetz/Akku im Fahrzeug/Elektromotor) ist.


    Auf jeden Fall wesentlich besser als die Kette Raffinerie/Kraftstofftransport/Otto|Diesel. Ebenfalls wesentlich besser als Wasserstoff Herstellung/Verfluessigung/Verbrennung im OttoMotor, zumal fluessiger Wasserstoff gekuehlt werden muss, wenn man ihn lagern (zum Beispiel im PKW-Tank) will. Dazu kommen zahlreiche Sicherheitsspekte von H2. Bereits heute sind Lion-Elektroautos Wasserstoffautos ueberlegen.