Beiträge von Tollar

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    Original von PMChris


    Im Moment sind zwischen 5000 Milliarden Immobilienwerte (Schätzung Fannie Mac und Freddie MAC) bis 10000 Milliarden US$ vernichtet (Schätzung Karl Denninger Link)


    Realistisch ist ein durchschnittlicher Preisverfall von Wohnimmobilien in Hoehe von 20% am Ende dieses Abwaertszyklus anzunehmen. Bei einem Durchschnittpreis von $220.000 pro Haus waeren das $44.000. Bei 100.000 Mio Haeusern entspricht das einem Wertverlust von $4,4 Bil. Interessant sind dabei nicht die teilweise fiktiven Wertverluste, sondern die Verbindlichkeiten (Hypotheken), die dahinter stehen und dann nicht mehr bedient werden koennen. Solange die Schuldner abzahlen, wird real nichts vernichtet (zumal nur ein Teil der Hausbesitzer nach dem Preisverfall "unter Wasser" sein wird). Interessant ist nur der Anteil der Kredite, die wirklich ausfallen. Bei einer sehr pessimistisch geschaetzen Ausfallrate von 20% aller Kredite (Subprime Ausfallrate bewegt bisher im einstelligen Prozentbereich), wuerden fuer ca. $880 Mrd an Krediten keine Gegenwerte mehr da sein - sprich die Summe die real vernichtet werden wuerde. Das entspricht ca. den pessimistischsten Schaetzungenn ($ 1 Bil). Bernanke schaetzt optimistisch $150 Mrd US-weit, Steinbrueck optimistsich $400 Mrd weltweit.

    $10 Bil bereits angefallene Wertverluste halte ich doch fuer etwas sehr verschwoererisch. Das entspraeche von einem bereits efolgtem Preisverfall von fast 50% landesweit (die Preise muessten bereits auf das Niveau der 80er Jahre zurueckgefallen sein) bei 100% Finanzierung aller Haeuser und wenn alle Kredite ausgefallen waeren.

    Vielleicht bekommen wir den Global Economic Collapse so noch hin:
    [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,542602,00.html]"Betrüger schickt Bankaktie auf Talfahrt - und macht 130 Millionen Euro Gewinn"[/URL]

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    Original von Minos
    ..
    Nur, diesmal wird es anders sein. Die Krise auf dem Immobilienmarkt wird erst Ende 2008 Ihren Höhepunkt erreichen. Folgekrisen sind nicht unwahrscheinlich.
    ...


    Es ist die Frage, was man unter dem Hoehepunkt der Immobilienkrise versteht.


    Der Tiefpunkt der US-Immobilienpreise ist realistisch erst in 4..8 Jahren zu erwarten. Die Immobilienzyklen sind langanhaltende, bestaendige Zyklen. Die Immobilienpreise vom letzten Peak werden inflationsbereinigt in den naechsten 100 Jahren wohl nie wieder erreicht.



    Der naechste Tiefpunkt fuer die Finanzinstitute wird 2010 eintreten, wenn eine zweite Welle von Zins-Resets auftritt. Auf die zweite Welle wird man zwar besser vorbereitet sein, jedoch wird sie die bereits laedierten Finanzhaeuser treffen. Ob die Auswirkungen der zweiten Well staerker oder schwaecher als die erste Welle ausfaellt, kann man nur raten. In der Zwischenzeit sehe ich aber eine Beruhigung der Lage in den USA. Die Massnahmen der US-Regierung und FED werden das schlimmste verhindern und abfedern, aber den Immobilienzyklus werden sie damit nicht nachhaltig beeinflussen.

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    Original von Milly
    Tollar, die Leistungsfähigkeit der fetten dummen Amis steht in dermaßen groteskem Widerspruch zu deren Anspruchsdenken, da kann der Euro auf 2 Dollar stehen, es lohnt sich trotzdem alles nicht (z.B. dort zu produzieren); es gibt billigere Entwicklungsländer :D. Es geht wirklich nur, solange es auf der Welt Dollar-Staubsauger gibt.


    Eben gerade deswegen nuetzt der starke Euro den Europaeern weniger als der schwache Dollar den Amerikanern.


    Dass der Euro bis auf 2 Dollar steigt kann ich mir nur sehr langfristig vorstellen, und auch nur wenn die EZB das Euro-Infaltionsmodell nie aendert.


    Die Amerikaner prinzipiell als fett und dumm zu bezeichnen, finde ich doch etwas zu sehr populistisch. Die USA sind eine Radikaloekonomie: Das Anspruchsdenken aendert sich hier quasi ueber Nacht. Ein gefeuerter Baenker geht auch notfalls in den Supermarkt als Eintueter sein Geld verdienen, wenn es nicht mehr anders geht. Da sieht es mit dem Anspruchsdenken der Deutschen aber ganz anders aus.

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    Original von Tengu1


    Hahahaha! Du hast das also einfach mal so in den Raum geschmissen, ohne es überhaupt wirklich zu wissen? :D


    Ohne Worte. :rolleyes:


    Ich weiss es, denn noch keinem, den ich kenne, ist es hier gelungen auf der Bank Euro- gegen Dollarnoten umzutauschen. Ich selbst habe es daher nie probiert. Deswegen wollte ich es noch mal ganz genau wissen und habe mich ganz genau vor Ort kundig gemacht. Wie die Situation genau aussieht, steht im vorherigen Artikel.

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    Original von Tollar


    Ich werde das mal nachpruefen.


    Das hat mich ja so gewurmt und ich bin auf dem Weg zur Arbeit mal bei ein paar Banken vorbeigefahren. Ich muss hier auch etwas zurueckrudern, denn mehrere Banken nehmen Euro-Noten. Im Prinzip geht es bei einigen Banken, wenn auch mit Hindernissen. Also jetzt ein paar Fakten von ganz real Erlebtem aus erster Hand vor Ort und nicht irgedwelches Wissen aus reisserischen Zeitungsartikeln. Ich war in Filialen der groessten US-Banken hier im Silicon Valley (ca. 2 Mio Einwohner), einer Gegend mit ziemlich viel internationalem Privat- und Geschaeftsverkehr:


    Citibank: Euros werden angenommen, werden jedoch nur auf das eigene Konto gutgeschrieben. Kein Barumtausch. Tageskurs 1.44


    Bank of Amerika: das gleiche. Umgetauschte Euros werden nur aufs Konto bei der B of A gutgeschrieben. Tageskurs 1.48.


    Washington Mutual: Keine Umtausch oder Annahme auslaendischer Waehrungen.


    Bei Gelegenheit werde ich Euch von weiteren Banken berichten.


    Es soll spezielle Exchange-Offices geben, die bar umtauschen, aber die Bankangestellten konnten mir keins auf Anhieb nennen. Es ist also prinzipiell nicht so einfach und teuer. Fuer den Touristen sowieso nicht machbar (da kein Konto). Fakt ist eben, Dollars werden in Deutschland wesentlich einfacher angenommen als Euros in den USA. Soviel zum Thema Leitwaehrung.


    Wer es nicht glaubt, kann ja selbst bei den Banken anrufen.

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    Original von Tengu1
    Citigroup tagestief heute bisher -42%

    Jetzt gerade ca -25%


    Wassn da los? ?(


    Das meinte ich mit Panik-Parolen in 36er Schrift fett.


    CITIGROUP INC
    (NYSE: C)
    Last Trade: 21.82
    Trade Time: 11:43AM ET
    Change: Up 1.41 (6.91%)


    Es gibt in den USA ganz wenige wie keine Banken, die andere Waherungen umtauschen. In den grossen Touristenzentren wie San Francisco kann man in ein paar Wechselstuben oder Hotels oder Andenkenlaeden zu irrwitzigen Kursen umtauschen. Das sind die Plaetze, wo sich der Schreiberling dieses Artikels verirrt hat und nun glaubt in den USA setzt sich der Euro durch. Nur kann das in Deutschland keiner nachpruefen und der Quatsch wird abgekauft. So ist das, wenn man den Mainstream Medien glaubt. Vor Ort sieh das Bild aber anders aus.

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    Original von Silveradder


    Wie kann ein schwacher Dollar das Leistungsbilanzdefizit der USA senken ? Wenn der Dollar schwächer wird, kostet die USA die gleiche Gütermenge MEHR Dollars. Und das führt zu eingem größeren Leistungsbilanzdefizit, nicht zu einem kleineren.


    Auf kurze Sicht gerechnet, ist das richtig. Es gehen aber auch die Importe zurueck und die Exporte steigen. Airlines werden oefter zu einer Boing greifen, als zu einem Airbus. Aldi kann Computer billiger anbieten und steigert damit Umsatz. Es fliessen mehr Royalties aus Soft- und Hardware zurueck in die USA. Firmen die schon vorgesorgt haben, wie beispielsweise BMW, koennen einfach die Poduktion in den USA hochfahren und in Deutschland runterfahren. Auf lange Sicht regt das alles die Investitionstaetigkeit im Dollarraum an. Europaeische Unternehmen werden bei einem anhaltend schwachen Dollar vermehrt in den USA investieren. Airbus wollte schon immer seine Produktionsstandorte in den US-Dollar diversifizieren, jetzt bauen sie ja ein Werk in den USA auf (nicht nur wegen dem Ruestungsdeal).


    Nun beruhigt Euch mal wieder. Dass irgendein Wechselimbiss den Dollar nicht mehr angenommen haben soll, ist noch lange kein Zeichen, dass der US-Dollar implodiert. In den USA wirst Du kaum eine Bank finden, die Dir die Eruos abnimmt. Steht deswegen der Euro nun vorm Kollaps ?


    Denke mal Meinungen austauschen tut hier jeder. Manche bringen nicht mal das, sondern nur Fratzen, Bildchen und Panik-Parolen in 36er Schrift fett .
    Aber der von Dir zitierte Satz ist Fakt und nicht irgendeine Meinunung.

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    Original von durran
    die deutsche bank ist deshalb so erfolgreich nicht weil sie schlauer war als andere sondern einfach besser vertuscht.


    die risiken im subprime markt haben sie allesamt in außerbilanzielle gesellschaften ohne veröffentlichungspflicht geparkt - somit treten diese immensen verluste derzeit noch nicht auf. zumindest nicht in der bilanz der deutschen bank .


    ich hatte gestern schon woanders geschrieben das im raum cleveland die deutsche bank tochter - deutsche bank trust - innerhalb der letzten 12 monate 7000 zwangsversteigerungen betrieben hat - we rechnen kann weiß das wenn sie pro einheit 100 000 $ verloren haben es sich allein cleveland um die 700 millionen $ verlust handeln dürfte.
    und ich möchte nicht wissen wieviel hundert clevelands es in den usa gibt.


    700 Mio ? Das sind fuer die Deutsch Bank doch nur Peanuts. [Blockierte Grafik: http://www.ftd.de/asset/Image/2007/12/we/80schneider_t.jpg]

    Man sollte auch eins beachten: ein schwaechelnder Dollar senkt das Leistungsbilanzdefizit der USA. Irgendwann kehrt es die Warenstroeme um und erhoeht wiederum die Nachfrage nach Dollars. Ein anhaltend schwacher Dollar regt auch die auslaendische Investitionstaetigkeit in den USA an.

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    Original von GOLD_Baron


    Davon redet keiner. Schau Dir an, was für Vermögen auf deutschen Konten und Sparbüchern schlummern. 1% davon in Silber ist realistisch. Alleine das würde immense Bewegungen auslösen.


    Ob die Deutschen allein eine Silberboom ausloesen koennen, wage ich zu bezweifeln. Schau mal in anderer Laender Leute ihr Sparbuch, besonders bei den Amis.


    Wer Bares umtauscht, hat sowieso Geld zu verschenken. Billiger und unkomplizierter gehts mit Traveller-Checks oder Kreditkarte.