Beiträge von Tollar

    Es ist nur ein Bruchteil davon, denn es sind auch die zu ersetzenden Banknoten enthalten. Manche Nominale haben nur eine Lebensdauer von einigen Monaten. Versuch mal noch einen Schein mit der Unterschrift vom Düsenberg zu finden. Bei kleineren Scheinen fast unmöglich, die sind längst wieder im Shredder gelandet.

    Wieviel % aller Geldscheine ist wohl schon wieder "geshreddert" worden ?

    gruenundblau, egal ob man die Bargeldvergabe drastisch einschraenkt, um nicht die Regeln des Geldsystems zu verletzen, oder die Regeln des Geldsystems bewusst verletzt: In beiden Faellen wuerde es das Vertrauen in das Geldsystem schwer erschuettern = GAME OVER.

    Noch ein paar Anmerkungen zu Giralgeld und BankRun:

    Ein Sichtguthaben erfüllt nämlich alle Geldfunktionen der Banknoten.
    Es steht für Bargeldauszahlungen wie auch für Umbuchungen
    jederzeit zur Verfügung.

    http://www.bundesbank.de/downl…ng/geld_sec2/geld2_03.pdf


    Man hat also einen gesetzlichen Anspruch auf Bargeldauszahlung.



    Anders als die Banknoten und Münzen ist das Giralgeld kein gesetzliches
    Zahlungsmittel. Doch wird es im Wirtschaftsleben allgemein
    akzeptiert.
    http://www.bundesbank.de/downl…ng/geld_sec2/geld2_03.pdf


    Niemand muss Giralgeld akzteptieren, beim Bankrun ist daher nur das gesetzliche Zahlungsmittel gefragt - sprich Geldnoten und Muenzen (es sei denn, man aendert fundamental Gesetze).



    Banknoten im Umlauf: 773.000 Mio EUR
    Muenzen im Umlauf: 20.892 Mio EUR


    http://www.ecb.de/stats/euro/circulation/html/index.en.html


    Produktionsmengen Banknoten:
    2010
    264.910 Mio Eur
    2009 475.973 Mio Eur
    2008 129.252 Mio Eur
    2007 260.000 Mio Eur
    2006 186.000 Mio Eur
    2005 185.850 Mio Eur
    2004 107.984 Mio Eur
    2003 103.613 Mio Eur
    2002 115.005 Mio Eur
    ...
    http://www.ecb.de/stats/euro/production/html/index.en.html


    Geldmengen:


    M1: 4.340.300 Mio EUR
    M2: 8.198.200 Mio EUR
    M3: 9.445.900 Mio EUR


    http://sdw.ecb.europa.eu/browse.do?node=2018810



    Fazit:


    3.546.408 Mio EUR muessen demnach reine Sichteinlagen (M1 - Banknoten im Umlauf) sein, auf die eine sofortige Auszahlung ein gesetzlicher Anspruch besteht.
    1.828.587 Mio EUR sind bisher als Banknoten gedruckt worden oder sind in Planung (siehe Produktionemengen).


    Nicht durch Banknoten gedeckte Sichteinlagen (jederzeit auszahlbare Giroeinlagen): 1.717.821 Mio EUR (die Muenzen auf Halde jetzt mal aussen vor)

    Problem ist doch vielmehr, das diese Gelder nicht mehr da ankommen, wo sie eigentlich hin sollen, stattdessen versickern sie sprichwörtlich bei den Geschäftsbanken,

    Ich bezweifle zudem, dass riesige Geldmengen bei den Banken rumliegen. Die reingepumpten Gelder wurden doch benoetigt, um Loecher zu stopfen, anderfalls haette nie ein Notfall vorgelegen.

    Sehe ich nicht so.
    Es reicht aus, die erste Nachfrage zu überfluten - dann merken die Leute, dass die Banken nicht pleite gehen und weitere Bankruns bleiben aus.
    Außerdem können die Banken den Output reduzieren - jeden Tag gibt es pro Person 500 Euro. Wer mehr will, muß morgen kommen.
    Und morgen gibt es schon die neue Lieferung. Außerdem denke ich, dass bereits vorgedruckte Scheine tonnenweise eingelagert wurden.

    gruenundblau, egal ob man die Bargeldvergabe drastisch einschraenkt, um nicht die Regeln des Geldsystems zu verletzen, oder die Regeln des Geldsystems bewusst verletzt: In beiden Faellen wuerde es das Vertrauen in das Geldsystem schwer erschuettern = GAME OVER.

    Altes Geld von Ausländern verlässt die US Staatsanleihen. Und es wird ersetzt durch frisch erschaffenes FED-Geld, dass direkt erschaffen wird,
    um danach durch POMO, QE in US Staatsanleihen zu fließen.

    Das Geld was jetzt fehlt, wird lediglich ueber die zahlreichen Trickser-Programme immitiert. Es fehlt aber real. Solange sich kein echter Kreditgeber findet, es wird ueber die "Somapomos" staendig umgebucht, bis sich ein Geldgeber findet oder auch nicht. Die Schulden steigen trotzdem. Hier wird ein gigantisches Geld-Vakuum geschaffen. Das ganze sehe ich eher als ein Symptom einer fortgeschrittenen Deflation.

    Deswegen - theoretisch kann es keine BANK-RUNS mehr geben. Selbst wenn es diese gibt, die EZB kann neues Geld als Ersatz erschaffen und die Lücke auffüllen.
    Digital - ohne Papier!

    Ein Bank-Run ist immer mit der Einloesung des Kontostands in Papiergeld verbunden - keiner wird sich mit einem elektronischen Kontoauszug zufrieden geben. Die EZB muesste dann die komplette Giralgeldmenge drucken lassen, damit keine Bank mehr pleite gehen kann. Man wuerde Giralgeld komplett zu Bargeld machen, was eine Aushebelung des FRB-Systems bedeuten wuerde = GAME OVER.

    tut, Mindestreserve und Haben-Zinssatz ist m.M. nach zwei voellig verschiedene Dinge. Die Mindestreserve muessen die Banken bei der Zentralbank als Sicherheit hinterlegen, ohne dass sie dafuer Zinsen bekommen (sie bekommen ja Zinsen auf Reserve geteilt durch Reservesatz vom Kreditnehmer). Der Haben-Zinssatz ist fuer bei der Zentralbank hinterlegtes ueberschuessiges Geld, welches die Banken gerade nicht benoetigen. Korrigiere mich, wenn das so nicht stimmt.


    nicht ganz:
    "Net Foreign Acquisition of Long-Term Securitier ..." also Zukäufe zusätzlicher US-Bonds durch das Ausland (wer immer so viele Dollars haben mag 8) ) ohne Berücksichtigung des Überrollens auslaufender Bonds
    dass der Chart die Nulllinie erreicht hat, signalisiert also nur einen "Käuferstreik" und noch keinen Abverkauf!
    aber was nicht ist ...

    Richtig, es zeigt die Staerke des laufenden des Kapitalflusses Richtung USA an. Er ist zum Stillstand gekommen. Es baut sich jetzt eine Spannung zum weiterlaufenden Aussenhandelsdefizit auf. Irgendwann muss der Knoten platzen.

    50% mag sein. Die Verteilung sieht denke ich aber so aus. Es sind nicht 50% Gewinner und 50% Verlierer! Eine kleine Minderheit kann Großteil des Gewinns erlangen und der Rest verliert.

    50% rein statistisch gesehen bei gleich effizienten Marktteilnehmern. Aber in der Praxis hast Du recht, denn es gibt abgesehen von ungleich verteilter Intelligenz immer die Leute mit dem gewissen "Informationsvorsprung" ;)

    Das ist aber auch egal, Ziel ist es die langfristigen Schwankungen auszunutzen.


    Das Spiel haben wir nicht erfunden - aber das Spiel muß nun gespielt werden - andernfalls wird man ewig nur verlieren.
    Da alle beim Aktienhandel gewinnen wollen, ergibt das ein Problem. Den alle können nicht gewinnen.

    Wer von Anfang daran glaubt, der Gewinner zu sein, ist bereits Opfer dieser Gehirnwaesche geworden. Die Wahrscheinlichkeit betraegt 50%, nach Abzug der Gebuehren ist das ein Verlustgeschaeft. Wie Du selber sagst, koennen nicht alle Gewinner sein, es muss auch Verlierer geben, andernfalls wuerde die Boerse nicht funktionieren. Wenn es wenigstens ein faires Spiel waere wie im Casino, koennte man sagen "Sport frei", aber es wird doch bei diesem Spiel nach Strich und Faden beschissen.

    Das Problem ist nur, dass wir nicht nur beim Aktienhandel nach Strich und Faden betrogen werden (bei Aktien hat man ja gerade noch eine gewisse Aus-Wahl, wenn auch keinen Einfluß), sondern bei allem, was monopolisiert wurde - so auch bei den EMs (einen Schlupfwinkel lassen sie auch da nicht offen).

    Ja sicher, der Beschiss lauert ueberall. Es gibt aber noch Werte, in die man "investieren" kann, damit man im Alter versorgt und/oder sich selber versorgen kann, ohne Schmarotzern auf den Leim gehen zu muessen.

    In demnächst folgender Deflation werden die Schulden solche Leute erdrücken.

    Loehne und Gehaelter sind in den USA in der Privatwirtschaft stark ruecklaeufig, letzten Monat 7% im US-Durchschnitt. Ich hoere hier in den USA immer wieder von Bekannten ueber freiwillige oder verordnete Gehaltskuerzungen, 5..8% sind ganz normal - andernfalls Job weg.

    Man kann kritische oder hirnwaschende Aktienblaetter lesen, es aendert nichts an der Tatsache: Der Aktienmarkt ist von vorne bis hinten Beschiss. Kapitalerhoehungen, Bilanzfaelschungen, Stock Options Backdating, Naked Short Selling, HF Trading, Insidergeschaefte usw. usw.. Heute wird den Tricksern auf die Finger gehauen, morgen finden sie neue Tricks und Schlupfloecher, das ist ein ewiger Wettlauf gegen die kriminellen Abzocker dieses Systems, den man als naiver Aktieninvestor nicht gewinnen kann ... hier kann man langfristig nur gewinnen, wenn man beim Beschiss mitmachen darf oder selber Teil dieser Vermarktungsindustrie ist. Fuer den Rest ist das nur ein Verschiebebahnhof fuer Geld, die einen haben Glueck, die anderen haben Pech. Die Masse kann im Durchschnitt nur gewinnen, wenn nach Abzug der Schmarotzergebuehren es langfritig mehr Kaeufer als Verkaeufer gibt und das funktioniert nur bei steigendem Wohlstand und wachsender Bevoelkerung, wenn die Zufluesse aus produktiver Arbeit groesser als der Abfluesse fuer die Versorgung im Alter sind. Langfristig kann das "Geldverdienen" an der Boerse nur bei exponentiellem Wirtschafts- und Bevoelkerungswachstum funktionieren, alle anderen Behauptungen sind nur das Markgeschrei der Nutzniesser dieses Geldverschiebebahnhofs.