Beiträge von Tollar

    Dürfen Pensionsfonds überhaupt physisch in Gold investieren?

    Was die USA angeht: Die Masse steckt in den 401k (Fidelity), dort kann man eh nur in Mutual Fonds (die letztendlich long in US-Titel aus Dow, S&P, Russel 2000 etc oder in Bonds ) investieren. In IRAs, wo das Volumen wesentlich kleiner ist, nur ueber Papier. Nur ein sehr kleiner Teil der IRAs lagert in persoenlichen physischen Goldaccounts (im Prinzip wie Schliessfaecher).

    Erzähl das mal den hartgesottenen " tollar ". Der wird dich mit einer Flut von Gegenargumenten erschlagen wollen. a ) es kann nicht sein b )es darf nicht sein :D

    Hartgesotten bin ich in der Frage, ob diese Rally fundamental nachhaltig oder nur eine manipulierte Casinoshow ist. Ansonsten ist mir die Richtung egal, Hauptsache sie wechselt immer mal. Ich halte derzeit sowieso nie laenger als 1..2 Tage, weil die Manipulationen fuer den Nicht-Insider absolut unberechenbar sind und diese Rally sehr fragile Erscheinungen zeigt, was man besonders in der letzten Stunde des Handels in New York immer wieder sehen kann.

    Theoretisch ja, aber ziemlich hypothetisch und unwahrscheinlich mE. das Letztere. Bislang und nicht absehbar verficht die FED weiter einen anderen Weg, dessen Gefahr absehbar ist:


    ... If Bernanke and company cannot shrink the balance sheet once banks begin to lend with abandon once again, the likelihood of hyperinflation skyrockets.

    Das ist doch nur das Problem danach. Erstmal muss die Deflation bewaeltigt werden und dazu sind noch viel mehr Massnahmen notwendig, andernfalls kann man ewig auf die erhoffte Inflation warten und sie wird nicht passieren. Man sollte ueber weitere, unkonventionelle Massnahmen nicht ueberrascht sein.

    Die Welt-Redakteure hatten offenbar einen Anruf aus Frankfurt oder Berlin:


    Angstkäufe vorbei: Anleger stoßen tonnenweise ihre Goldvorräte ab 8|


    Leider verrät der Artikel nicht, wer die angeblich abgestossenen Tonnen gleich wieder vom Markt kauft. Der Chinese war's jedenfalls nicht. :D

    ...Die Notenbanken dürften also alles daran setzen, einen Goldpreisanstieg abzubremsen, damit nicht noch mehr Geld in das Edelmetall abwandert....


    Ich kann sie sogar sehen, die Angst in ihren Augen. Nicht bei den Goldkaeufern - aber bei den Banken. :D

    M.E. wirds die Erbschaftssteuer bringen

    Erbschaftssteuer, Vermoegenssteuer, Boersensteuer ... das kommt auf jeden Fall gut an im Wahlkampf. Bei der Umsetzung werden dann auf einmal die bekannten Nachteile "auftauchen" (Kapital ist bekanntlich scheu wie ein Reh) und dann werden alle den "Guertel enger schnallen" muessen.

    Auch Betrachtung zu Gold in Deflation und Inflation:


    "...Deflation is the poison du jour of our unconstitutional central bankstas and it will likely last longer than most gold bugs think. Hyperinflation is not necessary for Gold to maintain its value, one the functions money is supposed to perform. Most who have not studied history don?t realize that Gold is a better protector of wealth during deflation than during inflation...." ?)

    Fuer mich ein logischer Zusammenhang - Gegenteiliges halte ich fuer einen weit verbreiteten Irrtum. Der boesartigen Deflation gibt es nur ein Entkommen: Kuenstliche Entwertung von Bargeld, weil die natuerliche Entwertung in der Deflation ausscheidet. Zudem hat man keinen Goldstandard, wo man per Dekret den Goldwert des Dollars beliebig aendern kann. Das macht m.E. die Krise noch verheerender als die GD. Deswegen wird man zu drastischeren Massnahmen schreiten, z.B. wie ein Harvard-Oekonom erst kuerzlich gefordert hat: negative Zinsen und den US-Dollar zum Freigeld machen, indem man jeden zehnten Dollar-Schein pro Jahr an Hand der Seriennummer fuer wertlos erklaert. Wo wird dann wohl die Liquiditaet bei allgemeiner Preisdeflation (Aktien, Immobilien, Rohstoffe) hinfliessen, um sich vor dieser Art Cash-Steuer zu schuetzen ?

    Der Derivate-Markt hat schon Blueten getrieben, da wurden Produkte auf den Markt gebracht, mit denen man auf den Bankrott ganzer Staedte und sogar Staatshaushalte ganzer Laender wetten kann. Gut denkbar, dass da mit zweifelhaften Geschaeften sogar nachgeholfen wurde. Die Justiz ist da eigentlich fehl am Platze, denn unser Rechts- und Wirtschafstsystem hat diese Dinge ja alle legalisiert. Wuerde mich nicht wundern, wenn solche Ermittlungen in Sande verlaufen und die Opfer fuer diesen "Enteignungsversuch" letztendlich als Strafe sogar noch draufzahlen muessen.

    Selbstverständlich, tue ich hiermit, und gerne für dich.

    Kann kaum glauben, was Du fuer einen Bullshit hier schreibst, obwohl Du Dich ja auskennst. Neulich begruendeten Haendler den fallenden Goldpreis mit Schweinegrippe und Wirtschaftskrise. Du weisst ja wie der Goldpreis manipuliert wird, genauso ist es auf den Aktienmaerkten (Timmy zieht die Faeden, wie Du selber schreibst). GDP -6,1% in Q1, unter den Erwartungen, wird vermutlich auf -7% revidiert, trotzdem steigen die Aktienmaerkte ... ein Werk von Government Sachs.


    Spielen kann ich auch im Casino, da gibt es wenigstens klare Regeln.

    denke, daß wenn dann nach dieser Defla die Infla folgt, Hartz4 u.ä. nicht mehr so schnell angepasst wird wie die Preise steigen

    Du wirst Dich wundern, wie schnell Hartz und Renten den Preisen angepasst werden ... und zwar den fallenden Preisen. Fuer Renten wurde es ja schon angekuendigt.

    Zulieferpreissenkungen waren in DE schon seit Jahren normal. Da wurden die Zulieferer von den großen Autofirmen geknebelt.

    Lohnsteigerungen waren in D ja auch immer sehr moderat. Dann fallen eben die "Lohnsteigerungen" von +2% auf -20%, anstatt von +5% auf -15% - in der Gesamtbilanz macht es wenig Unterschied, aber umso ausgepraegter wird die Deflation sein.

    Lohn- und Zulieferpreissenkungen waren hier in den USA schon seit 1-2 Quartalen zu beobachten, hatte dazu etliche Meldungen reingestellt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieser Kreisel auch in D anfaengt zu drehen. Nun kommt die Sache endlich auch in den Koepfen an.

    http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien?ent/505988.html


    Zitat
    Um die Kapitalinhaber auch bei negativen Zinsen zum Verleihen zu bewegen, könnte folgender Sanktionsmechanismus greifen: Die Fed nennt eine Ziffer zwischen null bis neun. Alles umlaufende Bargeld wird mit einer Seriennummer versehen. Wenn die Nummer mit der jeweiligen Ziffer endet, würde das Geld nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert. Folglich läge die Rendite der Geldhaltung bei Minus zehn Prozent. "Das würde dazu führen, dass die Menschen glücklich wären, zu einem Zins von minus drei Prozent Geld zu verleihen"

    Wenn Harvard-Ökonomen jetzt schon Freigeld in Erwaegung ziehen, ist ein Goldverbot der naechste Schritt.

    "Börse Go - New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 14,90 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 893,30 Dollar. Händler begründen den größten Tagesverlust für das Edelmetall innerhalb der letzten drei Wochen mit der Sorge, dass die Schweinegrippe die Erholung der Weltwirtschaft verzögern und gleichzeitig zu einer sinkenden Nachfrage nach Gold führen könnte.
    "


    http://de.news.yahoo.com/wirtschaft.html

    Folgt man dem Link, liest man aber:
    Regierung erwartet Wirtschaftsabsturz um sechs Prozent Nachtvorschau


    Da koennte man das Argument fallender Goldpreise noch irgendwie nachvollziehen, aber steigende Aktienkurse ?

    Sachwerte (inklusive Edelmetalle) werden in 2 - 3 Jahren höchstwahrscheinlich viel günstiger zu haben sein. Aber muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Selbst ein Jens Ehrhardt sagt folgendes im Interview mit MONEY:

    In der Deflation wird das Geldhorten stimuliert, was aber auch potentielle Risiken und praktische Probleme mit sich bringt. Deswegen behaupte ich: die Deflation wird den Goldpreis (aber auch nur dem Goldpreis) trotz allgemeinem Preisverfall von Sachwerten und Rohstoffen stuetzen, weil physisches Gold (aber nur Gold) hier die meisten Vorteile hat. Von einem stabilen Goldpreis bei sinkenden Loehnen, Energiepreisen und dergleichen sollten vor allem die Goldproduzenten profitieren.

    S&P/Case-Shiller Composite 10 -18,8%
    S&P/Case-Shiller Composite 20-19%
    (Preisaenderung im Vergleich zum Vorjahresmonat)
    Der S&P/Case-Shiller Composite misst die Hauspreise in den 10 bzw. 20 wichtigsten Grossstaedten/Ballungsgebieten in den USA.