Beiträge von Tollar

    Habe ich gestern Abend auch zufällig im Fernsehen gesehen, es ging da um großangelegte Besichtigungstouren in Florida und wie viele Deutsche dort auf schon auf der vermeindlichen "Schnäppchenjagd" auf Immobilien in besten Lagen sind. :D

    Habe auch mal eine Sendung vor einem Jahr gesehen, wo Franzosen Appartments im Miami gekauft haben, weil sie dachten es waere eine gute Investition. Fuer solche Investments muss man nur viel Geld mitbringen, denn selbst wenn sich die Preise stabilieren sollten, sind US-Immobilen wegen ausbleibenden Mietern und hoher Nebenkosten ein Fass ohne Boden. Dazu kommt der Ghost-Town-Effekt: ganze Siedlungen oder Appartment-Turm-Komplexe wurden aus dem Boden gestampft und haben eine hohe Leerstandsrate, was Kriminalitaet anzieht und die Nebenkosten, die dann auf die wenigen Eigentuemer umgelegt werden, explodieren laesst, .

    Cheerleader Juergen im Hyperaktiv-Modus ... da ist was im Busch.
    Heute wurden komische Flugzeuge ueber New York gesichtet, NYs Polizei ist ueberrascht (angeblich fuer Photoaufnahmen) - Aktienkurse brechen ein (warum das ?) ).
    Ich bleibe in Cash und baue vorsichtig ein paar Short-Positionen auf.
    Viel Glueck allen Longs !

    China hat viele, viele Dollars und fürchtet eine Abwertung des USD. Trotzdem tun sie das!
    These: China hat Gold als Druckmittel erkannt, um die USA vor einem hemmungslosen Abwerten des Dollars abzuhalten:
    Indem sie Gold kaufen (oder dem Weltmarkt das chinesische entziehen), treiben sie tendentiell den Goldpreis und stützen ihre Währung - Der Wink mit dem Zaunpfahl: wenn ihr abwertet, dann werden wir eine Weltleitwährung bauen.

    Hier passt die Analyse nicht mit der These zusammen. Die Chinesen fuerchten ein Abwertung des Dollars, deswegen stuetzen sie ihre Waehrung (und werten damit den Dollar noch mehr ab) ??? Das ergibt einen Sinn.


    China fuerchtet ein Abwertung des Dollars, deswegen werden sie ihre eigene Waehrung abwerten und den Dollar stuetzen, damit ihre Exportindustrie konkurrenzfaehig bleibt. Ueber die Goldreserven haben sie ein Intrument, den Dollar zu steuern.

    So neu ist das nicht. Steinbruch hat schon vor Wochen die möglichen Risiken öffentlich auf bis zu 853 Mrd. beziffert. Das sind Maximalanahmen in Vorbereitung möglicher Bürgschaftsrahmen des Bundes. Z.B. sind in dieser Summe auch durchaus "werthaltige Papiere" enthalten, die aber nach neuer Definition nicht mehr zum Geschäftsmodell einer "good bank" gehören sollen, d.h. ggf. Aktiva einer "bad bank" werden würden. Die Ziffer würde ich deshalb nicht allzu hoch hängen.

    Da kommen wir der Sache schon naeher. Wenn 816 Mrd toxisch oder nicht handelbar sind, kann man sie wohl kaum als werthaltig bezeichnen. Wenn die Gesamtrisiken lt. Steinbruch 853 Mrd betragen, und lt. Bafin 816 Mrd wertlos sind, dann koennen nur 37 Mrd werthaltig sein. Diese Relation ist ja durchaus denkbar.



    "werthaltige Papiere" enthalten, die aber nach neuer Definition nicht mehr zum Geschäftsmodell einer "good bank"


    Vermutlich ist das die Sprachregelung des Finanzministeriums fuer Inkasso-Material, weil es eben nicht mehr zum Geschaeftsmodell einer Bank passt. Jedes Ding hat seinen Preis am Markt, sollte es noch irgendwie werthaltig sein. Dass man fuer viele Papiere keinen Preis finden kann ist Unsinn und liegt am fehlenden Willen der Banken den Markt fuer diese Papiere weiter zu oeffnen. In den USA werden solche von Banken "nicht handelbaren" Papiere dennoch gehandelt, und zwar von Inkasso-Vereinen fuer "Pennies on the Dollar".

    Ich hab grad im Videotext gelesen, dass irgendein eigentlich geheimes Dossier in Sachen faule Wertpapiere/Kredite durchgesickert sein soll; in dem die Rede von ca. 820 Mrd. Euro nur bei deutschen Banken ist.

    Front Page Artikel auf Spiegel.de (hier in voller Laenge, bevor in die Staatsanwaltschaft dort kassiert).


    Bafin beziffert Kreditrisiken auf 816 Milliarden Euro


    Ein geheimes Papier der Bafin ist öffentlich geworden - und sorgt für Aufregung: Für 17 Banken schlüsselt es milliardenschwere Risikoposten auf. Die Behörde warnt vor Fehlinterpretationen und hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.


    Hamburg - 816 Milliarden Euro - darauf summieren sich die Engagements deutscher Banken in problematischen Geschäften. Die Zahl klingt gewaltig und dürfte laut Bundesfinanzaufsicht Bafin nicht öffentlich sein. Die Bafin hat inzwischen die Staatsanwaltschaft München eingeschaltet. Die veröffentlichte Aufstellung sei "streng vertraulich" gewesen. Ihre Weitergabe stelle "möglicherweise einen Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht dar", heißt es zur Begründung.
    Die Zahl von 816 Milliarden, über die die "Süddeutsche Zeitung" am Freitagabend berichtet, ist dabei weniger überraschend. Neu an dem jetzt veröffentlichten Bafin-Papier, das auch dem SPIEGEL vorliegt, ist, dass erstmals nicht nur die geschätzte Gesamtsumme aller Risiken genannt wird - sondern dass detailliert aufgeschlüsselt ist, welche Kredite und Wertpapiere einzelne Banken konkret in problematischen Geschäftsfeldern besitzen.
    Die 816-Milliarden-Summe setzt sich nach SPIEGEL-Informationen so zusammen:

    • Landesbanken: 355 Milliarden Euro
      Davon 180 Milliarden toxische Papiere, 175 Milliarden Euro derzeit nicht handelbare Papiere. Allein für die HSH Nordbank setzt die Bafin rund 100 Milliarden Euro an - etwa 13 Milliarden Euro davon sollen Giftpapiere sein. Nach Informationen der "SZ" sind bei der Landesbank Baden-Württemberg 92 Milliarden in der Bilanz, bei der Westdeutschen Landesbank 84 Milliarden.
    • Hypo Real Estate: 268 Milliarden Euro
    • Volks- und Raiffeisenbanken: 54 Milliarden
      25 Milliarden davon toxische Papiere und 29 Milliarden derzeit nicht handelbare Papiere.
    • Privatbanken - wie Commerzbank und Deutsche Bank: 139 Milliarden Euro
      Davon werden 53 Milliarden als toxisch angesehen, 86 Milliarden als nicht handelbare Papiere. Die Deutsche Bank hat allerdings so gut wie keine Giftpapiere.

    Eine Bafin-Sprecherin bemühte sich am Abend um Schadensbegrenzung. In die als Risikobeträge angeführten Zahlen seien auch Vermögenswerte eingeflossen, "die nach Angaben der Banken nicht mehr zur aktuellen Geschäftsstrategie passen und die daher ausgegliedert werden könnten", sagte sie SPIEGEL ONLINE.
    Bei den einzelnen Angaben handele es sich zum Teil um Bruttobeträge. Risikovorsorge, Sicherheiten und Gegengeschäfte seien nicht berücksichtigt. Ein Teil der Summe seien zudem "Staatsanleihen, deren Ausfallrisiken als extrem gering einzustufen seien". Die Sprecherin betonte, die Liste lasse keinerlei Rückschlüsse auf eventuelle Risiken, Verluste oder gar die Bonität der aufgeführten Kreditinstitute zu. "Wir warnen vor einer Fehlinterpretation der Aufstellung." Auch Bundesbank-Präsident Axel Weber warnte am Freitagabend in Washington vor der Annahme, dass alle aufgeführten Summen ausfallgefährdet seien.

    Na na na, das Merkel hat doch Panikmache verboten.


    Chinas Exporte sind um 20% runter, trotzdem soll das GDP der Chinesen 6%+ wachsen in 2009. Nun machten die Exporte Chinas zuletzt 40% am GDP aus, gewichtet muesste die Wirtschaft Chians also in den restlichen Bereichen um 23% wachsen. Entweder brummt es wirklich dermassen in China oder die GDP-Zahlen sind falsch. Kann mir das jemand erklaeren ?

    Juergen, was ist los ? Hast Du die Fronten gewechselt und als Cheerleader die Longs verlassen und spielst jetzt bei den Shorts ?


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    Dieser Stresstest impliziert nun aber auch ein Art Totalgarantie für die betroffenen Banken. Da sie nun ja ihren TÜV offiziell bestanden haben, müsste eine jede innerhalb der nächsten zwei Jahre ohne Murren bei etwaigen Schwierigkeiten von der Regierung aufgefangen werden, denn in einem solchen Falle hätten sich ja die staatlichen Regulatoren geirrt und nicht die Bank selbst.

    Quasi ein Persilschein fuer die Banken, sie koennen wieder maximale Risiken in ihren Geschaefstmodellen aus der Vor-Finanzcrash-Aera fahren, ohne aber das geringste Risiko des Bankrotts eingehen zu muessen.

    REISEVERBOT GEGEN DIE KRISE


    http://www.focus.de/finanzen/b…die-krise_aid_392999.html


    Soweit sind wir schon gekommen. Bin enttäuscht von Otte. Das ist fast eine Art Protektionismus. Die Leute sollen im Land verbleiben und dort das Geld ausgeben und so die Wirtschaft "ankurbeln". Tja, in Wahrheit wird es aber alles verschlimmern.

    Und auslaendische Touristen werden zum Zwangskonsum verdonnert, so wie beim Zwangsumtausch in der DDR.

    Von den neuen Pfunds kaufen die Banken wieder frische Staatsanleihen, und schwupps ist das neue Geld im Umlauf.

    Das ist falsch, dadurch kommt kein Penny in Umlauf. Es blaeht nur die Bilanzen der Zentralbank auf. Wie soll bei diesem Kreislauf Geld in Umlauf kommen ? Es kann nur mehr Geld in Umlauf kommen, wenn der Staat mehr Geld ausgibt, als die Banken durch Tilgungen und Zinsen einziehen und der Staat durch Steuern einzieht (Der Staat quasi als Perpeteeum Mobile). Dazu muss die Bereitschaft vorhanden sein, das Geld auch wirklich auszugeben und so die Umlaufgeschwindigkeit von Geldern aus Konjunkturmassnahmen wirklich zu erhoehen. Wenn der vom Staat beauftrage Strassenbauunternehmer seine Gewinne und seine Angestellten und Arbeiter ihre Loehne wieder unter die Matratze legen, verpuffen Konjunkturmassnahmen sehr schnell. Die Dimension dieser Geldstroeme wie insgesamt der Krise wird einfach unterschaetzt.

    Vor ein paar Monaten hieß es, "Es sei unverantowortlich, eine Krise und Rezession herbeizureden", heute kommen die gleichen Sprüche bezüglich sozialer Unruhen ...



    Nun kann man sich vielleicht doch langsam sorgen machen?

    Vor ein paar Monaten redet die Merkel selbst von moeglicher Staatspleite, heute warnt sie auf einmal vor Panikmache - ein Zeichen, dass es wirklich ernst ist.