Beiträge von Pauli

    @meso
    So "offiziell" es eben geht: Explizite Aussage eines Mitarbeiters bei einer BuBa-Filiale:


    "Seit Anfang 2007 müssen wir die Rückläufer täglich nach FFM zurückschicken. Interne Dienstanweisung." Er relativierte diese Aussage insofern gleich wieder, dass er selbst sich offenbar die Freiheit nehme, die Rückläufer auch mal einen oder zwei Tage in der Filiale zu behalten und erst dann zurückzusenden.


    In dieser Zeit kann man mit etwas Glück auch mal ältere Ausgaben (also Rückläufer - neu gibt es wohl nur noch Saarland und Röm.Verträge) bekommen. Konnte neulich immerhin etwa 30 Rückläufer (fast alle Ausgaben als Einzelstücke) bekommen, weil gerade jemand offenbar eine kleine Sammlung zurückgegeben hatte. Sowas ist aber reine Glückssache und eher selten.


    Auf meine Nachfrage, wie die neue Dienstanweisung begründet wurde, kam keine Antwort, obwohl der Mitarbeiter sehr freundlich war. Die BuBa-Zentrale / das Finanzministerium pflegen ihre Anweisungen nicht schriftlich zu begründen.


    Fakt ist (und das sage ich als Fan der 10er): Die Anweisung alleine begründet für mich noch keine Verschwörungstheorie à la "der Staat muss dringend physisches Silber aufkaufen und an irgendwelche Mächte, die short sind, abliefern". Macht ja wenig Sinn, Silber zu emittieren und gleichzeitig wieder einzuziehen.


    Diese Aussage nehme ich aber SOFORT zurück, wenn es einmal auf explizite Anforderung/Bestellung nicht mehr innerhalb eines Tages beliebige Mengen der Zehner bei den BuBa-Filialen gibt. Ich rechne mit dieser Situation - aber NOCH ist dies zumindest hier bei der Filiale noch nicht der Fall. Es gibt fast täglich Neuware.

    Zitat

    Original von bohnapfel
    für zehn Euro bekomme ich entweder etwa 16,6g Silber beim Silberzehner, oder knapp 30g bei der Anlagemünze.
    ...
    Im Grunde ist dieser ganze Thread hier ein Furz, ...
    ...
    Ich kann mir kaum eine solche Diskussion in Kanada vorstellen...die haben den Maple zu klaren Bedingungen und das wars. Das ist eine Unze Silber zum Marktpreis und fertig.


    bohnapfel


    Du hast weiter oben mal ganz interessant angefangen. Nun aber: :rolleyes:
    Über Deine Wortwahl will ich mich nicht weiter auslassen - kann Dir aber versichern, dass die meisten hier weder eine deutsche Silbermünze für ihr Seelenheil brauchen noch so beschränkt und irrational sind, wie Du es hier andeutest.


    Rechnen wir doch einfach mal RICHTIG:


    Der aktuelle Preis für den Maple sind bei ebay (Privatverkauf ohne MWSt) derzeit gut 12,xx EUR, wenn man eine lange Auktion gewinnt und dann EINE (!) Unze mit einigem Aufwand ersteigert hat. Mehr davon gibt´s zB bei proaurum - derzeit für 11,91 EUR netto / 12,74 EUR brutto. [man beachte: beim Silberzehner zahlst Du zumindest explizit keine MWSt].


    Aktueller Spotpreis von Silber ist $14 oder 10,33 EUR.


    Wir rechnen somit 10,33/12,74 = 81% - dh, Du bekommst derzeit beim Maple-Kauf mit dem Gegenwert einer "fair" (=am Spotpreis orientierten) Silberunze nur etwa 81% davon physisch - oder eben gut 25g! Der Kehrwert der 81% sind der physische Aufpreis - also etwa 23,5% (siehe auch oben Rechnung von Silbermark) 8o Der Preis der physischen Anlagemünzen eben - das Problem ist bekannt.


    Damit relativiert sich doch das (im Prinzip HEUTE NOCH) richtige Argument, man bekäme so viel mehr Silber fürs gleiche Geld mit Anlagemünzen (Maple) ganz erheblich!


    Wenn Silber in Ri $20 pro Unze steigt - und es bis dahin noch neu emittierte Silber-Zehner zu nominal zu kaufen geben sollte, ist der Vorteil des Maples komplett egalisiert. Ein bisschen Warten könnte man also in der Tat noch mit dem Einkauf, wenn man meint, mit seiner künftigen Cashreserve unbedingt heute noch 2% Zinsen p.a. verdienen zu müssen.


    Ach ja - bevor wir es vergessen: Solltest Du jemals VERKAUFEN wollen, kostet Dich das im Verkauf bei den Maples ggü. Einkauf mind. nochmals ca. 7,5% Spread. der Rücktausch eines 10ers (formal ist das kein Verkauf!) bei der BuBa geschieht exakt zum Einkaufskurs - also ohne jeden Spread.


    Da Du alle weiteren Vorteile der 10er nicht anerkennst, lassen wir die vielen o.g. Argumente pro 10er (Deflationsschutz, Wiederekennung) einfach mal weg. Steht ja oben genug zu.


    Over and out.

    Zitat

    Original von silverchiller

    Ein Witz ? Casino Royal ? Wer glaubt, dass die dort gemachten Preise Einfluss auf die tatsächlichen Preise von U3O8 haben werden ? Ich nicht .. wenn das kommt, dann ist es ein reiner Derivate Spielplatz!


    Naja Silverchiller. Nicht gar so schnell. Gerade mit Deinem Nickname kennst Du ja die Situation am SILBERmarkt, die seit Jahren sehr ähnlich ist: Im Silber-Future-Markt gibt es zwar theoretisch eine Lieferverpflichtung. Diese wird aber in kaum 1% der Fälle ausgeübt. Damit ist natürlich auch dieser Futuresmarkt ein -wie Du es nennst- Dervate-Spielplatz.


    Ich habe aber -wie zB Ted Butler- keinen Zweifel daran, dass GERADE über diesen Spielplatz eben seit Jahren auch die Preise am PHYSISCHEN Silbermarkt / am Spotmarkt gedrückt werden. So ein Spielplatz kann für lange Zeit eine Menge Schaden anrichten!!


    NUR (!) ein physischer Lieferengpass kann solche Spielchen beenden (dann aber radikal und mit explosionsartig steigenden Preisen). Bei Silber wird dieser Fall noch eintreten. Jahrelang ist das aber nicht passiert.


    Somit könnte über einen Uran-Futuresmarkt eben durchaus auch der Uranpreis bis zum echten physischen Engpass (2009?!) gedrückt werden. Und auch die Vola wird steigen, was ja oben schon richtig gesagt wurde.


    Wenn dieser Future also kommt, sehe ich da schon Unruhe und potenziell Manipulation auf den URanmarkt zukommen.


    My thoughts, Pauli

    @Argentum999


    Danke für die Bestätigung. So hatte ich die Infos der BuBa dazu auch interpretiert.


    Damit ergibt sich doch bei einem Anstieg des Silberunzenpreises über ca. 20 EUR für den Staat neben den Möglichkeiten "Erhöhung der Nominalwertaufprägung", "Verringerung des Edelmetallgehalts", "Strenge Limitierung der Ausgaben, damit numismatische Werte >10 EUR gezahlt werden" oder "Einstellung des Verkaufs weiterer Ausgaben" noch die triviale weitere Möglichkeit, die Silberzehner einfach für MEHR als 10 EUR zu verkaufen. Analog zu den Gold-100ern eben.


    Ich sehe zwar noch nicht ganz, wie der Staat begründen sollte, dass er eine gesetzliche 10 EUR -Münze für mehr als 10 EUR verkauft oder tauscht, aber offensichtlich (siehe Gold 100er) stehen einem solchen Vorgehen weder juristische noch sonstige Hindernisse im Weg. Man darf vermuten, dass in der Tat dieser Weg vom Staat gegangen werden wird. Bin nur gespannt, ab welchem Unzenpreis die Münzen dann mit Aufpreis auf die Nominale gehandelt werden. Schließlich spielen hier noch Kosten (Präge- und Logistikkosten) und die MWSt rein, die heute noch über die mehr als 45%ige Staatsmarge abgedeckt sind.

    Mal eine andere Frage an die Gemeinde hier:


    Es gibt ja immer wieder auch offizielle BuBa-GOLDmünzen mit Nominalwertaufdruck. Z.B. zur Fußball-WM 2006 eine 100 EUR-Goldmünze mit genau 1/2 Unze Goldgehalt. Die wurde von der BuBa offiziell zu 222 EUR (und eben nicht wie der 10er zu nominal) verkauft. Sie wurde somit zum (ungefähren) Metallwert verkauft, obwohl sie ja AUCH ein gesetzliches Zahlungsmittel ist (?!). Könnte die BuBa somit AUCH BEIM SILBERZEHNER einfach den Ausgabepreis erhöhen, sobald der Metallwert über 10 EUR geht? Ist das eine Option - oder geht das aus juristischen Gründen nicht, weil eben ... gesetzl. Zahlungsmittel ... und weil man eben deshalb einen 10EUR-Schein genau und ohne Gebühren gegen einen Silber-Zehner tauschen können muss?!!

    OK. Danke.


    Deine Vermutungen a) und b) sind beide richtig. Wenn Rückläufer kommen, werden sie wieder an nachfragende Kunden ausgegeben - ABER NUR NOCH AM SELBEN Tag. Es gibt seit einigen Wochen eine Anweisung der BuBa an ihre Beamten, Rückläufer täglich nach FFM zurückzusenden. Ich vermute, da wird wenig zurückgeschickt, da es zum einen nur wenige Rückläufer gibt und diese wiederum in der Regel noch am selben Tag an andere Kunden verkauft -äh getauscht- werden.


    Trotzdem: Noch gibt es bei den BuBa-Filialen wohl keine Knappheit. Es kommt noch Ware an - und vorbestellen kann man auch noch.

    Willkommen im Forum, Schlange!


    Wir sammeln hier ja ein wenig aktuelle Daten und Fakten. Würdest Du uns bitte kurz mitteilen, um welche BuBa-Filiale es sich da gehandelt hat (so vertraulich/persönlich ist diese Info für Dich ja nicht)? Die meisten hatten bislang noch Ware - wenn auch manchmal nur auf Vorbestellung. Kann allerdings sein, dass die Verträge allmählich ausverkauft sind. Im Juni kommt eine neue Ausgabe.


    Danke!
    Pauli

    ich fühle mich nicht angesprochen. In der Tat muss man hier nicht gleich "Troll" rufen. Wollte nur wissen, welche Art "Herkunftsnachweis" das ist. Mal schauen, was kommt.

    Zitat

    Original von monk Besitznachweis bzw Herkunftsnachweis vorhanden ( falls einer glaubt, dass da was nicht stimmt)


    monk
    Selbst auf explizite Nachfrage bekommt man zumindest bei den BuBa-Filialen KEINEN "Herkunftsnachweis" ("Besitznachweis"??) oder auch nur einen Kassenbeleg. Begründung der BuBa: Wenn ich einen 10EUR-Schein auf den Tresen lege und dafür einen Silber-Zehner bekomme, dann ist das kein KAUF (einer "Gedenkmünze" o.ä.), sondern bankentechnisch ein 1:1 TAUSCH zwischen zwei gesetzlichen Zahlungsmitteln. Das gleiche gilt auch beim TAUSCH von zB 1000 Münzen gegen Papiergeld bei einer Bank.


    Wenn Du bei der BuBa Papiergeld (zB 100 EUR) gegen fünf 20-EUR-Scheine tauschst, bekommst Du auch keinen Beleg / Herkunftsnachweis. [Allerhöchstens musst Du selbst (wegen Geldwäschegesetz) ab 15.000 EUR die Herkunft Deiner Barmittel nachweisen].


    Daher meine Frage: Wie sieht denn der von Dir erwähnte "Herkunftsnachweis" (Kassenbeleg?) aus und wer hat ihn ausgestellt? Der kann eigentlich höchstens von einer Privatbank stammen, die das Ganze (wahrscheinlich regelwidrig) als "Verkauf einer Gedenkmünze" -evtl. sogar noch gebührenbehaftet- abgewickelt hat. Das ist aber nicht im Sinne des Gesetzgebers.


    Danke für die Aufklärung.

    Schablonski war ein paar Minuten schneller. Dem ist wenig hinzuzufügen.


    Wer Wörgl, Gesell und die Freigeld-Naiven sowie das (in der Tat damit verwandte) pervertierte und alle paar Jahrzehnte mathematisch zwingend dem Untergang geweihte Papiergeldsystem als "das beste System" bezeichnet, der ist nicht mehr ernstzunehmen. [Oder versagt hier unser Ironiedetektor??].


    Die Pseudo-Fakten um diese Kernaussage herum sind in besagtem Posting nur Garnitur und Dekor. Unterstellen wir mal keine Trollerei (obwohl es ja nicht nur Jung-Trolle gibt...). Aber aus solchen schon in sich widersprüchlichen und realitätsfernen Postings kann man einfach keinen Erkenntniswert ziehen. :rolleyes:

    @all


    Ich komme sozusagen mit letzter offizieller Handlung in diesem Thread hiermit meiner Chronistenpflicht nach: Seit gestern ist die ursprüngliche Zulassungsgrenze des SLV mit 130m Unzen erreicht. Immerhin wären das über 15% der jährlichen physischen Weltnachfrage nach Silber. Und das in nur 11 Monaten seit Auflage.


    Allerdings: Über die Zweifel bzgl. tatsächlicher Hinterlegung allokierten physischen Silbers durch den ETF hatten wir ja bereits alles ausgetauscht.


    Die nun über 130m Unzen hinaus erweiterte neue SLV-Zulassung scheint es künftig noch leichter zu ermöglichen, dass der SLV statt in Physisches in Papier-Silber investiert. Damit hat er keine Sonderstellung mehr (falls er die jemals hatte :rolleyes: ) und kann den physischen Markt im Prinzip nicht mehr beeinflussen.


    Trotzdem: Wunder geschehen. Falls jemand belastbare gegenteilige Infos hat oder bekommt (also: "SLV ist DOCH physisch investiert") , bitte auch künftig hier posten!


    So long
    Pauli


    Klasse Posting Smartie. So ein Dank ist sicher berechtigt. :) Aber wie Du es schreibst, klingt das wie auf der Titanic damals, als der Orchesterdirigent, nachdem endgueltig nicht mehr weitergespielt werden konnte, zu den Kollegen sagte: "Es war mir eine Ehre, mit Ihnen gespielt zu haben."


    Werde Dein analoges Posting (lokal) abspeichern, fuer den m.E. heute noch unwahrscheinlichen Fall, dass Du schon kurzfristig recht bekommst - und dieser Chatroom zusammen mit dem Internet den virtuellen Tod stirbt.


    So long ;)
    Pauli

    Naja - ich weiß nicht, ob man Kulturgüter wie Kathedralen mit profaner Minenförderung gleichsetzen kann.


    Und die Goldförderung als "Demonstration" und Paradepferd der Leistungsfähigkeit der Weltwirtschaft anzusehen, ist schon irgendwie eine exotische Sichtweise.


    Aber gut: Du hast recht damit, dass hinter dem seit Jahren relativ stabilen jährlichen 2%ige Goldmengenwachstum angesichts der mittlerweilen extremen geologischen Schwierigkeiten bei der Förderung (SA: 4-5km tiefe Schächte!!) eine enorme technische Leistung steht. Umso bemerkenswerter daher, dass selbst der riesige technische und finanzielle Förderaufwand nun seit etwa 2 Jahren NICHT mehr ausreicht, um die Fördermengen noch zu steigern.


    "Peak-Gold" wird ähnlich wie bei Öl allmählich zum stehenden Begriff werden. Falls es beim Industriemetall / Verbrauchsmetall Silber ebenfalls zum Förder-Peak kommt, werden die Märkte richtig schnell mit Preissteigerungen darauf reagieren. Bei Gold kann es wegen der im Gegensatz zu Silber noch vorhandenen oberirdischen Bestände ein wenig länger dauern.

    Zitat

    Original von mesodor39 Nach Süd-Afrika nun auch Australien. Bleibt nicht mehr viel übrig.


    Yep - "peak-gold" ist nun offensichtlich. Beim Öl wird diese Tatsache noch verschleiert.


    Zitat

    Ich glaube zudem kaum, daß speziell die Goldförderung noch gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist (Kraftstoff- und Ressourcenverbrauch).


    Goldförderung war noch nie GESAMTWIRTSCHAFTLICH sinnvoll. Der echte industrielle Goldbedarf für die Volkswirtschaften war schon immer minimal. Und Schmuck ist keine industrielle Nachfrage, sondern im Prinzip ebenfalls Anlagenachfrage, auch wenn GFMS und die anderen Nebelwerfer immer das Gegenteil suggerieren. Gold war zu über 80-90% IMMER ein ANLAGEmetall. Aus INDUSTRIELLEN Gründen müsste man daher nur sehr geringe Goldmengen fördern.


    Wenn Du unter "gesamtwirtschaftlich sinnvoll" auch die potenzielle Verwendung als WÄHRUNG ansiehst, wäre TROTZDEM kein weiteres Mining mehr erforderlich. Wie Roland Baader und andere schon vor Jahren nachgewiesen haben, wäre für reine GOLDWÄHRUNGSzwecke auch eine STATISCHE Menge an Gold ausreichend (wenn auch deflationär).


    Nein: Die Minenförderung unterliegt rein BETRIEBSwirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten: Solange die Grenz-Cashkosten (und langfristig die Gesamtkosten) unter dem Weltmarkt-POG liegen, wird eine Mine produzieren. Es ist fast ein Wunder, dass noch einige Goldminen die Phase künstlicher Preisdrückung in den 90ern bis auf $250/oz überlebt haben. Aber einige hatten eben Cashkosten, die noch darunter lagen. Es gibt sogar heute noch einige Minen, die das schaffen.

    Zitat

    Original von nepton In meiner Gerüchteküche wird von 90 USD gesprochen.


    Die $90 sind eigentlich schon mehr als Gerücht und waren im Prinzip schon VOR Bekanntgabe des Ranger Uranium / ERA - Floodings bestätigt.


    Wegen des voraussichtlich ERHEBLICHEN (!) Schadens bei ERA, der im Gegensatz zum Cigar Lake Flooding (Cameco) diesmal den ohnehin leergefegten SPOTmarkt betrifft 8o , werden die $100 vorauss. schon kommende Woche erreicht werden, falls es da schon zu einem neuen Fixing kommt. Ansonsten eben ein paar Tage später.


    Warten wir mal den Montag ab... Ich verkaufe derzeit KEINEN Urantitel - selbst wenn ein allgemeiner Aktien-Crash kommt, kann man die Titel halten. So stark sind die Fundamentals.

    Zitat

    Original von Milly Um zurück zum Hauptthema zu kommen - das Verhältnis von Österreichischer Schule und Neoliberalismus könnte durchaus für eine Diplomarbeit fruchtbar sein.


    Eine gute Idee. Freidenker: DIESE von Milly vorgeschlagene Schwerpunktsetzung würde Deine Diplomarbeit hochaktuell machen. Allerdings setzt das voraus, dass Dein beurteilender Prof rel. tief in der Materie ist - UND auch noch dazu ein unabhängiger Denker.


    Es gibt zu DIESEM Thema so nämlich kaum unabhängige Literatur. Man müsste sich hier zunächst in das einarbeiten, was Mises und die Österreicher WIRKLICH und ursprünglich wollten (weniger Staat in allen Bereichen, also kein Sozialismus jeglicher Couleur). Und DANN müsste man versuchen, Belege zu finden, wie diese Denkschule vor allem im Laufe der letzten 10 Jahre von den Neoliberalen "gekapert" wurde.


    Die Neoliberalen wollen nämlich in der Tat weniger Staat nur dort, wo es ihnen als (angelsächsischen) Großunternehmern nutzt - siehe unten (Milly). In anderen Bereichen -Stichworte "Kampf gegen den Terror", Durchsetzung der Regeln des globalen Kapitalismus- sind sie für einen starken Staat und für ein starkes Militär. Man kann sich aber nicht seriöserweise auf die Österreichische Schule berufen, wenn man den intervenierenden Staat fordert.


    Mises wird m.M. nach derzeit nach langen Jahrzehnten des Totschweigens wieder hoffähig gemacht. Leider von den falschen Leuten und mit einer geschichtlich nicht belegbaren Interpretation der Österr. Schule. Also bei der Diplomarbeit immer schön an den Originalquellen bleiben und AN DER SACHE argumentieren. Dann erledigen sich irgendwelche "braunen" Vorwürfe gegen die Österreicher von selbst. Leider dürfte die meiste Sekundärliteratur zum Thema ideologisch verzerrt sein. Viel Erfolg, Freidenker!

    jpl
    Meines Wissens hat kein Gold-ETF eine Vertriebszulassung in D. Die Bafin macht´s (un)möglich :rolleyes:
    eine Gewähr für diese Info übernehme ich nicht - stand aber kürzlich in einem Artikel. Bitte um Korrektur, falls es doch einen in D zugelassenen geben sollte.


    @all
    Hohe Wochenzunahme beim ishares-SLV-Silbertrust:
    Der SLV-ETF-Silberbestand ist vorige Woche stark um 3,4m Unzen auf nun 119,5m Unzen (=3719 Tonnen) angestiegen.
    Zurecht allerdings kommentiert Silberinfo.de wie folgt: „Solch eine Zunahme innerhalb weniger Tage ist mehr als bemerkenswert, lässt allerdings auch Zweifel aufkommen, ob das Silber tatsächlich in vollem Umfang physisch hinterlegt worden ist.“