Zum COT Bericht vom 08.10.2010 gibt es eine interessante Zusammenfassung auf: http://www.goldreporter.de/gol….php?rs_id=view&s=703#703
Zitat:
US-Banken lassen Goldpreis gewähren
Obwohl am Terminmarkt insgesamt mehr Wetten auf den Goldpreis
abgeschlossen wurden, hielten sich US-Banken Anfang Oktober mit Verkäufen
stärker zurück.
Anfang Oktober wurde an der amerikanischen Warenterminbörse COMEX erneut mehr
Gold auf Termin gehandelt.
Der Open Interest, die Summe aller offenen Futures-Kontrakte, stieg innerhalb der vergangenen vier Wochen von 585.564 auf 617.204. Ein Plus von 5,4 Prozent.
Also weiter auf Rekordniveau im OI bei steigendem POG.
die Comms mit immerhin 478.569 short Kontrakten wie bekannt die Hauptakteure.
In der Gruppe der Comms sind die Produzenten, Großhändler und die Banken zusammengefasst.
Zitat weiter:
US-Banken
Anders als in den vorangegangenen Monaten, bauten (vier) US-Banken aber keine
zusätzlichen Short-Positionen im Bereich der Futures auf, sondern verminderten ihre
Vorwärtsverkäufe bei Gold um 4,97 Prozent auf 130.207 Kontrakte. Dies entspricht
einem Volumen von 404,94 Tonnen Gold (Vormonat: 426,11 t).
Also 130.207 von 478.569 short Kontrakten aus der Gruppe der comms entfallen auf 4 US Banken. Mit 21,1 % vom Gesamten Open Interest entsprich dies tatsächlich nicht mehr den Rekordwerten aus dem Juli. Damals hielten die 4 US Banken noch 161.378 Kontrakte.
Betrachtet man allerdings nicht nur die US Banken sondern bezieht die nicht US Banken mit ein reduzieren sich die short Kontrakte der Banken von 178.176 (POG 1.150 USDim Juli) auf jetzt 165.048 bei einem POG von 1.350 USD.
Gleichzeitig steigen die long Kontrakte der Banken von 34.167 auf jetzt 37.308 Kontrakte.
Quelle zu den ergänzenden Zahlen: http://www.cftc.gov/dea/bank/deaOct10f.htm
Daraus könnte man tatsächlich ableiten die US-Banken reduzieren ihr Risiko? Nur sollten wir uns nicht täuschen lassen, die möglich Einlösung der Kontrakte, das rollen in weiter entfernte Monate oder das glatt stellen durch Gegenpositionen benötigt Kapital. Bei steigendem POG braucht man entsprechend mehr. Um die Preise treiben zu können, benötigt man entsprechend weiteres Kapital und dies ist irgendwann wohl auch mal alle.
In einem weiterem Bericht auf Goldblog ist zu lesen:
Zitat:
JP Morgan hält 245 Tonnen "Papier-Gold" mit sehr
kurzfristigen Interessen
…. Aus dem aktuellen OCC-Bericht geht hervor, dass JP Morgan im zweiten Quartal Gold-Derivate im Nominalwert von 98 Milliarden US-Dollar in ihren Büchern hatte. Gegenüber dem Vorquartal entsprach dies einem Plus von 17 Prozent. ………..
…. JP Morgan ist weiter der mit Abstand größte Akteur auf dem Markt für Gold-Derivate.
…. Deutlich aufgeholt hat der US-Ableger der britischen HSBC
… Weitere US-Banken im Report, Gold-Derivate-Volumen in Klammern: Citybank ($810 Mio.), Bank of America ($226 Mio.), Goldman Sachs ($0 Mio.).
Fazit:
Im letztem Artikel sollten nun auch die Namen der Hauptakteure genannt sein. Hier sollte auch klar werden dass die Geschichte endlich ist. Um die Preise treiben zu können, benötigt man entsprechend weiteres Kapital und dies ist irgendwann wohl auch mal alle.
Vor dem Hintergrund neuer Turbulenz am Immobilienmarkt, der aktuellen Währungsturbulenzen und anstehender politischer Veränderungen wird eine weitere Notenbank Stützung immer schwieriger.
Zu vermuten ist, dass sich die Banken überwiegend im Dezeber Kontrakt tummeln. Die Produzenten sollten bei unterstellter Logik eher in späteren Terminen aktiv sein.