Vielleicht kennt der ein oder andere hier die Berlinerin Gabriele Hoffmann. Sie ist m. E. eine von den fähigen Wahrsagern. Sie hatte mich beispielsweise von ihrem Talent 1 - 2 Jahre vor dem Mauerfall durch ihre Prophezeiung in der Talkrunde "Fliege" überzeugt, wonach schon sehr bald die deutsch/deutsche Grenze Geschichte sein würde, und sie sich in dieser Sendung deshalb eine hämische Bemerkung eines anderen Gastes und einige Lacher aus dem Zuschauerraum anhören durfte.
Frau Hoffmann hat vor vielen Jahren zum Thema Euro folgendes zum Ausdruck gebracht:
"Es wird eine Abwertung des Geldes geben, und zwar unterschiedlich, in den verschiedenen europäischen Ländern.’
Ein unterschiedlicher Geldwert bei ein und derselben Währung, dem Euro? ‚Ja’. "
"Ich habe Bilder gehabt, woraus ich den Schluß ziehe, daß die Bundesregierung in ganz kurzer Zeit eine uneinheitliche Abwertung des Geldes beschließt, ‚uneinheitlich’ – damit ist gemeint, daß wenn der Euro in Deutschland nur noch 60 Cent wert ist, dann ist der Euro in Frankreich 70 Cent, in Italien 30 Cent wert.“"
Die Frage, geht das technisch überhaupt, kann ich (weil ich keine entsprechende Ausbildung habe) nicht abschließend beantworten. Ich denke jedoch, daß eine uneinheitliche Inflation im Euro-Raum prinzipiell möglich ist, da in jedem Land die nationale Zentralbank (bei uns die Bundesbank) das Zentralbankgeld und die Geldnoten ausgibt. Eigentlich darf dies nur auf Weisung der EZB erfolgen.
Nach der Lehmann-Pleite wurden jedoch Notmaßnahmen beschlossen, die es den nationalen Zentralbanken erlauben, auch an den Beschlüssen des EZB-Rates vorbei Zentralbankgeld zu schöpfen, indem sie "nach eigenem Ermessen" Kredite gegen Sicherheiten ausgeben.
Dieser Artikel bestätigt m. E. die von mir angestellten Überlegungen zu der Umsetzung einer Euro-Abwertung in der beschriebenen Form:
https://www.wirtschaftsdienst.…ersetzt-den-euroraum.html