Beiträge von Schwabenpfeil

    Demographie sprengt die Staatshaushalte


    Ifo-Studie warnt vor Schuldenexplosion, zeichnet aber auch Wege für Reformen auf


    DONATA RIEDEL HANDELSBLATT, 22.9.2004 BERLIN. Wenn heute der Finanzausschuss des Bundestages über Subventionskürzungen für die Bauern diskutiert, geht es um die geringe Summe von 350 Mill. Euro - gering jedenfalls im Vergleich zu den Gesamtausgaben des Bundeshaushalts 2005 von 258 Mrd. Euro. Dabei müssten die Politiker längst viel grundsätzlicher auf Sparkurs gehen, fordern Wissenschaftler. Wegen der Alterung der Bevölkerung werden die öffentlichen Haushalte ab 2012 beginnen, vollkommen aus dem Ruder zu laufen: mit einer Staatsverschuldung von bis zu 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und einer jährlichen Neuverschuldung weit über sieben Prozent vom BIP.


    Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie des Münchner Ifo-Instituts über die "langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen", die dem Handelsblatt vorliegt. Zu ähnlichen Ergebnissen waren zuvor Untersuchungen der Industrieländer-Organisation OECD und der EU-Kommission gekommen. Die Ifo-Studie zeigt aber auch, wie Politiker am ehesten verhindern können, dass das Worst- Case-Szenario eintritt: Mit Reformen, die dazu führen, dass möglichst viele Menschen auf eine möglichst lange Lebensarbeitszeit kommen werden.


    Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) will auf Basis der Studie erstmals einen "Tragfähigkeitsbericht" erstellen, der regelmäßig fortgeschrieben werden soll. Seit Ende August befindet sich die Studie in der Abstimmung zwischen den Ressorts Finanzen, Soziales, Wirtschaft, Innen und Forschung.


    Eichels Beamte sorgen sich, dass die Minister und später die Abgeordneten das Demographie-Problem nicht als dringlich erachten könnten, weil die Konsequenzen der demografischen Entwicklung erst in der Zukunft spürbar werden. Denn bis zum Jahr 2012 bescheinigt die Studie der Bundesregierung, dass ihre Reformen wirken: Die Beiträge zu den Sozialversicherungen und die Neuverschuldung des Staates werden sinken - um dann aber ohne neue Reformen umso schneller zu wachsen.


    Ab 2012 wird die Zahl von Menschen über 65 Jahren im Vergleich zu jener der 15- bis 64-Jährigen stetig steigen - bis auf einen Altersquotienten von 50 Prozent im Jahr 2050. Daran würde sich auch durch hohe Einwandererzahlen nur wenig ändern: Die Neubürger würden zwar laut Ifo verhindern, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland ab 2030 schrumpft - das Zahlenverhältnis von Rentnern zu Arbeitenden bliebe aber fast unverändert.


    Die Alterung verursacht steigende Kosten für Rente, Gesundheit und Pflege. Bei der Bildung bleiben die Ausgaben vermutlich in etwa stabil, so die Forscher: Weniger Kinder werden besser, aber in kürzerer Zeit ausgebildet. Einzig die Kosten der Arbeitslosigkeit werden sinken.


    Die Studie beruht auf Modellrechnungen, die nach Aussage der Wissenschaftler hohe Unsicherheiten bergen: etwa die Annahme, dass die Zinsen durchschnittlich bei 3,5 Prozent liegen werden und das Wachstum von 2,2 Prozent im Jahr 2010 auf 1,1 Prozent 2050 zurück geht. Der CDU-Haushaltsexperte Dietrich Austermann hält auch die Annahme für fragwürdig, dass Eichels Haushalt 2005 ohne neue Milliardenlöcher umgesetzt wird und seine mittelfristige Finanzplanung bis 2008 stimmt.


    Haushaltspolitiker der Koalition sehen die Stärke der Studie vor allem in den Sensitivitätsanalysen: Sie zeigen, wie stark unterschiedliche Reformansätze die Grundszenarien verändern. So kann es 2050 in Deutschland noch ebenso viele Arbeitsplätze geben wie heute - wenn dann wirklich jede Frau und jeder Mann bis 65 Jahre arbeitet.


    Rentenkassen und Staatshaushalte spürbar entlasten würde vor allem die stufenweise Anhebung des Rentenalters auf 67. Die Diskussion über diesen Vorschlag der RürupKommission hat die Bundesregierung allerdings vertagt: auf die Zeit nach der Bundestagswahl Ende 2006.


    Quelle: Handelsblatt

    US-GELDPOLITIK


    Magier gegen Märkte Von TORSTEN RIECKE


    Alan Greenspan liebt es, den Finanzmärkten ein paar Schritte voraus zu sein. Mit seiner präventiven Geldpolitik versucht der Chef der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) Inflations- und Wachstumshindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor sie die Wirtschaft aus der Bahn werfen können. Sein Zinsschritt auf 1,75 Prozent passt exakt in diesen Plan.


    Normalerweise vertrauen die Finanzmärkte Greenspan blind und folgen ihm auf dem Fuß. Diesmal scheint der 78-jährige Magier unter den Notenbankern allerdings zu weit vorausgeeilt zu sein. Die Anleihemärkte ziehen nicht mit. Während die Leitzinsen seit Juni stetig gestiegen sind, sackte die Verzinsung für zehnjährige US-Treasuries auf unter 4,10 Prozent ab. Das ist der niedrigste Stand seit sechs Monaten. Selbst die gestrige Zinserhöhung und die Aussicht auf weitere Zinsschritte in den kommenden Monaten brachten die Rendite nicht über diese Marke. Die Verzinsung ging sogar weiter zurück.


    Die zehnjährigen Bonds sind die Trendsetter für die langfristigen Zinsen und spiegeln in der Regel den geldpolitischen Kurs der Fed recht gut wider. Ihre Rendite beeinflusst nicht nur das Zinsniveau für viele Konsumentenkredite, sondern auch die Hypothekenzinsen der Hausbesitzer. Dass die Anleihemärkte bislang der Notenbank nicht folgen, ist zunächst ein herber Rückschlag für Greenspan & Co. Hat die Fed doch gerade ihre Kommunikation mit den Märkten in den vergangenen Jahren als überaus erfolgreich gelobt. Mehr Sorge sollte den Notenbankern jedoch machen, dass sich niemand die ungewöhnliche Reaktion der Bond-Händler erklären kann.


    "Es gibt eigentlich nur zwei mögliche Erklärungen", sagt Ex-Fed-Gouverneur Lawrence Meyer, "entweder die Märkte haben weniger Vertrauen in den Aufschwung als Greenspan. Oder der von der Fed angestrebte neutrale Zins ist auf Grund struktureller Ungleichgewichte in der US-Wirtschaft geringer als von der Notenbank angenommen." Beide Möglichkeiten verheißen nichts Gutes für die amerikanische Wirtschaft. Deuten sie doch auf Schwachstellen hin, die Greenspan heruntergespielt hat.


    Der Fed-Chairman hat erst vor kurzem bei einer Anhörung vor dem Kongress bekräftigt, dass die Wirtschaft wieder Tritt gefasst habe. Greenspans Ziel ist es deshalb, die Leitzinsen in den USA schrittweise wieder auf ein konjunkturneutrales Niveau anzuheben. Gemeint ist damit ein Zinsniveau, das weder stimulierend noch bremsend auf die Wirtschaft wirkt. Janet Yellen, Präsidentin der Fed in San Francisco, hat diesen konjunkturneutralen Zins "zwischen 3,5 und 4,5 Prozent" angesiedelt.


    Folgt man jedoch Meyers erstem Erklärungsversuch, sind die Anleihemärkte ganz offensichtlich noch nicht davon überzeugt, dass die US-Wirtschaft ihren leichten Schwächeanfall bereits überwunden hat. Die geringen Inflationserwartungen allein können die sinkende Rendite nicht erklären. Die niedrige Verzinsung der Bonds impliziert vielmehr, dass die Wirtschaft ihr Wachstumspotenzial nicht ausschöpfen kann und daher auch keine Inflationsgefahr droht. Die langfristigen Zinsen können deshalb niedrig bleiben. "Die Bondmärkte sind pessimistischer als Greenspan", sagt der ehemalige Fed-Vize Alan Blinder.


    Gestützt wird der Konjunkturpessimismus durch die Schwäche im privaten Verbrauch, der bislang den Aufschwung in Amerika fast allein getragen hat. Zwar hat sich in den vergangenen Monaten die Investitionstätigkeit der Unternehmen merklich belebt. Ob das jedoch ausreicht, um den Stab der Konjunktur weiterzutragen, hängt entscheidend vom Arbeitsmarkt ab. Bleibt das Beschäftigungswachstum verhalten, geht dem Aufschwung die Puste aus.


    Noch schwerer wiegt die zweite Variante, die Meyer als Erklärung für die gegenläufige Reaktion der Bondmärkte ins Spiel gebracht hat. Sollten tatsächlich die Ungleichgewichte in der US-Wirtschaft die langfristigen Wachstumsmöglichkeiten begrenzen, müsste die Fed ihren Fahrplan für künftige Zinserhöhungen überdenken. Gemeint sind damit vor allem die enormen Defizite im Außenhandel und im Haushalt sowie die hohe Verschuldung der Verbraucher und ihre zu geringe Sparneigung.


    Jan Hatzius, Ökonom bei der Investmentbank Goldman Sachs, warnt zum Beispiel, dass das riesige Ungleichgewicht in der US-Leistungsbilanz über einen steigenden Schuldendienst "beträchtliche Kosten" für die Wirtschaft verursacht, auch wenn es noch nicht zu einer Vertrauenskrise auf den Finanzmärkten gekommen ist. Ähnlich besorgt äußerte sich jetzt auch Rodrigo de Rato, der neue Chef des Internationalen Währungsfonds. Er nannte das doppelte Defizit eine Bedrohung für die USA und die Weltwirtschaft.


    Quelle: Handelsblatt

    Hallo Gila,


    ich würde ganz ehrlich gesagt an Deiner Stelle nicht in Toronto kaufen, es sei denn, Du kaufst größere Mengen. Das bringt Dir als Anleger ausser hohen Kosten nämlich gar nichts. Falls Du kaufen willst, dann spesengünstig in Frankfurt ... Das Unternehmensinteresse ist zwar verständlich, aber das eigene Anlegerinteresse muss wohl vorgehen ;)


    Lege auch nur Geld an, dessen Verlust Du definitiv verschmerzen könntest. Explorer sind und bleiben insgesamt eine heiße Spekulation und sind kein Witwen und Waisenpapier. Allerdings sind sie bei poitivem Projektverlauf auch sehr chancenreich.


    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von louisdor
    Unterm Strich: Lassen wir Tournigan erst mal bohren und die Ergebnisse nach international anerkannten Standards (JORC, NI, etc.) überprüfen und veröffentlichen. Bislang ist das Ganze nicht mehr als eine schöne und gute Idee (gilt auch für das Projekt in Nordirland), das Potential ist da, die Substanz fehlt (noch). Ein paar shares im Portfolio tun nicht weh wenns schief geht, oder bringen einen netten Gewinn wenns gut geht.


    Ich denke und hoffe, dieses Statement ist geeignet den "Boardfrieden" wieder herzustellen. Odin als einzig Investierter betont auch nur eine kleine Menge zu haben und nicht aufzustocken. Sieht für mich alles nicht nach unqualifiziertem Gepushe aus. Fände es aber gut, wenn wir die Aktie hier gemeinsam weiter beobachten könnten. Interessiert mich nach der "emotionalen Vorgeschichte" nun echt, wie das ausgeht ;)



    Gruß
    Schwabenpfeil

    Im WO Board wurde folgende Mail von Herrn Prof. Utter veröffentlicht.


    Gruß
    Schwabenpfeil



    die Arbeiten laufen voran. Das Ingenieur Buero Kappes Cassiday and
    Associates in Reno, Nevada arbeitet am Abschluss der Metallurgie.


    Uebernaechste Woche bin ich mit unserem CFO zu einer Road Show in London und in den ersten Oktober-Tagen werden wir Herrn Siegel treffen.


    In dieser Woche hatten wir hier in Toronto jeden Tag mit zwischen 3 und 6 Institutionen und Analysten Praesentations-Gespraeche. Dies diente dazu, dass wir endlich in Kanada bekannter werden. Sie werden sich fragen, warum erst jetzt. Die Antwort is einfach: jetzt haben wir in beiden Projekten Gold-Ressourcen, die nach dem Standard 43-101 unabhaengig zertifiziert wurden. Dies ist hier von grosser Bedeutung und wir koennen uns hier seit Anfang September ganz anders aus dem Fenster lehnen.


    43-101 bedeutet, dass unsere Angaben (Goldwerte, Tonnagen, Ausblick)
    geprueft wurden, bis hin zu einem komplexen Verfahren der doppelten
    Kontrolle unsere Goldwerte etc etc. Die Kanadier sind bie Firmen, die keine 43-101 Studien haben, sehr vorsichtig geworden. Dies haben wir nun.


    Ein kleiner strategischer Hinweis: noch duempelt unser Aktienpreis in
    Toronto so vor sich hin. Dies drueckt nicht den Werrt unserer Firma aus,
    sondern ist im Zusammenhnag mit einem sehr in aktivem Markt fuer Goldpapiere zu sehen. Unsere Trading Volume in Toronto war noch nie so schwach (wie bei fast allen vergleichbaren Goldwerten). Sollten Sie Interessenten kennen, die bei diesem guenstigen Preis einsteigen oder ihre Position verstaerken wollen, dann ware es
    sehr gut , wenn diese Kaeufe nicht in Frankfurt sondern in Toronto
    standfinden. Der Preis ist dabei fast von untergeordneter Bedeutung (ein
    Kaeufer moechte ja so guenstig wie moeglich rein und so teuer wie moeglich raus), es ist das Volumen, dass einen aufsteigenden Trend unterstuetzen wird.



    Gruss




    Thomas Utter


    Hallo Kalle,


    hpoth hat sich hier (sehr neutral) geäussert. Warren wird sicherlich nicht die zeit haben, sich in jeden Thread einzumischen.


    Pennystocks sind auch Gossan, Macmin, Fronteer ... Das allein kann es also wohl nicht sein ...



    Gruß
    Schwabenpfeil

    Hallo Kalle,


    nur zur Klarstellung: ich kann und werde mit Tournigan weder Geld verlieren noch gewinnen. Grund: Weil ich nicht investiert bin ...


    Der Grund weshalb ich hier poste ist ganz schlicht: Mich interessieren Explorer und bei der Beschäftigung mit mehreren Firmen kann ich lernen und Quervergleiche vornehmen und eigene Erfahrungen gewinnen.


    Gruß
    Schwabenpfeil


    Hallo Warren,


    ist mir alles sehr eingängig und plausibel ... Prinzipiell denke ich aber schon, dass der überwiegende Teil unserer Forenmitglieder in diesem Punkt schon etwas weiter ist. Zumindest ist die Bereitschaft da, sich zu informieren und auszutauschen. Das eigene Wissen kann nur sukzessive mit der Erfahrung wachsen aber man ist auch immer auf die "Schulung" durch Dritte angewiesen. Deshalb kann so ein Board wie unseres ja auch so hilfreich sein.



    Gruß
    Schwabenpfeil

    Hallo Kalle,


    danke Dir für Deine Erläuterungen, hilft mir die Vorgänge zumindest in etwa zu verstehen. Bleibt für mich trotzdem die Frage, warum niemand einen Nutzer wie Odin einfach warnt und seinen Infostand (wie Du jetzt) einfach zur Verfügung stellt. Warum wird das Thema einfach tabuisiert und darf auf Goldseiten.de gar nicht angesprochen werden ??? ?(


    Gruß
    Schwabenpfeil

    Hier die Meinung des Goldmarktes


    Gruß
    Schwabenpfeil



    Präsentation Silver Wheaton



    Am 05.08.04 wurde die Ausgliederung der Silver Wheaton aus der Wheaton River (NA) eingeleitet. Über eine Kapitalerhöhung, die wegen der großen Nachfrage von 50 auf 70 Mio. C$ erweitert wurde, gab die als Hülle fungierende Chap Mercantile (NA, Börsenkürzel CPC, Börse Vancouver) 175 Mio. Aktien zu 0,40 C$ aus. Zusätzlich zu den Aktien wurden Optionen im Verhältnis von 1 Option für jeweils 2 ausgegebene Aktien ausgegeben, die über einen Zeitraum von 5 Jahren zum Bezug von Silver Wheaton Aktien zu 0,80 C$ berechtigen. Die neu ausgegebenen Aktien und Optionen haben eine Haltefrist bis zum 06.12.04. Nach dem Abschluss aller vorgesehenen Transaktionen (540 Mio. Aktien sollen im Austausch für die Silberprojekte an Wheaton River ausgegeben werden) wird Silver Wheaton 724 Mio. Aktien ausgegeben haben, wobei die Gesellschaft weiterhin von Wheaton River kontrolliert wird, die zunächst noch einen Anteil von 75 % halten wird.


    Bei einem aktuellen Aktienkurs von 0,50 C$ weist Silver Wheaton eine Marktkapitalisierung von etwa 362 Mio. C$ oder 385 Mio. A$ auf.


    Völlig ungewöhnlich ist ein Handelsabkommen mit Wheaton River, in dem sich Wheaton River verpflichtet, das in den Minen produzierte Silber zu 3,90 $/oz. (oder evtl. zum darunter liegenden Silberpreis) an Silver Wheaton zu liefern. Bei einem aktuellen Silberpreis von 6,50 $/oz und einer für 2005 vorgesehenen Produktion von 7,5 Mio. oz Silber ergeben sich aus dem Abkommen Einnahmen von 19,5 Mio. $ oder 27,7 Mio. A$.


    Leider bleibt in der aktuellen Präsentation unklar, welche laufenden Kosten von den Einnahmen noch abgezogen werden müssen, so dass nicht nachvollziehbar ist, wie sich das in Aussicht gestellte KGV von 20 errechnet. Im Vergleich zu den Konkurrenten Hecla (NA), Coeur d’Alene (NA) und Pan American (NA) ergibt sich für Silver Wheaton jedoch eine hervorragende Gewinnqualität, die nach unten durch den fixierten Einkaufspreis gut abgesichert ist und nach oben parallel zum Silberpreis offen bleibt.


    Durch die besondere Unternehmenskonstruktion ist Silver Wheaton im Gegensatz zu den Konkurrenten, die alle Gold und andere Metalle als Beiprodukte produzieren, als 100% reiner Silberwert zu betrachten. Die Umsatzanteile anderer Metalle erreichen bei Coeur d’Alene 42 %, bei Pan American 48 % und bei Hecla Mining 67 %.


    Auf der Basis der aktuellen Zahlen und einer jährlichen Produktion von 7,5 Mio. oz erreicht die Lebensdauer der Reserven 4,4 Jahre und die Lebensdauer der Ressourcen 18,8 Jahre, wobei zu beachten ist, dass in den letzten Jahren durchschnittlich 97 % der Ressourcen in Reserven aufgewertet werden konnten.


    Für die Muttergesellschaft Wheaton River ergeben sich durch die Ausgliederung der Silver Wheaton einige Vorteile. Wheaton River wird 53 Mio. A$ in bar einnehmen und etwa 75 % der Silver Wheaton kontrollieren. Weiterhin ergibt sich für die Aktionäre der Wheaton River ein Bewertungsgewinn von etwa 225 Mio. A$ oder 0,39 A$/Aktie.


    Zusammenfassung: Die Ausgliederung der Silver Wheaton wurde als Abwehrmaßnahme gegen den Übernahmeversuch durch Coeur d’Alene von Wheaton River so angelegt, dass die Muttergesellschaft von einer hohen Börsenbewertung der Silver Wheaton profitiert. Da bislang nur 8,7 Mio. Aktien der Chap Mercantile ausstehen und die neu ausgegebenen Aktien eine Haltefrist bis zum 06.12.04 haben, werden geringste Umsätze ausreichen um den Aktienkurs der Silver Wheaton nach oben puschen zu können. Durch die besondere Konstruktion der Silver Wheaton beinhaltet ein Investment relativ geringe Risiken, wird aber bei einem Silberpreisanstieg über ein hervorragendes Aktienkurspotenzial verfügen. Wegen des geringen Marktvolumens sollte Silver Wheaton (Chap Mercantile) an der Börse in Vancouver nur limitiert erworben werden. Nach dem Ablauf der Haltefrist und der Ausgabe aller Aktien ist die Aufnahme des Handels in Deutschland wahrscheinlich. Wir halten Silver Wheaton weltweit für die derzeit interessanteste Silberaktie.


    Empfehlung: Silver Wheaton unter 0,50 C$ kaufen, aktueller Kurs 0,50 C$, Kursziel 1,50 C$.

    Zitat

    Original von Ulfur
    Warum muß diese Pusheraktie auch noch im Goldseitenforum besprochen werden?



    Hallo Ulfur,


    wahrscheinlich bin ich noch nicht lange genug dabei, um die Gemütslage aller hier nachvollziehen zu können. Prinzipiell fühle ich mich in diesem Forum allein schon einmal wegen des gegenseitigen Umgangstones auch sehr wohl. Zusätzlich sind einige Fachkenner an Bord, aus deren Postings ich auch viel nützliches ziehen kann.


    Es gibt aber auch einiges, dass sich mir noch nicht so erschliesst. Dazu gehören folgende Punkte:


    a) warum kann nicht über alle Explorer und Goldminen hier sachlich diskutiert werden ??? ?( - wenn jemanden eine Aktie nicht interessiert, braucht er ja nicht mitzulesen ...


    b) Das Bewertungssystem macht auf mich subjektiv einen leicht infantilen Eindruck. Postet jemand über Explorer oder erst recht über einen Wert wie Tournigan, "rächen" sich offensichtlich Teile der Gemeinde mit negativen Bewertungen über Thread und den entsprechenden User. Fühlt sich jemand deswegen besser ??? ?(


    Ein etwas unverständiger Gruß
    Schwabenpfeil

    [quote]Original von Odin
    Die Daten und Berichte aus Irland sind vielversprechend. Was spricht dagegen???


    /quote]


    Hallo Odin,


    da müsste sich ja eigentlich eher patrone dazu äußern ... Ich vermute aber mal, die "Promotoren" der Aktie haben einen etwas "zweifelhaften" Ruf. Darüber hinaus spricht auch die intensive Diskussion bei WO dafür, dass sich viele "Zocker" in dem Papier befinden. Aber Du hast schon recht: "Was genaues weiß man wahrscheinlich nicht ..."


    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von Tschonko


    Schwabenpfeil: Wenn dich interessiert, was Hommel zu Silver WHT schreibt, kann ich es dir reinstellen im WHT Thread.
    Grüße tschonko


    Hallo Tschonko,


    würde mich interessieren. Vielleicht lohnt sich ja auch ein eigener Thread zu Silver Wheaton, ich könnte dann die Meinung des Goldmarktes dazustellen. ;)


    Gruß
    Schwabenpfeil

    Zitat

    Original von Poki Beloki
    Echt lustig, daß so ein Angebot so eine Verwirrung auslöst!! :D
    Bin "zum Glück" nicht investiert! :]


    Hallo poki,


    das Strickmuster solcher Kapitalerhöhungen ist bei allen Explorern so ziemlich gleich. Von daher: Einmal verstanden, immer verstanden ...


    Die Alternative ist ein reines private placement, d.h. kein Bezugsrecht für die Aktionäre sondern Verkauf an wenige, vor allem Institutionelle Anleger. Prinzipiell finde ich da die Lösung von Macmin "gerechter"



    Gruß
    Schwabenpfeil



    Hallo zeitgenosse,


    natürlich kannst Du auch über die Börse nachkaufen, aber eben immer nur (zumindest in Deutschland) die Aktien. Da der Macmin Kurs tendentiell seit der Angebotsveröffentlichung nachgegeben hat, bekommst Du die Aktien über die Börse sogar inzwischen günstiger.


    Wenn Du das Angebot annimmst, bekommst Du immer eine Unit (Aktie plus Option). Du kannst nicht einzelne Komponenten beziehen.


    Den Kurs der Option wirst Du Dir wahrscheinlich nach der KE an der Börse Australien ansehen können. Zumindest kann man da heute den Kurs früherer Optionen sehen.


    Alles klar ???



    Gruß
    Schwabenpfeil