Bei der Lektüre des oben verlinkten mmnews-Artikels, kam mir folgender Gedanke:
Momentan erleben wir in weiten Bereichen deflatorische Entwicklungen, die so gravierend sind, daß sogar Firmenbeteiligungen zu Cash gemacht werden müssen, um geschäftsfähig zu bleiben (z.B. Ford will Mazda-Anteile verkaufen). Aber alle gehen immer von einer relativ langen deflatorischen Entwicklung aus und dem wird, wie auch von Dir, m.E. völlig richtig entgegengehalten, daß die Regierungen nach Belieben Geld drucken können.
Aber was ist bei einem deflatorischen Crash? Einer Implosion der aufgeblasenen Vermögenswerte in einer kurzen Zeit. Das gab es bisher nämlich noch gar nicht. So schnell, daß inflatorische Maßnahmen viel zu spät kommen? Durch das überall angewandte Just-In-Time-Konzept, stehen die meisten Fabriken binnen ganz weniger Tage still, wenn die Zulieferung nur ein wenig stottert.
Und: ein solches Szenario würde auch den heutigen schnellen Informations- und Marktmechanismen entsprechen. Denn warum sollte heute eine Krise sich so langsam entfalten, wie in den 20ern?
Und es würde insofern passen, als sich Geschichte nie 1:1 wiederholt, sd. immer in etwas anderen Formen und Ausprägungen.
Der deflationäre Blitzcrash wäre ein solches Szenario.