Ich bin aus praktischen Gründen gegen eine Vermögenssteuer. Zum einen sehe ich ebenfalls das Problem der aufgehenden Schere bei den Vermögen bzw. der ungleichen Vermögensverteilung die historisch gesehen in irgendeine Form von Revolution führen muss. Von daher ist auch der Überwachungswahn der Elite bzw. der von ihr bezahlten Politik erklärbar.
Andererseits, sollten gerade uns hier die Konsequenzen klar sein. Vermögenssteuern können nur von deklarierten Vermögen erhoben werden und das schließt den Besitz von anonymen Assets wie z.b. Edelmetalle aus. Und ja klar, diese Lücke würden die nur zu gerne schließen. Sobald aber keine anonymen Assets mehr existieren ist der einzelne dem System schutzlos ausgeliefert. Alles was bekannt ist kann im Zweifel auch enteignet werden. Und historisch waren die Begehrlichkeiten bei System Umbrüchen immer hoch. Der Staat geht nicht einfach freiwillig unter oder reduziert freiwillig seine Ausgaben. Das wird niemals passieren. Das was kommt ist, der Staat holt sich alles was er irgendwie bekommen kann um die eigene Existenz zu sichern. In der Anfangs Phase gelingt dies durch Inflation über Verschuldung, Sonderbudgets etc. und das Erfinden neuer Steuern auf z.b. CO2. Wir sind gerade am Ende dieser Phase. Danach wird der direkte Vermögenszugriff kommen.
Dieser Vermögenszugriff wird aber sicher nicht die oberste superreiche Schicht treffen. Die sind ja die eigentlichen Akteure die sich die Politik längst gekauft haben. Nein, das wird die noch vermögende obere Mittelschicht betreffen, diejenigen die gut verdienen weil sie gut ausgebildet diszipliniert arbeiten, sparen, investieren. Das sind die letzten bei denen leicht Geld zu holen ist und daher werden die richtig viel verlieren.
Es ist gar keine Frage ob eine Vermögenssteuer kommt und wer die bezahlen wird. Das ist eine fixe Notwendigkeit. Unklar ist nur der Termin.
Und der einzige Schutz sind (neben Auswandern) anonyme physische Edelmetalle. Und Geduld, Ruhe und Klappe halten.