Wer Cash hält und zocken kann, der wartet wohl besser mit dem Einkauf, wer weniger risikoaffin ist und nur sein Erspartes erhalten möchte, der macht sicherlich auch nicht viel verkehrt wenn er sofort zum EM-Händler rennt und seine Zettel eintauscht.
Denke, man muss unterscheiden, zwischen physischem und Zettelgold. Denjenige, die zur Absicherung gegen Inflation und anderer Risiken, sich physisch eindecken, sollten die aktuellen Schwankungen weniger Kopfschmerzen bereiten. Steigt Gold, dann hat man seine Kaufkraft gesichert, fällt es, dann kann man seinen Durchschnittspreis reduzieren.
Anders sieht es mit Zettelgold, also Minenwerten und ähnlichem aus. In dem Bereich kann man natürlich, wenn genau die paar Tage im Jahrzehnt getroffen werden, wo die Kurse mal steigen, ordentlich Geld verdient werden. Aber die meiste Zeit verliert der Anleger. Gründe dafür gibt es (im Nachhinein) immer genug. Energiekosten, Bürokratie, Unwetter, gesunkene Grade, unseriöses Management (eine Kernkompetenz bei Minenwerten), Streiks, Umweltprobleme usw.
Darum, wer sich die Frage stellt Gold ja/nein, muss zuerst entscheiden, wie er dabei sein möchte. Physisch war meiner Ansicht nach nie ein Fehler, in den letzten Jahrzehnten. Egal wie der Kurs schwankte.
Gruß
Magellan