Oh, beim Bauer ist die Gans natürlich teurer wie im Supermarkt, denn der Bauer ist nicht dämlich. Deshalb heißt es "bauernschlau". ![]()
Meine Mutter ihr "neuer Mann", sprich mein Stiefvater, besaß (und besitzt) einen Bauernhof ( Land verpachtet,wegen Alter ) in NRW. Er berichtete zum "Tausch" am Ende des Krieges und den Hungerwinter. ( den hatte er als Bauersohn natürlich nicht ) Aus den Städten kamen Menschen die allerlei zum Tausch
anboten. Anfangs haben sie noch getauscht. Dann nicht mehr, was sollten wir mit dem ganzen Kram ? So legten sie einige Lebensmittel aus den Vorratslagern in die Milchkammer und gaben den Leuten ( meist Frauen ) ein paar Kleinigkeiten,Kartoffeln meist und Milch für die Kinder, haben aber auch so getan, als wenn sie nicht viel haben. ( verständlich ) Es waren auch keine Massen von Leuten. Ab und an Flüchtlinge, die hatten sowieso nichts mehr. Es wurde kein Silber angehäuft. Das brauchen wir nicht, heißt es. Ich bin mir allerdings fast sicher,daß der Bauer ein Schnäpsle nicht abschlägt. ![]()
Ich muss dazu sagen, das der Hof an der Weser liegt und diese nicht passierbar war ( keine Brücke damals), so konnten die Leute den Hof schwer erreichen,
oder mussten weit laufen. Auf dem Hof wohnte auch noch ein französischer ? Kriegsgefangener, der nach dem Krieg erstmal da blieb.
Meine Mutter, als Flüchtlingskind, erzählt heute ab und an, wie sie in der Schule neidisch waren auf die Bauernkinder mit Ihren dicken Broten und diese
dann auch verprügelt und beraubt worden sind. ( Ist das auch Ausländerkriminalität ? ) Das ist manchmal ein Streitpunkt zwischen den beiden. Da heißt es dann: "Ja ihr, vollgefressenen Bauernkinder, habt uns nichts abgegeben ). Das mit der "Ausländerkriminalität" meine ich noch nichtmal spaßig, denn
auch als Flüchtling war man Mensch 2.oder 3.Klasse für die anderen Besser-Deutschen, so wie heute der "Ostdeutsche" in der Bunten Republik.
Außerdem denkt bitte dran mit der Bauersfrau zu tauschen.
Denn im Haus hat sie den Hut auf.
Euer Fernseher,