Ratschläge eines ehemaligen Mitarbeiters von PayPal
[Blockierte Grafik: http://www.beschwerdezentrum.org/kundenreklamation/faelle/versicherung/paypal/x.gif]Auf einer amerikanischen Homepage für PayPalgeschädigte schreibt ein ehemaliger Mitarbeiter von PayPal am 10. 12. 2006 (Übersetzung durch Dr. Aschenbach):
Als
ehemaliger Mitarbeiten von PayPal kann ich die Frustration, die viele
Kunden empfinden, gut verstehen. Die meisten der Mitarbeiter, die
wussten, was sie tun, haben PayPal wegen ihrer Geschäftspraktiken
verlassen. [...] Jahrelang hat PayPal seine Angestellten angewiesen,
Kunden niemals ihre Realnamen mitzuteilen. Der Grund dafür ist einfach,
es für geschädigte Kunden schwerer zu machen, auf angemessene Weise zu
kommunizieren und Ansprüche geltend machen zu können.
Die Firma als solche kann keine Entscheidungen treffen, die dein Konto
betreffen. Alle Entscheidungen werden von einer einzigen Person des
'Omaha fraud teams' (Omaha Betrugsabteilung) getroffen. Die
Entscheidung, eine Kontosperrung aufzuheben kommt von einer bestimmten
Person der Abteilung 'resolution services'. Wenn jemand in der
Betrugsabteilung die Losung 'keine Beschwerden' ausgibt, bist du
geliefert. Die Leute von der Abteilung 'resolution services' werden
nicht einmal einen Versuch starten, die Kontosperrung aufzuheben. Sie
werden dich damit beschäftigen, von dir immer weitere Dokumente zu
fordern.
Wenn dein Konto gesperrt ist und und PayPal weiter nutzen willst -
obwohl ich nicht verstehen würde, warum du das wollen könntest - musst
du zunächst alle Cookies im Cache deines Browsers löschen und mit einer
anderen IP-Adresse ins Netz gehen. Benutze niemals Anonymisierer oder
andere öffentliche anonyme IPs, denn die haben ein Team, dass speziell
solche Logins überwacht. Das Beste ist, du wählst dich via AOL ein.
Wenn dein Konto gesperrt ist, sind auch alle von dir jemand angegebenen
Bankkonten gesperrt. Wenn du ein neues Konto eröffnest, wird es
innerhalb kurzer Zeit auch gesperrt werden. Es bleibt dir also nichts
übrig als zu deiner Bank zu gehen und sage denen, deine Karten seien
gestohlen worden. Das hat zwei Vorteile: Zum Einen ist PayPal dann
nicht mehr in der Lage, Rückbuchungen von deinem Konto vorzunehmen. Zum
Anderen hast du eine neue Kontonummer und neue Kreditkarten mit neuen
Kreditkartennummern.
Das 'Betrugsteam' nutzt einige Tools, um PayPalkonten ausfindig machen
zu können, deren Datensätze in bestimmten Feldern identisch sind. Wenn
du zwei Konten mit gleichem Namen und gleicher Adresse (aber
unterschiedlicher Emailadresse) eröffnet hast, finden sie das sofort
heraus. Falls du also unbedingt zwei Konten unter deinem Namen haben
willst, musst du eine andere Adresse nutzen, auch ein Postfach geht,
und wenn es ein Postfach ist, dann sorge dafür, dass die Postleitzahl
eine andere ist als die Postleitzahl deiner Wohnadresse. Die Tools, die
sie benutzen, vergleichen Name, Versicherungsnummer, Adresse,
Bankkonto, Creditkarten, Auktions-IDs und Bankleitzahl. Wenn du meinst,
du könntest die Informationen von deinem Konto löschen, dann irrst du:
Die Mitarbeiter des Teams sehen auch alle alten Eintragungen.
Ein weiterer Rat für alle, die PayPal nutzen: Sorge dafür, dass niemals
viel Geld auf deinem PayPalkonto ist! Nutze das Feature 'Auto Sweep' -
es wird nicht beworben, aber man kann es beantragen. Es überweist am
Ende eines jeden Tages das eingenommene Geld auf dein Bankkonto. Sie
verlangen von dir deine Sozialversicherungsnummer und dass du das
Abhebungslimit aufhebst, bevor sie dieses Feature einrichten. [...]
Ich empfehle außerdem drigend, niemals mehr als 2.500,- Dollar
innerhalb von 24 Stunden oder über ein Wochenende auf dein Bankkonto zu
überweisen. Es wird eine automatische Warnung erzeugt und es könnte
dazu führen, dass dein Konto gesperrt wird. [...] Es gibt vielleicht so
zwischen 50 und 100 automatisch erzeugte Warnungen, die ich nicht im
einzelnen beschreiben wil, weil sie unsere Kunden tatsächlich schützen.