Fast 16 Jahre war Folker Hellmeyer Chef-Analyst der Bremer Landesbank. Nicht immer bequem, nicht immer angepasst – aber gefragt. Jetzt hat er einen neuen Job
Beiträge von Rochade
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Nach einem Durchlesen des Fadens (Thread) zum Thema Fälschung (Fakes) von gegossenen Barren und der Präsentation des RS Silberbarrens 500g, meine Auffassung dazu.
Es ist bekannt, in allen Jahrhunderten gab es Fälschungen, wurden Unwahrheiten erzählt, gab es Betrügereien usw. Was ich an der aktuellen Diskussion schade finde, sind Andeutungen, Meinungen, Verdächtigungen und Emotionen mit dem unterstelltem Hinweis, es könnte sich bei den beiden Silberbarren von Rothschild 500g und 1.000oz, die vor ein paar Wochen hier erörtert wurden, um keine echten Barren handeln. Woran wird das sachlich festgemacht? Wo sind die Fakten für mögliche Fälschungen und was soll gefälscht sein? Das Material? Der Duktus der Stempelung zur Vortäuschung es sei ein alter (historischer) Silberbarren? Nur weil man -unabhängig von Rainer Ahlers Standard-Katalog der Rothschild-Goldbarren- keine genaue Kenntnisse und Fakten vorliegen hat, kommt man öffentlich zu diesen Annahmen, denn mehr sind sie doch nicht.
Ich will nicht in Abrede stellen, dass z. B. beim Rothschild 5 oz, der vor kurzem in New York City von Heritage versteigert wurde, ein entsprechender Verdacht naheliegen könnte. Es ist ein bisher nicht bekanntes Einzelstück, es hat einen ziemlichen Wert usw. Aber auch hier gilt, es ist nichts bewiesen und sind lediglich Annahmen ohne belastbare Fakten.
Wo kommen wir hin, wenn jeder Barren, der nicht eine nachweisbare und lückenlose Dokumentation nachweisen kann und fast alle historischen Barren fallen darunter mangels entsprechender Aufzeichnungen, für möglicherweise gefälscht angesehen wird.
Für jeden Barren gilt bis zum Beweis des Gegenteils dass er echt ist. Tatsächliche Vermutung und Anscheinsbeweis führen nicht zu einer Umkehr der (objektiven) Beweislast, sondern zu einer Umkehr der Beweisführungslast. Ich bin aber kein Jurist. Es ist lediglich meine Meinung.Natürlich sollte man sich vor einem Erwerb eines teuren gegossenen Barrens kundig machen, das steht außer Frage und das Forum und ihre fachkundigen Mitglieder können hier sehr hilfreich sein. Ich wehre mich lediglich gegen entsprechende Pauschalierungen.
Beste Grüße
Rochade -
In der "Bucht", USA, steht der folgende Silberbarren Rothschild 500g zum Verkauf. Ein Versand nach Deutschland ist ausgeschlossen. Echt oder nicht echt, das ist hier die Frage.
https://www.ebay.com/itm/EXTRE…0ada5c:g:9EsAAOSwLoparx9O
Der gleiche Anbieter hat seit längerer Zeit einen Rothschild 50g mit der Besonderheit "in matter Ausführung" im Angebot. Hier ist eine Lieferung nach Deutschland möglich. So ein Teil habe ich noch nicht gesehen.
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bubi hatte es schon schön zusammengefasst, trotzdem, auch von mir auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön für Deine vorzüglichen Fotos. Das ist immer wieder ein Vergnügen die Bilder anzuschauen.
![smilie_blume [smilie_blume]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_blume1.gif)
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Ich teile die Meinung von bubi "... Möchtest du vor allem Rothschild-Gussbarren sammeln bzw. interessieren sie dich besonders, empfehle ich, dir das Buch "Standard-Katalog der Rothschild Goldbarren" zuzulegen. Darin sind verschiedenste RS-Barren nebst deren jeweilige Varianten bebildert und beschrieben. Auch finden sich dort Seltenheitseinschätzungen, die auf jahrelanger, internationaler Marktbeobachtung basieren...".
In der Bucht ist der Katalog gerade zu erwerben. Siehe hier:
http://www.ebay.de/itm/like/292430044786?ul_noapp=true -
Ich schließe mich Zweifler's Kommentar an.
Ich kann mich nur wiederholen. Lese Dich ein und viele Deiner Fragen klären sich, siehe hier:
http://www.goldseiten-forum.co…%BCgerrand-sammel-thread/
und zusätzlich noch dort:
http://www.goldseiten-forum.co…%C3%A4lschungen/?pageNo=1
Nach den Bildern zu urteilen, das ist natürlich subjektiv, kann ich keine signifikante Fälschungen erkennen. Wenn Gewicht, Abmessungen und der Magnettest und die Klangprobe keinen Hinweis auf eine mögliche Fälschung ergeben sind die KR in Ordnung.
Nachtrag: Ich nehme an, Du hast die KR bei einem renommierten Händler gekauft (?)
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auch gerade gelesen. allerdings ist 2018 doch ohnehin schluss mit der 100er serie?!
Aus einem Nachbarforum:
"...Ja, im Jahr 2019 kommt der "Dom zu Speyer". Damit ist die Serie abgeschlossen - nach heutiger Planung...".
Eine offizielle Mitteilung dazu ist mir allerdings nicht bekannt.
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In der neuesten "prägefrisch" 01/2018 der Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (VfS) wurden auf der Rückseite die tatsächlich beauftragten Prägemengen der deutschen Sammlermünzen für das Jahr 2017 veröffentlicht. Auflage der Stempelglanzausführung:
20 Euro Goldmünze "Pirol" - 168.000 Stück
50 Euro Goldmünze "Lutherrose" - 150.000 Stück
100 Euro Goldmünze "Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg" - 158.000 StückEs scheint so, als ob der Abwärtstrend der Prägezahlen bei der Serie "UNESCO Welterbe" 100 Euro Goldmünzen in 2017 gestoppt wurde. In 2015 (Oberes Mittelrheintal) betrug die Auflage 163.000 Stück und in 2016 (Altstadt Regensburg) war die Auflagenhöhe 147.000 Stück.
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Das Jahr 2016 wurde mit einem Jahresüberschuss von 646.947,26 Euro abgeschlossen. Das ist nach den Jahren 2014 und 2015 mit Verlusten von 6,1 Mio. (2014) und 4,3 Mio. (2015) ein Rechnungsjahr mit einem Gewinn.
Das Rohergebnis aus dem Handelsgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr von 19,8 Millionen Euro auf 22,1 Millionen Euro erhöht. -
Krügerrand 2018
Das "Sicherheitsmerkmal", der Schriftzug KRUGERRAND ist unterhalb des rechten Hinterbeines im Gestrüpp mit einer Lupe klar zu sehen. Unterhalb des Wortes "KRUGERRAND" leicht nach links gesehen, steht in sehr kleiner Schrift das Wort "SARB18". Der Schriftzug ist an dieser Stelle neu für mich.
Die South African Reserve Bank (SARB) ist die südafrikanische Zentralbank. Die Bank wurde 1921 durch ein Gesetz vom Parlament der Südafrikanischen Union errichtet. Sie hat wohl ähnliche Aufgaben wie die Deutsche Bundesbank. Da der KR nach der südafrikanischen Notenbankverordnung ein offizielles Zahlungsmittel in Südafrika ist, macht die spezielle Prägung mit SARB18 auf dem neuen KR aus meiner Sicht auch Sinn.
Nachfragen: Gibt es bei der BU-Ausgabe Krügerrand 2017 tatsächlich beide Varianten? Einmal mit dem Schriftzug KRUGERRAND und einmal ohne?
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Es geht voran und wird interessant. Das letzte Gebot liegt bei US-Dollar 20.000. Umgerechnet ca. 16.800 Euro. Der gewünschte (Mindest-)Preis von rd. 20.000 Euro ist nicht mehr weit entfernt...
Die Versteigerung des Rothschild-Barrens 5 oz wurde heute (08.01.2018) am Nachmittag in New York City bei Heritage mit der Saal-Auktion abgeschlossen. Der Zuschlag erfolgte für das LOT #30878 Great Britain: N.M. Rothschild & Sons gold 5 Ounce auf ein Internetangebot. Im Ergebnis wurde der Barren für US$ 24,000.00 versteigert. Umgerechnet nach heutigem Kurs beläuft sich die Summe auf ca. 20.000,00 Euro.
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"...in jedem fall ein guter fälschungsschutz, wobei dieser beim krüger ja durch
die klangprobe eigentlich schon immer gegeben war..."Eine bekannte Scheideanstalt schreibt zu den aktuellen Fälschungen des Krügerrand nachstehendes. Die aus meiner Sicht wichtigsten Passagen unterstreiche ich.
"...Optisch bestehen die Münzen, sowohl mit bloßem Auge, als auch beim in der Hand wiegen jedem ersten Eindruck, so daß man um die Fälschungen entlarven zu können jetzt beim Ankauf jeden Krügerrand einzeln exakt überprüfen muss.
Beim Klangtest kommen die Wolfram Fälschungen sehr dicht an den Originalton heran. Farblich entsprechen die Betrugsmünzen dem Rotgoldton älterer Umlaufjahrgänge. Unter der Lupe lassen sich kleine Unterschiede im Prägebild erkennen. So ist z.B. die Lippe von Paul Kruger bei den Fälschungen etwas ausgeprägter (Gebotoxt), dem Backenbart fehlen bei den Fälschungen etwas die Konturen, und unter dem Springbock stimmt die Darstellung der Steppe nicht im Detail mit dem Original überein. Es ist aber zu befürchten, daß die Künstler, welche hier als Fälscher zu gange sind, diese optischen Details zukünftig noch verbessern werden. Die Randriffelung der Fälschungen ist bereits so perfekt, daß sie fast besser aussehen als die der Originalmünzen.
Beim RFA Test zeicht die Beschaffenheit der Fälschungsoberfläche einen etwas zu hohen Goldanteil, bzw. zu wenig zulegiertes Kupfer, und spätestens durch die Messung der elektrischen Leitfähigkeit läßt sich der Wolframkern der Münze dann eindeutig belegen..."https://www.kruegerrand.de/faelschungen/
Ich danke allen Mitgliedern, die sich um das Aufspüren und die Dokumentation mit Bildern der neuen fälschungssicheren Merkmale des Krügerrand 2017 verdient gemacht haben.
Gruß
Rochade -
Du meinst sicher die Abkürzung bzw. Initialen "CLS" rechts über dem Schriftzug Gold auf der Springbockseite. Es handelt sich in der Tat um den Entwerfer/Designer des Krügerrand. Sein Name ist Coert Steynberg.
Zum "neuen" Privy Mark der SA Mint. Eine Auskunft von der SA Mint ist meines Erachtens nicht zu erwarten. Sie äußern sich auf Anfrage äußerst selten. Nach allem was ich weiß, ist es ein neues Sicherheitsmerkmal, welches ab dem Jahrgang 2017 auf allen KR auftaucht. Eigentlich ist es nur mit der Lupe zu sehen.
Vorübergehend tauchte der Verdacht auf, die SA Mint wollte mit diesem Sicherheitsmerkmal den Markt ankurbeln. Falls tatsächlich KR Jahrgang 2017 ohne dieses Feature auftauchen sollten, wäre der Verdacht nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist das aus meiner Sicht wohl nicht der Fall.LG
Rochade -
"...Spannende Fragen sind z.B. wer erhält den Zuschlag und für wie viele US-Dollar wird der Barren weggehen..."Es geht voran und wird interessant. Das letzte Gebot liegt bei US-Dollar 20.000. Umgerechnet ca. 16.800 Euro. Der gewünschte (Mindest-)Preis von rd. 20.000 Euro ist nicht mehr weit entfernt:
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bt, was ist denn das oben rechts für ein tolles australisches Teil ?
hab ihn gefunden...da gibt's wieder Ärger mit dem Zoll, weil die Dinger rund sind.
Hat jemand eine deutsche Quelle? gern auch als PN.Magst Du den Hersteller des Australischen Rundbarrens hier nennen? Mir ist er nicht bekannt.
Danke im Voraus.LG
Rochade -
Danke für Deine Erklärung, das macht Sinn.
Der von Dir geschilderte "Minimum-Preisaufruf" deckt sich ungefähr mit dem auf der Online-Seite stehenden Schätzpreis. Es stellt sich die Frage, wenn dieser geschätzte Preis nicht erreicht werden kann, wird das Angebot zurückgezogen? Die Saal-Auktion in New York ist auch nicht zu unterschätzen. Online kann ja geboten werden. Es bleibt spannend.LG
Rochade -
@GM
Lieber GM, sei sicher, er ist es, der im Katalog von Rainer Ahlers abgebildet ist
.Interessant ist ein weiterer Aspekt. Im Text auf der Seite steht ein geschätzter Preis in Höhe von 20-30.000 US-Dollar
. Es wird interessant sein, ob der Preis wirklich zu erzielen ist.LG
Rochade