Beiträge von O. Jemineh

    wir Österreicher haben offenbar - historisch bedingt - eine gänzlich andere Haltung gegenüber den Habsburgern ...


    Naja, wenn du Genossen (ob von der SPÖ oder von woanders) lustig mit allen Östern gleichsetzt, mag das so sein.

    Die echten Habsburger waren die Babenberger (leicht erkennbar am rot-weiß-roten Kernschild des Wappens), die meistens die Habsburger stellten.


    lol, das is allerdings eine ausgesprochen eigenwillige Aussage. Der Rest is recht modisch... der Prinz Cäsar is mehr so ein selbsternannter mit Jagdberechtigung, oder?


    Bist du eigentlich wirklich Österreicher? Mich nimmts schon Wunder... Wald4ler gar wolltest du mal sein?

    Otto, ich wusste nicht dass du bekennender Monarchist bist :D


    Ne, das täuscht auch...mir gehen alle Arten Obertanen grundsätzlich am Arsch vorbei, ich ihnen nämlich auch.
    Mir doch scheißegal, wer auf den Briefmarken ist, solange er mich und die meinen in Ruhe lässt.
    Aber mir ist jedenfalls klar, daß Kaiser Otto im Zweifel mehr auf Briefmarken zu suchen gehabt hätte, als Murat Wulff.
    Und eins muß man den von und zus jedenfalls lassen, gerade hier: Ihre Untertanen mit Aluchips zu bezahlen, haben die sich nie lang getraut. Aber die Untertanen haben sichs auch nie lange gefallen lassen. Die waren offensichtlich nicht zum selben Brainfuck fähig oder willens. Oder zur selben Einschüchterung.
    Mir hat Kaiser Otto jedenfalls nichts getan, von dem ich weiß. Aber einer ganzen Reihe Leute geholfen.
    Und du weißt ja selber, was die Einlasskontrolle in der Kapuzinergruft ihn fragen wird.


    "gschturm is gschturm, sagt da Wurm...als Leich', is' jeder gleich..."


    Außerdem hab ich dir ja erzählt, daß ich nicht nur Deutscher und Katholik, sondern auch Vorderösterreicher bin, also klar bewegt es mich.


    Und der im Nachgang gescholtene Kaiser Karl überigens, der vertritt ja nun andere Dinge...weil wir andere Zeiten haben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/O…_Nationen_und_V%C3%B6lker
    Ich weiß nicht, ob er da Gutes bewirkt.
    Aber Ottos paneuropäisches Picknick war sicher nichts Schlechtes. Und noch ein paar Dinge.


    Zitat

    tut mir leid, wenn ich dir mit meiner Ablehnung deines Namensvetters Otto (Habsburg) zu nahe getreten bin [smilie_blume]


    Bist du nicht. Ich dachte nur, ich sag mal was... wenn einer schlechte Taten weiß, nur zu. Aber nur weil einer für einen Zusammenhalt der Europäer eintrat, daran gibts wirklich nichts auszusetzen.
    Im heiligen Reich waren auch viele Stämme und Völker, aber den Italienern hat trotzdem kein Deutscher die korrekte Bananenkrümmung vorgeschrieben.


    Zitat

    extra für dich die Kaiserhymne, ist ein tolles Lied :thumbsup:


    Ein tolles Lied, aber der falsche Kaiser, vom falschen Reich. ;)
    Wobei der wenigstens ein schlechtes Gewissen hatte, und damit wenigstens überhaupt eines.
    "Rühmet mich nicht, denn ich bedarf keines Ruhmes. Richtet mich nicht, denn ich werde gerichtet werden."
    Bei den Sozialisten habe ich noch nie den Hauch eines schlechten Gewissens erlebt. Mögen sie alle in der Hölle schmoren.

    zusammen mit Coudenhove-Kalergie ein Vordenker der EU in der Paneuropaunion sowie deren langjähriger Präsident ...


    Ja und?
    Die Idee vom vereinten Europa ist schon ein wenig älter als eurozentristischer Sozialistenwahn... als Katholik war ich schon immer fürs heilige Reich.
    "An ihren Taten, sollt ihr sie erkennen."


    Es kommt darauf an, was man daraus macht... dann ist auch Taka-Tuka-Land ein lebenswerter Ort.
    "An ihren Taten, sollt ihr sie erkennen."


    Wenn Schmarrn daraus gemacht wird, dann gilt eh lieber bayerisch sterben, als kaiserlich verderben. Aber auch nur dann.
    Ist das selbe wie mit dem heiligen Land Tirol... da waren WIR die Bösen...ganz eindeutig muß man das zugeben.
    "An ihren Taten, sollt ihr sie erkennen."

    Klar gibts die....notfalls einen persönlichen Dolmetscher...dann geht das sechsstellige halt durch zwei.
    Die Lösung läge oft in freiwilligen Zusammenschlüssen, wie Genossenschaften, nur kleiner.
    http://www.youtube.com/watch?v=TZ2MT4FSOFA


    Ja, gutes Beispiel, danke. So einen hatte ich in der Abiklasse. Der reine Wahnsinn, was der mathematisch drauf hatte. Vor allem für mich, als mathematische Totalpfeife.
    Anner staatlichen Schule hättens den auch aussortiert.
    Hab ja Abi offiziell als Externer gemacht.

    Was hingegen der störende und unbelehrbare Legasteniker in dieser Aufstellung zu suchen hat erschliesst sich mir nicht.


    Das ist kein Legastheniker.
    Ein echter Legastheniker weiß, wie es geschrieben gehören würde, kann es nur nicht sehen und zeichnet sich oft sogar durch überdurchschnittliche Intelligenz aus.
    90 % der Legastheniker sind aber reine selbsternannte Modelegastheniker, die das als bequeme Ausrede für ihre Faulheit, sich um eine ordentliche Rechtschreibung zu bemühen, verwenden.


    Ansonsten volle Zustimmung.
    Ich find ihn höchst erheiternd, vor allem wenn er sich aufs verschärft Zeltengehen beschränkt.

    ich würde eher "harte Wertgegenstände"/Realvermögen/Werte/physisches Vermögen sagen.
    Wenn ichs nicht schon aufgreife vom Gegenüber, dann halt hard assets. Klar, ist ein fester Begriff...aber ich würds wenn möglich gleich gar nicht verwenden...


    Und Nahrung, denke ich, gehört ganz sicher nicht oder nur sehr eingeschränkt dazu.

    Du erinnerst dich vielleicht, dass wir in diesen Breiten in den letzten 3 Jahrhunderten so ein paar Kriege hatten.
    Leider sind dabei Menschen zu Schaden gekommen und auch Häuser, Währungen, Nahrungsmittel und Infrastruktur.
    Ich denke mal, das ist unbestritten.


    Das ist unbestritten, aber ich denke man kann diese drei Jahrhunderte keinesfalls einfach so zusammenfassen. Das vergangene Jahrhundert war bei solchen Betrachtungen etwas ganz besonderes. Aber du hast ja nun von 3 Jahrhunderten geschrieben, und ich hab mich gezielt auf die Mehrheit davon, also das 18. und das 19. Jahrhundert bezogen.

    Da man damals gern Rücklagen in Form von Tieren und Agraprodukten gebildet hat, um über den Winter zu kommen, war es absolut rücklagenmindernd, wenn einem die Tiere und Lebensmittel durch die eigene Regierung beschlagnahmt wurden oder sich so ein kleiner Krieg direkt auf eigenem Grund und Boden ereignete.


    Ne, Tiere waren auch damals Betriebsvermögen...Rücklagen hat man wenn möglich auch damals in Geld gebildet. Also in Dukaten und Thalern... Teilweise hat man sich diese Rücklagen auch als Knöpfe an die Jacke gehängt und dergleichen, aber dann wars immer noch Geld. Du konntest problemlos mit einem Silberknopf bezahlen.

    und der Acker war leider auch nicht mehr abzuernenten da voller Schützengräben oder Krater, Mienen oder Müll.


    Aber jedenfalls noch da, also nicht untergegangen.
    In den Kriegen vor dem Wk1 war so ein Acker auch nicht unbedingt dermaßen zerstört, daß man ihn nicht in ein-zwei Jahren wieder hätte nutzen können. Also auch keine Rede von entwertet.
    Auch im Wk2 wurden selten landwirtschaftliche Flächen dermaßen vermint und dergleichen.
    Klar, wer im Wk1 an der Maaß einen Acker hatte, der hatte Pech... dafür flossen aber teilweise auch die deutschen Reparationsgelder.

    Da man vor Einführung der "Bismarckrente" nur durch eine Vielzahl von Kindern sicher sein konnte, einigermaßen würdig alt zu werden,


    Das stimmt so auch nicht.
    Barrücklagen waren ja möglich, und es war auch gar nicht so unüblich sich eine "Rente" zb von einer Bank zu kaufen, wenn man sich aus dem Berufsleben zurückzog und sich das leisten konnte. Also eine Art Schatzbrief/Anleihe.
    Kann man teilweise in Büchern wie der Schatzinsel und ähnlichem aus dem 19. Jh. häufig nachlesen.

    In meiner Familie gab es vor dem 1. und vor dem 2. Weltkrieg Familienvorstände, die in abhängiger Beschäftigung lebten und ein sehr sehr kleines Vermögen in Silber vergraben hatten.
    Leider ist mein Großvater (wohnhaft in einer Kleinstadt in Ostwestfalen) mit dem Wissen um den Standort seines "Silberschatzes" von marodierenden Russen getötet worden.


    Das ist Pech...klar kommt sowas vor. Aber man sollte halt nicht sein gesamtes Vermögen an einer Stelle vergraben und keinem davon erzählen...jedenfalls hatte der also hard assets.


    Fakt ist jedenfalls, bis ca. 1911 musste keiner in "hard assets" gehen, weil eh beinahe jeder, und gerade kleinere Leute, wenn sie überhaupt was hatten, dann fast ausschließlich hard assets hatten. Mit Ausnahme eben besagter "Rentner". Das waren aber keine Armen, das war etwas für den gehobenen Mittelstand.
    (Nicht böse gemeint, aber auf das neue Fremdwort "Esset" kann ich verzichten, wenns also Absicht war...)



    Schön, mal wieder eine Diskussion wie früher... [smilie_blume]


    Äh.... also in 200 von diesen 300 Jahren hatte ein kleiner Bürger Untertan es eigentlich nicht nötig sich in harte Vermögenswerte ( = hard assets, wenn schon Englisch, dann bitte richtig) erst noch einzukaufen.
    Und Altersversorgungsansprüche waren auch recht selten, man bevorzugte Altersvorsorge, ohne Anspruch.
    Inwiefern Immobilienvermögen entwertet wurde müsste man im einzelnen diskutieren...aber ich behaupte mal, unbelastetes (und damit in Krisenzeiten weit weniger anfälliges) Immovermögen war auch bei kleinen Leuten weit häufiger, in den ersten beiden Dritteln.


    D.h. das Gegenteil ist richtig.

    Ich halts auch mit KW...

    Zitat

    es gibt wichtigeres im Leben, als Forenforensik zu betreiben ... ;)


    Also bitte, Brillianz in ökonomischen und gesellschaftspolitischen Fragen kann man nun wohl wirklich nicht behaupten beim iron man...

    Na ja.... nachdem ich kürzlich in einer Politsendung gesehen habe, wie etliche Universtitäten mit ihren Dozenten umgehen weil sie keine Mittel haben (die bekommen nur Zeitverträge, die relativ schnell auslaufen, müssen sich dann arbeitlos melden und "umsonst" weiter unterrichten, nach einer gewissen Zeit dann ein neuer Zeitvertrag, dann wieder arbeitslos und so weiter und so fort....)


    Hab ich auch gesehen.
    Also was wirklich brauchbares oder lebenspraktisches kann das aber nicht gewesen sein, was dieser BETRÜGER da gelernt hat....ein erwachsener Mann lässt sich doch nicht bis 50 hinhalten, bis er sich mal eine geklärte Existenz aufbaut, oder?
    Möglicherweise ist er aber auch bis 40 Student gewesen...
    Die Humboldt Uni Berlin wars, und der Cheffe sah keinerlei Handlungsbedarf...obwohl der betreffende Lehrstuhlinhaber ja nichts anderes als Anstiftung zum Betrug begangen hatte. Höchstwahrscheinlich außerdem Untreue zuungunsten der Unversität.
    Irgendwo muß der Lehrstuhletat ja sonst hingekommen sein.
    Find ich aber jedenfalls gut, wenn die neue deutsche Arbeitswelt auch im Elfenbeinturm Einzug hält...gleiches Recht für alle. :)