Du erinnerst dich vielleicht, dass wir in diesen Breiten in den letzten 3 Jahrhunderten so ein paar Kriege hatten.
Leider sind dabei Menschen zu Schaden gekommen und auch Häuser, Währungen, Nahrungsmittel und Infrastruktur.
Ich denke mal, das ist unbestritten.
Das ist unbestritten, aber ich denke man kann diese drei Jahrhunderte keinesfalls einfach so zusammenfassen. Das vergangene Jahrhundert war bei solchen Betrachtungen etwas ganz besonderes. Aber du hast ja nun von 3 Jahrhunderten geschrieben, und ich hab mich gezielt auf die Mehrheit davon, also das 18. und das 19. Jahrhundert bezogen.
Da man damals gern Rücklagen in Form von Tieren und Agraprodukten gebildet hat, um über den Winter zu kommen, war es absolut rücklagenmindernd, wenn einem die Tiere und Lebensmittel durch die eigene Regierung beschlagnahmt wurden oder sich so ein kleiner Krieg direkt auf eigenem Grund und Boden ereignete.
Ne, Tiere waren auch damals Betriebsvermögen...Rücklagen hat man wenn möglich auch damals in Geld gebildet. Also in Dukaten und Thalern... Teilweise hat man sich diese Rücklagen auch als Knöpfe an die Jacke gehängt und dergleichen, aber dann wars immer noch Geld. Du konntest problemlos mit einem Silberknopf bezahlen.
und der Acker war leider auch nicht mehr abzuernenten da voller Schützengräben oder Krater, Mienen oder Müll.
Aber jedenfalls noch da, also nicht untergegangen.
In den Kriegen vor dem Wk1 war so ein Acker auch nicht unbedingt dermaßen zerstört, daß man ihn nicht in ein-zwei Jahren wieder hätte nutzen können. Also auch keine Rede von entwertet.
Auch im Wk2 wurden selten landwirtschaftliche Flächen dermaßen vermint und dergleichen.
Klar, wer im Wk1 an der Maaß einen Acker hatte, der hatte Pech... dafür flossen aber teilweise auch die deutschen Reparationsgelder.
Da man vor Einführung der "Bismarckrente" nur durch eine Vielzahl von Kindern sicher sein konnte, einigermaßen würdig alt zu werden,
Das stimmt so auch nicht.
Barrücklagen waren ja möglich, und es war auch gar nicht so unüblich sich eine "Rente" zb von einer Bank zu kaufen, wenn man sich aus dem Berufsleben zurückzog und sich das leisten konnte. Also eine Art Schatzbrief/Anleihe.
Kann man teilweise in Büchern wie der Schatzinsel und ähnlichem aus dem 19. Jh. häufig nachlesen.
In meiner Familie gab es vor dem 1. und vor dem 2. Weltkrieg Familienvorstände, die in abhängiger Beschäftigung lebten und ein sehr sehr kleines Vermögen in Silber vergraben hatten.
Leider ist mein Großvater (wohnhaft in einer Kleinstadt in Ostwestfalen) mit dem Wissen um den Standort seines "Silberschatzes" von marodierenden Russen getötet worden.
Das ist Pech...klar kommt sowas vor. Aber man sollte halt nicht sein gesamtes Vermögen an einer Stelle vergraben und keinem davon erzählen...jedenfalls hatte der also hard assets.
Fakt ist jedenfalls, bis ca. 1911 musste keiner in "hard assets" gehen, weil eh beinahe jeder, und gerade kleinere Leute, wenn sie überhaupt was hatten, dann fast ausschließlich hard assets hatten. Mit Ausnahme eben besagter "Rentner". Das waren aber keine Armen, das war etwas für den gehobenen Mittelstand.
(Nicht böse gemeint, aber auf das neue Fremdwort "Esset" kann ich verzichten, wenns also Absicht war...)
Schön, mal wieder eine Diskussion wie früher... ![smilie_blume [smilie_blume]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_blume1.gif)