Beiträge von O. Jemineh

    Klar gibts die....notfalls einen persönlichen Dolmetscher...dann geht das sechsstellige halt durch zwei.
    Die Lösung läge oft in freiwilligen Zusammenschlüssen, wie Genossenschaften, nur kleiner.
    http://www.youtube.com/watch?v=TZ2MT4FSOFA


    Ja, gutes Beispiel, danke. So einen hatte ich in der Abiklasse. Der reine Wahnsinn, was der mathematisch drauf hatte. Vor allem für mich, als mathematische Totalpfeife.
    Anner staatlichen Schule hättens den auch aussortiert.
    Hab ja Abi offiziell als Externer gemacht.

    Was hingegen der störende und unbelehrbare Legasteniker in dieser Aufstellung zu suchen hat erschliesst sich mir nicht.


    Das ist kein Legastheniker.
    Ein echter Legastheniker weiß, wie es geschrieben gehören würde, kann es nur nicht sehen und zeichnet sich oft sogar durch überdurchschnittliche Intelligenz aus.
    90 % der Legastheniker sind aber reine selbsternannte Modelegastheniker, die das als bequeme Ausrede für ihre Faulheit, sich um eine ordentliche Rechtschreibung zu bemühen, verwenden.


    Ansonsten volle Zustimmung.
    Ich find ihn höchst erheiternd, vor allem wenn er sich aufs verschärft Zeltengehen beschränkt.

    ich würde eher "harte Wertgegenstände"/Realvermögen/Werte/physisches Vermögen sagen.
    Wenn ichs nicht schon aufgreife vom Gegenüber, dann halt hard assets. Klar, ist ein fester Begriff...aber ich würds wenn möglich gleich gar nicht verwenden...


    Und Nahrung, denke ich, gehört ganz sicher nicht oder nur sehr eingeschränkt dazu.

    Du erinnerst dich vielleicht, dass wir in diesen Breiten in den letzten 3 Jahrhunderten so ein paar Kriege hatten.
    Leider sind dabei Menschen zu Schaden gekommen und auch Häuser, Währungen, Nahrungsmittel und Infrastruktur.
    Ich denke mal, das ist unbestritten.


    Das ist unbestritten, aber ich denke man kann diese drei Jahrhunderte keinesfalls einfach so zusammenfassen. Das vergangene Jahrhundert war bei solchen Betrachtungen etwas ganz besonderes. Aber du hast ja nun von 3 Jahrhunderten geschrieben, und ich hab mich gezielt auf die Mehrheit davon, also das 18. und das 19. Jahrhundert bezogen.

    Da man damals gern Rücklagen in Form von Tieren und Agraprodukten gebildet hat, um über den Winter zu kommen, war es absolut rücklagenmindernd, wenn einem die Tiere und Lebensmittel durch die eigene Regierung beschlagnahmt wurden oder sich so ein kleiner Krieg direkt auf eigenem Grund und Boden ereignete.


    Ne, Tiere waren auch damals Betriebsvermögen...Rücklagen hat man wenn möglich auch damals in Geld gebildet. Also in Dukaten und Thalern... Teilweise hat man sich diese Rücklagen auch als Knöpfe an die Jacke gehängt und dergleichen, aber dann wars immer noch Geld. Du konntest problemlos mit einem Silberknopf bezahlen.

    und der Acker war leider auch nicht mehr abzuernenten da voller Schützengräben oder Krater, Mienen oder Müll.


    Aber jedenfalls noch da, also nicht untergegangen.
    In den Kriegen vor dem Wk1 war so ein Acker auch nicht unbedingt dermaßen zerstört, daß man ihn nicht in ein-zwei Jahren wieder hätte nutzen können. Also auch keine Rede von entwertet.
    Auch im Wk2 wurden selten landwirtschaftliche Flächen dermaßen vermint und dergleichen.
    Klar, wer im Wk1 an der Maaß einen Acker hatte, der hatte Pech... dafür flossen aber teilweise auch die deutschen Reparationsgelder.

    Da man vor Einführung der "Bismarckrente" nur durch eine Vielzahl von Kindern sicher sein konnte, einigermaßen würdig alt zu werden,


    Das stimmt so auch nicht.
    Barrücklagen waren ja möglich, und es war auch gar nicht so unüblich sich eine "Rente" zb von einer Bank zu kaufen, wenn man sich aus dem Berufsleben zurückzog und sich das leisten konnte. Also eine Art Schatzbrief/Anleihe.
    Kann man teilweise in Büchern wie der Schatzinsel und ähnlichem aus dem 19. Jh. häufig nachlesen.

    In meiner Familie gab es vor dem 1. und vor dem 2. Weltkrieg Familienvorstände, die in abhängiger Beschäftigung lebten und ein sehr sehr kleines Vermögen in Silber vergraben hatten.
    Leider ist mein Großvater (wohnhaft in einer Kleinstadt in Ostwestfalen) mit dem Wissen um den Standort seines "Silberschatzes" von marodierenden Russen getötet worden.


    Das ist Pech...klar kommt sowas vor. Aber man sollte halt nicht sein gesamtes Vermögen an einer Stelle vergraben und keinem davon erzählen...jedenfalls hatte der also hard assets.


    Fakt ist jedenfalls, bis ca. 1911 musste keiner in "hard assets" gehen, weil eh beinahe jeder, und gerade kleinere Leute, wenn sie überhaupt was hatten, dann fast ausschließlich hard assets hatten. Mit Ausnahme eben besagter "Rentner". Das waren aber keine Armen, das war etwas für den gehobenen Mittelstand.
    (Nicht böse gemeint, aber auf das neue Fremdwort "Esset" kann ich verzichten, wenns also Absicht war...)



    Schön, mal wieder eine Diskussion wie früher... [smilie_blume]


    Äh.... also in 200 von diesen 300 Jahren hatte ein kleiner Bürger Untertan es eigentlich nicht nötig sich in harte Vermögenswerte ( = hard assets, wenn schon Englisch, dann bitte richtig) erst noch einzukaufen.
    Und Altersversorgungsansprüche waren auch recht selten, man bevorzugte Altersvorsorge, ohne Anspruch.
    Inwiefern Immobilienvermögen entwertet wurde müsste man im einzelnen diskutieren...aber ich behaupte mal, unbelastetes (und damit in Krisenzeiten weit weniger anfälliges) Immovermögen war auch bei kleinen Leuten weit häufiger, in den ersten beiden Dritteln.


    D.h. das Gegenteil ist richtig.

    Ich halts auch mit KW...

    Zitat

    es gibt wichtigeres im Leben, als Forenforensik zu betreiben ... ;)


    Also bitte, Brillianz in ökonomischen und gesellschaftspolitischen Fragen kann man nun wohl wirklich nicht behaupten beim iron man...

    Na ja.... nachdem ich kürzlich in einer Politsendung gesehen habe, wie etliche Universtitäten mit ihren Dozenten umgehen weil sie keine Mittel haben (die bekommen nur Zeitverträge, die relativ schnell auslaufen, müssen sich dann arbeitlos melden und "umsonst" weiter unterrichten, nach einer gewissen Zeit dann ein neuer Zeitvertrag, dann wieder arbeitslos und so weiter und so fort....)


    Hab ich auch gesehen.
    Also was wirklich brauchbares oder lebenspraktisches kann das aber nicht gewesen sein, was dieser BETRÜGER da gelernt hat....ein erwachsener Mann lässt sich doch nicht bis 50 hinhalten, bis er sich mal eine geklärte Existenz aufbaut, oder?
    Möglicherweise ist er aber auch bis 40 Student gewesen...
    Die Humboldt Uni Berlin wars, und der Cheffe sah keinerlei Handlungsbedarf...obwohl der betreffende Lehrstuhlinhaber ja nichts anderes als Anstiftung zum Betrug begangen hatte. Höchstwahrscheinlich außerdem Untreue zuungunsten der Unversität.
    Irgendwo muß der Lehrstuhletat ja sonst hingekommen sein.
    Find ich aber jedenfalls gut, wenn die neue deutsche Arbeitswelt auch im Elfenbeinturm Einzug hält...gleiches Recht für alle. :)

    Aha...erklär mir den Unterschied.

    Zitat

    1871 bis 1914


    War auch nicht alles nur koscher.


    Zeitzeuge: http://www.youtube.com/watch?v=Hq5vEjU7ReY
    http://www.youtube.com/watch?v=FfSCP418I_k
    (Ja, beim zweiten hab ich auch gewisse Zweifel ob 1912 stimmt....sonst wärs ja geradezu prophetisch...)


    Die gesetzlichen Zahlungsmittel wurden im Deutschen Reich übrigens 1911 eingeführt, und nicht 1919. Hey, Jubiläum! :D


    (Ob deutschnationale Goldkäfer das einsehen wollen oder nicht..."wir" haben angefangen...)