(Stichwort überqualifiziert, ich habe schonmal einen 400 Euro-Job mit genau der Begründung nicht bekommen *grrr*).
Überqualifiziert ist nur eine Chiffre für unterbezahlt.
Der potentielle Arbeitgeber vermutet, daß der Bewerber entweder eh gleich wieder das Weite sucht, und eine Einarbeitung deshalb nicht lohnt, oder sich renitent und faul benimmt und eh gleich wieder gekündigt werden muß. Dank Diskriminierungsrichtlinie werden wir noch viel lustigere Chiffren kennenlernen. 
In den USA hat die Selbstfinanzierung des Studiums aber noch einen größeren Einfluß, da die Studiengebühren höher sind. Also bleiben nur Stipendien oder die Verschuldung für das Studium mittels Studentenkrediten. Etwas mit Bafög vergleichbares gibt es meines Wissens nach in den USA nicht.
Die Studiengebühren in den USA werden in den deutschen Medien sehr verzerrt dargestellt. Da kursieren zwar gern mal Zahlen à la 5-20.000 $ pro Semester, was aber verschwiegen wird ist, daß häufig darin sogar Kost und Logis enthalten sind. Spitzenpreise kosten auch nur echte Spitzenunis, von deren Qualität deutsche Unis meilenweit entfernt sind.
Stipendien sind SEHR häufig, übernehmen eine dem Bafög vergleichbare Rolle.
Verschuldung gibts, wie Silberwolf schon schreibt, erstens über Bafög auch bei uns, weiterhin wurden aber seit es Studiengebühren in Deutschland gibt auch diverse Studienkreditformen in Deutschland geschaffen, zb von der KfW, u.a. eben zur Finanzierung dieser Studiengebühren. Die Zinssätze liegen dabei fast in der marktüblichen Höhe von Ratenkrediten.
Studieren ist in Deutschland also üblicherweise NICHT billiger als in den USA, jedenfalls nicht für Kinder der jeweiligen Mittelschichten.
schlimmer ist, dass er diese "geldschöpfung" erfunden haben soll, mit der heute noch der große bruder so viel freude hat. von irgend was mußte er ja die autobahnen bauen....
Ja, der war ja schließlich das leibhaftige Böse. Aber die Idee mit der Geldschöpfung hatten schon andere vor ihm.
In Deutschland feiert sie im Grunde heuer hundertjähriges, und kein Kalenderblatt berichtet.
Eine Gute Idee wäre eine Staatliche Stelle wo man einfache Jobs zu bezahlbarem Geld ordern könnte. System jugendlicher hat jeden morgen Arbeit zur gleichen Zeit bleibt dadurch im 'Kreislauf' Erwachsener Erwerbstätiger hat ein entspannteres Leben / kann eventuell bessere Leistungen im Betreib vorweisen.
Das gabs mal, hieß Arbeitsamt.
Noch 1998 konnte ich als Schüler bei solchen Jobs mal eben unbürokratisch 25 DM in der Stunde verdienen, abends bar. Gefühlte Kaufkraft ca. 18 €.
Da galt das noch nicht als Schwarzarbeit, wenn man solche Einkünfte erst bei Jahresende auf der Steuererklärung angegeben hat, und ansonsten KEINERLEI Schreibkram anfiel, weder für den Jobber noch für den nichtgewerblichen Arbeitgeber.
Bei gewerblichen Arbeitgebern konnte man seine 2.,3.4.,5. Lohnsteuerkarte mit Steuerklasse 6 abgeben, und es fielen keine Sozialabgaben an, lediglich Lohnsteuerabzug, den man auch bei Jahresende rausbekam.
400€ Jobs hießen noch 420 DM Jobs und waren nur für Rentner, Hausfrauen, und Zeitung austragende 15jährige interessant (kein Mensch wäre auf die Idee gekommen von sowas leben zu wollen), weil eh nur ein paar Stunden pro Woche gingen. Arbeitgeber mochten die gar nicht so sehr, weil die sogenannten kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse wesentlich unbürokratischer abzuwickeln waren.
Toll, heute haben wir eine Arbeitsagentur, sind Kunden, und das Arschamt ist für alles zuständig, nur nicht für schnelle Jobvermittlung. Das halbe Land lebt von 400€ + Aufstockung, und haushaltsnahe Arbeiten sind zwar absetzbar, aber legal zwingend mit Papierkram verbunden: Eine Rentnerin die einen Nachbarn zum Rasenmähen einstellen will braucht eh nix abzusetzen, will aber kaum für einmal 5 Stunden Arbeit ein Formular ausfüllen.
Leisten kann sich das eh keiner mehr, mehr zu bezahlen als ein Hartzer für lau kriegt. Also aus dem ehemaligen Mittelstand, der die Masse solcher Jobs produzieren könnte. (bzw früher produziert hat)
blacki hat vollkommen Recht, genau ein solches Recht auf Arbeit STATT Sozialleistungen würde helfen. (allerdings dürfte man die Leute nur und ausschließlich zum Straßenkehren einsetzen, weil man sonst den privaten Arbeitsmarkt verzerrt.) Und zwar nicht nur für die erweiterte Jugend. Typisch, daß man ihm gleich mit dem Föhrer daherkommt. wie lächerlich gehts denn? Ein Recht auf Arbeit ist "fast Dachau" oder was?
Hauptsache man ist heute "Kunde" einer "Agentur". Alles wird gut.