Beiträge von schuldenblase

    Hier ein Beitrag aus http://www.silberinfo.de zu diesem Thema, der das Problem sehr gut darstellt:
    (habe den Beitrag von "Rhodium" original zitiert, allerdings um ca. 27 Rechtschreibfehler bereingt, er möge mir verzeihen. Hatte Rhodium auch am ersten "Silber-Brief" von http://www.silberinfo.de mitgeschrieben? Das würde einiges erklären...)

    Woher soll Hans Eichel 500 Milliarden nehmen?


    Der Spiegel berichtet vom 29. November, daß amerikanische Investoren eine Klage gegen die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches vorbereiten.


    Es geht um Anleihen aus der Zwischenkiegszeit, die bis heute nicht zurückgezahlt wurden.
    Das Fatale daran ist, daß es sich um Goldanleihen handelt, deren Verzinsung und Rückzahlung an den Goldpreis gebunden war, der damals nur einen Bruchteil des heutigen Preises ausmacht. Eine 1000 Dollar Anleihe aus den zwanziger Jahren ist heute samt Zinseszins840 000 Dollar wert!!!


    Theoretisch könnte auf Eichel eine Gesamtforderung von maximal 500 Milliarden Dollar zukommen- die Bundesrepublik wäre pleite!


    Selbstverständlich will die Regierung nicht zahlen, kann aber nicht verhindern,daß sich demnächst amerikanische Gerichte mit der Sache befassen. Ein Jurist hält die Meinung des Spiegel für falsch, wonach ein amerikanisches Urteil grundsätzlich auch in Deutschland vollstreckbar wäre.
    DIe Amerikaner könnten sich aber, so meint der Anwalt, an deutsche Vermögenswerte halten, die in den USA liegen. Sofort denkt man an die deutschen Goldreserven, die immer noch in NY lagern.
    Also sollte man doch sein Gold schnellstens ins eigene Land bringen!!
    Bisher wurde allgemein angenommen, mit dem Londoner Schuldenabkommen vom 27.Feb.1953 sei das Kapitel der deutschen Auslandsschulden aus der Zeit von 1919-1939 endgültig abgeschlossen.Das Abkommen hatte damals der Bankere Abs im Auftrag von Adenauer ausgehandelt.


    Auch der Vertrags-Ploetz sprach in der Ausgabe von 1959 auf Seite 427 von einer " Gesamtreglung der deutschen Auslandsschulden seit dem Ersten Weltkrieg". Das soll nun offenbar nicht für diejenigen Gläubiger gelten, die das Londoner Abkommen damals nicht akzeptiert haben.


    Richtig ist, daß die deutschen Schulden, die während des Ersten Weltkrieges entstanden, grundsätzlich noch offen sind. Sie fallen nicht unter das Londoner Abkommen. Die Schulden aus dem Ersten Weltkrieg sollten gesondert geregelt werden. Die Schulden aus dem Zweiten Weltkrieg wurden in London " bis zur endgültigen Regelung der Reparationsfrage" zurückgestellt werden. Siehe 2.Bundesgestzblatt 153/2,340


    Übrigens demonstriert der Fall , daß Goldanleihen eine hervorragende Anlage für den Gläubiger und eine ruinöses Geschäft für den Schuldner sind.


    Das ist auch der Grund dafür, daß Regierungen keine Goldanleihen mehr ausgegeben. Sie emittieren ihre Schuldscheine lieber in Papier, das beliebig vermehrbar ist.


    Frankreich kann ein Lied davon singen mit der Rückzahlung von Goldanleihen, sie wurden zwar honoriert, kamen aber Paris sehr teuer zu stehen.


    Gold und Silber strong buy!!


    good luck


    Rhodium

    Wenn Anleger oder Sammler Palladium hören, klingeln weit hinten im Gehirn noch immer die Dollar-Glöckchen, da Palladium vor wenigen Jahren innerhalb kürzester Zeit auf 1000$/Oz schoß.


    Da hofft der ein oder andere (vielleicht unbewußt) seine Gier nach raschen Gewinnen nochmals befriedigen zu können - vor allem diejenigen, die damlas den Rush komplett verpaßt haben, oder nicht rechtzeitig verkauft haben.


    Denn Mittlerweile ist der Preis wieder genauso stark gefallen, wie er einst gestiegen war (sog. Matterhorn-Chart):



    [Blockierte Grafik: http://www.kitco.com/LFgif/pd92-pres.gif]


    Ob der Preis nochmals "abhebt" ist allerdings offen.


    Als Anlage-Objekt würde ich Palladium nicht kaufen. Ist einfach zu unbekannt und auch schwerer wieder an den Mann zu bringen. Sollte der Run auf Edelmetalle als krisenfeste Anlage einsetzen und die breite Masse einsteigen, dann dürfte das sich überwiegend in den klassischen altbekannten Edelmetallen Gold und Silber abspielen.


    Palladium- / Platin würde ich allenfalls in bescheidener Menge als Anschauungsobjekt für das persönliche "Museum" kaufen.

    Ich finde Dein Engagement gut.


    So haben die Besucher hier die Möglichkeit, bwei MDM das ein oder andere Schnäppchen abzustauben - und ich gönne Dir deinen "Gewinn".


    Schließlich bezahlt den ja MDM und nicht der User hier im Forum.


    Gute Ideen dürfen sich auch mal lohnen.

    Danke Pauli, sehr gut analysiert!


    Man kann nicht oft genug betonen, daß hinter allen Formen von Papier-Edelmetall letztlich die Gewinnabsicht des Emittenten steckt.
    Er verdient immer - an Provisionen, Kommissionen, "Depotgebühren", Spread usw..
    Das Risiko der ganzen Geschichte (Konkurs des Emittenten, Betrug, schlechtes Wirtschaften, Goldverbot, Bankenschließungen...) bleibt immer (zusätzlich zum Kursrisiko des Metallls) am Anleger hängen.


    Warum kaufen die Leute so etwas? Es ist doch kein Problem, das Metall physisch zu kaufen (zumal bei Gold auch keine MwSt. anfällt) und für sich persönlich das Risiko auf das Kursrisiko des Metallwertes zu begrenzen.


    Offensichtlich sind die Menschen gedanklich so in der Matrix des Papier- und Digitalgeldsystems gefangen, daß sie sich selbst den Goldbesitz nur noch in Papier- und Digitalform wünschen.


    So geben sie sich neben der Papiergeldillusion auch noch der Edelmetallillusion hin.


    Die Desillusionierung der Anlegermassen, die sich am Horizont abzeichnet und sich wie ein Hurrikan unglaublichen Ausmaßes entwickeln könnte, dürfte das einschneidendste Ereignis des Jahrhunderts werden.

    gegen das gomode-szenario hätte ich auch nichts einzuwenden...


    Zumal ich dann bei dem Lunar-1kg-Spiel zum 31.12. auch noch eine Chance hätte (habe 7,91 $/Oz getippt).


    Befürchte aber eher, daß ich da wohl leer ausgehe...

    @ Jürgen


    Zitat

    Schuldenblase ist hier noch eine Antwort schuldig, den er hat den Eindruck hinterlassen, als könnte man nur von Gold leben . ( Auch fallende Preise irgendeiner Papier-Verrechnungsform des Edelmetalls sind mir nun schnurz.)


    Ich lebe von meiner Hände Arbeit (soll es ja auch noch geben...)


    Was ich anlege, wandert in physisches Metall (75% Silber, 25% Gold).
    Kein Papier-Silber.
    Kein Papier-Gold.
    Auch keine Minen (warum: siehe oben, aber vielleicht ändere ich da meine Meinung noch ein wenig).
    Auch keine ETFs oder ähnliche Schwindel-Konstruktionen.


    Auf Zinsen und Dividenden pfeife ich, da ich die Kusrisiken der zugrunde liegenden Papiere nicht tragen möchte. Ich denke, daß das physische Metall genügend Aufwärtspotential hat, um langfristig eine satte Rendite abzuwerfen - und das steuerfrei.


    Zertifikate und Optionsscheine sind gut für den Emittenten, der verdient immer, aber sie sind nichts für mich.


    Gier hat schon so manches Grab geschaufelt.


    Wir bewegen uns auf finanzpolitisch sehr kritische Zeiten zu, da heist es: Vorsicht ist die Mutter der Munitionskiste.


    ALTSCHULDEN


    Erdbeerfarmer verklagt Deutschland wegen Goldanleihen
    Der Erdbeerfarmer Ronnie Fulwood hat die Bundesrepublik vor einem Bezirksgericht in Florida auf die Rückzahlung von 383,5 Millionen Dollar verklagt. Er will für das Geld 750 so genannte Goldbonds einlösen, die einst die Reichsregierung in den zwanziger Jahren emittiert hat und die noch immer nicht zurückgezahlt worden sind.

    DPA
    Goldbarren der Bundesbank: US-Farmer will Altschulden aus der Weimarer Republik beglichen haben
    Hamburg - Demnächst will Fulwood mit weiteren US-Anlegern vor einen Federal Court, ein amerikanisches Bundesgericht, ziehen, wie der SPIEGEL berichtet. Der Erdbeerfarmer ist nur der erste, aber längst nicht der einzige Besitzer solcher Anleihen, der seine Papiere nun einlösen will. US-Anwälte und allerlei Spekulanten wittern bereits ein Riesengeschäft


    Nicht nur das Deutsche Reich, auch Kommunen und Unternehmen haben vor mehr als 70 Jahren Anleihen mit einem heutigen Wert von bis zu 500 Milliarden Euro ausgegeben, die nie zurückgezahlt worden sind. Das Londoner Schuldenabkommen, mit dem 1953 die deutschen Altschulden bereinigt wurde, dürfe für diese Anleihen keine Anwendung erfahren, argumentieren die Anwälte.




    Ich vermute, das Deutsche Gold dürfte bei einem Erfolg der Klagen (warum sollten sie nicht erfolgreich sein??) endgültig weg sein.
    Da es vermutlich zu über 90% in den USA lagert.
    Übrigens: der Gegenwert der 3500 Tonnen, die Deutschland (angeblich) noch besitzt, entspricht derzeit einem Gegenwert von knapp 40 Milliarden Teuronen oder 50 Milliarden Dollar.
    Das reicht also rechnerisch gerade aus, um 10% der Forderungen der Kläger zu befriedigen.
    Kommt es hart auf hart, dann ist Deutschland nicht nur seinen gesamten Goldschatz an die Amis los, sondern es können auch noch deutsche Vermögenswerte in Höhe von 450 Millarden Dollar in den USA beschlagnahmt werden.

    Auch für Edelmetall-Minenwerte gilt: Aktien sind auch Risiko-Papiere.


    Klar, u.U. kann man damit bei gutem Trading echt Geld verdienen. Aber wem gelingt schon gutes Trading, wenn die Fundamentaldaten nicht stimmen.


    Gerade Edelmetall-Investments werden doch von den Meisten wegen des Absicherungs-Aspektes getätigt.


    Bei Minen-Investments ist man allerdings - wie bei anderen Aktien auch - von vielen fremdbestimmten Faktoren abhängig, auf die man keinerlei Einfluß hat, und denen man in gewisser Weise schutzlos ausgeliefert ist:


    - Ehrlichkeit und Solidität des Managements


    - Good-Will der Geldgeber (fast alle Minen haben auch erkleckliche Schulden. Die Geldgeber sind meist Großbanken, und die gehören, wie wir wissen, zum Papiergeldkartell und den erklärten Gold-Gegnern. Die daurch entstehende Abhängigkeit ist nicht unproblematisch...)


    - Allgemeine Geschäftsrisiken wie: Abbaugenehmigungen, Umweltauflagen der Behörden, Naturkatastrophen, Streiks...


    - Verstaatlichungs-/ Enteigungsrisiko (die meisten Minenbetreiber haben ihre Claims in politisch nicht unproblematischen Regionen dieser Welt: Südafrika, Namibia, Kongo, Südamerika, Philippinen, Russland, China...)


    - Währungsrisiko (was nützt ein hoher Goldpreis in US-Dollar, wenn die Minengesellschaften in Landeswährung gerechnet trotzdem nur mit Verlust arbeiten können)


    - habe ich noch was vergessen?



    Ich habe mir das ganze vor 1 Jahr durchdacht und habe mich entschlossen, bei Edelmetall ausschließlich physisch zu investieren. Da weis ich, was ich habe und bin von niemandem abhängig.


    Klingt zwar nicht spannend, aber ich bin bisher damit sehr zufrieden. Auch fallende Preise irgendeiner Papier-Verrechnungsform des Edelmetalls sind mir nun schnurz.


    Vielleicht wird auch noch der Zeitpunkt kommen, wo ich in den einen oder anderen Minenwert (einen kleinen Teil) investiere.


    Aber da ich schon einmal Opfer von konspirativen Machenschaften beim Investment in Aktien eines (damaligen) Welt-Konzerns geworden bin, habe ich diesbezüglich eigentlich die Nase gestrichen voll.

    wo geht die reise hin?


    Ich wette, noch kräftig weiter abwärts.


    Die üblichen Papier-Spielchen des Papiergeld-Kartells.


    Vermutlich werden die Herrscher der Comex, nämlich die short-positionierten Großbanken, in den nächsten Tagen ihre konzertierte Push-Down-Aktion weiterführen. Die Hedge-Fonds werden darauhin computergesteuert nach Durchschlagen von Chart-technischen Werten eine Verkaufsorgie nach der anderen vom Stapel lassen - und die Großbanken können ihre Short-Positionen günstig eindecken.


    Ich Schätze, irgendwo im Bereich 5,50 - 6 Dollar ist dann damit Schluß.


    Und dann: auf ein Neues!

    Habe kürzlich bei ebay 3 von diesen Winzinglen für 19,50 pro Stück ersteigert.
    Dachte damals, das wäre ein Schnäppchen. War es auch, ebenso wie nun die MDM-Teile.
    Habe also dort noch einen bestellt.


    Eigentlich bin ich ja überwiegend in physischem Silber investiert, aber so ein paar Gold-Unzen und auch Gold in Mini-Stückelungen können ja nicht schaden...

    habe soeben an n-tv gemailt.


    Ich glaube, habe mich zu einer Generalabrechnung ihres Papier- und Digitalgeldfetischismus hinreissen lassen.


    Wahrscheinlich werde ich dort in der Ablage "Psychopathen" abgelegt.

    Ich finde es sehr dankenswert, daß sich manche hier (aln voran schwabenpfeil aber auch andere) in letzter Zeit die Mühe machen und uns das Neueste aus den einschlägigen amerkanischen Foren reinposten.


    Das macht viel Arbeit und wir können alle davon profitieren.


    Sollte es jemanden nicht interessieren oder sollte das Lesen zu mühsam sein, so kann man das ganze ja auch überspringen.


    Im übrigen übt es auch sehr gut, das ein oder andere Wort im Wörterbuch mal nachzuschlagen...


    Bitte nicht aus dem Konzept bringen lassen, ich bin sicher, daß viele Mitglieder das hier sehr zu schätzen wissen!


    Gerade die Silber-News von Ted Butler oder David Morgan sind sehr wichtig - vergleichbares ist im deutschsprachigen Raum leider auch nicht ansatzweise zu finden.

    Ich denke, der Euro wird das gleiche Schicksal wie der Dollar erleben. Die Fundamental-Daten des Euro und die Verschuldung der Staaten, die ihn bilden, sind keinen Deut besser als die des Dollars.
    Wenn der Dollar weiter abwertet wird es einen Abwertungswettlauf der Währungen geben - alleine schon um den Export zu sichern.

    Der beste Optionsschein ist PHYSISCHES Silber.


    Risiko nach unten: vielleicht 20% (aber nur für kurze Zeit)


    Chance nach oben: sagen wir mal 1000% (können aber auch 2000 oder 5000 sein) (Au weia, jetzt werden aber manche wieder auf mich einprügeln...)


    Und das ganze ohne Zeitwertverfall, Manipulation der Kurse durch die Bankster, Konkursrisiko des Emittenten, Risiko des Nicht-Eincashen-Könnens wegen Aussetzung des Handels... - und ohne jeden Streß.



    Warum in die Ferne Schweifen?


    Silber in der Hand ist Dein wahrer Freund!

    Es droht die Rente auf Pump
    Chef der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte fordert mehr Steuern für die klamme Rentenkasse
    von Dorothea Siems



    Der VDR hat für 2005 eine weitere Nullrunde für Rentner angekündigt


    Berlin - Die gesetzliche Rentenversicherung wird im kommenden Jahr voraussichtlich Kredite des Bundes benötigen, um die Renten auszahlen zu können. Darauf hat der Vorstandsvorsitzende der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Hartmann Kleiner, im Gespräch mit der WELT hingewiesen. "Die Bundesregierung muß kurzfristig etwas tun, um die Rentenversicherung zu entlasten", verlangte der Vertreter der Arbeitgeber in der BfA. Ein Kassenkredit würde nicht nur das Vertrauen der Bürger in das Rentensystem erschüttern, sondern auch einen Anstieg des Beitragssatzes 2006 zur Folge haben, weil der Kredit dann zurückgezahlt werden müßte.



    Kleiner, der auch Mitglied im Sozialbeirat der Bundesregierung ist, plädierte dafür, den Bundeszuschuß zur Rentenkasse aufzustocken. Die Ökosteuereinnahmen sollten - wie von der Koalition bei der Einführung dieser Abgabe versprochen - vollständig in die gesetzliche Rentenversicherung fließen. Tatsächlich gehe ein beträchtlicher Teil der Ökosteuer in den Bundeshaushalt. 2003 brachte diese Abgabe dem Bund insgesamt 18,3 Mrd. ein. Davon flossen laut Kleiner jedoch lediglich 9,1 Mrd. Euro zweckgebunden an die Rentenkasse. Zwar zahlt der Bund noch andere Zuschüsse an die Rentenversicherung, doch diese Zahlungen gab es auch schon, bevor die Bundesregierung Ökosteuer einführte. "Insgesamt deckt der Bundeszuschuß noch immer nicht vollständig die versicherungsfremden Leistungen", bemängelte Kleiner.



    Änderungsbedarf sieht er auch bei der Mehrwertsteuer-Regelung. Derzeit bekommt die Rentenkasse Einnahmen, die einem Prozentpunkt der Mehrwertsteuer entsprechen. Konjunkturbedingt haben sich diese Steuereinnahmen in den vergangenen Jahren jedoch ungünstig entwickelt. Es wäre sinnvoller, wenn die Rentenkasse jährlich einen festen Beitrag erhielte, sagte der BfA-Vorstandsvorsitzende.



    Um die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren, seien aber auch Einschnitte bei den Renten nötig. Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) hatte kürzlich für 2005 eine weitere Nullrunde für die Rentner angekündigt. Der Grund ist, daß Löhne und Gehälter in diesem Jahr nur minimal gestiegen sind. Ließe man den mit der letzten Rentenreform eingeführten "Nachhaltigkeitsfaktor" vollständig wirken, käme es nach Berechnungen der Rentenversicherer sogar zu einer Verringerung der Renten. Eine Ausnahmeklausel im Gesetz verhindert jedoch, daß die Renten sinken können. "Diese Klausel muß gestrichen werden", forderte Kleiner. Die Renten würden dann zum 1. Juli 2005 voraussichtlich um 0,7 Prozent sinken. Die Ausnahmeklausel verhindere, daß die notwendigen Einspareffekte der Rentenreform vollständig zum Tagen kommen, beklagte der BfA-Chef.



    Kleiner kritisierte, daß die Regierungsprognosen zur Entwicklung der Rentenversicherung 2005 "unrealistisch optimistisch" seien. "Eckpunkt der Prognose war offenbar das Ziel, den Rentenbeitragssatz 2005 bei 19,5 Prozent stabil zu halten. Die Daten wurden dann so gesetzt, daß dieses Ziel auch erreicht wird." Die Regierung unterstelle für das nächste Jahr einen recht kräftigen Anstieg der Lohn- und Gehaltssumme um 1,2 Prozent und ignoriere dabei, daß sie im laufenden Jahr gerade mal um 0,3 (West) und 0,6 (Ost) gewachsen sei.



    Schon für dieses Jahr sei die Regierung zu optimistisch gewesen. Laut Kleiner wird es nur wegen zwei Sondermaßnahmen gelingen, die Schwankungsreserve zum Jahresende wieder auf das gesetzlich vorgeschriebene Mindestniveau von 20 Prozent einer Monatsausgabe aufzustocken. Eine einmalige Entlastung brachte der Verkauf der BfA-Immobiliengesellschaft Gagfah für 2,1 Mrd. Euro. Außerdem hat die Regierung beschlossen, daß die Rentenversicherer die Januar-Beiträge für die Arbeitslosengeld-II-Empfänger bereits im Dezember erhalten. "Für die Arbeitslosenhilfebezieher bekom- men wir somit in diesem Jahr 13 Monatsbeiträge." Ohne diese Einmaleffekte "hätten wir schon in diesem Herbst einen Kredit benötigt", sagte BfA-Chef Kleiner.



    Die Arbeitgeber unterstützten zwar ausdrücklich das Ziel der Beitragssatzstabilität, sagte Kleiner. "Dafür sind jedoch nicht unrealistische Prognosen, sondern unverzügliche Reformen nötig."


    Die Welt


    Artikel erschienen am Mo, 8. November 2004