Beiträge von schuldenblase

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    Kommt nur drauf an wieviele es davon auch wirklich gibt. Also wenn ich mir bei den Pandas z.B. mal den Counter bei ebay anschaue, dann sind das gerade mal eine Hand voll Leute die da Interesse zeigen.


    Das stimmt sicherlich. Deswegen bekommt man die meisten Teile auch dicht am Materialpreis.


    "Richtige" Münzensammler (so wurden sie oben in einem Beitrag genannt) gibt es unzählige.


    Als Sammler von Silberbarren oder Barren-Münzen ist man (noch?) mindestens genauso exotisch wie als Anleger in Edelmetallen allgemein.


    99,9% der Menschen haben keinen Bezug zur Geld-Anlage in Edelmetallen.
    (Das wird sich ändern)


    Ich habe übrigens nichts gegen "richtige" Münzensammler; schönes Hobby.


    Persönlich habe ich jedoch Probleme damit, für irgendwelche Monaco oder Vatikan-Eurocent-Münzen o.ä. zig oder hunderte Euros auf den Tisch zu legen, um ein Stückchen Kupfer oder Nickel zu kaufen, daß einen Materialwert von wenigen Cent hat. Ähnliches gilt auch für diverse Silbermünzen.


    Im Ernstfall sind die nur den Materialpreis wert.


    Da kaufe ich mir für gleiches Geld doch lieber zig Unzen Silber und sammle etwas, das außerhalb der großen Rennbahn liegt.
    Und der Sammelreiz kommt auch nicht zu kurz: es ist gar nicht so einfach, noch Barren zu finden, die man noch nicht hat.


    Wie gesagt, bei den größeren Stückelungen (so ab 5 bis 10 Unzen aufwärts) gibt es nicht sehr viele verschiedene Typen und Hersteller.
    Für die gängigen Groß-Münzen gilt ähnliches.


    Von den 1-Unzen-Silberbarren lasse ich die Finger, da wurden zu Werbe- und Vermarktungszwecken Tausende verschiedene geprägt.

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    Was ich nur mal wieder nicht verstehe ist, dass die Panda-Serie derart teuer ist. Die finde ich nämlich noch schöner :)


    Das liegt zum ersten daran, daß diese Münzen von Cina schon weitaus teurer auf den Markt geworfen werden, als die Gewichts-Äquivalente von den Australiern.


    Zum anderen werden die Edelmetall-verrückten Chinesen (nicht nur die in China wohnenden, sondern auch die zig-Millionen in anderen Ländern lebenden und häufig zu Wohlstand gekommenen) eine größere Nachfrage nach ihren eigenen Produkten erzeugen als die (bisher) eher Edelmetall-blinden "Langnasen".

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    Für Sammler sind die Dinger uninteressant, weil Sie ja eigentlich keine Münzen sondern Barren sind



    Das kommt darauf an, welche Sammler man betrachtet.


    Ich kenne einige, die vor allem auch verschiedene Silber-Barren-Typen sammeln.


    Hier stehen vor allem die größeren Barren (ab 5 oder 10 Unzen aufwärts) sowie entsprechend große "Barren-Münzen" im Vordergrund.


    Dieses Sammelgebiet ist überschaubar, da es nur eine begrenzte Anzahl an verschiedenen Prägungen gibt.


    Dazu bekommt man die Teile meist dicht am Silberpreis...


    Und viele dieser Prägungen dürften eine weitaus geringere Auflage haben als die üblichen Münzen.

    Für Silber-Bugs sind die 1Kg-Klopper schon interessant.


    Immer nur Degussa-Klützchen stapeln ist zwar auch ganz nett, aber mit dem ein oder anderen Kooka oder Lunar-Kilöchen kann man sich eine erschwingliche Freude gönnen.


    Zwar kosten die Münzen ca 10 - 20% mehr als die Guss-Teile, aber bei einem Verkauf bringen sie auch dementsprechend mehr ein.


    Wenn der Silberpreis erst einmal explodiert, werden sich für diese Art der Silberanlage bestimmt auch mehr Interessenten finden und die Nachfrage ansteigen. Dann ist es durchaus denkbar, daß man damit einen größeren Gewinn macht als mit Barren. Mit Mondpreisen ist allerdings nicht zu rechnen.


    Außerdem sind auf die Münzen "nur" 7% MWSt. fällig (Barren: 16%´)


    Mein Lieblings-1Kg-Kooka ist übrigens die Erstausgabe von 1991 (Nennwert damals noch 150 Au$ - ab 1992 dann 30 Au$)


    Wenn ich es schaffe, werde ich hier ein Bild einstellen, da wohl die Wenigsten bisher ein solches Teil gesehen haben dürften - wird auch kaum angeboten und hat schon einen echten Liebhaber-Preis.

    Mal sehen, wie lange die Buba den Begehrlichkeiten Eichels noch Stand hält...


    Um es noch einmal zu sagen (es gibt ja immer wieder "Neulinge" hier):


    Der "Goldschatz" der Buba besteht aus insgesamt ca. 3500 Tonnen Gold.
    Aufgeführt werden diese im Bericht als "Gold und Goldforderungen".


    Wieviel davon tatsächlich physisches Gold ist und wieviel Goldforderungen, also Papiergold (Forderungen für an Großbanken einstmals verliehenes Gold, das diese längst auf dem Markt verkauft haben) wird nicht veröffentlicht.


    Es gibt Vermutungen (Ferdinand Lips, GATA usw.), daß bis zur Hälfte des Goldes gar nicht mehr physisch von der Buba gehalten wird, sondern nur noch in Papierform.


    Wenn die Buba nun "Goldverkäufe" tätigen würde, dann mit Sicherheit kein physiches Gold, sondern "Goldforderungen". Das heißt, die Buba würde Papier gegen Papier tauschen (Leihschein gegen Cash).
    Den physischen Goldmarkt würde ein solcher "Goldverkauf" in keinster Weise beeinflussen, da ja kein Metall auf den Markt geworfen wird.


    Wieviel physisches Gold überhaupt noch im Eigentum der Buba ist, wird geheimgehalten. Das hat auch sicher seinen Grund...
    Diesbezügliche offizielle Anfragen wurden brüsk abgelehnt, da es Geheimsache sei... Eine Geheimsache ist dann eine Geheimsache, wenn man etwas zu verheimlichen hat. Da fragt man sich natürlich, was hat die Buba und die Bundesregierung zu verheimlichen, wenn die Öffentlichkeit wissen möchte, wieviel Gold noch wirklich existiert?


    Und über welchen Anteil des noch physisch vorhandenen Goldes sie frei verfügen könnte ist auch unklar, da der Löwenanteil (wenn nicht alles) in den USA gelagert ist.


    Was für ein schöneres Faustpfand kann es denn für die USA geben, als den gesamten realen Staatsschatz einer Nation unter Verschluß zu halten?


    Fragen über Fragen...

    Zeitung: Bundesbankvorstand lehnt Gold-Verkäufe dieses Jahr abSamstag 18 Dezember, 2004 12:18 CET



    Berlin (Reuters) - Bundesbank-Präsident Axel Weber ist nach einem Bericht der Zeitung "Welt am Sonntag" mit Plänen gescheitert, noch in diesem Jahr Goldbestände der Bundesbank zu verkaufen.
    Im Vorstand der Zentralbank hätten sechs der acht Mitglieder das Vorhaben abgelehnt, berichtet die Zeitung ohne Angaben von Quellen weiter. Auch habe diese Mehrheit grundsätzliche Bedenken, Goldreserven zu verkaufen, was eine Verringerung der Bestände auch für die Zukunft fraglich mache. Ein Sprecher der Bundesbank lehnte eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab.


    Weber hatte angekündigt, dass der Vorstand der Bundesbank noch in diesem Jahr entscheiden werde, inwiefern die bereits gesicherte Option auf Goldverkäufe von bis zu 600 Tonnen über die nächsten fünf Jahre genutzt werden soll. Diese Möglichkeit hatte sich die Bundesbank unter dem Goldabkommen der 15 europäischen Zentralbanken gesichert, die ihre zum Teil hohen Goldreserven nach und nach marktschonend abbauen wollen. Die Bundesbank verfügt über insgesamt 3440 Tonnen Gold, nur die US-Notenbank besitzt noch mehr.


    Gold gab am Freitag in einem dünnen aber recht volatilen Handel nach. Mit Spannung sehe der Markt den für die nächsten Tage erwarteten Details zum geplanten Goldverkauf der Deutschen Bundesbank entgegen, sagten Händler. Erwartet wird, dass sie über fünf Jahre hinweg jeweils 120 Tonnen veräußert werden.


    EICHEL REGT VERKAUF VON GOLDRESERVEN AN


    Unterdessen regte Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) den Verkauf von Bundesbank-Goldreserven an. Die Bundesbank dürfe 120 Tonnen Gold pro Jahr verkaufen, das bringe ungefähr eine Milliarde Euro, sagte der Minister der Zeitung "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. Allerdings wolle er die Bundesbank nicht zum Verkauf drängen. "Das ist die alleinige Entscheidung der Bundesbank." Gold bringe keine Zinsen, das Geld aus dem verkauften Gold sehr wohl. "Ich bin gespannt, wie die Bundesbank sich verhält", sagte der Minister.


    Der Gewinn der Bundesbank fließt in den Bundeshaushalt. Für den Haushalt 2005, der mit dazu beitragen soll, dass Deutschland nach drei Jahren erstmals die EU-Defizitobergrenze von drei Prozent BIP wieder einhalten kann, hat Eichel zwei Milliarden Euro Bundesbankgewinn eingeplant. Risiken für den Bundesbankgewinn birgt der hohe Euro-Kurs zum Dollar.

    Meine Silberbarren sind z.T. noch "original eingeschweißt", die meisten nicht.


    Die eingeschweißten sehen ziemlich "makellos" aus.


    Die nicht eingeschweißten sind natürlich etwas angelaufen (sehen z.T. richtig poppig aus).


    Sollte jemand damit ein Problem haben: einmal Silbertauchbad, kurz polieren: sieht neuer aus als neu.


    Aber: Silberbarren, insbesondere die gegossenen 1- und 5Kg-Teile, repräsentieren ihren Metallwert.


    Das ist wie mit den Erbsen auf dem Markt:
    Man wird im Zweifelsfall dafür keinen Cent mehr oder weniger bekommen, ob auf Hochglanz poliert oder naturbelassen.


    Trotzdem soll es Leute geben, die gerne Erbsen polieren...

    Palladium-Münzen wurden kaum geprägt. Außerhalb ebay schwierig zu bekommen zu einem akzeptablen Preis.


    Die russischen Ballerinas sind noch am ehesten mal relativ günstig zu kriegen, aber die liegen auch deutlich über dem Metallpreis.


    Ebay ist kein Sicherheitsproblem, wenn man im Zweifelsfall bei höherpreisigen Artikeln den Treuhandservice von iloxx benutzt.
    Kostet nur ein paar Euros, das ist die Streßvermeidung allemal wert.

    Hier ein Beitrag aus http://www.silberinfo.de zu diesem Thema, der das Problem sehr gut darstellt:
    (habe den Beitrag von "Rhodium" original zitiert, allerdings um ca. 27 Rechtschreibfehler bereingt, er möge mir verzeihen. Hatte Rhodium auch am ersten "Silber-Brief" von http://www.silberinfo.de mitgeschrieben? Das würde einiges erklären...)

    Woher soll Hans Eichel 500 Milliarden nehmen?


    Der Spiegel berichtet vom 29. November, daß amerikanische Investoren eine Klage gegen die Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches vorbereiten.


    Es geht um Anleihen aus der Zwischenkiegszeit, die bis heute nicht zurückgezahlt wurden.
    Das Fatale daran ist, daß es sich um Goldanleihen handelt, deren Verzinsung und Rückzahlung an den Goldpreis gebunden war, der damals nur einen Bruchteil des heutigen Preises ausmacht. Eine 1000 Dollar Anleihe aus den zwanziger Jahren ist heute samt Zinseszins840 000 Dollar wert!!!


    Theoretisch könnte auf Eichel eine Gesamtforderung von maximal 500 Milliarden Dollar zukommen- die Bundesrepublik wäre pleite!


    Selbstverständlich will die Regierung nicht zahlen, kann aber nicht verhindern,daß sich demnächst amerikanische Gerichte mit der Sache befassen. Ein Jurist hält die Meinung des Spiegel für falsch, wonach ein amerikanisches Urteil grundsätzlich auch in Deutschland vollstreckbar wäre.
    DIe Amerikaner könnten sich aber, so meint der Anwalt, an deutsche Vermögenswerte halten, die in den USA liegen. Sofort denkt man an die deutschen Goldreserven, die immer noch in NY lagern.
    Also sollte man doch sein Gold schnellstens ins eigene Land bringen!!
    Bisher wurde allgemein angenommen, mit dem Londoner Schuldenabkommen vom 27.Feb.1953 sei das Kapitel der deutschen Auslandsschulden aus der Zeit von 1919-1939 endgültig abgeschlossen.Das Abkommen hatte damals der Bankere Abs im Auftrag von Adenauer ausgehandelt.


    Auch der Vertrags-Ploetz sprach in der Ausgabe von 1959 auf Seite 427 von einer " Gesamtreglung der deutschen Auslandsschulden seit dem Ersten Weltkrieg". Das soll nun offenbar nicht für diejenigen Gläubiger gelten, die das Londoner Abkommen damals nicht akzeptiert haben.


    Richtig ist, daß die deutschen Schulden, die während des Ersten Weltkrieges entstanden, grundsätzlich noch offen sind. Sie fallen nicht unter das Londoner Abkommen. Die Schulden aus dem Ersten Weltkrieg sollten gesondert geregelt werden. Die Schulden aus dem Zweiten Weltkrieg wurden in London " bis zur endgültigen Regelung der Reparationsfrage" zurückgestellt werden. Siehe 2.Bundesgestzblatt 153/2,340


    Übrigens demonstriert der Fall , daß Goldanleihen eine hervorragende Anlage für den Gläubiger und eine ruinöses Geschäft für den Schuldner sind.


    Das ist auch der Grund dafür, daß Regierungen keine Goldanleihen mehr ausgegeben. Sie emittieren ihre Schuldscheine lieber in Papier, das beliebig vermehrbar ist.


    Frankreich kann ein Lied davon singen mit der Rückzahlung von Goldanleihen, sie wurden zwar honoriert, kamen aber Paris sehr teuer zu stehen.


    Gold und Silber strong buy!!


    good luck


    Rhodium

    Wenn Anleger oder Sammler Palladium hören, klingeln weit hinten im Gehirn noch immer die Dollar-Glöckchen, da Palladium vor wenigen Jahren innerhalb kürzester Zeit auf 1000$/Oz schoß.


    Da hofft der ein oder andere (vielleicht unbewußt) seine Gier nach raschen Gewinnen nochmals befriedigen zu können - vor allem diejenigen, die damlas den Rush komplett verpaßt haben, oder nicht rechtzeitig verkauft haben.


    Denn Mittlerweile ist der Preis wieder genauso stark gefallen, wie er einst gestiegen war (sog. Matterhorn-Chart):



    [Blockierte Grafik: http://www.kitco.com/LFgif/pd92-pres.gif]


    Ob der Preis nochmals "abhebt" ist allerdings offen.


    Als Anlage-Objekt würde ich Palladium nicht kaufen. Ist einfach zu unbekannt und auch schwerer wieder an den Mann zu bringen. Sollte der Run auf Edelmetalle als krisenfeste Anlage einsetzen und die breite Masse einsteigen, dann dürfte das sich überwiegend in den klassischen altbekannten Edelmetallen Gold und Silber abspielen.


    Palladium- / Platin würde ich allenfalls in bescheidener Menge als Anschauungsobjekt für das persönliche "Museum" kaufen.

    Ich finde Dein Engagement gut.


    So haben die Besucher hier die Möglichkeit, bwei MDM das ein oder andere Schnäppchen abzustauben - und ich gönne Dir deinen "Gewinn".


    Schließlich bezahlt den ja MDM und nicht der User hier im Forum.


    Gute Ideen dürfen sich auch mal lohnen.

    Danke Pauli, sehr gut analysiert!


    Man kann nicht oft genug betonen, daß hinter allen Formen von Papier-Edelmetall letztlich die Gewinnabsicht des Emittenten steckt.
    Er verdient immer - an Provisionen, Kommissionen, "Depotgebühren", Spread usw..
    Das Risiko der ganzen Geschichte (Konkurs des Emittenten, Betrug, schlechtes Wirtschaften, Goldverbot, Bankenschließungen...) bleibt immer (zusätzlich zum Kursrisiko des Metallls) am Anleger hängen.


    Warum kaufen die Leute so etwas? Es ist doch kein Problem, das Metall physisch zu kaufen (zumal bei Gold auch keine MwSt. anfällt) und für sich persönlich das Risiko auf das Kursrisiko des Metallwertes zu begrenzen.


    Offensichtlich sind die Menschen gedanklich so in der Matrix des Papier- und Digitalgeldsystems gefangen, daß sie sich selbst den Goldbesitz nur noch in Papier- und Digitalform wünschen.


    So geben sie sich neben der Papiergeldillusion auch noch der Edelmetallillusion hin.


    Die Desillusionierung der Anlegermassen, die sich am Horizont abzeichnet und sich wie ein Hurrikan unglaublichen Ausmaßes entwickeln könnte, dürfte das einschneidendste Ereignis des Jahrhunderts werden.