Beiträge von schuldenblase

    Die Zeiten, in denen die "Jüngeren" sorgenfrei einer finanziell gut gesicherten Rentenzeit entgegensehen konnten, sind ein für allemal vorbei. (Es sei denn man hat genügend Besitz, von dem man zehren kann).


    Ich glaube den Spruch, daß es nie wieder eine so wohlhabende Rentnergeneration geben wird, wie heute.


    Die Überalterung (Alterspyramiden-Kopfstand - steigende Lebenserwartung - weniger Beitragszahler), die an sich schon tödlich ist für die umlagefinanzierte Rente, wird meines Erachtens noch durch einen (auch durch die alternde Gesellschaft bedingten) wirtschaftlichen Niedergang in unserer Region zusätzlich wesentlich verschärft werden.


    Die Dynamik einer Volkswirtschaft wird duch die nachwachsende Generation, deren Fleiß, Erfinder- und Schaffensgeist und dadurch geschaffene Innovation bestimmt. Zumindest in unseren Rohstoff-armen Ländern. Wenn nun die Versorgung der Alten einen immer größeren Teil der Arbeits-, Finanz- Wirtschaftkraft absorbiert, engt das den Spielraum in der Wirtschaft der nächsten Generation zunehmend ein. Zumal die wachsende Abgabenlast irgenwann alles lähmt.


    Je mehr eine Generation aus ihrem momentan Erwirtschafteten für die Bezahlung von Rechnungen aus der Vergangenheit aufkommen muß (Rentenzahlungen / Schuldenzinsen), desto mehr engt das ihren Spielraum ein, um in die Gegenwart und die Zukunft zu investieren und diese zu gestalten.
    Die umlagefinanzierte Rente, die ja von der schrumpfenden jüngeren Generation bezahlt werden muß, wird deswegen auf eine reine Existenzsicherung heruntergefahren werden müssen.


    Und ich prophezeie, daß auf diese Sozialrente alles angerechnet werden wird, was man sonst noch an Einkommen hat (Mieten, Zinsen, Privatrentenversicherung, Riester...), so daß man als selbst vorsorgender Mensch allenfalls noch eine symbolische Rente aus seiner gesetzlichen Renten"versicherung" erhalten wird.


    Das Risiko, daß man eine Altersversorgung besitzt, die einem auf die gesetzliche Rente angerechnet wird, wird jedoch deutlich sinken.
    Denn ein großer Teil der Gelder für die private Altersversorgung (Kapital-LV, priv. Rentenversicherung, Ersparnisse, Fonds) sind direkt oder indirekt im Papier- und Computergeld angelegt. Und dessen Wert wird aufgrund der gigantischen Schuldenberge überall unter erheblicher Schwindsucht leiden.
    Damit werden auch die Aktienmärkte ein sehr heißes Pflaster.




    Fazit: In der Zukunft wird


    - die gesetzliche Rente eine Sozialhilfe de Luxe werden


    - Private Absicherung, sofern sie überwiegend auf Papiergeld baut, durch dessen Zerfall bedroht sein


    - Private Absicherung, die resistent ist gegen Inflation, Währungs"reformen" oder Wirtschaftskrisen, zunehmend wichtiger werden. Im besten Fall sollte diese Anlage nicht dem Zugriff des Staates unterliegen (Besteuerung, Zwangshypotheken, Anrechnung auf Rente usw.) und optimalerweise dem Staat nicht bekannt sein.


    Preisfrage: Welche Anlageform würde ich da wohl empfehlen??

    Zu den sogenannten Edelmetall-Konten (überwiegend Schweizer Banken bieten die an) habe ich vor kurzem schonmal meine Meinung gepostet (ganz Deiner Meinung!):


    Wenn Du ein "Metallkonto" eröffnest, nimmt die Bank dein Geld (zinslos, natürlich) und arbeitet damit gewinnbringend (ich meine gewinnbringend für die Bank, natürlich).
    Als Gegenleistung erhältst Du einen Zettel, auf dem ein "Guthaben" von soundsoviel Kilo Silber steht. Das war`s dann auch.
    Kein einziges Gramm Silber wird für Dich in irgeneinem Safe zusätzlich zurückgelegt. Allenfalls sichert sich die Bank am Terminmarkt ab, um bei ggf. steigenden Kursen bei einer evtl. Auszahlung an Dich nicht draufzahlen zu müssen. Bei dem flachen Kursverlauf der letzten 15 Jahre ein risikoloses Geschäft. Ach ja, "Depot"-Gebühren werden natürlich auch noch kassiert. Und zwischen An- und Verkaufspreis wird noch ein ordentkicher Spread gelegt.
    Und ob Du Dein Silber physisch erhältst, wenn Du es im "Ernstfall" (Krise...) ausgeliefert haben möchtest, ist auch sehr fraglich. Denn das müßte die Bank erst für Dich kaufen ...


    Im Prinzip ist das ganze ein Etikettenschwindel (oder Beschiß).


    Außerdem bist Du bei Liqiditätsproblemen oder Pleite der Bank angemeiert - denn solche "Metallkonten" sind in der Regel nicht durch einen Einlagen-Sicherungsfonds oder ähnliches abgedeckt.


    Eine große Bank geht nicht pleite wirst Du sagen.


    Ich antworte: man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen...


    Wer hätte früher gedacht, daß die swissair je pleite gehen könnte? Oder man denke an die Barings-Bank in London: über Nacht pleite durch LTCM (zur Info für diejenigen, die damit nichts anfangen können: Long Term Capital Management war ein Hedge-Fund, der 1998 in die Luft flog, weil ein Fund-Manager in Singapur im Derivate-Geschäft Milliarden versenkt hatte. Die Außenstände wurde schließlich in einer Notaktion durch ein Konsortium der weltweit führenden Großbanken in Höhe von ca. 100 Milliarden Dollar ausgeglichen, um einen Domino-Effekt und Zusammenbruch des gesamten Finanzsystems zu vermeiden...)


    Wenn Du schon in Papiersilber investieren möchtest, dann am ehesten noch in ein Silber-Zertifikat. Da hast Du weniger Aufwand, weniger Kosten und bist wesentlich flexibler, das Papier kannst Du per Mausklick in wenigen Minuten verkaufen, wenn`s mal brennt.
    Aber auch diese Papiere unterliegen natürlich dem Bonitäts-Risiko des Emissionärs.


    Ich persönlich denke, man sollte:


    -einen erheblichen Teil des geplanten Volumens physich kaufen (sagen wir mal mindestens 50%). Tut weh, wegen der Märchensteuer, aber Silber ist z.Zt. so billig, daß man das verschmerzen kann. Und das ist z.Zt. eben eine kleine Prämie, die man für die unvergleichliche Sicherheit des physischen Besitzes zahlen muß. Das ganze dient natürlich der Langfristanlage. Und Volumenprobleme mit der Lagerung treten so schnell auch nicht auf. 3 Zentner Silber nehmen auch nicht mehr Platz weg als ein Bierkasten.



    - den Rest ggf. im Verhältnis 3:1 in Zertifikate und Silberminen. Bei den Zertifikaten kann man kurz- bis mittelfristig auch mal den ein oder anderen Gewinn mitnehmen. Die Minenaktien eher langfristig halten, sozusagen als Call auf den Silberpreis, da dürften bei einer Silber-Preisexplosion (die durchaus möglich ist) dann sagenhafte Kursexplosionen und vielleicht auch saftige Dividenden anfallen.


    - auf keinen Fall Optionsscheine - ist einfach zuuu heiß[/FONT]

    Für einen massiv steigenden Silberpreis gibt es eine Zusammenballung von Begünstigungsfaktoren, die sich gegenseitig potenzieren:


    - seit mindstens 15 Jahren bestehendes Silber-Produktionsdefizit


    - daraus resultierend massiver Abbau von Lagerbeständen (vor allem der Zentralbanken)


    - dieser Abbau wurde teilweise durch "Verleihungen" des Materials bewerkstelligt. Dieses "ausgeliehene" Silber wurde jedoch auf dem Markt verkauft und verbraucht und existiert nun quasi nicht mehr. Diese "Ausleihungen" müssen, wenn der Verleihende es fordert, wieder in physischer Ware zurückgegeben werden. D.h. es bestehen daraus noch erhebliche Lieferverpflichtungen. Es handelt sich hier also letztlich um offene Short-Positionen(die allerdings nicht publiziert sind, da diese Deals unter Ausschluß der Öffentlichkeit abliefen)


    - Zusätzlich bestehen noch erhebliche offizielle Short-Positionen an der COMEX (ca 200.00 Unzen), die nicht durch physisches Metall gedeckt sind. (Das heißt, die Shorties haben etwas verkauft, das sie gar nicht besitzen)


    - Edelmetalle, und damit auch Silber, sind in den Anleger-Portfolios so gut wie nicht vertreten, da in den letzten 20 Jahren Papier "in" und Edelmetall "out" war. In früheren Zeiten galt für ein vernünftiges Kapital-Portfolio, daß ca 10 (-20%) in Edelmetall angelegt wurden. Hier gibt es also noch erheblichen Nachhol-Bedarf


    - Steigendes Mißtrauen der Groß- und Kleinanleger gegenüber der Papiergeld-Wirtschaft wird zusätzliche Nachfrage nach sicheren Anlagen erzeugen


    - Asiaten sind traditionell sehr stark in Edelmetallen investiert. Bei wachsendem Wohlstand auch breiterer Bevölkerungsschichten ist hier mit steigender Nachfrage zu rechnen (Indien und China stellen zusammen alleine über 2,3 Milliarden Menschen, d.h. ein Drittel der Weltbevölkerung)


    - Siber ist zur Zeit (inflationsbereinigt) so billig wir noch niemals in der Menschheitsgeschichte


    - Viele Industriebereiche (Fotoindustrie, Elektronikindustrie) sind zwingend auf Silber angewiesen. Die Zahl der industriellen Anwendungen, die Silber als Grundlage benötigen (Stichwort: Supraleitende Stromkabel - Wasseraufbereitung - Medizin) wächst ständig


    usw.


    Nimmt man den alten Höchstpreis der Gebrüder-Hunt-Ära als Zielvorgabe (damals gab es einen Großteil der o.g. Faktoren noch nicht!) sind die 50$ / Unze Silber von damals inflationsbereinigt heute mehr als 100$ / Unze. Das sollte zu schaffen sein. Und u.U. noch wesentlich mehr.

    KROESUS


    zum Thema "gedeckte Währung" gab es hier schon viel Diskussiion.


    Ich halte es für unwahrscheinlich, daß nach einem Scheitern des momentanen Papier- und Computergeldexperimentes mit völliger Schuldenüberblähung, das ein unglaubliches weltweites Desaster auslösen wird, man gleich wieder ein neues fiat-money Experiment starten kann.


    Die Bevölkerung wird einer solchen Währung nach den dann durchgemachten Erfahrungen in keiner Weise trauen. Eine solche neue Spielgeld-Währung wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt.


    Ich halte es für wahrscheinlich, daß man auf die seit Jahrtausenden bewährten Geld-Metalle Gold und Silber zurückgreifen wird.


    Das heißt natürlich nicht, daß man jeden Zahlvorgang in barer Münze tätigen muß.


    Aber eine Edelmetall-gedeckte Währung berechnet jederzeit zum Umtausch der Geldnoten oder der Guthabenbuchungen in physisches Edelmetall. Das ist ja genau der Faktor, der einer Währung Vertrauen gibt.


    So war es auch in früheren Zeiten der Gold- und Silberdeckung.

    Zitat

    Hausbesitzer haben allerdings nach dem Krieg noch besser dagestanden als z.B. Mieter. Das sollte man - trotz Zwangshypothek - nicht unterschlagen.


    Im Prinzip hast Du recht - aber heute sieht die Lage sicherlich anders aus.
    Das Mieterrecht hat sich stehr stark zu Ungunsten der Immo-Besitzer verändert.


    Ein Mieter hat heute zwar alle Rechte, aber keine vom Wohnungsbesitzer im Ernstfall durchsetzbaren Pflichten.


    Wer einmal den Streß mit einem nicht zahlenden Mieter durch hatte, weiß davon ein Lied zu singen.
    Bis man eine wirksame Kündigung ausgesprochen und schließlich die Zwangsräumung bei Gericht erwirkt hat, vergehen viele Monate, meist Jahre, ohne daß man einen cent Miete bekommt. Und wenn der Mieter nachweisbar nichts besitzt (und vielleicht noch irgendwelche Krankheiten oder Kinder hat), bringt das Gericht die Sozialklausel ins Spiel und eine Räumung wird "wegen unzumutbarer sozialer Härte" abgelehnt. Heißt ergo: der Vermieter wird vom Staat verdonnert, den Mieter auf seine Kosten wohnen zu lassen.


    Sämtliche Rechtskosten hat der Vermieter zu tragen, inklusive Räumungskosten (wenn es dann mal so weit ist). Und die mutwillig völlig zerstörte Wohnung darf man dann auch noch instandsetzen lassen.


    Immo zum Selbstnutzen: ja klar. Aber NIEMALS zum vermieten. Ist ein unkalkulierbares, durch nichts minderbares Risiko und ein vorprogrammiertes Verlustgeschäft - von den zerstörten Nerven mal ganz zu schweigen.

    Sachwerte waren von der Währungsreform nicht betroffen
    Sparvermögen hingegen wurden bis zu 35% gestrichen


    Wer Häuser besaß, mußte in keinster Weise um sein Vermögen fürchten. Die Sachwerte blieben von der Umstellung unberührt. Eher im Gegenteil: Da die Mieten im Verhältnis 1:1 umgestellt wurden (!!), verzeichnete nun der Mietshausbesitzer einen unschlagbaren Vorteil. Denn Reichsmarkguthaben, Schulden und Forderungen wurden, wie am 26. Juni 1948 bekanntgegeben, im Verhältnis 1:10 umgerechnet – also je zehn Reichsmark gegen eine Deutsche Mark! Doch damit nicht genug: Wer etwa nun glaubte, über dieses „neuertauschte“ Geld (sein eigenes also) frei verfügen zu können, der hatte sich geirrt: Die Hälfte dieser Barvermögen wurde nämlich gleich nach dem Umtausch eingefroren – und wer danach immer noch mehr als 5.000 DM auf dem Konto hatte, der brauchte eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, um über sein Geld verfügen zu können. Der Hintergedanke war klar: Auf diese Weise wollte man Schwarzgelddepots und Steuersündern auf die Schliche kommen. Wer hohe Reichsmarkbestände gehortet hatte oder sich Geld aus dem bis dahin blühenden Schwarzmarkthandel akquiriert hatte, der blickte nun also unter Umständen äußerst dumm in die Röhre.


    Am 4. Oktober 1948 folgte endgültig das böse Erwachen für viele: Das Vierte Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens entschied ganz einfach, daß 70% aller bis dahin eingefrorenen Spar- und Bankeinlagen – gestrichen wurden! Die Umstellung von RM auf DM betrug letztendlich sage und schreibe unter dem Strich 100:6,5 – mit anderen Worten, für 100 RM wurden lediglich 6,50 DM bezahlt. Diese Härte wurde nachträglich (1953) allerdings wieder etwas gemildert, indem Spareinlagen, die schon vor 1940 bestanden hatten, „nur“ im Verhältnis 5:1 abgewertet wurden.


    Pfandbriefe und sonstige Schuldverschreibungen wurden mit 10:1 umgestellt, Schulden und Kredite ebenfalls mit 10:1 umgerechnet. Man kann leicht erkennen, daß Geldschuldner durch diese Abwertung einen erheblichen Vorteil einfuhren. Der Fiskus ließ diesen Vorteil jedoch nicht lange währen: Durch das Lastenausgleichsgesetz wurde 1952 geregelt, daß die so erlangten Vorteile in Form einer Kreditgewinnabgabe bzw. Hypothekengewinnabgabe zu erstatten seien, und zwar über einen Zeitraum von 30 Jahren; das ließ sich wegstecken angesichts der in barer Münze durch die Schuldenentwertung erhaltenen Vorteile.


    Link:


    Währungsreform 1948



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    Mein Kommentar: Die Erfindungsgabe der Politiker, wohlklingende Namen für Umverteilungs- und Enteignungsmaßnahmen zu kreieren war schon immer sehr ausgeprägt:


    "Kreditgewinnabgabe"
    "Hypothekengewinnabgabe"


    Klingt ja noch schöner als "Solidaritätszuschlag".



    Von welchen "Gewinnen" war da überhaupt die Rede? Warum sind damals nicht gleich viel mehr ausgewandert, nachdem sie dermaßen (nach erlittenem Krieg, Zerstörung, Tod von Angehörigen, Hunger, Elend etc.) von den "neuen Büroktraten/Politikern" (meist alte Nazis in neuem Amt) schon wieder dermaßen beschissen wurden?




    Merke: wo immer der Staat Vermögen aufspürt, wird er im Ernstfall (oder schon vorher) dieses anzapfen.Das geht am einfachsten bei zentral registriertem Vermögen: Grundbesitz, Immos, Einlagen jeder Art (auch Wertfach-Inghalte!) bei Banken, Versicherungen. Bei letzterem erleben wir ja soeben die Kapital-LV-Besteuerung.
    In einem Krisenfall würde ich auch eine Komplettenteignung sämtlichen greifbaren Besitzes nicht ausschleißen.

    Zum Thema "Zawangshypothek" (von wegen krisensichere Anklage Immobilen und ähnlichen Unsinn) lest doch mal folgenden Bericht eines Zeitzeugen:




    Zeitzeugen 1948





    Zusammenfassung eines Gespräch mit dem Zeitzeugen Herrn Walter Opper




    Herr Opper ist ein ehemaliger Lehrer des Gymnasiums Burgwedel; wir befragten ihn zum Thema Währungsreform.


    Herr Opper ist im Jahre 1911 geboren! Mit seinen einundneunzig Jahren ist er noch sehr rüstig und schilderte sehr lebendig und anschaulich seine Erfahrungen mit der Währungsreform. Kein Mensch in Burgwedel war noch länger an der Reichsmark interessiert. Zu viel Leid, Unglück und Tränen hingen an dieser Währung. Viele Mitbürger sahen diese als Neuanfang für bessere Zeiten.
    Niemand wollte mehr für nichts und wieder nichts schuften. Die Menschen bekamen für vier Wochen auf Lebensmittelkarten nur noch


    8000 Gramm Brot
    1200 Gramm Nahrungsmittel
    250 Gramm Fett


    So hackte Herr Opper für ein kleines Paket Butter einen ganzen Tag lang Holz-
    von morgens bis abends! Butter, Margarine und Fette waren rar in dieser Zeit und darum hochbegehrt, weil sie lebensnotwendig waren. Aber nur auf dem Schwarzmarkt zu wahnsinnigen Preisen! Ein halbes Pfund Butter kostete 200 Reichsmark.
    So musste Herr Opper auch einen sehr wertvollen Mantel für lächerliche 300 Reichsmark verkaufen, um über die Runden zu kommen. Gegenseitige Hilfe war angesagt. Um seiner Schwester zu helfen, fuhr er dreieinhalb Stunden mit dem Zug, um ihr einen Sack Kartoffeln zu bringen.
    Jeder war froh, wenn sein Haus nicht von den Bomben getroffen wurde. Trotzdem haben alle beim Wiederaufbau der Häuser geholfen. Flüchtlinge, Geschädigte und Ausgebombte aus Hannover waren unterzubringen, weil sie ihre Wohnungen verloren hatten.
    Am 20.6.1948 war es dann so weit: Alle Bürger, ob groß oder klein erhielten 40 Deutsche Mark. Daneben gab es noch Soforthilfen für Geschädigte. Sparguthaben wurden im Verhältnis 1:10 umgetauscht und endlich konnten auch Schwarzmarkthändler ertappt werden, wenn sie große Mengen Reichsmark eintauschen wollten. Aber die Zeiten der Belastung waren noch längst nicht vorbei.
    Dreißig Jahre lang mussten alle Grundbesitzer mit Zwangshypotheken für Lastenausgleich sorgen. Niemand trauerte der Reichsmark nach, bergeweise wurde sie in Reißmaschinen vernichtet und nach und nach kam der Aufschwung auch in Burgwedel.
    Es war für uns Jugendliche beeindruckend, konkrete Informationen persönlich von einem Zeitzeugen zu erfahren. Darum danken wir Herrn Opper, dass er sich die Zeit für uns g

    Am besten schaust Du auch mal in die Gegend der Khao San Road (Traveller-Szene), in deren Peripherie gibt es (außer übelen Absteigen) auch sehr nette und billige Unterkünfte (und auch gutes Essen).


    Am besten mit dem Expreß-Boot auf dem Fluß zur Haltestelle Phra Athit fahren (völlig streßfrei), dann bist Du schon fast da.


    Sehr empfehlenswert z.B. das New Siam Guesthouse. Super sauber, super nett...

    Zitat

    Silber hingegen duerfte heutzutage ueberwiegend als Industriemetall betrachtet werden


    Heutzutage schon. Da Geld=Papier (oder Bits und Bytes) ist.


    Erst wenn der Papiergeldbetrug für alle offensichtlich und spürbar (und das äußerst schmerzhaft!) wird, wird Silber (und Gold) wieder als Geld gesucht sein. Verzweifelt gesucht sein. Von ALLEN. Aber dann wird es kaum welches zu kaufen geben (wer tauscht dann sein Silber gegen bunte Papierrechtecke ein?)

    Zitat

    Silber findet unter anderem bei Filmen und elektrischen Bauteilen Verwendung, davon abgesehen wird es zu Schmuck verarbeitet.


    Ist das nicht eine nette Beschreibung der Bedeutung von Silber?


    Das Handelsblatt jubelt dem (Papier-) geneigten Leser im letzte Satz die eigentliche Botschaft des Artikels unter: Silber ist ein Rohstoff. Punkt.
    (Und noch dazu gibt es ihn solcher Hülle und Fülle, daß man in Mexiko nur eine Schaufel voll Erde in die Hand nehmen muß und schon kann man sich einen Barren gießen).


    Das Papiergeld, das das Handelsblatt anbetet, besteht aus dem selben Stoff wie dieses und wird am selben Ort landen: im Altpapier.

    Die sogenannten "silver-bags" sind in der Tat in den USA sehr beliebt.


    Sie enthalten die bis 1964 geprägten Dimes (10-Cent), Quarters (25 Cent) und Half-Dollars.
    Bis 1964 enthielten diese Münzen 90% Silber, dann kam die Blech-Ära.
    Ein Dollar (egal aus welchen Münzen zusammengestellt) entsprach ca. 0,72 Unzen Feinsilber.


    Da spätestens mit Ankündigung der Metall-Umstellung (und de facto innerer Entwertung des Münzgeldes) die Bevölkerung anfing die Silbermünzen zu bunkern, verschwanden diese quasi über Nacht in Hortungsbeständen der Bevölkerung. Viele waren einfach nicht bereit, sich vom Staat mir-nichts-dir-nichts den inneren Wert des Münzgeldes nehmen zu lassen.


    In den Folgejahren wurden phasenweise, vor allem bei Silber-Preisanstiegen (1979 / 1980), auch größere Mengen eingschmolzen.


    In bestimmten Zeiten (vor allem vor der Jahr 2000- Umstellung) gab es einen regelrechten Run auf diese Bags - und sie wurden mit erheblichen Preisaufschlägen auf den Silberpreis gehandelt (sofern überhaupt noch welche zu bekommen waren). Durch die kleine Stückelung werden sie als ideales Tauschgeld in Krisenzeiten angesehen, durch die 90%-Legierung sind sie wesentlich unempfindlicher als 999-Feinsilbermünzen.


    Bei Händlern bekommt man diese Bags meist mit 1000 Dollar-Nominal-Inhalt (ca. 720 Unzen) - z.Zt. etwa 5 - 10% über dem Spot-Preis für Silber.


    Sie sind - nach dem Feinsilbergehalt gemessen - zur Zeit nur ein wenig teurer als Barrensilber.


    Vor der Jahr 2000-Umstellung wurden sie sehr deutlich über dem Barren-Silber-Preis gehandelt.


    Man kann den Silver-Bag-Preis als Barometer für die Angst der US-Bevölkerung vor Finanzkrisen betrachten.

    appendix


    ebay-Auktionen ohne Bild sind so eine Sache... Entweder handelt es sich bei den Einstellern um Greenhorns oder es hat meist einen Grund, warum der Artikel nicht Bild-Tauglich ist...


    Sehr wahrscheinlich handelt es sich um die Münzen Kanadas von Montreal 1976.


    Es wurden je 14 verschiedene 5- und 10 Can$-Stücke geprägt aus 925er Silber.


    Da sie gültiges Zahlungsmittel sind, sehe ich die Probleme bei einem evtl. Wiederverkauf wegen "Medaillen-Charakter" nicht so sehr.
    Kommt natürlich auch auf den Zustand an. Wenn er damit jahrelang Münzen-Werfen gespielt hat, kann man sie nur noch einschmelzen.

    Das Neueste von Ted Butler:
    WEEKLY COMMENTARY


    May 24, 2004


    China Controls Silver


    By Theodore Butler


    (The following essay was written by silver analyst Theodore Butler. Investment Rarities does not necessarily endorse these views, which may or may not prove to be correct.)


    First, a quick word on the Commitments of Traders (COT) - it’s spectacular. The latest COT shows the total COMEX dealer net short position in silver has been reduced by 33,000 futures contracts (165 million ounces) on the wolf pack engineered sell-off, from over $8/oz. Gold's COTs show a breathtaking reduction of 140,000 contracts on the engineered $50 decline. The brain-dead tech funds served as the accommodating patsies, once again. Now the decks appear to have been cleared for a liftoff to a powerful rally.


    I hope there is not the slightest doubt in anyone's mind as to why we sold off so sharply. This downward move occurred for one reason and one reason only - to allow the dealers to cover as many of their short positions as possible. The good news is that they did in spades. As such, the market structure now allows for a rally of significant proportions. The mother of buy signals in silver is alive and well. Gold and copper look poised for a dramatic up move as well.


    ...


    Hier der Link (lesen!)


    Ted Butler

    Jason Hommel ist ein altbekannter Analyst der Silberminen und des Silbers im allgemeinen.


    Er liefert recht brauchbare Ansätze, was die Silberminenbewertungen anbetrifft.


    Was seine Prognosen anbetrifft, geht er von einem absoluten Debakel für das Papiergeld im allgemeinen und den Dollar im Besonderen aus ( Tendez -> alles Papier gegen Null, Flucht in Sachwerte).
    Wenn man diese Prämisse als Grundlage für seine Berechnungen nimmt, liegt er mit seinen Größenordnungen gar nicht so daneben - wenn er sich auch (typisch amerikanisch) von seinem Enthusiasmus vielleicht zu sehr mitreißen lässt. Außerdem ist er wohl etas fundamentalistisch-christlich orientiert (so entnehme ich das seinen Postings) - und in diesen Kreisen sind Endzeitstimmungen nichts seltenes (kombiniert mit einer Errettungs-Theorie). Aber man sollte das trotzdem nicht als Spinnerei abtun. Durchaus möglich, daß Herr Hommel in einigen Jahren als Prophet gefeiert wird (zumindest von denen, die seine Empfehlungen befolgt haben).


    Außerdem finde ich es durchaus gerechtfertigt, wenn ein Analyst sich mit seinen Aussagen mal auf irgendetwas festlegt und auch Zahlen nennt - zumal er dafür ja auch eine nachvollziehbare Begründung liefert.
    Das sonstige Gesülze der meisten Analysten nach dem Motto: die Aktie wird steigen, sie kann jedoch auch fallen oder bleiben wie sie ist, (wobei meistens mehrere engbedruckte Seiten beschrieben werden, um zu dieser Aussage zu kommen) hat allenfalls noch einen Gähn-Faktor.


    @gost_god: Du kannst mit Immobilien nicht zahlen. Oder willst Du beim Bäcker ein Stück Backstein gegen Brot tauschen? (Vielleicht daher der Name "Back"-Stein???)
    In einem solchen Szenario würden auch die Immobilienpreise abstürzen, da es ja kaum mehr solvente Mieter geben wird - und auch kaum solvente Käufer für den Klotz am Bein. (Eigengenutzte Immos haben da noch eine bessere Stellung).


    Wenn die Masse beginnt ihr liquides Kapital (Papier in Geld-, Anleihen- und Aktienform) in echtes, unvergängliches Geld umzutauschen, das nicht auf dem diffusen Zahlungsversprechen eines Dritten basiert (wie das bei Papiergeld nunmal ist), bleibt außer Gold und Silber nicht viel anderes übrig. Zumal letztere seit Jahrtausenden als Geld gedient und alle Krisen überstanden haben.


    Vielleicht heißt es in diesem Szenario dann wirklich : "back to the roots".

    Zu den Hunt-Brothers:


    Diese ganze Geschichte hat natürlich noch sehr viel andere Facetten.


    - da wäre zum einen, daß sicherlich unterschätzt wurde, was an privatem Silber-Besitz alles auf den Markt geworfen wurde.
    Die Leute, vor allem in den USA (dort ist der Edelmetallhandel viel präsenter und offfener als hier, Händler gibt es flächendeckend überall), standen echt Schlange, um ihr privates Silber (Besteck, Kerzenleuchter, Geschirr, Münzen etc) zum Einschmelzen zu verkaufen.
    Auf der Internet-Seite eines großen amerikanischen Händlers (den Link finde ich leider zur Zeit nicht), habe ich gelesen, daß damals seine Angestellten mit dem Vorschlaghammer die von den Kunden gelieferten Silbergegenstände tonnenweise plattgehauen haben, damit mehr in die Transportcontainer paßte.


    Somit mußten die Hunts mehr physisches Metall kaufen als die Jahre zuvor absehbar gewesen war.


    Die Hunts waren übrigens keineswegs überwiegend Papiersilber-Händler am Terminmarkt. Sie haben den allergrößten Teil physisch gekauft (und zum Teil mit Flugzeugen nach London geflogen, zum Teil angeblich auch in den Nahen Osten)



    - zum anderen haben die Hunts - und das war u.U. ihr entscheidender Fehler - Verbündete für ihre Aufkauf-Strategie gesucht - und auch gefunden. Leider wahrscheinlich die falschen...
    Mehrere arabische Öl-Staaten, allen voran Saudi-Arabien, haben mitgezogen und ebenfalls für Unsummen Silber gekauft... (und ebenfalls z.T. per Jet in ihre Länder geflogen)


    Und da haben wir ihn wieder - den amerikanisch-arabischen Konflikt (so sehr haben sich Zeiten wohl gar nicht geändert).


    Das hat bei der US-Regierung und in den Finanzkreisen gewaltig für Unruhe gesorgt. Immerhin war der Öl-Preisschock nach Bildung des OPEC-Kartells erst wenige Jahre her und man befürchtete nun das nächste Preis-Kartell. Zum anderen empfand man es als unerhört, daß die durch Ölverkauf eingenommenen Dollars nicht gehalten, sondern in Silber umgetauscht wurden.


    Diese Silberhortung durch arabische Länder dürfte dann auch der politische Auslöser für die nachträgliche (und sicherlich von ganz oben abgesegnete) Änderung der COMEX-Regeln gewesen sein (so à la Homeland-Security-Act).


    Die beteiligten Araber (vor allem aus dem saudischen Königshaus) haben natürlich auch Unsummen Geld verloren - das haben sie den Amis sicherlich auch nicht vergessen.



    Im übrigen bin ich mit der Gleichsetzung von Silberkäufen (auch spekulativer Art) mit den unbegrenzten Papier-Leerverkäufen nicht so ganz einverstanden.


    In einem freien Markt sollte jeder (auch der Spekulant) soviel an verfügbarer Ware kaufen können, wie er mag und wie er sich es leisten kann.


    Dagegen halte ich es für ein Unding, daß man auf dem Papier beliebig viel Ware verkaufen kann, die man gar nicht besitzt, um damit den Preis beliebig nach unten zu manipulieren.

    Ich halte die hedge-fonds, wie auch den Großteil des heutigen Derivate-Handels, für nicht nur für dekadent, sondern auch für gefährlich. Gefährlich nicht nur für den dort Anlegenden, sondern durch die unglaubliche finanzielle Sprengkraft, die sich bei einer Schieflage entwickeln kann, auch für die gesamte Finanzwirtschaft.


    Beispiel: LTCM-Pleite. Ein Konsortium der internationalen Großbanken mußte 1998 in einer Not-Operation 100 (!!!) Milliarden Dollar einschießen, um einen Domino-Effekt mit katastrophalen Folgen zu verhindern.


    Zudem sind diese Fonds mit Warentermingeschäften (die computergesteuert trendgesteuert laufen) sehr starken Risiken ausgesetzt.