Beiträge von Königswasser

    Willkommen CrisisMaven. Du bist doch der CrisisMaven aus dem Gelben, oder? ;)
    Habe, wie einige andere hier, die Debatte dort verfolgt.

    Zahlt er aber nicht (mehr - sog. "default") zurueck, dann hat der urspr. Kaeufer das Geld ja weiterhin - deflationaer im Sinne "Kontraktion der Geldmenge" kann man das garantiert nicht nennen.
    Richtig inflationaer wird das Szenario jedoch dann, wenn die Zentralbank oder Regierung mit "neuem" Geld den Verlust ausgleichen - der urspr. Verkaeufer hat das urspr. Geld immer noch und die Bank hat es nunmehr auch wieder - Geldmenge verdoppelt - Inflation. Ob und wann deshalb die preiseansteigen ("Preis-Inflation") ist eine zweite Frage, natuerlich dauert das und beginnt zuerst dort, wo das neue Geld im Kreislauf ankommt, etwa im Eigenhandel der Banken und nicht bei Lebensmitteln oder Schuhen.

    Das sehe ich ähnlich. Nachdem nun auch die EZB zum QE übergegangen ist, wird sich genau dieser Effekt auch in der Eurozone bemerkbar machen. Das Problem der Deflationisten ist, dass sie Inflation mit "Preisinflation" gleichsetzen. In unserem global aufgeblähten Finanzsystem entfaltet sich Inflation jedoch zuerst im Asset-Bereich und marodiert folglich zunächst durch nahezu alle Anlageklassen (Rohstoffe, Aktien, Anleihen, etc.). Das erzeugt Scheinblüten in Serie, solange die Märkte noch funktionieren. Viele hier glauben, dass die ständige Ausweitung der Giralgeldmenge schlußendlich auf die Preise der Realgüter durchschlägt ... nämlich dann, wenn die überschuldeten Staaten anfangen, die Märkte in bester sozialistischer Tradition zu regulieren.


    „Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
    - Ludwig von Mises -

    Die Zerstörung des Euro ist nicht das Ziel der Spekulanten. Geithner hat den Chinesen zugesagt, den Dollar aus der Schußlinie zu nehmen und und die Jungs an der Wallstreet führen aus. That's all. Das endet so abrupt, wie es begonnen hat, sobald der €/$ im Zielbereich ist. Kollateralschäden sind dabei nicht auszuschließen.


    Die Lektion lautet: Über Staatsschulden muß sich nur der den Kopf zerbrechen, dem die finanzmarkttechnische + militärische Macht fehlt.

    Bei 43,2 Mrd. hätte man auch auf einen Großteil der Forderungen verzichten können, um letztenendes besser dazustehen als über drei Jahre mal mind. 30 Mrd. da runter zu überweisen.
    Soll heißen dt. Banken hätten auf 50 Prozent der Forderungen verzichtet (macht 21,x Mrd.) - blieben locker 8 Mrd. über - denn die 30 Mrd. Finanzhilfe sehen wir doch eh nicht wieder.

    Der EU/IWF-Plan sieht vor, GR für 3 ganze Jahre komplett von den Finanzmärkten abzukoppeln, d.h. Haushalt und Schuldendienst werden ausschließlich aus EU/IWF-Mitteln geleistet. Das verschafft der EU bzw. dem IWF die absolute Kontrolle und Verfügung über den GR-Haushalt. Sie können beliebige Maßnahmen und harte Einschnitte durchsetzen (allerdings nur soweit das griechische Volk mitspielt). Ob "wir" die 30 Mrd. wiedersehen, hängt einzig davon ab, ob die Griechen bereit sind, Lehren aus der Pleite zu ziehen.

    Bischen national kurz gedacht.

    Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, warum sich Schäuble gegen eine Bankenbeteiligung ausspricht, obwohl eine Mehrheit im Volke dafür wäre. Es geht primär nicht darum, Verluste bei Allianz & Co. zu verhindern, sondern bei Banken, die im Besitz von Bund und Ländern sind.


    Goldregen Die LBBW ist übrigens mit rund 2 Mrd. in GR-Bonds.


    Ein Forderungsverzicht würde direkt und sofort den Steuerzahler belasten, während bilaterale Kredithilfen das Problem in die Zukunft verlagern. Auch nicht schön, aber in der derzeitig verfahrenen Situation der einzig gangbare Weg.


    Wie ich schon woanders sagte: Merkel hätte im März das Übelste abwenden können, indem sie ein Big-Fat-Bailout-Versprechen für den gesamten Club Med abgegeben hätte. Dann wäre jetzt wahrscheinlich UK unter Beschuß.

    Die Franzmänner haben dort (angeblich) die höchsten Verbindlichkeiten. Zweieinhalbmal soviel wie aus diesem unseren Land.

    Ja, das ist bekannt. Aber zur Zeit denkt jeder nur an sich. Ich glaube nicht, dass Merkel/Schäuble Rücksicht auf franz. Banken nehmen würden, wenn ein Haircut für die deutschen Halter verkraftbar wäre.

    Klingt zwar einerseits nobel und logisch hier auch die Profiteure der bisherigen Staatsfinanzierung vom Finanztempel Poseidon mit in die Pflicht nehmen zu wollen, findet auch Zustimmung in der Bevölkerung...dennoch, so geht das nicht.

    Nein, so geht das nicht. Denn auch der Rollstuhlfahrer weiß, dass eine Beteiligung der Banken (=teilw. Forderungsverzicht) in Deutschland die HRE am härtesten träfe. Die gehört dummerweise derzeit dem Bund und für Forderungsausfälle haftet ... na?

    Für diejenigen, die den mehrstündigen Live-Stream der Senats-Anhörung in Sachen GS nicht verfolgen konnten, hier die Highlights aus Sicht der Huffington Post (inkl. 2 Videos, je ca. 5 Minuten).

    Mit Merkel (zurecht) im Zaudermodus ...

    Nein. Merkel hat einen schweren Fehler begangen, indem sie ein "Big-Fat-Bailout"-Versprechen, das im Februar und März das richtige Signal an die Märkte gewesen wäre, versagt hat. Nur dadurch konnte sich die Situation so zuspitzen. Da bin ich ebenso fassungslos wie Volker Hellmeyer:


    [...]
    Die bisherige Verweigerung einer Kreditzusage über 8,4 Mrd. Euro zu Gunsten Griechenlands kann über die Ansteckungseffekte innerhalb der Eurozone, die offensichtlich sind, für die deutsche Wirtschaft bedeuten, daß der junge und dynamische Aufschwung abgewürgt wird und darüber hinaus der Aufschwung der Weltwirtschaft gehemmt wird.


    Damit würde das deutsche Mehrwertsteueraufkommen sinken, die Beschäftigungserfolge mit entsprechendem Einkommensteueraufkommen stünden zur Disposition und die Gewinnsteuern wären geschmälert. Steigende Arbeitslosigkeit hätte höhere Sozialausgaben zur Folge.


    Diese Kosten würden ungleich höher sein als die Kreditzusage oder auch Inanspruchnahme durch Griechenland. Der politische Preis ist nebenher deutsche Isolation.


    Hiermit soll verdeutlicht werden, daß der verbale Schwur per Februar oder März die billigere und kluge Option gewesen wären.


    Das Risiko, daß die aktuelle Politik in Deutschland großen wirtschaftlichen Schaden heraufbeschwört, ist real.


    Ich bin seit mehr als 25 Jahren in diesem Geschäft. Das Maß meiner aktuellen Fassungslosigkeit hinsichtlich der sich anbahnenden Konsequenzen als Folge des aktuellen Handelns unserer Regierung stellt für mich eine neue Erfahrung dar.
    [...]


    Die ersten Dominosteine fallen - danke Deutschland, danke "Angie", danke Guido …


    Sorry für OT.

    mir ist es völlig unverständlich, wieso schäuble diesen kerl einsetzt.

    Der hat sich unentbehrlich gemacht, indem er Verbriefungen, und hier besonders ABS (Asset Backed Securities), in der deutschen Finanzlandschaft salonfähig gemacht hat. Asmussen war langjähriges Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation True Sale International GmbH (TSI), die sich für die aktive Entwicklung des deutschen ABS-Markts einsetzt.


    Die Landesbanken und Kämmerer hoffen nun, dass Asmussen ihnen wieder hinaushilft.


    BuBa-Präsi Axel Weber und Jörg Asmussen bilden übrigens ein gut geöltes Gespann. Der eine hat den anderen protegiert.

    Hallo und willkommen, nachtfuchs [smilie_blume]


    Die Hardcore-Fraktion war ja schon zur Stelle, um dir die Botschaft zu überbringen, dass Aktien bloß Papier sind ... das wußtest du wahrscheinlich noch gar nicht ... :D

    ich habe vor 1,5 Jahren also zum Zeitpunkt, als immer mehr Details der Wirtschaftkrise bekannt wurden, bei einem Börsenspiel teilgenommen und habe einfach aus den Top 10 Dax Unternehmen Aktien gekauft. Stand heute sind die Kurse gesamt um ca. 45% gestiegen, also analog zu dem Dax.

    Im Herbst 2008, als die Nacht am Dunkelsten war, konnte man prima in den Axtienmarkt (Axtie = copyright alibaba) einsteigen. Nur wenige aus diesem Forum haben sich getraut und das auch öffentlich kundgetan. Einige warten auf den nächsten Einbruch, um dann still und heimlich auch ihr Glück zu versuchen und ein kleiner Geistergott zu werden. :rolleyes:


    Es gehört zu den Mysterien dieses Forums, warum einerseits eine Mehrheit an eine kommende (Hyper-)Inflation glaubt und andererseits der Börsenabsturz gebetsmühlenartig prognostiziert wird. Ich habe es nie verstanden. Mit EM physisch, soliden Dividendentiteln und ein paar spekulativen Zockerminen im Depot bin ich bisher ganz gut gefahren. Ich sehe auch keinen Grund, an dieser Anlagestrategie irgendetwas zu verändern.


    Ohne deinen Background genau zu kennen, kann ich dir nur folgendes raten:
    Nie alles auf ein Pferd setzen (auch nicht auf das Güldene). Nie zu gierig werden, auch wenn die virtuellen Gewinne sprudeln. Mit Stop-Loss arbeiten, um Gewinne abzusichern.


    Good luck.

    Wie ich hierirgendwo mitbekommen habe,soll das ein guter Mann sein.

    Embry ist Chefstratege bei Sprott ... und sicher kein Dummkopf.
    Die Ansage ist allerdings vor dem Hintergrund zu werten, dass das jüngste Kind von Sprott Asset Management, der Physical Gold Trust (TSX: PHY.U), sehr ambitionierte Ziele hat. Man will dem weltgrößten "physisch besicherten :?: " Gold-ETF (SPDR Gold Trust) das Feld streitig machen.
    Da kann man nicht erwarten, dass er den Goldbären gibt ... ;)

    CNBC-Talk mit Dr. Gloom Marc Faber.


    Einige Highlights daraus (sorry, keine Zeit für Übersetzung):


    "Governments will all bankrupt us and expropriate us, but it may not happen tomorrow. They'll give us something to play with, until the whole system breaks down...they'll just print money and print more money."


    "Don't own cash. It will be a disaster."


    "Gradually accumulate physical gold and silver. But in a collapse, the governments will take your gold away."


    "Consumption is up because people don't pay their mortgages."


    "China's growth is completely unsustainable in the long run."

    Bei einer Online-Umfrage von Commodity Online gab eine deutliche Mehrheit an, von einem fallenden Goldpreis in naher Zukunft auszugehen.


    An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge 21.600 Personen weltweit. 93% der Teilnehmer rechnen demnach mit einem Stimmungsumschwung an den Kapitalmärkten und in der Folge mit fallenden Notierungen für Gold.


    Basismetalle bevorzugen demnach 64,35% der Anleger. Diese setzen zu 53% auf Gold und zu 47% auf die anderen Metalle.


    Ebenso sind 53% der Umfrageteilnehmer überzeugt, dass der Dollar in naher Zukunft wieder den ersten Rang als "sicherer Hafen" für sich beanspruchen wird. [Good luck ... :D ]

    Banken pushen mit billigem Geld die Börsen und die Anleger kommen zurück an die
    Börsen....bis sie nochmal mit der stumpfen Steinklinge rasiert werden. :D

    Yep. Der Eigenhandel mit dem billigen Geld hat den Banken das Aufstellen einer schönen Bullenfalle ermöglicht. Lemminge, jetzt bitte aufspringen!
    Bis zur Klippe ist es genau noch ... [Blockierte Grafik: http://www.goldseitenblog.com/rsc/smilies/icon_censored.gif] ... Meter.
    Danke schon mal für den Fisch. :rolleyes:

    Doch was mir rein persönlich widerstrebt ist dieser 0-Chance-Gedanke. Denn wenn dem so ist dann besteht natürlich auch überhaupt kein einziger Anreiz mehr daran auch nur irgend etwas zu ändern und mündet schließlich als letzte Konsequenz in einer totalen Selbstaufgabe.

    Ich denke nicht, dass Patou sich aufgegeben hat. Sie tut was. Sie artikuliert sich. Das ist schon mal sehr beachtlich. Für ihr Scoring bei potentiellen Arbeitgebern kann sie nichts. Das ist den derzeit völlig perversen Anforderungsprofilen in den Personalbüros geschuldet. Sie wird einige Jahre warten müssen, bis die Kindergarten- bzw. Schullaufbahn ihres Kindes ihr eine Chance ermöglichen wird.


    @Herr Bosch,
    ich hatte irgendwo vernommen, dass sie weiblicher Natur seien. Sollte ich mich geirrt haben, bitte ich um Nachsicht ... [smilie_blume]

    Ich finde ihren Auftritt hier nach wie vor durchaus respektabel.

    Absolut. Patou ist IMHO offen und authentisch, was ich von den sich ständig auf der persönlichen Schiene an ihr reibenden Schreiberlingen nicht gerade behaupten kann.


    Die (wohlmeinenden) Ratschläge, die die Altherren hier so zum Besten geben, entbehren einer gewissen Komik nicht. Ich glaube, dass einige noch nicht begriffen haben, wie sehr sich die gesellschaftlichen Strukturen und die Arbeitswelt gewandelt haben. Ich glaube schon, dass Patou wach genug ist, um sich anbietende Chancen zu nutzen, allerdings hat sie derzeit auf dem Markt für abhängig Beschäftigte wg. Stigma "alleinerziehend mit Kind" NULL Chancen. Und was Selbstständigkeit unter diesen Umständen bedeutet - nun ja, da können einige andere hier sicher aus dem Nähkästchen plaudern ...