Beiträge von Königswasser

    Was sollen denn Hochzinsen den Dollar retten? Dann werden halt Guthaben wie Schulden jedes Jahr 20% hochgebucht, toll, Gruß aus Zimbabwe, das soll schlecht für Gold sein

    Milly, auch wenn du es nicht sehen willst:
    Ein Schwenk hin zu einer strammen Hochzinspolitik würde Gold EXTREM schaden. Ganz einfach, weil das rentitegeile Kapital sofort in die Staatsanleihen springen würde. War immer so, wird immer so sein. Und dann heißt es wieder: Gold bringt keine Zinsen - also mega-out. Stören da ein paar Goldbugs - I don't think so.
    Du hast natürlich Recht, dass dies dem Dollar nicht wirklich hilft - es wirkt aber lebensverlängernd. Und sei sicher: das Fed wird ALLE Optionen wahrnehmen - auch unkonventionelle - um den finalen Kollaps rauszuschieben. Darauf wette ich 'ne Kiste Margeaux. :D


    EDIT: Bernanke, der ohne Eier :thumbup: , wird sowieso im November abgelöst...

    dau2006
    Grundsätzlich richtig, was du sagst - so war es in den 70ern nach der Ölkrise. Heute haben wir zwar auch eine Ölkrise (wenn auch unter anderen Vorzeichen), aber die Rahmenbedingungen sind gänzlich andere. Damals gab's noch kein Papiergold und keine COMEX und keine globalisierten Märkte. Heute antizipiert der POG bereits - ähnlich wie Aktien - die Zukunft. Man muss allerdings auch sagen, dass die Situation des Dollar heute sehr viel brisanter ist als in den 70ern. Nur eine sehr steile Zinskurve kann den Dollar heute noch "retten".
    Ich sehe beim POG vorerst keine Gefahr, dass das Maitief nochmal unterschritten wird. Da müsste schon was ganz überraschendes kommen.

    Man hört und ließt ja plötzlich, das die FED eventuell anfangen will die Zinsen wieder zu erhöhen, welche Auswirkungen hätte das auf den Goldpreise und die Kreditkrise ?

    Die Zinswende im Amiland kommt so sicher wie das Amen in der Kirche, vermutlich noch deutlich vor der Wahl im November. Fragt sich nur, ob der Bernanke die Eier hat, das dann so konsequent durchzuziehen, wie der Volcker Ende der 70er. Was dann mit dem POG passiert? Nun, stramm Richtung Süd - aber nur, wenn er es wie Volcker macht, was ich diesem Inflationisten vor dem Herrn kaum zutraue. :thumbup:

    Tja, oder die ganze Übersubventionierung dieses Sektors in Deutschland wird irgendwann plötzlich abgeblasen, und dann wäre die Branche wohl erstmal erledigt.

    Unwahrscheinlich. Der Klima-CO2-Energie-Komplex ist die kommende Mega-Bubble. Da will das renditehungrige Kapital als nächstes rein, sofern es nicht schon drin ist. Und wir alle sollen uns hübsch verschulden, damit die Rechnung für die Kapitalgeber auch aufgeht. Die Subventionen sind das Zuckerbrot - wenn das nicht wirkt, wird die Peitsche (Strafsteuern, Modernisierungszwang) rausgeholt. Die EU-Kommission arbeitet schon dran...

    Fundstück aus der SZ:


    sueddeutsche.de: Seit Jahren heißt es, dass die Mittelklasse in Deutschland abrutscht. Wann ist es soweit?
    Klaus Schroeder: Das Ausmaß und die Entwicklung von Armut in Deutschland werden gerne dramatisiert. Doch das ist nicht gerechtfertigt. Unter dem Strich schwankt die Armutsgefährdung zwar etwas, aber sie ist seit Anfang der neunziger Jahr nur leicht gestiegen.
    sueddeutsche.de: Wer dramatisiert? Ist es die Bundesregierung?
    Schroeder: Zum Beispiel: Schauen Sie sich nur den jüngsten Armutsbericht der Regierung an: eine Katastrophe. Er sagt fast nichts zur Sache. Es wird mit Tricks gearbeitet, die mich fassungslos machen. Es heißt dort, dass diejenigen arm sind, die nur über 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügen. Das sind für einen Alleinlebenden 781 Euro netto im Monat. Im gleichen Bericht heißt es, dass Personen als reich gelten, wenn sie das Doppelte des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Im Bericht der Bundesregierung und des zuständigen Ministers Olaf Scholz wird hierfür ein Betrag von 3418 Euro monatlich netto genannt. Doch wenn 781 Euro 60 Prozent des mittleren Einkommens sind, liegt das Doppelte bei gut 2600 Euro. Das ist jedoch kein Rechenfehler, man hat einfach die Daten aus unterschiedlichen Erhebungen und Jahren vermengt. Hierdurch wurde das Verhältnis zwischen "Arm" und "Reich" künstlich überdehnt. So wird der Öffentlichkeit suggeriert, dass es eine große Differenz gibt. Diese Trickserei halte ich für skandalös.
    sueddeutsche.de: Welches Interesse soll die Regierung haben, die Lage zu dramatisieren?
    Schroeder: Zumindest Scholz möchte hiermit seine Forderungen nach der Einführung eines Mindestlohns und nach mehr Umverteilung begründen. Das geht nur, wenn der Graben zwischen Arm und Reich auch einer breiten Öffentlichkeit als ungerechtfertigt tief erscheint. Darüber hinaus enthält der Bericht nur wenige aussagekräftige Daten über Reichtum. Allerdings fehlt nicht der Hinweis auf die Spitzengehälter von Managern.
    Hier der komplette Link .

    was den Mittelstand so drückt ist die Steuerprogression

    So ist es. Wird auch als "kalte Progression" bezeichnet. Der Normal- bis Gutverdiener (nicht der Gering- oder Spitzenverdiener) hat eine seit Jahren beständig sinkende Kaufkraft, da die Progression fast alle Zuwächse beim Bruttolohn/Gehalt wegfrißt. Von 3% mehr brutto verbleiben gerade mal 0,5% netto. Nach Abzug der Inflationsrate bleibt unter dem Strich ein dickes Minus. Die Gewerkschaften machen einen sehr schlechten Job, wenn sie sich ein ums andere Mal mit Abschlüssen knapp oberhalb der offiziellen (und zudem geschönten) Inflationsrate abspeisen lassen und das den eigenen Mitgliedern - wider besseres Wissen - auch noch als Erfolg verkaufen. Einziger Gewinner in dem Spiel: der Staat.

    Genau das ist die Umverteilung von der hier immer die Rede ist, die fallende Mittelschicht, die steigende Unterschicht, die reicher werdende Oberschicht. Das ist ganz wunderbar erklärbar mit der Problematik des Zinssystems!

    Karl Marx läßt grüßen! Wenn das Zinssystem Ursache der Umverteilung wäre, dann wäre der Kapitalismus westlicher Prägung längst am Ende. Die Umverteilung besorgt vielmehr der Staat, indem er die unteren und mittleren Einkommensschichten überproportional belastet.

    Mir ist das nicht ganz geheuer... gestern und heute... entweder die Jungs haben nichts mehr auf der Tasche (was ich nicht glaube) oder es läuft eine hinterhältige Masche (z.B. EM kräftig zulegen lassen und dann gnadenlos nach unten prügeln bis auch der hartnäckigste Bug die Nerven verliert)... Kursziel AU bis nächsten Freitag: 780 $ :?: :?: :?: :wacko: AG hat auch verdächtig geschwächelt...

    Unter 800 geht's nimmer. 8)
    Für mich sieht es so aus, dass die Zentralbanken derzeit wichtigeres zu tun haben, als auf den POG einzuprügeln. Zur Zeit stehen zahlreiche 3-Monatskontrakte im Interbankengeschäft zur Refinanzierung an (Folge der massiven Stützungsmaßnahmen Ende Februar/Anfang März). Geh davon aus, dass bei einigen Banken die Hütte brennt, denn die Konditionen für die Prolongation haben sich z.T. heftig verschlechtert. Bleibt als Ausweg für die Banken nur der Weg der Bilanz-Wunderheilung mittels der neuen Refinanzierungsinstrumente TAF/ABS/CLO.
    Damit wird auf Seite der Banken offenbar zunehmend "kreativ" gearbeitet. Guckst du hier. Zitat:


    Und nicht nur das, es sähe zunehmend danach aus, als ob die Banken sogar angefangen hätten, minderwertige Kreditforderungen extra zu kreieren, um sie der EZB ihm Austausch für AAA-geratete Staatsanleihen unterzujubeln.


    Die Zentralbanken haben sich mit diesem Schnellschuss ein echtes Problem eingehandelt. Ich denke, es wird im Moment fieberhaft nach neuen Regulierungsmöglichkeiten gesucht und man lässt den POG einfach mal sausen. Was man heute aber wirklich gut sehen konnte, ist, wie stark der Aufwärtsdrang tatsächlich ist. Und das sollte uns doch hoffnungsvoll stimmen. :thumbup:

    Ist doch normal. Wenn du verkaufen willst, erfährst du, dass Gold eben nicht Geld ist, sondern Ware. Die Händler müssen halt wirtschaftlich kalkulieren - die kaufen nicht beim ATH.