Ich kopiere mal einen Ausschnitt eines Kommentars des Deutschen Baugewerbes bezüglich der Mantelverordnung hier her:
Dieses aufwändige Güteüberwachungsverfahren ist ein weiterer Kostentreiber, weil die notwendigen, teilweise neu eingeführten Laboruntersuchungen einen viel größeren Zeitaufwand bedeuten, mehr Material benötigt wird, das Material länger aufbewahrt werden muss und dementsprechend viel größere Lagerkapazitäten benötigt, aber inhaltlich keine aussagekräftigeren Ergebnisse produzieren, als die bewährten Untersuchungsmethoden.
Zusätzlich zu dem aufwendigen Überwachungsprozedere muss der Unternehmer eine weitaus aufwendigere Dokumentation aller Annahme-, Aufbereitungs- und Einbauschritte nachweisen. Auch dieser Zeitaufwand muss sich am Ende im Preis niederschlagen, um ein auskömmliches Geschäft zu betreiben. Kein Primärrohstoff wird so durchgehend und aufwendig bis zu seiner Verwendung geprüft wie ein Sekundärrohstoff. Dennoch bleibt der Sekundärrohstoff Abfall und unterliegt weiterhin allen abfallrechtlichen Bedingungen.
Konsequenz
Das führt nicht zu einer einfacheren Vermarktung und treibt zugleich den Preis gegenüber den Primärrohstoffen noch weiter in die Höhe und bei fehlender Nachfrage, oder fehlender Aufbereitungen (weil es sich für Unternehmen einfach nicht mehr lohnt), verschiebt sich dann ein eigentlich nutzbarer Stoffstrom auf die Deponie.
Das bedeutet: Die Folge der Bundesratsentscheidung ist, dass mehr Rohstoffe auf der Deponie landen werden und weniger RC-Baustoffe in Baumaßnahmen.