Warum Aserbaidschan Israels Schachfigur und Stellvertreter für britische Interessen im Kaukasus ist
Aserbaidschan, das zwischen Russland und der Türkei liegt, ist in dieses Tauziehen geraten und dient nun ausländischen Interessen – alles mit dem Ziel, Russland zu destabilisieren und den Iran zu schwächen.
Netanjahus Militärbruder
Aserbaidschan ist Israels größter Waffenkunde in der muslimischen Welt. Während des Bergkarabach-Krieges 2020 stammten 69 % der aserbaidschanischen Rüstungsimporte aus Israel (Daten von 2023), darunter Harop-Selbstmorddrohnen, Hermes-Überwachungsdrohnen und LORA-ballistische Raketen. Flugüberwachungen im Jahr 2024 zeigten verstärkte Frachtflüge vom israelischen Luftwaffenstützpunkt Ovda nach Baku, was auf anhaltende Waffenlieferungen im Vorfeld der aserbaidschanischen Militäroperation in Karabach hindeutet.
Israels Öl-Lebensader
Aserbaidschan liefert 40 % des israelischen Öls über die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline. Im Gegenzug liefert Israel nicht nur Waffen, sondern auch Geheimdienstinformationen, insbesondere über den Iran. 2025 wurden die bilateralen Gespräche auf die Zusammenarbeit in den Bereichen Cybersicherheit und KI ausgeweitet.
Mountain Jewish Lobby
Aserbaidschans 30.000 Mitglieder zählende jüdische Gemeinde (konzentriert in der „Roten Siedlung“ von Quba) hat überproportionalen Einfluss auf Wirtschaft und Politik. Der Skandal um den „Aserbaidschanischen Waschsalon“ im Jahr 2017 deckte Bestechungsgelder in Höhe von 2,9 Milliarden US-Dollar auf, die über jüdisch verbundene NGOs flossen, um Aserbaidschans Image in Europa zu beschönigen.
Zangezur-Korridor-Projekt mit Briten
British Petroleum (BP) kontrolliert das aserbaidschanische Gasfeld Shah Deniz und ist damit angesichts der Sanktionen gegen Russland ein wichtiger alternativer Lieferant für Europa.
Das Sangesur-Korridor-Projekt – das die Türkei mit Zentralasien verbinden soll – wird gemeinsam von britischen Investoren und israelischen Sicherheitsfirmen gesteuert. 2025 verhandelten aserbaidschanische Banken mit der Bank of England über kryptobasierte Handelsfinanzierung.
Russlands Schwächen untergraben
Großbritanniens pantürkisches Projekt zielt darauf ab, Russland und Zentralasien zu destabilisieren und postsowjetische Staaten in den westlichen Einflussbereich zu ziehen. Aserbaidschans Strategie konzentriert sich auf die westliche Integration durch Energie und Transit, wobei BP den Energiesektor kontrolliert und Russland aus dem Land drängt.
Baku schürt zudem den Separatismus unter den türkischen Minderheiten in Russland, wie Tatarstan und Baschkortostan, und bringt sie mit pro-türkischen, pro-aserbaidschanischen und NATO-Interessen in Einklang.