objektiv betrachtet ist es sowieso eine müßige Spekulation, welches Land zu erst pleite geht - zu viele, uns auch unbekannte Faktoren, spielen einfach eine Rolle, als dass dies überhaupt irgend jemand objektiv vorhersagen könnte...
Vor so einer Gefahr steht eher GR - aber weniger England, USA, Japan...
Nach der Deflation in 30ern ist GR pleite gegangen - das gibt sicher eine Wiederholung...
Fakt ist auch: dass nicht alle Länder pleite gehen werden.
Es ist unwahrscheinlich, dass die ganze Welt pleite geht.
Schaut man zB auf die deutsche Autoindustrie und wie gut es denen heute hauptsächlich aufgrund der vielen Aufträge aus Fernost geht, dann wäre die aktuelle Lage noch vor einem Jahr undenkbar vor dem Hintergrund gewesen wenn man bedenkt, wie totgesagt dieser Industriezweig nach dem Auslaufen der Abwrackprämie war...
Ich habe dazu einen Artikel gepostet - die Chinesen haben eine künstliche Nachfrage nach Autos geschaffen.
Es gab dort ähnliche Idiotie, wie bei der Abwrackprämie - aber nur mit einem 10% Nachlass!
Diese Subvention endet ab 2011 - also in paar Tagen!
-Die EU-Politik scheint inzw. offenkundig mit allen Mitteln an dem EUR festzuhalten, eine wie auch immer geartete Tranferunion mit sehr viel weicherem Euro und ständig steigenden Turbulenzen (sowohl währungstechnisch als auch bzgl. des Unwillens der Bevölkerungen) ist zwangsläufig die Folge
Wenn man überlegt, dass die Euro-Krise medial "inszeniert" wurde - und es keinen Angriff auf den Euro gab,
dann war auch so eine Transferunion geplant - andernfalls hätte es niemand akzeptiert.
Aber so ist es ja alternativlos - und wurde durchgewunken...
-Die Austeritätsmaßnahmen in den PIIGS werden dort zu längerer stark stagnierender/depressiver Phase führen, die auch zwangsläufig schnell wirkende, negative Ausstrahlungen auf die Konjunktur in BRD haben muß!! (vor diesem Hintergrund wird die XXL-Propagande zur PHASE)
XXL-Propaganda wird wie eine Seifenblase zerplatzen - wie die Blase von 2007
-Den USA steht wirklich das Wasser im Vgl. zur EU (nur 5% vom EU-BIP ist gegenwärtig bankrott) ungleich mehr bis zum Hals (90% der Bundesstaaten haben platte Haushalte, 20% Arbeitslosigkeit, 44 Mio Food-Stamp-Bezieher, (Gewerbe-)Immobilienmarkt fängt seit einiger Zeit wieder an zu sinken, importierte Infla durch Dollarabwertung und steigende Lohnkosten in China, Chinesen kaufen immer weniger US-Staatsanleihen, die deshalb mangels inländischer und weltweiter und Käudie FED als Lender of last Ressort monetisieren muß - das ist OFFENE INFLATIONSPOLITIK!!!- , ..).
Nun... würde man das Geld allen Bürgern geben... so würden die ihre Schulden zurückzahlen...
Deswegen macht man sowas nicht. Nicht mal Einkaufsgutscheine werden verteilt - nur Food Stamps
Es ist also gewollt, dass das Volk verschuldet bleibt - und das Geld eher in Finanzcasinos fließt.
Das führt jedoch zu hohen Risiken - und irgendwann zu einem Showdown
Die (wahrscheinlich von USA propagierte) mediale "Zerredung" der EU-Zone scheint aber weiter gut zu funktionieren, unterstützt von den Downgrades der 3 großen Rating-Agenturen
Hm... das ist kontraproduktiv zur Dollarpolitik.
Es sei, die USA planen eine Zerstörung der EU...
Ich sehe eher China als "Ziel" - das ganze Geld fließt direkt nach China.
Die können sich kaum davon retten...
Bis eines Tages der Geldfluss stoppt...
Und die Reserven werden schnell verpuffen.
-Weltweite Preisverteuerung von Rohstoffen und EM, da Asien/Fernost (China, Indonesien, Indien,....) das erste mal in der Weltgeschichte als wirklich signifikanter Nachfrager auftritt
Immer wenn man sagt: etwas wird teuer, weil der Chinese das kauft - immer dann gibt es eine ganz andere Ursache.
Und gewöhnlich kurz danach platzt auch jede Blase
-Da die Chinesen, wie ich nun wiederholt gelesen habe (was aber deshalb noch lange nicht stimmen muß), ganz krass aus Portfolio-diversifikationstechnischen Gründen aus ihren Staatsanleihenbeständen in US$ rausgehen und immer mehr Staatsanleihen, Firmen und Sachgüter (z.B. jüngst den größten Hafen in GR) in der EU aufkaufen (insbesondere in PIIGS-Anleihen, und die Merkel jubelt und findets toll), so habe ich seit kurzem die Hoffnung, dass die von einem Freund dereinst in den Raum gestellte These Realitität werden könnte, dass dies den EURO retten / den EURO im vgl. zum USD evtl. über einen längerem Zeitraum verhältnismäßig STABIL halten könnte. BRD, Holland und Ö allein kann diese kommenden (Transferunions-)Lasten nmE DEFINITIV NICHT allein stemmen... aber mit dem Geld der Chinesen, wenn diese z.B. 1/3 ihrer US-Staatsanleihen in EU-Staatsanleihen tauschen würden (aus ihrer Sicht eine sehr sinnvolle, risikominimierende und werterhaltende Umschichtung), könnte hieraus intermediär eine neue starke Weltwährung EURO entstehen, bevor dann in einigen Jahren der YUAN diesen Platz einnehmen wird....
Die USA kann jede Aktion der Chinesen mit Leichtigkeit kompensieren.
Weil die USA ihr eigenes Geld beliebig steuern kann...
Die Chinesen können nur zuschauen...
Vor all diesen Hintergründen ist immer wieder das von Dimitri Speck über ein Kapitel erläuterte Preisexplosionspotential als Damoklesschwert und als die ständig über allem schwebende Gefahr zu sehen, dass durch wie auch immer geartete, unvorhersagbare externe Effekte (Black Swan-Erreignisse wie Krieg, world Trade II, ....) es zu einem massiven Vertrauensverlust einer Bevölkerung in ihrer FIAT-Währung kommen kann:
Es wird so kommen!
Da ist USA, EU oder China in gleicher Gefahr.
Momentan kann man nicht sagen, wohin es geht.