Zitat von »Lupus«
Kein freier Handel bedeutet keine freie Preisbildung
Bei allem Respekt, genau das stimmt eben nicht! E wäre nun müßig an dieser Stelle, alle Argumente erneut zu wiederholen. Diktatoren, Imperien, ja ganze Systeme sind am Versuche von dauerhaften Preismanipulationen gescheitert. Wer sich den Realitäten entgegenstellte, der wurde irgendwann von ebensolcher überollt, ohne Ausnahme!
Auf längere Sicht gewinnt der Markt immer!
Ist ja richtig. Genauso wie "Auf lange Sicht sind wir alle tot."
Ich bin ja ziemlich Deiner Meinung. Aber die kurzfristigeren Bewegungen gibt es auch. Die können schon mal 20-30 Jahre anhalten. Das gibt selbst die jüngere Geschichte her. Kurz bedeutet hier nicht Monate, auch nicht 2-3 Jahre. Und da stören die ständigen "jetzt gehts los" Meldungen, die Goldraketen, denn sie bauen eine Erwartungshaltung auf, die nicht zum Gold als (persönliche) Sicherungsrücklage gehört. Und wenns dann nicht so läuft, entsteht die entsprechende Enttäuschung. Wer jetzt sich ins Bockshorn jagen läßt, ist mit falschen Erwartungen herangegangen. Mit praktisch allen anderen Anlagen kann man mehr in kürzerer Zeit verbrennen, mit Gold geht das gar nicht, wenn man nur abwarten kann.
Ich persönlich sehe keine Alternative dazu, die Teile des erarbeiteten Kapitals, das man nicht verwenden will und muss anders als in unverderblichen, werthaltigen Sachwerten anzulegen. Und da wiederum ist Gold der einzige Stoff, der recht einfach zu handhaben ist und dessen Wert langfristig überaus konstant ist (andere Sachwerte wären -neben den anderen EM - zum Beispiel Kunst oder Edelsteine, aber dort sind die Schwankungen sehr viel stärker, ist viel mehr Kenntnis gefragt - und besonders wichtig, im Falle des Falles sind sie schwer zum gewünschten Preis zu verkaufen.)
Nur, all diese Ansichten auf lange Sicht widerspiegeln nicht die gegenwärtige Preisbildung. Die läuft halt nicht nach "Fundamentaldaten", Und bis zum "Systemcrash" dürfen wir auch noch lange warten.