GOLD : Märkte und Informationen

  • Zitat

    quote='Edel Man'
    Wir diskutieren und unterstellen bzw spekulieren hier inzwischen darüber, wie ein Dritter sein Depot hätte optimieren können, das ist sehr fiktiv, ohne die wahren Beweggründe des Betreffenden zu kennen.
    Ron Paul hat iÜ.diversifiziert, und zwar in Pharmaaktien, (er ist Mediziner) und ist in einer indischen Firma Partner mit hohem Einkommen, das ist sicherlich noch solider und effektiver als Aktientrades.


    Edel, Du hast sein Depot hier eingestellt, und das offenbar nicht zum ersten Mal. Der Mann ist ja nicht irgendwer, sondern auf politischer Ebene in USA seit Jahrzehnten die Galionsfigur schlechthin der Befürworter einer Rückbesinnung auf die Tugenden des Goldes. Außerdem, obwohl von Berufs wegen Kinderarzt, gibt auch er oft - mit reichlich durchmischter Treffergenauigkeit - seit Jahren Prognosen darüber ab, was ökonomisch dann und dann geschehen werde - und er hält Goldminenaktien im Millionenbereich. All das soeben Genannte inkl. der Erwähnung hier im Forum rechtfertigt mE sehr wohl eine Replik über das "Portfolio eines Dritten". Nicht alle Menschen, die auch diese Minenwerte durch Dick und Dünn gehalten haben, sind immer noch Millionäre.


    Grüße
    auratico

    • Offizieller Beitrag

    Ein sehr sehenswerter Chart, herausgefischt aus einem rundherum lesenwerten Artikel von Eric Sprott und Partner.


    Die NICHTWESTLICHEN Zentralbanken akkumulieren in hohem Tempo Gold.
    Unser uraltes Credo, hier grafisch:
    Gold wandert vom (törichten) Westen gen (cleveren vzw.) Osten.


    „... Non-Western Central Banks have been increasing their holdings of gold at a very rapid pace, going from 6,300 tonnes in Q1 2009 to more than 8,200 tonnes at the end of Q1 2013 (Figure 1a) while physical inventories are declining (Figure 1b) (or being raided, as we argued in the May 2013 Markets at a Glance)...“


    http://sprottgroup.com/thought…al-gold-market-conundrum/


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag


    Edel, Du hast sein Depot hier eingestellt, und das offenbar nicht zum ersten Mal. Der Mann ist ja nicht irgendwer, sondern auf politischer Ebene in USA seit Jahrzehnten die Galionsfigur schlechthin der Befürworter einer Rückbesinnung auf die Tugenden des Goldes. Außerdem, obwohl von Berufs wegen Kinderarzt, gibt auch er oft - mit reichlich durchmischter Treffergenauigkeit - seit Jahren Prognosen darüber ab, was ökonomisch dann und dann geschehen werde - und er hält Goldminenaktien im Millionenbereich. All das soeben Genannte inkl. der Erwähnung hier im Forum rechtfertigt mE sehr wohl eine Replik über das "Portfolio eines Dritten". Nicht alle Menschen, die auch diese Minenwerte durch Dick und Dünn gehalten haben, sind immer noch Millionäre.


    Ganz sicher, betrifft insbesondere die, die vor Jahren mit "Buy and hold" enorme Gewinne verbuchten, da gibt und gab es einige auch unter uns....


    auratico, die leise Kritik an unserer Kritik beziehe ich doch gleichermaßen auf mich selbst.
    Gerade weil er Gold so entschieden vertritt, wird und muß RonPaul ganz sicher enttäuscht über die Entwicklung seines Depots sein. Denn vice versa sähe diese bei einer fairen Bewertung der „beeinflußten" Marktpreise für Gold und Silber ganz anders aus.


    Für ihn aber und für alle Gold und Silberbugs jedoch gehe ich fest davon aus, daß seine und unsere Minen -- soweit gehalten -- alte Hochs wieder sehen.
    Dann wären die Tiefs halt Dellen, dumm nur, wer in Abschwüngen mächtige Verluste realisiert hat bzw. wegen Margin verkaufen mußte.


    Grüsse
    Edel

  • Ron Paul ist privatwirtschaftlich an einem Punkt angelangt, an dem man seine wertvolle Lebenszeit nicht mehr mit Umschichtungen im Portfolio verschwendet, wenn man von dem Engagement überzeugt ist.


    Er kann seine jährlichen Bezüge sicher nicht verkonsumieren. Auf diesem Niveau angekommen, ist dann der Geldwert des Portfolios eine Nebensache. Es sind ja meist nicht die großen Tiere dieser Welt, die den Goldpreisrückgang beklagen.


    Wie sagt André Kostolany so schön: „Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren“.


    Wer mit Minenaktien spekuliert, muss auch die Konsequenzen kennen, so wird man dann schnell zum Trader. Mit echtem Metall sitzt man diese Zeiten dann erheblich bequemer aus, denn der Goldpreis wird auch die 2.000 Dollar-Marke übersteigen. Es ist nur eine reine Zeitfrage.


    Es bleibt ja auch immer die Frage an sich selbst: „Warum habe ich in diesen Zeiten Gold und Silber physisch gekauft.“ :whistling:



    Grüße von der Ersatzkasse

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
    (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)

    2 Mal editiert, zuletzt von Ersatzkasse ()

  • Ist Gold das Erbe toter Sterne? Forscher beobachteten nach dem Zusammenprall zweier Neutronensterne ein tagelanges Leuchten. Dabei soll Gold im Umfang von bis zu zehn Mondmassen produziert werden.


    Sollte, könnte, hätte. [smilie_happy]


    Manche "Experten" suhlen sich im Konjunktiv und betrachten das als Realität.


    Deswegen sind es ja auch Experten. :D

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:


  • Sollte, könnte, hätte. [smilie_happy]


    Manche "Experten" suhlen sich im Konjunktiv und betrachten das als Realität.


    Deswegen sind es ja auch Experten. :D


    Ähm, "soll" heißt hier im Zusammenhang mit einem Bericht: "gemäß den Angaben der zugrundeliegenden Veröffentlichung" - nix Konjunktiv. ;)

  • Ähm, "soll" heißt hier im Zusammenhang mit einem Bericht: "gemäß den Angaben der zugrundeliegenden Veröffentlichung" - nix Konjunktiv.


    Ich bezweifel, dass den Forschern ein Licht aufgegangen ist, nur weil es ein paar Tage geleuchtet hat. [smilie_happy]


    Aber vielleicht war das Licht schön goldfarben, dann kann es ja nur Gold sein. :D

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • Der Einbruch beim Goldpreis lässt eine Rückkehr zur früher geübten Praxis des Absicherns durch Terminverkäufe erwarten. In den vergangenen Jahren mieden Investoren und Produzenten das sogenannte Hedging, nachdem sie zum Ende des vergangenen Jahrzehnts mindestens 10 Mrd. $ für die Abwicklung von Termingeschäften hatten aufwenden müssen.


    Investoren dagegen
    Sie könnten nicht einfach den Kopf in den Sand stecken und beten, dass der Goldpreis wieder steige, sagt Gavin Thomas, Vorstandschef der in Sydney ansässigen Kingsgate Consolidated, welche die grösste Goldmine Thailands betreibt. Trotz dem Widerstand der Investoren erwägt er die Absicherung seiner Goldproduktion über Terminverkäufe. Hedging ist eine Aussage zum Goldpreis: Wenn man von steigenden Preisen ausgeht, lässt man Hedging bleiben, bei einem Abwärtstrend ist der Investor mit Hedging im Vorteil.


    Russlands zweitgrösster Goldproduzent, Petropavlovsk, und die australische Oceana Gold haben mit der Absicherung über Terminverkäufe begonnen, und Broker wie Société Générale rechnen damit, dass weitere Unternehmen ihre Produktion ebenfalls absichern. Damit hoffen die Produzenten angesichts eines weiteren erwarteten Preisverfalls bei Gold ihre Erlöse anzukurbeln und sicherzustellen, dass sie ihre Verbindlichkeiten bedienen können. Erstmals seit dem Jahr 2000 steuert der Goldpreis auf ein Verlustjahr zu. Terminverkäufe der Goldproduktion könnten den Abwärtstrend beim Goldpreis weiter fördern, warnt die Bank Julius Bär.


    Es gebe nur wenige Goldproduzenten, die keine Probleme hätten, konstatiert Tim Schroeders, Fondsmanager bei Pengana Capital in Melbourne. Viele hätten hohe Schulden oder hohe Kosten. Die Produzenten müssten Hedging in Erwägung ziehen. Beim Hedging verkaufen Goldproduzenten ihre künftige Produktion zu einem Festpreis, um sich Kredite zu sichern und ihre Margen zu schützen. In den vergangenen zehn Jahren, als Gold das längste Rally seit mindestens neun Jahrzehnten hinlegte, verlor die Strategie an Bedeutung. Die Investoren übten Druck auf die Goldproduzenten aus, ihre Terminverkäufe aufzulösen, als der Goldpreis sich während des Rallys verachtfachte. AngloGold Ashanti investierte 2010 2,6 Mrd. $ in die Auflösung der Terminpositionen, beim Branchenprimus Barrick Gold Corp. fielen im dritten Quartal 2009 5,6 Mrd. $ für die Aufgabe des Hedgings an.


    Negative Preisauswirkungen
    Je mehr Absicherungsgeschäfte durchgeführt würden, desto stärker seien die negativen Auswirkungen auf den Preis, weil damit praktisch ein Strom von Gold auf den Markt fliesse ^^ , erklärt Tyler Broda, Analytiker bei Nomura International in London. Seiner Auffassung nach haben die Produzenten bereits die Chance verpasst, sich gute Preise zu sichern. Auf dem Höhepunkt des Preiszyklus hätten sie mit der Absicherung beginnen sollen.


    Am Donnerstag wurde Gold zu $ 1277.76/Unze gehandelt, nachdem der Goldpreis am 28. Juni auf ein 34-Monats-Tief bei $ 1180.50/Unze gefallen war. Goldman Sachs Group prognostiziert bis Ende 2014 einen Goldpreis von 1050 $. Nach Einschätzung von Standard Chartered wird das Nettovolumen des auf Termin verkauften Goldes von 30 Tonnen in diesem Jahr bis auf 500 Tonnen 2017 steigen. Fitch Ratings prognostizierte im Juni, dass Goldproduzenten mit einer dünneren Kapitaldecke verstärkt Goldlizenzen veräussern, Gold auf Termin verkaufen und Absicherungsgeschäfte tätigen dürften.


    Eine Rückkehr zur Absicherung wäre für die Produzenten von Kanada bis Australien ein Mittel, ihre Gewinne zu stützen. Bis jetzt haben sie bereits Pläne für Kostensenkungen, Minenverkäufe, Personalabbau und eine Verringerung der kostenintensiven Produktion bekanntgegeben. Der Verfall des Goldpreises könnte sonst die Gewinne der Produzenten um rund 10 Mrd. $ schmälern.


    Mehr als Kostensenkungen
    Kostensenkungen dürften nicht ausreichen, wenn man die beschleunigte Korrektur des Goldpreises in letzter Zeit betrachtet, und einige Produzenten dürften zur Absicherung gezwungen sein, schrieb Philipp Lienhardt, Analyst bei Julius Bär, am 28. Juni in einem Bericht an seine Kunden.


    Allerdings besteht beim Absichern immer die Gefahr, aufs falsche Pferd zu setzen. Wenn er heute eine Absicherung tätige, sehe er am nächsten Tag, ob es die richtige Entscheidung gewesen sei oder nicht, das ändere sich ständig, erläuterte Peter Bowler, geschäftsführender Direktor bei Beadell Resources. Das Unternehmen hat im April 195 000 Unzen Gold zu einem Preis von 1600 $/Unze im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung abgesichert.

    • Offizieller Beitrag

    ?) Schlichte These ohne geringste Beweisführung .... Wir werden sehen, ob dieses Märchen für die Goldkabale wahr wird.


    Daß das Hedging der Goldproduktion für die Minen ein sehr 2 schneidiges Schwert ist, wurde hier schon kürzlich erörtert. Daß das Management von Minen damit schlecht beraten ist, oftmals von Finanzgebern der Minen, ist auch sicher.
    Wenn einige bekannte Minen diese Praxis aufgreifen oder praktizieren, spricht das gegen die Qualität des Managements, Kingsgate ist wahrlich kein Ruhmesblatt mehr, von Petropavlovsk weiß ich beiläufig, daß diese große finanzielle Problem hat und bereits ihren Kurs durch Geldgeber stark verwässert.


    "....ein Strom von Gold auf den Markt fliesse , erklärt Tyler Broda, Analytiker bei Nomura International in London. Seiner Auffassung nach haben die Produzenten bereits die Chance verpasst, sich gute Preise zu sichern. Auf dem Höhepunkt des Preiszyklus hätten sie mit der Absicherung beginnen sollen.“


    Kluge Sprüche ausgerechnet aus London, wo sich kaum noch Gold physisch befindet ! :D
    „Nachtigall, ick hör dir trapsen !!“


    Propagandistisch... Bevor dies weiter ernst zu nehmen wäre, müßte man das Hedgebook einsehen, als auch die Nachfrage des Marktes dagegen halten. Denn im Gegensatz zu den Manipulationen der Goldbanken und Zentralbanken kommt das Gold nicht unmittelbar und dann schlagartig in den Markt, sondern ratierlich.


    Das ist doch der Punkt: Nach meinen Informationen wird die gesamte Minen Neuproduktion vom Markt aufgesaugt, derzeit kauft China und Indien allein zusammen etwa die Hälfte.
    Also nochmals: Ohne genauere Zahlen ist dies m.E. wieder einmal ein propagandistisches Goldbashing interessegesteuerter Medien, mal lästerlich angedacht.


    Grüsse
    Edel


  • "....ein Strom von Gold auf den Markt fliesse , erklärt Tyler Broda, Analytiker bei Nomura International in London. Seiner Auffassung nach haben die Produzenten bereits die Chance verpasst, sich gute Preise zu sichern. Auf dem Höhepunkt des Preiszyklus hätten sie mit der Absicherung beginnen sollen.“


    Kluge Sprüche ausgerechnet aus London, wo sich kaum noch Gold physisch befindet ! :D
    „Nachtigall, ick hör dir trapsen !!“


    Klar, ist die Aussage so ziemlich dämlich "auf dem Höhepunkt hätte man ..." klar hätte man. Und auf dem Tiefpunkt hätte man umgekehrt ...


    ... aber ich hab' auch die Minen nicht verstanden, die ihre Hedges aufgelöst haben (meist nahe des Höhepunkts wie wir heute wissen) ... da müsste man seitens des Managements IMHO schon eingestehen, dass man sich von der damaligen Euphorie hat mitreißen lassen.


    Eine sinnvolle Hedgestrategie sollte doch stur einem langfristigen Konzept folgen.


    Also in etwa so:
    - die Wahrscheinlichkeit existenzieller Schwierigkeiten sehr gering halten
    => man muss nicht zu Unzeit Notverkäufe machen, Projekte abrupt stoppen, Kapital zu Tiefstkursen erhöhen etc.
    - günstige Kreditfinanzierung sichern (Wenn man das nicht will, muss man halt mit nahe 100% Eigenkapital arbeiten, oder nur Projekte mit extrem niedrigen Förderkosten angehen).


    Konkret könnte das heissen, dass z.B. 60% der erwarteten Produktion der nächsten 12 Monate, und 50% der Jahre 2,3,4 und 5 vorabverkauft werden. Jeden Monat eine neue Monatscharge zum jeweiligen Future-Preis. Und das stur, ohne spekulieren zu wollen. Klar können die %-Sätze variieren, wenn die EK-QUote und/oder der Marge schwanken. Je besser man dasteht umso weniger muss man absichern. Aber auch da nicht nach Gefühl, sondern nach klaren Vorgaben.


  • Ich bezweifel, dass den Forschern ein Licht aufgegangen ist, nur weil es ein paar Tage geleuchtet hat. [smilie_happy]


    Aber vielleicht war das Licht schön goldfarben, dann kann es ja nur Gold sein. :D


    Ich bezweifele, das es Dir darum geht, worum es da geht und welche Theorie dahinter steht.
    Du blödelst einfach ein bisschen rum, stimmts? :D


    Es ist ja für uns auch völlig belangslos, ob da irgendwo im All etwas Gold entsteht. Weder wir noch Nachfahren werden je irgend etwas damit zu tun haben.
    Die zugrunde liegende Theorie der heissen Fusion allerdings ist nicht so völlig falsch. Es ist jedenfalls die vorherrschende Theorie. Alternativen wären kalte Fusion, und noch unbekannte Prozesse. Stimmt erstere Theorie, gibt es nur eine bestimmte Menge Gold in der Erde (etwas ist auf dieser), stimmen die anderen, ändert sich diese Menge - allerdings für einzelne Menschenalter kaum.
    Kurz - wie bilden sich die chemischen Elemente... geht es nur entsprechend der Lehrmeinung mit enormen Energieaufwand (Zusammenstoß von Neutronensternen) oder doch anders?
    Die von Dir beblödelten Wissenschaftler sind selbstverständlich Vertreter der ersten Theorie mit der heißen Fusion.
    Natürlich ergibt sich nicht nur Gold, sondern etliche schwerere Elemente.
    Stimmen andere Theorien, bilden die Elemente sich ohne solche extremen Ereignisse und auch heute im inneren der (auch unseres) Planeten.
    Ich persönlich finde letzteres wegen der Verteilung stimmiger.

    Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken. Marc Aurel (121-180)
    Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Friedrich von Schiller (1759 – 1805)
    Wer eine friedliche Revolution unmöglich macht, macht eine gewaltsame unvermeidbar. John Fitzgerald Kennedy (1917-1963)
    Ich bedaure nicht, was ich getan habe. Ich bedauere, was ich nicht getan habe.
    Ingrid Bergman (1915-1982)

  • ?)


    Das ist doch der Punkt: Nach meinen Informationen wird die gesamte Minen Neuproduktion vom Markt aufgesaugt, derzeit kauft China und Indien allein zusammen etwa die Hälfte.
    Also nochmals: Ohne genauere Zahlen ist dies m.E. wieder einmal ein propagandistisches Goldbashing interessegesteuerter Medien, mal lästerlich angedacht


    Sollte sich der Goldpreis nicht demnächst spürbar erholen, kann es sehr wohl sein, dass das leidige Hedging aus den 90ern und beginnenden Jahren des ersten Jahrzehnts wieder in größerem Stil beginnt. Bei hochverschuldeten Minengesellschaften - und das sind eben viele - wird es sogar ganz bestimmt darauf hinauslaufen. Die erwähnte Petropavlovsk mit gut einer Milliarde $ Schulden ist ein solches Beispiel, hat sich aber schon vor einem Jahr deutlich über dem gegenwärtigen Goldpreis gehedged, sodass deren Strategie im Moment sogar voll aufgeht. Für all jene, die nun bei diesen niedrigen Preisen neu in ein Hedgingprogramm einsteigen müssen, sieht es dann allerdings düsterer aus.


    Hinzukommt, dass, wie in dem zitierten Artikel erwähnt, diese Hedgingprogramme in der Regel über die Köpfe der Aktionäre hinweg beschlossen werden (auch das eine Wiederholung aus den 90ern), sodass es für Investoren wieder enorm wichtig wird, dass sie über die Hedgingbücher bzw. Hedgingabsichten der jeweiligen Minengesellschaften genau Bescheid wissen, ehe man einen Kauf tätigt.


    Da die ganze Hedgerei erst jetzt wieder so richtig losgehen dürfte, ist es wohl noch zu früh, wenn man glaubt, hier gleich auf der Stelle verlässliches Zahlenwerk erwarten zu können.
    Nochmals, es hängt alles an der Goldpreisentwicklung der nächsten Monate. Wenn sich ein veritabler Bärenmarkt entwickeln sollte bis ins Jahr 2014 oder gar noch länger, dürfte das Hedging auf breiter Front wieder in die Branche einziehen. Dass trotzdem die gesamte Goldproduktion rasch vom Markt absorbiert wird, spielt dabei keine Rolle, denn die - in diesem Falle niedrigen - Preise z.B. an der Rentabilitätsgrenze werden bis jetzt jedenfalls eindeutig immer noch von den Terminmärkten bestimmt.
    Es gibt allerdings Leute, wie z.B. Jim Sinclair, die davon ausgehen, dass sich der physische Markt und der Terminmarkt für Gold demnächst aufspalten werden. Dies aber ist gegenwärtig eine reine Spekulation, die noch nicht der aktuellen Lage entspricht, während das Hedging sehr wohl wieder spürbar aufkommt. Viele Minenwerte sind kapitalschwach und werden so leicht zu billigen Übernahmeopfern und fallen dann vielleicht genau in jene Hände, die Edel meistens als Cabal bezeichnet. Ein Goldpreis über $ 1.600/Oz würde das Problem aus der Welt schaffen.


    Grüße


    auratico

    Einmal editiert, zuletzt von auratico ()

  • ... wird derzeit in Dubai praktiziert. Dort zahlt die Regierung angesichts wohlstandsbedingt rasant zunehmender Fettleibigkeit und Diabeteserkrankungen ihren Bürgern für jedes während des Ramadan abgespeckte Kilogramm Fett ein Gramm Gold.
    Im Zuge der Völkerverständigung könnte sich auch Herr Gabriel als Staatsgast zur Golddiät im Wüstensand anmelden und damit bei der Repatriierung des deutschen Goldes mit gutem Beispiel vorangehen ...


    Dubai offers gold to fight obesity epidemic


    Dubai's government will pay residents in gold for losing those extra pounds as part of a government campaign to fight growing obesity in the Gulf Arab emirate.


    The 30-day weight-loss challenge was launched on Friday to coincide with the Muslim holy month of Ramadan, when the faithful refrain from eating and drinking during daylight hours.


    For every kilogram dropped by August 16, contestants who register from Friday can walk away with a gram of gold, currently worth about $42, Dubai's civic authority announced as part of its 'Your Weight in Gold' initiative.


    http://in.reuters.com/article/…old-idINDEE96I0AY20130719


    Grüße
    auratico

  • Wenn das Hedging jetzt bei <1200$ / 1000€ so deutlich beginnt ist das ein Zeichen fuer die untere Grenze, also den 'Boden' ?

    Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken. Marc Aurel (121-180)
    Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Friedrich von Schiller (1759 – 1805)
    Wer eine friedliche Revolution unmöglich macht, macht eine gewaltsame unvermeidbar. John Fitzgerald Kennedy (1917-1963)
    Ich bedaure nicht, was ich getan habe. Ich bedauere, was ich nicht getan habe.
    Ingrid Bergman (1915-1982)

    • Offizieller Beitrag

    Wenn das Hedging jetzt bei <1200$ / 1000€ so deutlich beginnt ist das ein Zeichen fuer die untere Grenze, also den 'Boden' ?


    Nicht zwingend, aber aus der Sicht von Contrarians kommen wir der Sache nahe:


    Denn die Mineure wollen sich gegen weiter fallende Goldkurse absichern, die sie befürchten. Und je mehr sie das tun, umso deutlicher trifft die alte Börsenweisheit zu :
    Die Mehrzahl liegt am Ende des Trends falsch. Dinge wiederholen sich, so etwa war es schließlich um 2000 herum.


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    Jordan Roy-Byrne geht hier insbes. auf Minen ein, aber die Überlegungen treffen ebenfalls auf die Edelmetalle Gold und Silber selbst zu. Ausdrucksstarker einfacher Chart ....


    "...The root of the problem here is the majority of the mainstream fails to understand not only Gold but the mining industry and the proper way to invest in mining companies....


    Speaking of historical analysis, many are quick to compare Gold’s decline (36% in nearly two years) to 1980 (40% in two months) without even mentioning 1976 (45% in eighteen months) which is the better comparison. Below is an index of Gold and Silver comprised of half of each. The recent decline bottomed at multi-year trendline support and is closely in-line with the 2008 decline. In 1980 this index declined 54% in two months! After two and a half years it was down 75%....“


    http://www.kitco.com/ind/Trend…ignal-on-Gold-Stocks.html


    Grüsse

  • Hallo Edel..


    ich ahbe jetzt mal den google übersetzer angeschmissen und es ebenfalls mit meinen eigenen englishkenntnisse probiert,
    aber beides führte zu keinen klaren ergebniss.


    erstmal "konträrtheoretisch", meinst du damit "in der theorie gegensätzlich" ??


    und zum englishen: meinst du, dass laut englischem text von einem "konträrtheoretischen" fall oder anstieg die rede ist ????


    :hae: :hae: :hae:


    danke...

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

    • Offizieller Beitrag

    Hallo schuchris


    Manches mal paßt keine Übersetzung, deshalb nahm ich schon zuvor "Contrarians". :)
    Bedeutet, im Gegensatz zu vorherrschender Meinung oder Trend zu handeln.
    Konträrtheoretisch halt entsprechend zu denken, Grundlage der Handlungen.
    http://www.dict.cc/?s=contrarian


    Grüsse
    Edel

  • vieleln dank, hatte ich bei google auf die schnelle nicht gefunden, aber sinngemaess wohl auch so ähnlich übersetzt.


    aber was sagt der englische teil denn nun aus, Konträrtheoretisch pro oder contra ???


    mag die sonne sein, oder auch mein spärliches english, nun weiss ich leider immer noch nicht, in welche richtung text abzielt ??

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

    • Offizieller Beitrag

    ....aber was sagt der englische teil denn nun aus, Konträrtheoretisch pro oder contra ???


    mag die sonne sein, oder auch mein spärliches english, nun weiss ich leider immer noch nicht, in welche richtung text abzielt ??


    Deswegen gebe ich doch zumeist eine Kurzfassung herein:
    Die Mehrzahl meint weiterer Fall, der Contrarian sagt : Kaufsignal.


    An anderer Stelle wird der Autor, den ich sehr schätze, präziser:
    "...The bottom line here is twofold. First, the growing mainstream negativity toward the gold stocks (after a 65% decline) is a textbook contrarian buy signal...."


    Alles klar ? ^^


    Grüsse
    Edel

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