Beiträge von traditional3

    Aus dem Spatz vom 4.11.2007 - http://www.spatzseite.de/pdf/sptz2007.pdf


    Auszug:


    Ja, die Amerikaner sind uns immer einen Kopf voraus! Unseren Nachbarn, Frankreich hat es aber schon erwischt. Le Figaro sprach letzte Woche von "bösen Überraschungen", die auf Haushalte mit mittlerem Einkommen zukommen. Und Liberation ("Befreiung"!) beschrieb am 27. Oktober auf ganzen drei Seiten, wie die Zweit-Hypothekenkrise in Frankreich zuschlägt. "Warnung vor flexiblen Zinsraten. 150.000 Haushalte in Frankreich riskieren, sich im System anpassungsfähiger Zinsraten zu verfangen. Daraus erwachsen Sorgen vor einer Krise wie sie im Sommer in den USA aufgetreten war".


    Zahlungsprobleme machen sich auch in Italien breit. Dort nahmen die Konsumentenkredite nach Angaben der Italienischen Bankenvereinigung im ersten Halbjahr 2007 um 17,5% zu. Allerdings ist die Verschuldung der Haushalte in Italien niedriger als sonst in Europa. Im Verhältnis zum Brutto-Inlandsprodukt sind die Italiener mit 5,8%, die Engländer mit 16,5%, die Deutschen mit 9,9%, die Spanier mit 9,4% und die Franzosen mit 7,5% verschuldet. Vielleicht waren die Italiener nur sparsamer. Die Forschungsgruppe ISMEA stellte fest, daß die Italiener für Ernährung zwischen 2001 bis 2006 trotz Preissteigerungen 10% weniger ausgegeben haben. Weg mit Fleisch und Wurst, Vegetarier braucht das Finanzsystem genauso wie Nichtraucher.

    Zitat DT:


    Wenn die Kunden wüßten, was in ihren Riester-Rentenverträgen, in ihren Rürup-Basisrentenverträgen, in ihren "Garantie"fonds, in ihren Tagesgeldkonten, etc drinliegt, gäbe es auch in Deutschland einen Bankrun. Wenn die Leute wüßten, daß die Backups nur noch zT 20% der Einlagen wert sind! Deswegen ist ja das System so bedacht, eine Lösung zu finden, denn wenn das ganze kollabiert, ist wirklich game over.


    Daher habe ich ja auch Axel W gefragt, wieviel Prozent des dt. Goldes verliehen ist, mit der Begründung, ob man denn darauf bauen könnte, daß nach dem Reset und dem Neustart nach den Auswirkungen des ABS Kollaps für Deutschland eine solides Backing einer neuen Währung gewährleistet ist.


    weiter: http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/395432.htm

    So könnte das mit dem neuen M-LEC, dem toxic waste der Banken in ihren SIV und von ihnen finanzierten Hedge Fonds laufen.


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    Aus dem Spatz vom 28.10.2007 - http://spatzseite.de/pdf/sptz2007.pdf


    Zitat Dr. Böttiger:


    Dabei zeigt die Federal Reserve ihr wahres Gesicht als private Weltbankenzentrale. Sie gab der Royal Bank of Scotland Rückhalt, damit diese die bankrotte Firma Cheyne Finance, ein so genanntes "Structured Investment Vehicle" (SIV) kaufen konnte. SIVs sind Firmen, die über billige kurzfristige Kredite, die sie z.B. im "carry-trade" in Japan aufnehmen, teurere langfristige Kredite, die sie z.B. in Europa vergeben, finanzieren. Damit sich das "rentiert", handelt es sich oft um Kreditvolumen im Bereich mehrerer Milliarden Dollar. Wenn nun kurzfristige Kredite fällig werden, bevor die langfristigen bezahlt werden und man plötzlich keine neuen Kredite bekommt, platzt das Geschäft, wie in letzten Wochen vielfach geschehen. Das jeweilige SIV muß dann, um Schaden von den Investoren - das waren meistens die Banken auf der Jagd nach Anlagemöglichkeiten selbst - abzuwenden, "verkauft" werden. Ähnlich erging es Barclays Bank mit drei ins Schlingern geratenen SIVs.


    Am 12. Oktober stimmte der US-Federal Reserve Board of Governors zu, die Kreditlinie für zwei britische Banken, the Royal Bank of Scotland (RBS) um 10 Mrd. Dollar und Barclays Bank um 20 Mrd. US$ auszuweiten. Sie bekommen das Geld, damit sie den Kredit an ihre Klienten prolongieren können "die kurzfristig Liquidität benötigen, um ihre langfristigen Anlagen (holdings of securities and certain other assets) zu finanzieren" schrieb die Bank in einem Brief an die Banken. Zugleich hob die FED die Kreditbeschränkung der Banken an ihre Wertpapierhändler "affiliated broker-dealers" auf. Diese sind dann die Kanäle, durch die die Banken das Geld an ihre kollabierenden Klienten weiterreichen. Die FED finanziert also inzwischen nicht nur Banken im In- sondern (wie im genannten Fall) auch im Ausland, sie finanziert auch Brokerhäuser, die mit Krediten an Hedge-Fonds und andere Spekulanten Probleme bekommen haben. Das heißt im Grunde, die Zentralbank verzichtet auf alle Versuche der Geldmengenbeschränkung. Die Geschäftsbanken können nahezu beliebig Geld drucken. Und wozu, bitteschön, wenn kaum noch einer "kreditwürdig" ist?


    Die Banken animieren ihre "Hedge-Fonds", unverkäufliche Wertpapiere von SIV und ähnlichen Spekulationsfirmen zum Nominalwert mit einem Kredit anzukaufen, den ihnen die Banken geben. So können die Banken ihre Bilanzen schönen und sich selbst Geld drucken. Nichts weniger verbirgt sich hinter der schönen neuen Finanzstrategie der Elite der "Master Liquidity Enhancement Conduit".

    Aus einem sehr lesenswerten Interview mit Wolfgang Eggert


    http://muslimmarkt.de/interview/2007/eggert.htm


    Eggert: Als Antreiber der menschlichen Geschichte nehme ich unter anderem wie bereits erwähnt messianische Netzwerke wahr. Es gibt ganz zentrale Ereignisse, die ausschließlich von diesen radikalen Sekten gesteuert waren, darunter die Ermordung des israelischen Staatschefs Rabin. Gerade auf die explosive Lage im Mittleren Osten, die sie zum prophezeiten Armageddon vorantreiben wollen, gelingt es ihnen stärksten Einfluss auszuüben. Einerseits über die Schiene Israel, wo führende Politiker wie Benjamin Netanjahu vor schwerwiegenden Entscheidungen den Rat okkulter Rabbiner einholen. Auf der anderen Seite haben in Amerika im Gefolge von George W. Bush bekennende christliche Fundamentalisten das Weiße Haus erobert. Wöchentlich werden endzeitliche Schriftgelehrte hierher und ins Pentagon geladen, um in bizarren Bibelsitzungen Politiker und Militärs für das Tagesgeschäft zu instruieren. Wesentlich länger ist diese gefährliche Vision von der Auserwähltheit vor Gott in einflussreichen Kreisen des britischen Establishments verbreitet. Viele Freimaurerlogen, die bekanntlich das öffentliche Leben des Vereinigten Königreichs stark prägen, sind von der Idee des Britischen Israelismus befangen. Diese besagt, dass die Mission des Judentums, die Welt ihrem geoffenbarten Ende entgegenzuführen, mit der Kreuzigung Jesu beendet und auf die Briten übertragen worden sei.

    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/395262.htm


    Interessante Charts zu den AAA, AA, A und BBB-Tranchen


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    Fazit: Zitat DT:


    Banken nach wie vor short lautet die Devise. Mal sehen, was eine weitere 50 bp Injektion von Ben machen wird. AIG wurde heute schon um -8% durchgeschüttelt, ich denke, daß auch bald die Allianz Federn lassen sollte. Es wird auch Zeit. What goes around comes around. Endlich. Und die Citi war heute schon fast unter 40.


    Und endlich kommen auch die England-Banken unter die Räder. Es hat schon geschmerzt, mitanzusehen, wie ein Volk, das genau wie die Amis seine gesamte Produktion outgesourced hat, radikal auf Pump gelebt hat und nix in die EU einzahlen wollte, weil Maggie mal so hart beim Helmut verhandelt hat, halb Europa aufgekauft hat (Spanien, Portugal, Frankreich, Istrien, ...), nur weil seine Banker so recklessly spekulativ waren und via Boni und housing bubble das Volk partizipiert hat. Schluß jetzt damit.


    http://business.timesonline.co…inance/article2733787.ece


    Ich tippe, daß Barclays und die Royal Bank of Scotland als nächste über die Wupper gehen nach der bereits de-facto verstaatlichten Northern Rock.

    Inhaltlich guter und m.E. richtiger Artikel.


    http://www.nzz.ch/nachrichten/…r_nach_gold_1.572197.html


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    Bis Ende September 2009 sollen insgesamt weitere 250 Tonnen von den 1270 Tonnen des Bestandes verkauft werden, um die Struktur der Währungsreserven anzupassen.


    ....


    Vor 100 Jahren, bei ihrer Gründung, hatte sie (Schweizer Notenbank) den Notenumlauf zu 70% mit Gold unterlegt, diesen September waren es sogar fast 90%.


    ...


    Im Falle der Schweiz ergibt er heute einen Würfel von knapp 4 Meter Kantenlänge,


    ...


    Eine Währung mit Golddeckung hätte Chancen, das Vertrauen zu bewahren oder einen Neustart hinzulegen.

    http://www.bueso.de/news/hedge…turzen-sich-auf-rohstoffe


    Ein Artikel auf http://www.bullionvault.com beschreibt eindrucksvoll, wie sich Hedgefonds mittlerweile in die Rohstoffspekulation stürzen.
    Sie erzeugen jede Menge neuer Derivatinstrumente und kochen damit Inflation im "70er Jahre Stil oder schlimmer" auf.
    "Wall Street und die City [of London] überschlagen sich dabei, in die Rohstoffmärkte zu kommen...


    [...]


    "Eine Armee von Experten für strukturierte Kredite studiert derartige Produkte wie Collateralized Commodity Obligations, CCOs, die an die Performance eines Portfolios gebunden sind, das auf Rohstoffen wie Edelmetallen oder auch Energiepreisen aufbaut, berichtet Reuters.


    Bei einem CCO wird eine Absicherung auf ein zugrundeliegendes Rohstoffportfolio an eine andere Partei verkauft: das nennt sich dann Trigger Swap Agreement. Um die dabei involvierten Schulden des Swaps zu finanzieren, verkauft der Emittent Papiere in der Größenordnung der verkauften Absicherung, so Fitch Ratings. Gewinne aus den Papieren dienen dann als Sicherheit für den Emittenten des Swaps, bis er ausläuft. Wenn das dann soweit ist, liquidiert der Emittent die verbleibenden Anlagen und gibt die Gewinne an die Besitzer der Papiere."

    Ich stelle den ersten Beitrag des Threads ein


    --> die Folgebeiträge und besonders auch dottore sind ebenfalls höchst lesenswert.


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    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/394036.htm



    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/394046.htm


    und http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/394049.htm

    http://www.presseportal.de/text/story.htx?nr=1062710


    Rudloff erinnert zur Begründung an den enormen Aufschwung vieler Schwellenländer, was zu Rohstoffknappheit und kräftiger Nachfrage nach Maschinen oder auch Nahrungsmitteln führe. Diese Nachfrage aber bringe die Verschiebung von einem Käufer- zu einem Verkäufermarkt mit sich und verursache so Inflationsgefahren.


    "Weil jetzt Milliarden von Menschen danach streben, besser zu leben, kommt es zu einer unglaublichen Konkurrenz um verfügbare Mittel. Die Investitionen wachsen, und die Preise steigen weltweit an. Und dann entstehen Krisen, die normalerweise dieses Wachstum schwächen.

    Zitat

    Original von auratico
    Während beständig darüber gerätselt wird, wie sich China und Japan bzgl. ihrer immensen Dollarreseven verhalten werden, verabschieden sich kleinere Länder wie Vietnam und Katar von dieser importierten Inflation und stecken ihre Reserven mehr und mehr in die asiatischen Märkte. Und ganz bestimmt auch teilweise ins Gold, dies haben die vergangenen Wochen gezeigt: Gold und die asiatischen Märkte sind gestiegen, während der Dollar stark nachgegeben hat. Was würde es nun bedeuten, wenn diesen beiden kleinen Ländern bald weitere folgen sollten in der Befürchtung, daß sie sonst die Dummen sein würden, die nicht rasch genug den Ausgang gefunden haben? Unter diesem Aspekt ist es vorstellbar, daß die asiatischen Märkte (und Gold!) trotz der bereits hohen Bewertungen unter stärkeren Schwankungen als bisher weiter steigen werden auf dem Weg raus aus dem US$:


    Zu dieser Wanderungsbewegung auch eine sehr interessante Zusammenstellung von dottore.


    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/393036.htm

    "Sie sagen, dass 10% der U.S. Banken Anlagen auf strukturierten Investitionsvehikeln (SIVs) gründeten, besonders einige Billionen Dollar in CDOs. Können diese Banken den Kollaps dieser CDOs überleben? Haben sie das nötige Grundkapital um das zu überleben?"


    Mason antwortete: "Nein, und die FDIC (Bundesanstalt zur Absicherung der Einlagen) hat auch nicht die Resourcen mit so etwas umzugehen."


    http://www.bueso.de/news/syste…thullt-larouche-antwortet


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    Wäre interessant zu wissen, was das für "Billionen" sind. Ich nehme an, dass die deutsche Lesart gemeint ist. Merill Llynch hat ja gerade heute mal 5 (US-)"Billionen" Verluste bekanntgemacht.

    Freitag, 5.9.2007
    Northern Rock braucht noch mehr Geld

    Die angeschlagene britische Hypothekenbank Northern Rock hat sich weiteres Geld von der Bank of England geliehen.


    Es seien 2,9 Milliarden Pfund (4,1 Mrd Euro) geflossen, schrieben am Freitag die „Financial Times“ und der „Guardian“. Damit habe Northern Rock nun insgesamt knapp 11 Milliarden Pfund von der Notenbank erhalten. Dies entspreche 45 Prozent der Einlagen des Baufinanzierers zum Stand Ende Juni. Bei der Bank of England gab es dafür zunächst keine Bestätigung.


    http://www.handelsblatt.com/Ne…aucht-noch-mehr-geld.html